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Veröffentlicht am 03.12.2025

Eine rundum gelungene Fortsetzung!

Die Drachengreif-Chroniken (Band 2) – Feuerherz
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Der elfjährige Luk aus Drakania und die gleichaltrige Alix aus Gryphoia sind mittlerweile die besten Freunde, allerdings darf niemand davon erfahren. Ihre Reiche sind immer noch stark verfeindet und ein ...

Der elfjährige Luk aus Drakania und die gleichaltrige Alix aus Gryphoia sind mittlerweile die besten Freunde, allerdings darf niemand davon erfahren. Ihre Reiche sind immer noch stark verfeindet und ein Waffenstillstand ist noch lange nicht in Sicht. Die beiden Kinder treffen sich daher immer heimlich, stets begleitet von ihren treuen Reittieren, dem Drachen Feuerherz und der Greifin Federsang. Sogar als der böse Zauberer Nachtfrost und seine Rattengnome in ihre Länder einfallen und für Angst und Schrecken sorgen, herrscht immer noch Misstrauen zwischen den feindlichen Herrschern. Es ist daher nun an Luk und Alix, ihre Reiche zu retten. Als sie von einem magischen Juwel erfahren, der für Frieden sorgen soll, sind sie sofort bereit, nach ihm zu suchen. Gemeinsam mit ihren Reittieren und dem Koboldscout Golistanarawysgarran (oder kurz Golly) begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise voller Überraschungen und Gefahren...

Hierbei handelt es sich um den zweiten Teil der Drachengreif-Chroniken, der dank kleiner Rückblicke sicherlich auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Da die Bände aber aufeinander aufbauen, empfiehlt es sich, mit dem ersten Band zu starten.
Nachdem mir der Reihenauftakt so viel Spaß hat, war ich voller Vorfreude auf die Fortsetzung. Meine Erwartungen waren entsprechend hoch und ich wurde nicht enttäuscht!

Mit viel Witz und Spannung erzählt Michael Peinköfer die Geschichte und beweist einmal sein Händchen dafür, seine Leserschaft direkt in den Bann zu ziehen. Nach einem rasanten ersten Kapitel begleitet man wieder Stallbursche Luk und Prinzessin Alix, die mittlerweile eine tiefe (und geheime) Freundschaft verbindet. Es ist erneut großartig mitzuerleben, wie sich die beiden über alle Unterschiede und Verbote hinwegsetzen und im Verlauf noch weiter zusammenwachsen. Die Zwei sind ein starkes Team, ziemlich verschieden, aber zusammen unschlagbar. Sie ergänzen sich perfekt und haben zudem eine Sache gemeinsam: Ihre Liebe zu ihren Reittieren, dem Drachen Feuerherz und der Greifin Federsang. Die Beziehung der Vier wird erneut wunderschön beschrieben – voller Herz, Verständnis und Vertrauen. Gemeinsam wachsen sie über sich hinaus, stellen sich jeglichen Herausforderungen und zeigen uns, dass es sich lohnt, an sich selbst zu glauben und Vorurteile zu hinterfragen. Das Buch vermittelt einige wertvolle Botschaften über Freundschaft, Mut und Zusammenhalt, gekonnt verpackt in einem actionreichen Fantasyabenteuer, bei dem jeder Fabelwesen-Fan ganz auf seine Kosten kommt. Neben Drachen und Greifen trifft man hier auch auf weitere außergewöhnliche Geschöpfe wie Fuxgänger oder Rattengnome. Michael Peinköfe hat hier einfach eine tolle Welt geschaffen, die mit ihrem mittelalterlichen Charme für eine ganz besondere Atmosphäre sorgt.

Auch optisch kann sich dieser Band mehr als sehen lassen, angefangen beim Cover über die farbige Landkarte auf den Vorsatzpapieren bis hin zu den stimmungsvollen schwarz-weiß Illustrationen, die das Erzählte untermalen und allesamt echte Hingucker sind. Pascal Nöldners Stil passt einfach perfekt zu dieser Reihe, ich kann mich an seinen Bildern nie sattsehen.

Das Ende hält einen fiesen Cliffhanger bereit, nach dem das Weiterlesen kaum erwarten kann. Leider werden wir uns da nur noch ein Weilchen gedulden müssen, denn der dritte Band wird voraussichtlich erst im Herbst 2026 erscheinen.

Fazit: Genauso spannend, unterhaltsam und magisch wie im ersten Band geht es mit den Drachengreif-Chroniken in die zweite Runde. Auch „Die Drachengreif-Chroniken - Feuerherz“ ist bestes Lesefutter für alle Fantasy-Fans ab 9 Jahren. Eine rundum gelungene Fortsetzung, die dem Vorgänger in nichts nachsteht. Also ich bin begeistert, mir hat dieser Band genauso gut gefallen wie der erste. Auf den dritten Teil freue ich mich schon sehr! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 03.12.2025

Eine superspannende Fortsetzung!

Unico wird gejagt (Band 2)
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Das kleine Einhorn Unico hat die besondere Gabe, Menschen glücklich zu machen. Doch seine magische Fähigkeit weckt den Neid der Göttin Venus. Eifersüchtig verbannt sie das kleine Einhorn aus dem Himmel ...



Das kleine Einhorn Unico hat die besondere Gabe, Menschen glücklich zu machen. Doch seine magische Fähigkeit weckt den Neid der Göttin Venus. Eifersüchtig verbannt sie das kleine Einhorn aus dem Himmel und befiehlt dem Westwind Zephyrus, es durch Raum und Zeit zu tragen, bis sämtliche seiner Erinnerungen erloschen sind. Doch Zephyrus hat Mitleid mit Unico und bringt ihn stattdessen zu den Menschen. Vergessen, wer es einst war, erwacht das Einhorn in einer öden Fabrikstadt, regiert von einer finsteren Maschine, die sich selbst „Mutter“ nennt. Zum Glück trifft Unico kurz nach seiner Ankunft auf die freundliche Maus Garapachi, die ihn zu dem Mädchen Chiko und dessen Großvater bringt – die einzigen menschlichen Seelen in dieser verseuchten, trostlosen Stadt. Unico findet bei ihnen Unterschlupf und möchte der kranken Chiko unbedingt helfen. Denn „Mutter“ herrscht hier über alles und will auch Chiko allein für sich beanspruchen. Unico setzt alles daran, seine neuen Freunde zu retten, doch die Handlanger der Göttin Venus sind ihm bereits dicht auf den Fersen...

Hierbei handelt es sich um die Fortsetzung von „Unico erwacht“, ein Remake von Osamu Tezukas erfolgreicher Anime- und Manga-Serie aus den 1970er Jahren, neu erzählt von Samuel Sattin. Vorkenntnisse aus dem ersten Band sind nicht zwingend erforderlich, sie erhöhen aber den Lesegenuss.
Ich habe diesen Manga-Klassiker erst durch Sam Sattins Neuinterpretation kennengelernt und nachdem mich der Reihenauftakt sehr positiv überrascht hat, war ich voller Vorfreude auf den zweiten Teil. Schon das Cover verspricht wieder jede Menge Action und Einhornpower und genau das bekommt man hier auch.

Erneut tauchen wir mit Einhorn Unico in eine fremde Stadt ein, wo Dunkelheit und Trostlosigkeit herrschen und sich unser kleiner Held ohne Erinnerungen zurechtfinden muss. Fans von zuckrig süßen Einhorngeschichten sind hier eher an der falschen Adresse – die Story kommt bisweilen ganz schön finster und unheimlich daher und ist vielleicht nicht für jedes achtjährige Kind geeignet. Dennoch halte ich das empfohlene Lesealter für angemessen. Es gibt auch einige unterhaltsame Momente und die Charaktere sind mal wieder so liebenswert gestaltet, dass man sie einfach gernhaben muss (bis auf die Bösewichte, versteht sich). Allein schon Unico ist ein wundervoller Charakter – freundlich, tapfer, mutig und hilfsbereit. Man schließt ihn sofort fest ins Herz, fühlt und fiebert mit ihm mit und mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Gekonnt wird wieder zwischen den Erzählperspektiven gewechselt, mal begleiten wir das kleine Einhorn und seine neuen Freundinnen, mal erfahren wir, was bei der Göttin Venus und Zephyrus vor sich geht.
Neben jeder Menge Spannung und Magie steckt die Geschichte auch voller Tiefe und vermittelt wichtige Themen wie Mitgefühl, Zusammenhalt und Freundschaft. Mich persönlich konnte dieser Teil nicht ganz so verzaubern wie der erste, irgendwie hat mir dieses Mal das gewisse Etwas gefehlt. Spaß beim Lesen hatte ich aber dennoch, definitiv. Und da natürlich auch dieser Band mit einem fiesen Cliffhanger endet, kann ich das nächste Abenteuer kaum erwarten.

Optisch ist dieser Comic ein richtiges Highlight! Die farbenfrohen und ausdrucksstarken Zeichnungen des Illustrationsteams Gurihiru sind ein wunderbarer Mix aus gruselig und niedlich und fangen die Magie der Erzählung perfekt ein. Vor allem die Passagen, die ganz ohne Worte auskommen, sind überaus dynamisch und ziehen einen komplett in den Bann. Insgesamt ist die Textmenge ist wieder recht überschaubar, die Panelstruktur übersichtlich und klar. Für Lesemuffel und Erstleser
innen ist diese Reihe daher ideal geeignet (trotz der über 200 Seiten).

Fazit: „Unico wird gejagt“ ist eine weitere gelungene Neuerzählung von Osamu Tezukas großem Manga-Klassiker. Spannend, düster und liebevoll erzählt, eindrucksvoll illustriert und mit Figuren, die das Herz im Sturm erobern. Auch hier trifft Fantasy auf Mythologie, angesiedelt in einem modernen urbanen Setting – eine richtig coole Mischung, die nicht nur junge Leser*innen ab 8 Jahren zu fesseln vermag. Ich bin nach wie vor begeistert von dieser Comic-Reihe. Auf den dritten Band freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Eine tolle moderne Robin-Hood-Geschichte!

Robin – Heldin wider Willen
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Charlie graut es vor dem ersten Tag an ihrer neuen Schule. Bestimmt wird sie auch dort wieder gemobbt werden und keine Freunde finden. Zuerst sieht es auch ganz danach aus, dass sich ihre Befürchtungen ...

Charlie graut es vor dem ersten Tag an ihrer neuen Schule. Bestimmt wird sie auch dort wieder gemobbt werden und keine Freunde finden. Zuerst sieht es auch ganz danach aus, dass sich ihre Befürchtungen bewahrheiten. Eine fiese Mädchenbande scheint es auf sie abgesehen haben und zu Charlies Enttäuschung wird die Forest-Hill-Schule ihrem Namen nicht wirklich gerecht – von einem märchenhaften Wald wie in ihren geliebten Büchern ist hier keine Spur. Ihr einziger Lichtblick ist die Schulbibliothek, doch in Ruhe schmökern ist ihr nicht vergönnt. Zuerst trifft sie auf den pilzverrückten Nathan, der ein echtes Plappermaul ist und dann wird sie auch noch in eine magische Welt hineingezogen, gemeinsam mit Nathan und einem sprechenden Raben. Auf einmal stehen die drei mitten in einem Wald und tragen Kleidung wie im Mittelalter. In dieser fremden Welt sorgt ein böser Sheriff für Angst und Schrecken, der Charlies Lehrer verdächtig ähnlich sieht. In seiner Burg hält er die Königin gefangen und es ist nun an Charlie und Nathan, sie zu retten. Zusammen mit einer weiteren, unerwarteten Verbündeten und bewaffnet mit Pfeil, Bogen und Stock (wie Robin Hood und Little John) stürzen sie sich ins Abenteuer...

Der britischer Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur Ben Miller konnte mich nun schon dreimal mit seinen Büchern begeistern – vor allem seine Weihnachtsgeschichte „In der Nacht, in der ich Weihnachten rettete“ mochte ich unheimlich gerne. Meine Erwartungen an seinen neuen Kinderroman waren entsprechend hoch und das wunderschöne Cover steigerte meine Vorfreude nur noch. Lange Rede, kurzer Sinn: Komplett überzeugen konnte mich das Buch leider nicht, aber Ben Miller hat mir auf jeden Fall mal wieder bewiesen, dass er tolle Kinderbücher schreiben kann.

Lose angelehnt an den Klassiker „Robin Hood“ präsentiert Ben Miller hier einen fantasievollen Abenteuerroman, in dem weitaus mehr steckt als man auf den ersten Blick vielleicht vermuten wurde. Neben einer aufregenden Rettungsmission mit Mittelalter-Vibes beinhaltet die Geschichte auch einige wichtige Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt, Selbstvertrauen, Mobbing, Machtmissbrauch und den Mut, Ungerechtigkeiten die Stirn zu bieten und über sich selbst hinauszuwachsen. Charlie ist eine wunderbare Hauptprotagonistin, die man mit ihrer zurückhaltenden und leseverrückten Art sofort ins Herz schließt. Sie zeigt uns, dass auch Schüchterne mutig und stark sein können und es sich lohnt, an sich selbst glauben. Es macht richtig Freude mitzuerleben, wie sie im Verlauf an Stärke und Selbstbewusstsein gewinnt und in ihren Gefährtinnen neue gute Freundinnen findet. Für mich persönlich hat sich nicht immer alles stimmig angefühlt, allerdings werden sich Kinder vermutlich nicht groß daran stören. Abenteuerlustige junge Kids werden garantiert begeistert von diesem Buch sein! Die Geschichte wird mit viel Herz und Humor erzählt und lässt an keiner Stelle Langeweile aufkommen. Dank der kurzen Kapitel und angenehm großen Schrift fliegen die Seiten nur so dahin und ganz nebenbei lernt man dank Pilz-Nerd Nathan auch noch ein bisschen was über Pilze. Die zahlreichen wunderschönen schwarz-weiß Illustrationen von Elisa Paganelli sind das Sahnehäubchen obendrauf und runden das Leseerlebnis perfekt ab.

Fazit: „Robin – Heldin wider Willen“ ist eine spannende und unterhaltsame, moderne Robin-Hood-Geschichte voller Abenteuer, Fantasie und Freundschaft. Das perfekte Lesefutter für alle ab 8 Jahren, die mutige und starke Heldinnen lieben und gerne in magische Welten eintauchen. Auch wenn ich mir ein klein wenig mehr erhofft habe, bin ich begeistert von diesem Buch und hatte großen Spaß beim Lesen. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 29.11.2025

Absolut bezaubernd!

Großer Bär und Kleiner Bär machen einen Ausflug
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Eines Tages beschließen Großer Bär und Kleiner Bär, zusammen einen Angelausflug zu machen. Doch ehe sie starten können, muss noch einigs vorbereitet werden. Sie brauchen passende Kleidung. Und die richtige ...

Eines Tages beschließen Großer Bär und Kleiner Bär, zusammen einen Angelausflug zu machen. Doch ehe sie starten können, muss noch einigs vorbereitet werden. Sie brauchen passende Kleidung. Und die richtige Ausrüstung. Und natürlich Proviant – was gibt es Besseres als frisch gebackene Blaubeermuffins? Ein dickes Geschichtenbuch packen sie dann auch noch ein und dann kann es endlich losgehen. Am See angekommen, genießen sie das glitzernde Wasser, beobachten die Fische, futtern ihre leckeren Muffins und schmökern in ihrem Buch. Einen Fisch fangen sie nicht, keinen einzigen. Aber das ist egal. Denn sie haben gemeinsam einen wunderschönen Tag verbracht, den sie gemütlich mit einem Nickerchen in der Hängematte ausklingen lassen.

Bei diesem Buch (übersetzt von Ebi Naumann) stand für mich sofort fest, dass es bei mir einziehen muss. Es war Coverliebe auf den ersten Blick, der Klappentext tat dann sein Übriges und hach, was soll ich sagen, meine Sammlung ist um ein Schätzchen reicher geworden.

Amy Hest und Erin Stead haben hier ein entzückendes Kinderbuch geschaffen, das einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert und Jung und Alt gleichermaßen anspricht. Mit viel Herz und humorvoller Leichtigkeit erzählt das US-amerikanische Autorin-Illustratorin-Duo eine unaufgeregte Geschichte über Freundschaft, Achtsamkeit, Gelassenheit und die Freude an kleinen Dingen. Der große und der kleine Bär zeigen uns, dass es nicht immer um spannende Erlebnisse und große Abenteuer und Erfolge gehen muss und es völlig okay ist, wenn nicht alles nach Plan verläuft. Viel wichtiger ist die Zeit, die man miteinander verbringt und die Erfahrungen und Augenblicke, die man zusammen erlebt und teilt. Dieses Buch ist viel mehr als eine niedliche Tiergeschichte – es lädt auch dazu ein, innezuhalten und den Moment und die gemeinsame Zeit bewusst zu genießen. Eine ganz tolle Botschaft, die man gar nicht oft genug hören kann und die hier ohne viele Worte klar vermittelt wird. Kinder werden es lieben, das sympathische Bärengespann auf seinem Ausflug zu begleiten, aber auch als Erwachsene hat man seinen hellen Spaß daran und erfreut sich an den herzerwärmenden Dialogen der beiden Bären.

Optisch ist dieses Buch ein ganz besonderer Genuss. Die zarten, stimmungsvollen Aquarellillustrationen von Erin Stead haben etwas herrlich Nostalgisches an sich und stecken voller liebevoller Details. Sie untermalen das Erzählte auf eine bezaubernde Weise und laden zum Verweilen und Wohlfühlen ein.

Fazit: „Großer Bär und Kleiner Bär machen einen Ausflug“ ist eine warmherzige und atmosphärische Freundschaftsgeschichte ab 3 Jahren, die uns liebevoll daran erinnert, dass der Weg oft das eigentliche Ziel ist und es nichts Wertvolleres gibt als gemeinsame Zeit. Ein zauberhaftes Vorlesebilderbuch für Groß und Klein voller Wärme und mit wunderschönen Illustrationen zum Hineinträumen. Ich bin richtig verliebt in dieses bärig süße Buch, ich kann es jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Ein wunderbarer Weihnachtskrimi!

Nächster Halt: Mord. Ein Weihnachtskrimi
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Die junge Journalistin Rachel soll eine Reisereportage über die Jungfernfahrt des „Golden Highlander“ schreiben. Sie darf eine Begleitperson mitnehmen und ihre Wahl fällt sofort auf ihre 16-jährige Schwester ...

Die junge Journalistin Rachel soll eine Reisereportage über die Jungfernfahrt des „Golden Highlander“ schreiben. Sie darf eine Begleitperson mitnehmen und ihre Wahl fällt sofort auf ihre 16-jährige Schwester Millie. Diese freut sich riesig. Eine dreitägige Reise in einem nostalgischen Luxuszug im 20er Jahre Stil mit einigen prominenten Persönlichkeiten an Bord? Und dann auch noch über Weihnachten, der schönsten Zeit des Jahres? Millie kann es kaum erwarten und anfangs genießt sie die Zugfahrt auch in vollen Zügen. Die Abteile sind prunkvoll eingerichtet, die vorbeiziehende Winterlandschaft ist ein Traum und die Mitreisenden erweisen sich als sehr interessant. Doch was so schön beginnt, wird sehr schnell zu einem Albtraum. Der Zug bleibt in einer Schneeverwehung stecken, der Funkkontakt zur Außenwelt bricht ab und dann wird auch noch eine Person tot aufgefunden. Allen ist klar: Einer von ihnen könnte ein Mörder sein. Zusammen mit dem jungen Steward James beginnt Millie zu ermitteln...

Alexandra Fischer-Hunold ist für mich schon längst ein Garant für stimmungsvolle Wohlfühlkrimis. Nachdem sie mich zuletzt mit „Ein Mörder auf der Gästeliste“ begeistern konnte, war ihr neuer weihnachtlicher Cozy Crime natürlich ein absolutes Muss für mich. Schon das liebevoll gestaltete Cover ließ mein Herz sofort höher schlagen und die Anlehnung an Agatha Christies „Mord im Orient Express“ verstärkte meine Vorfreude nur noch. Die Werke aus der Feder der Queen of Crime lese ich immer wahnsinnig gerne. Ihr auch? Dann solltet ihr an diesem Buch auf keinen Fall vorbeigehen!

Alexandra Fischer-Hunold weiß einfach, wie man gute klassische Whodunits für die dunkle Jahreszeit schreibt. Ihr Schreibstil ist gewohnt humorvoll und mitreißend und so bildhaft und atmosphärisch, dass man direkt das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein. Man kann die vorbeiziehende verschneite Winterlandschaft förmlich vor sich sehen, hört das Rattern der Schienen und spürt die besondere Weihnachtsstimmung. Mit dem „Golden Highlander“ hat die deutsche Autorin den idealen Schauplatz für einen cozy Winter-Krimischmöker geschaffen. Herrlich britisch und nostalgisch, zugleich aber auch erfrischend modern. Man würde am liebsten sofort seine Koffer packen und mitreisen – na ja, zumindest anfangs. Als der Mord geschieht, ist man als Leserin vielleicht doch ganz froh darüber, dass man das Ganze nur als Zuschauer mitverfolgt. ;)

Mir persönlich hat sich die Spannung ein bisschen zu langsam aufgebaut und unsere 16-jährige Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin Millie war mir bisweilen etwas zu kindlich-naiv. Abgesehen davon habe ich aber überhaupt nichts an dem Buch auszusetzen. Nachdem die Handlung so richtig Fahrt aufnimmt, punktet sie mit einigen unerwarteten Wendungen und vermag auch eingefleischte Krimileser
innen aufs Glatteis zu führen. Im klassischen Agatha-Christie-Stil kommt nahezu jeder Mitreisende als Täter infrage, es gibt zahlreiche Motive und falsche Fährten und aufregende Ermittlungsarbeiten, die zum Miträtseln einladen. Es macht einfach großen Spaß, Millie und James (alias Sherlock Holmes und Watson) zu begleiten. Die beiden sind ein tolles Team, vor allem die neugierige Millie erweist sich als geborene Hobbydetektivin, obwohl sie mit Krimis eigentlich so gar nicht am Hut hat. Wie man es von der Autorin kennt, hat sie mal wieder lauter originelle und charmante Figuren ins Leben gerufen, die mit ihren teils etwas schrägen Eigenheiten für gute Unterhaltung sorgen. Auch eine Prise Romantik hat es auf die Zutatenliste geschafft und fügt sich stimmig ins Geschehen ein.
Das Ende ist überraschend, aber durchaus passend und nachvollziehbar und lässt einen das Buch mit einem zufriedenen Gefühl zuklappen.

Fazit: „Nächster Halt Mord – Ein Weihnachtskrimi“ ein spannender und unterhaltsamer, zeitgenössischer Weihnachtskrimi vor nostalgischer Kulisse, der nicht nur junge Leser*innen ab 14 Jahren in den Bann zieht. Wunderbar gemütlicher Krimigenuss in bester Agatha-Christie-Manier – perfekt für die Advents- und Winterzeit. Alexandra Fischer-Hunold hat es mal wieder geschafft mich zu begeistern! Ich kann ihren neuen Cozy Crime nur empfehlen. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen.

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