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Veröffentlicht am 07.12.2019

Berührend, authentisch, erschütternd - ein wunderbares Buch!

Annies Welt
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Sieht das Cover nicht wunderhübsch aus? Also bei mir war es hier Coverliebe auf den ersten Blick. Da mich auch der Klappentext auf Anhieb überzeugen konnte, stand für mich sofort fest: Die 10-jährige ...

Sieht das Cover nicht wunderhübsch aus? Also bei mir war es hier Coverliebe auf den ersten Blick. Da mich auch der Klappentext auf Anhieb überzeugen konnte, stand für mich sofort fest: Die 10-jährige Annie und ihre Großfamilie möchte ich unbedingt kennenlernen. Ich ließ das Buch also nur zu gerne bei mir einziehen.

Massachusetts, 1985: Die 10-jährige Antoinette Elisabeth Bianchi, genannt Annie, wohnt zusammen mit ihrer Familie in der Snow Lane Nummer 17 in Ashcroft. Annie ist ziemlich klein und dünn für ihr Alter, sie hat ein riesiges Lächeln und sie ist Legasthenikerin. Was Annie auch noch ist: Sie ist die jüngste von neun Geschwistern. Sie hat sieben große Schwestern und einen großen Bruder und wer jetzt denkt, dass es doch bestimmt toll ist, in so einer großen Familie aufzuwachsen, man hat so schließlich immer jemanden zum Spielen, dem sei gesagt: In Annies Familie geht es nicht gewöhnlich zu. Bei den Bianchis läuft eine Menge verkehrt. Der Vater hat drei Jobs und ist daher so gut wie nie zu Hause, die Mutter kriegt kaum was auf die Reihe, vernachlässigt ihre Kinder und müllt das Haus mit unnötigen Dingen zu und die jüngeren Bianchis müssen sich vor den Drohungen und Prügelattacken der größeren Geschwister fürchten. Für Annie ist all das aber ganz normal. Und wenn es ihr doch mal zu viel wird, zählt sie einfach. Das hilft immer. Irgendwann merkt Annie aber, dass es überhaupt nicht normal ist, wenn Gewalt und Armut den Alltag bestimmen. Annies Familie braucht Hilfe, dringend!

Dass es sich bei „Annies Welt“ um kein Gute-Laune-Kinderbuch handelt, hatte ich mir anhand des Klappentextes schon gedacht, allerdings hatte ich dann doch mit einer etwas fröhlicheren Story gerechnet. Vermutlich aufgrund des Titels und der farbenfrohen Aufmachung. Ich persönlich frage mich ja, warum man das Buch so bunt gestaltet hat. Das Cover sieht zwar wunderschön aus, passt in meinen Augen nur irgendwie so gar nicht zu dem, was einem im Inneren erwartet. Und warum man den Untertitel „3 x 3 Gründe, glücklich zu sein“ gewählt hat, habe ich ehrlich gesagt auch nicht so ganz verstanden.
Die Geschichte, die hier erzählt wird, beschert einem wenig glückliche Momente. Es gibt zwar auch ab und an mal etwas zum Schmunzeln, aber insgesamt habe ich das Buch als zu traurig und hart für ein Kinderbuch ab 10 Jahren empfunden. Meiner Ansicht nach ist „Annies Welt“ eher ein Roman für Jugendliche und Erwachsene.

So, ehe ihr jetzt den Eindruck gewinnt, dass mir das Buch gar nicht gefallen hat, klingt ja schon irgendwie ziemlich negativ, was ich da gerade geschrieben habe – doch, mir hat „Annies Welt“ gefallen, sehr sogar! Ich finde das Buch wundervoll und habe es quasi in einem Rutsch durchgelesen. Auf mich konnte die Handlung von den ersten Seiten an die totale Sogwirkung ausüben, der mich kaum mehr entziehen konnte. Das Einzige, was mich eben nur stört, ist die verspielte Gestaltung und die Altersempfehlung. Unsere Protagonistin Annie ist zwar erst 10 Jahre alt, nur bin ich einfach der Meinung, dass die Geschichte für jüngere Kinder eher ungeeignet ist.

Ich, als Erwachsen, habe tolle Lesestunden mit dem Buch verbracht. Ich greife total gerne zu Büchern, die mich schockieren, berühren und nachdenklich stimmen. „Annies Welt“ war daher genau mein Ding, denn das, was ich hier zu lesen bekommen habe, ist mich stellenweise richtig erschüttert. Das Buch ist definitiv nicht ohne. In Annies Familie läuft eine Menge verkehrt. Der Vater ist nie da, weil er nur am Arbeiten ist, die Mutter ist mit allem völlig überfordert und kümmert sich kaum um ihre Kinder, die größeren Geschwister müssen sich daher um die jüngeren kümmern und das war erst der Anfang. Neben der großen Vernachlässigung vonseiten der Eltern bestimmen auch Verwahrlosung, Armut und Gewalt den Alltag der Bianchis. Mich hat es entsetzt zu sehen, wie es in Annies Familie zugeht. Einige der älteren Geschwistern bedrohen und verprügeln die jüngeren und auch die Mutter wird gerne mal handgreiflich. Schlimm, oder? Noch heftiger wird das Ganze, wenn man sich das Nachwort der Autorin der durchliest, in welchem hervorgeht, dass wohl recht viel Autobiographisches in diesem Buch steckt und Josephine Angelini selbst keine schöne Kindheit erleben durfte.

Aber keine Sorge, zu bedrückend wird die Geschichte nicht. Durch die kindlich-naive und recht humorvolle Erzählweise wird das Ganze, finde ich, sehr gut aufgelockert. Mir hat dieser krasse Gegensatz total gut gefallen: Die ungeschönten Dingen, die sich in Annies Familie abspielen und dazu dann dieser recht heitere, warmherzige Erzählton.

Wir erfahren alles aus der Sicht von Annie in der Ich-Perspektive und meinem Empfinden nach, ist Josephine Angelini diese kindliche Betrachtungsweise erstklassig gelungen. Die Art, wie Annie uns von ihrem Alltag erzählt, ist absolut authentisch und unheimlich einfühlsam. Ich, als Erwachsene, konnte mich jederzeit problemlos in unsere 10-jährige Buchheldin hineinversetzen und ihr Denken, Handeln und Fühlen vollkommen nachvollziehen.
Annie habe ich sofort ganz fest in mein Herz geschlossen. Man muss sie einfach lieben - sie ist ein super sympathisches, aufgewecktes und kluges junges Mädchen.
Bei Annie habe ich mich die ganze Zeit über gefragt, ob sie an einer Form des Autismus leidet. Das Wort Autismus wird zwar nie genannt, es wird nur erwähnt, dass Annie Legasthenikerin ist, aber vom Verhalten her kam es mir schon so vor, als ob sie Autistin wäre. Sie ist auf jeden Fall ein hochsensibler Mensch und anders als andere Kinder in ihrem Alter.

Josephine Angelini ist mit „Annies Welt“ in meinen Augen ein ganz besonderes Buch gelungen, welches wohl nicht jedermanns Sache sein wird, welches mir aber ein fabelhaftes Leseerlebnis beschert hat. „Annies Welt“ zeigt auf, dass vieles ganz anders ist, als es nach außen hin oft wirkt. Die Bianchis versuchen immerzu den Schein zu wahren, dass alles bei ihnen in Ordnung ist und sie eine ganz gewöhnliche, große Familie sind. Sie gehen regelmäßig zur Kirche (die Bianchis sind strenge Katholiken) und sie empfangen niemals Besuch, damit niemand sieht, wie es bei ihnen Zuhause aussieht. Annie hat gelernt, mit all dem klarzukommen. Wenn es zu schrecklich wird, beginnt sie zu zählen, denn Zahlen lenken sie ab. Irgendwann beginnt Annie aber Dinge zu hinterfragen und sie merkt, dass bei ihr Zuhause alles andere als normale Zustände herrschen.
Ob sich in der Snow Lane Nummer 17 schließlich noch etwas ändern wird, ob sich Annies Familie Hilfe holen wird oder nicht, das werde ich hier nicht verraten, da müsst das Buch schon selber lesen. Nur so viel: Ein Happy End hat das Buch irgendwie nicht. Hat mich aber nicht gestört. Ich finde, dass das Ende perfekt zur Geschichte passt.

Fazit: Berührend, erschütternd, authentisch – ein wunderbares Buch voller Schmerz, Hoffnung und traurig-schöner Momente! Mich konnte das erste Kinderbuch von Josephine Angelini hellauf begeistern. Annies Geschichte hat in mir die verschiedensten Gefühle hervorgerufen. Ich habe Wut, Trauer und Entsetzen empfunden, ich war am Schmunzeln und habe mitgehofft und mitgelitten. Für jüngere Kinder ist das Buch in meinen Augen zu traurig und schonungslos ehrlich, allerdings spreche ich da natürlich nur für mich. Ich persönlich würde das Buch jedenfalls erst am 12 und nicht ab 10 Jahren empfehlen. Wer gerne Bücher liest, die zum Nachdenken anregen und unter die Haut gehen, dem kann ich „Annies Welt“ sehr ans Herz legen. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.12.2019

Mega cooles Buch! Ich liebe diese Reihe!

Gregs Tagebuch 14 - Voll daneben!
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Hurra, endlich gibt es neues Lesefutter für alle Greg-Liebhaber! Da ich definitiv dazu gehöre, habe ich mich schon riesig auf Gregs Tagebuch 14 gefreut. Echt Wahnsinn, dass es schon der 14. Band ist. Normalerweise ...

Hurra, endlich gibt es neues Lesefutter für alle Greg-Liebhaber! Da ich definitiv dazu gehöre, habe ich mich schon riesig auf Gregs Tagebuch 14 gefreut. Echt Wahnsinn, dass es schon der 14. Band ist. Normalerweise bin ich ja nicht so der Fan von Buch-Serien, die kein Ende finden wollen, aber Gregs Tagebuch ist für mich einfach so eine Reihe, bei der es mir gar nicht genug Bände geben kann. :D
Ich war nun sehr gespannt, was mich in „Voll daneben!“ wohl erwarten. Kurz nachdem das Buch bei mir eintraf, habe ich es mir geschnappt und mit dem Lesen (besser gesagt mit dem Verschlingen, grins) losgelegt.

Als Gregs Tante stirbt, vererbt sie den Heffleys überraschend viel Geld. Was aber tun mit der vielen Knete? Greg hätte da ja so einige tolle Idee, nur leider kann er niemanden in seiner Familie für seine Pläne gewinnen. Die Heffleys entscheiden sich schließlich dafür, ihr Haus komplett zu renovieren. Dieses Vorhaben wird nur im totalen Chaos enden. Schimmel und Mäuse in den Wänden und morsche Böden zählen da noch zu den geringsten Problemen. Vielleicht sollten die Heffleys einfach gleich umziehen. Oder gelingt es ihnen vielleicht doch noch, ihr Haus zu retten?

Wie ihr dem, was ich oben in die Klammern geschrieben habe, entnehmen könnt, lese ich die Gregs Tagebücher nicht nur, nein, ich inhaliere sie. Diese Bücher machen einfach total süchtig – man gar nicht anders als sie wegzusuchten. Ich bin mir sehr sicher: Selbst der allergrößte Lesemuffel wird bei dieser Kultreihe zu einem begeisterten Buchverschlinger mutieren. Ich kann daher nur jedem raten: Wer ein lesefaules Kind zum Lesen animieren möchte, sollte sich unbedingt die Gregs Tagebuch-Reihe zulegen! Diese außergewöhnliche Kombi aus Text und Bild ist einfach nur brillant und macht irre viel Spaß. Egal ob Mädchen oder Junge, Jung oder Alt – von Gregs Tagebuch muss man einfach begeistert sein.

Da mich bisher noch kein einziger Greg-Band enttäuscht hat, sind meine Erwartungen an jede weitere neue Fortsetzung natürlich immer ziemlich hoch. Waren sie hier vielleicht zu groß? Nö, absolut nicht! Mir hat auch das 14. Greg-Abenteuer ein mega cooles Leseerlebnis beschert. Jeff Kinney hat es einfach voll drauf, super lustige und so herrlich schräge und urkomische Geschichten zu schreiben. Ich liebe seinen einmaligen Humor – er ist einfach nur einsame Spitze! Wie bei den Vorgängern, so war ich auch hier immerzu am Schmunzeln und Grinsen. Für mich zählt dieser Teil zwar nicht zu den besten Bänden, aber hellauf begeistert bin ich natürlich dennoch von dem Buch. 

Als eingefleischter Greg-Fan hieß es für mich hier auf lauter liebgewonnene Charaktere wiederzutreffen. Greg (logisch), seine verrückte Familie, sein allerbester Freund Rupert (yay!) – alle sind sie wieder mit von der Partie. Mir sind diese Figuren schon längst ganz fest ans Herz gewachsen. Sie sind alle einfach einzigartig und so unfassbar witzig.

Die Geschichte erfahren wir wie immer aus der Sicht von Greg. Macht Sinn, oder? Es handelt sich ja schließlich um sein Tagebuch. ;)
Ich liebe einfach die unnachahmliche Art, wie Greg uns von seinem turbulenten Leben erzählt. Er hat wahrlich ein Händchen dafür, von einem Fettnäpfchen ins nächste zu stolpern. Peinlich und blöd für ihn – super unterhaltsam und genial für uns, hehe.
Diesen Band habe ich als besonders aufregend empfunden. Die Erbschaft, der Anbau ans Haus und dann der eventuelle Umzug - krass, was dabei alles so schiefgehen kann. Ich habe da manchmal nur noch gedacht: Oh nein, schlimmer kann es echt nicht mehr kommen! Und dann: Doch, kann es. Also, mir taten Greg und seine Familie stellenweise unendlich leid. Das Ganze wird aber natürlich sehr überspitzt dargestellt. So manche Dinge könnten zwar schon durchaus auch im echten Leben geschehen, aber das so viele Pannen am laufenden Band passieren, ist dann wohl doch eher unrealistisch. Aber genau das machen die Gregs Tagebücher eben aus: Diese herrlichen Übertreibungen und dieser großartige Humor!
Allerdings war mir persönlich in diesem Band eine Sache irgendwie doch ein bisschen zu abgedreht. Gregs kleiner Bruder Manni, müsst ihr wissen, zeigt hier, dass er ein begnadeter Handwerker ist. Also, was er da zusammenzimmert, fand ich dann doch sehr abgehoben. Aber egal, lustig fand ich es natürlich trotzdem. Manni ist klasse!

Bestens unterhalten haben mich auch wieder Gregs Gedanken über seine Zukunft, wenn er mal reich und berühmt ist. Hach, köstlich, was er sich da immer so ausmalt und vorstellt. Sein späteres Haus, dass er im Kopf bereits fertig entworfen hat, ist schon echt verdammt geil. Allerdings auch wenig realistisch. Greg hat wirklich eine blühende Fantasie und dafür muss ihn einfach lieben!

Grandios fand ich dann natürlich auch wieder die vielen amüsanten Zeichnungen. Schon irgendwie bemerkenswert, dass es Jeff Kinney mit seinen doch sehr einfach gehaltenen Bildern so ausgezeichnet gelungen ist, die Greg-Bücher lebendig werden zu lassen. Bild und Text ergänzen sich auch hier wieder perfekt und erzählen gemeinsam eine großartige Story.

Für Greg-Fans ist „Voll daneben!“ auf jeden Fall ein absolutes Muss! Neueinsteigern empfehle ich, zumindest den Reihenauftakt zu lesen, ehe man zum 14. Band greift. Man kann die Bände zwar gut unabhängig voneinander lesen, nur sollte man in meinen Augen schon ein bisschen Vorwissen haben, ehe man sich mit Greg in sein 14. Abenteuer stürzt.

Fazit: Erneut eine super tolle Fortsetzung, die uns Lesern ein breites Dauergrinsen auf die Lippen zaubert! „Voll daneben!“ ist alles andere als voll daneben: Der 14. Band ist total cool und unglaublich witzig! Einer humorvollen, unterhaltsamen und mitreißenden Idee folgt der nächsten. Ich hatte hier jede Menge Spaß beim Lesen und freue mich schon riesig auf den nächsten Teil. „Gregs Tagebuch 14“ erhält von mir volle 5 von 5 Sternen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.12.2019

Ein bezaubernd schönes Weihnachtsbuch!

Jule und das Winter-Weihnachtswunder
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Als ich das erste Mal von „Jule und das Winter-Weihnachtswunder“ hörte, war ich sofort Feuer und Flamme für das Buch. Der Klappentext konnte mich auf Anhieb überzeugen und in das hübsche Cover habe ich ...

Als ich das erste Mal von „Jule und das Winter-Weihnachtswunder“ hörte, war ich sofort Feuer und Flamme für das Buch. Der Klappentext konnte mich auf Anhieb überzeugen und in das hübsche Cover habe ich mich auf den ersten Blick verliebt. Ich liebe Weihnachtsbücher, vor allem welche für Kinder. Da mir zudem meine bisherigen Werke von Annette Moser sehr gut gefallen haben und ich die Bilder von Jennifer Coulmann unheimlich gerne mag, ließ ich „Jule und das Winter-Weihnachtswunder“ nur zu gerne bei mir einziehen.

Die sechsjährige Jule zieht zusammen mit ihren Eltern am 1. Dezember in eine neue Siedlung: In das Haus Nummer 1 in Weihnachtsdorf. Weihnachtsdorf – ist das nicht ein entzückender Name? Bestimmt werden die Bewohner alle riesengroße Weihnachtsfans sein. Aber Pustekuchen! Jule fällt bereits an ihrem Einzugstag auf, dass das Dorf überhaupt nicht weihnachtlich geschmückt ist. Kein einziges Haus verströmt Weihnachtsstimmung, nirgendwo ist auch nur eine Spur von Weihnachten zu sehen. Komisch. Und warum sehen alle Menschen so miesepetrig und traurig aus? Kein einziger aus Weihnachtsdorf macht einen glücklichen Eindruck, niemand scheint sich auf Weihnachten zu freuen. Hat vielleicht die unfreundliche und total gruselige Frau Kratzborst aus der Nummer 24 etwas damit zu tun? Jule traut dieser Frau irgendwie nicht.
Als Jule ein nettes älteres Ehepaar in der Nachbarschaft besucht und in deren Haus auf den kleinen Engel namens Bengel trifft, erfährt sie, was es mit all diesen Merkwürdigkeiten auf sich hat: Auf Weihnachtsdorf liegt ein Fluch! Jule beschließt sofort, ihn zu brechen. Sie muss dafür alle 24 Häuser im Ort aufsuchen und nach besonderen Gegenständen suchen. Ob es ihr wohl mit Bengels Hilfe gelingen wird, den Weihnachtszauber in die Siedlung zurückzubringen?

Was für ein zauberhaft schönes Weihnachtsbuch! Mir haben Cover und Klappentext nicht zu viel versprochen: In meinen Augen ist Annette Moser mit „Jule und das Winter-Weihnachtswunder“ ein tolles Kinderbuch gelungen, welches sich einfach nur perfekt für die Adventszeit eignet.
Ich habe das Buch für mich alleine gelesen, bin mir aber ziemlich sicher, dass es für wunderbare Vorlesestunden in der Vorweihnachtszeit sorgen wird.
Annette Moser hat einen mitreißenden und sehr leichten Schreibstil, der sich super angenehm lesen lässt. Da die Schrift zudem sehr groß ist, bietet sich das Buch auch zum Selberlesen für Kinder ab etwa 8 Jahren prima an.

Bei den Kapiteln hat mich sehr gefreut, dass es 24 sind. Man kann also, wenn man mag, das Buch als Adventskalender nutzen. Ich persönlich habe einige Kapitel nur als sehr kurz empfunden. Die meisten umfassen gerade mal 2-3 Seiten und da diese dann auch noch illustriert sind, ist das (Vor-) Lesevergnügen pro Tag leider nicht allzu lang. Da wird es wohl Geschmackssache sein. Ich jedenfalls hätte es besser gefunden, wenn die Kapitel ein bisschen länger gewesen wären.

Ein weiterer kleiner Kritikpunkt meinerseits bezieht sich auf unsere Protagonistin Jule. Sie kam mir irgendwie deutlich älter vor als sechs Jahre. Ich persönlich hätte sie vom Verhalten her eher auf 8 oder 9 geschätzt. Mich hat das beim Lesen leider etwas gestört. Zudem bin ich über zwei Dinge gestolpert, die ich als etwas unlogisch empfunden habe.

Jule fand ich aber natürlich dennoch großartig. Sie ist ein superliebes, mutiges und aufgewecktes Mädchen. Sie muss man einfach sofort ins Herz schließen.

Auch mit den weiteren Charakteren konnte mich Annette Moser komplett überzeugen. Jules Eltern waren mir ebenfalls auf Anhieb sympathisch und den Jungen Lars, mit welchem sich Jule noch anfreunden wird, habe ich auch richtig liebgewonnen.
Klasse fand ich auch den Engel Bengel. Er ist ein total witziger Kerl – ich musste so einige Male über ihn schmunzeln.
Weniger gemocht habe ich Frau Kratzborst. Ich glaube, ihr Name sagt schon alles, oder? Oder allein schon, wenn man die Illustrationen von ihr sieht:
Grimmige Miene, strähnige Haare, klein und hunzelig – wie so eine richtige böse Hexe eben. Aber ist sie wirklich so fies, wie sie aussieht und wie Jule denkt? Hat sie etwas mit diesem Fluch zu tun, der dazu führt, dass der Zauber von Weihnachten nicht in die Siedlung gelangen kann und alle Bewohner so mies drauf sind?
Nun, all das werde ich euch hier natürlich nicht verraten, da müsst ihr das Buch schon selber lesen. Nur so viel: Die Geschichte steckt voller Überraschungen, Magie und Wunder. Vor allem der Schluss kommt unerwartet, zumindest ich hätte mit so einer Auflösung nicht gerechnet. Mich konnte das Ende vollkommen zufriedenstellen. Es ist so herzerwärmend und schön.

Unglaublich gut gefallen haben mir auch die vielen farbigen Illustrationen von Jennifer Coulmann! Sie sind total süß und liebevoll gezeichnet. Schon wenn man das Buch aufschlägt, wird man von einer traumhaften Einbandillustration empfangen und dieser werden noch viele weitere wundervolle Bilder folgen.

Meine Favoriten sind ganz klar die Zeichnungen von den Häusern und dem Weihnachtsdorf - die Bilder haben es mir irgendwie richtig angetan.
Bemerkenswert finde ich, dass die Illustrationen, obwohl in Weihnachtsdorf so wenig Weihnachtsfreude herrscht und nichts geschmückt ist, dennoch etwas wunderbar Weihnachtliches an sich haben. Die Bilder schaffen eine fantastische Atmosphäre und bringen einen, wie die Geschichte, total in Weihnachtsstimmung.

Fazit: Ein wundervolles Weihnachtsbuch für die ganze Familie! „Jule und das Winter-Weihnachtswunder“ erzählt eine super niedliche und warmherzige Adventsgeschichte voller spannender, fantasievoller und magischer Momente. Das Buch wurde absolut bezaubernd illustriert und beschert Groß und Klein ein herrliches weihnachtliches (Vor-) Leseerlebnis. Ich kann „Jule und das Winter-Weihnachtswunder“ wärmstens empfehlen und vergebe sehr gute 4 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 04.12.2019

Wunderschön!

Schneetänzer
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Endlich ist ein neuer Jugendroman von Antje Babendererde erschienen! Ich lese ihre Bücher leidenschaftlich gerne - sie sind stets absolute Must-Reads für mich und landen immer sofort auf meiner Wunschliste, ...

Endlich ist ein neuer Jugendroman von Antje Babendererde erschienen! Ich lese ihre Bücher leidenschaftlich gerne - sie sind stets absolute Must-Reads für mich und landen immer sofort auf meiner Wunschliste, sogar ehe ich mir überhaupt die Klappentexte durchgelesen habe. Bei ihren Werken weiß ich einfach, dass sie mich hellauf begeistern werden. Auch bei „Schneetänzer“ war ich mir sehr sicher, dass ich unvergessliche Lesestunden mit dem Buch verbringen werde.

Kurz vor seinen Abiprüfungen bricht der 18-jährige Jacob von Deutschland in den verschneiten Norden Kanadas auf. In dem kleinen Städtchen Moosonee, welches inmitten der wilden Natur Kanadas liegt, erhofft sich Jacob seinen Vater zu finden und endlich das Rätsel seiner Herkunft zu lüften. Jahrelang hat ihn seine Mutter belogen und behauptet, dass er die Folge eines One-Night-Stands sei. Ausgerechnet von seinem verhassten Stiefväter erfährt Jakob, dass sein Vater keineswegs ein One-Night-Stand war, sondern ein Indianer. Seine Mutter und Jakob haben sogar vier Jahre mit ihm zusammen in Kanada gelebt, nur kann er sich daran nicht mehr erinnern.
Jakob will endlich wissen, wer er wirklich ist. Von Wut und Enttäuschung getrieben, macht er sich also auf die Suche nach seinem Vater. Mitten in der eisig kalten Natur Kanadas wird er kurz nach seiner Ankunft von einem Bären lebensgefährlich verletzt. Jakob kämpft ums Leben und wird zum Glück noch rechtzeitig gefunden. Die junge Cree-Indianerin Kimi und ihr Großvater, die zusammen in einem Häuschen in der rauen Wildnis leben, nehmen Jakob bei sich auf und pflegen ihn gesund. Während dieser Zeit kommen sich Jakob und Kimi immer näher. Sie verlieben sich ineinander, allerdings ist Jakob nicht der Einzige der beiden, der sein Päckchen zu tragen hat – auch Kimi hat eine schwere Vergangenheit hinter sich...

Ich lag mit meiner Vermutung absolut richtig: Mir hat „Schneetänzer“ ein fabelhaftes Leseerlebnis beschert. Antje Babendererde hat mir mit ihrem neuen Roman nur noch mal vor Augen geführt, dass sie zurecht zu meinen liebsten deutschsprachigen Autorinnen zählt. „Schneetänzer“ zählt für mich zwar nicht zu ihren besten Büchern, aber wundervoll finde ich das Buch natürlich dennoch, sehr sogar. Mir persönlich hat sich leider der Anfang etwas zu sehr gezogen. Ich kann noch nicht mal genau sagen, woran es lag, aber mich konnte die Story leider nicht sofort packen. Zum Glück änderte sich das aber sehr schnell. Nachdem mich die Handlung einmal völlig mitgerissen hatte, wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Den Schreibstil von Antje Babendererde kann ich gar nicht oft genug loben. Er ist unfassbar bildhaft und so wunderschön und einfühlsam. Hach, ich liebe diese sanfte und anschauliche Erzählweise von Antje Babendererde. Ihre Bücher lesen sich immer so toll!

Erfahren tun wir den größten Teil der Geschichte aus der Sicht des 18-jährigen Jacob in der Ich-Form, allerdings gibt es auch immer mal wieder Passagen, die aus der Perspektive von Kimi in der dritten Person erzählt werden. Mir haben die Perspektivwechsel total gut gefallen. Ich bin generell ein großer Fan von so einem Erzählstil und finde, dass er hier ausgezeichnet gewählt ist.

Ebenfalls ganz begeistert bin ich von den Charakteren. Jacob habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Er ist so jemand, den man einfach gernhaben muss. Er ist super sympathisch und wirkt stets absolut authentisch. Ich konnte mich auf Anhieb problemlos in ihn hineinversetzen und sein Denken, Handeln und Fühlen jederzeit vollkommen nachvollziehen.
Bei Kimi sah es etwas anders aus. Sie gibt sich anfangs sehr distanziert und wortkarg. Als Leser merkt man aber sehr schnell, dass Kimis unnahbares Verhalten nur Fassade ist. Bei Kimi habe ich etwas länger gebraucht, ehe ich komplett mit ihr warmgeworden bin, aber fasziniert von ihr war ich vom ersten Moment an. Ich finde, dass Kimi ein unheimlich interessanter Charakter ist.
Auch mit den weiteren Figuren konnte mich Antje Babendererde vollends überzeugen. Allesamt wurden sie hervorragend ausgearbeitet.

Wovon ich euch endlos etwas vorschwärmen könnte, ist das Setting! Ich liebe Bücher, die in Kanada spielen! Mich hat es daher riesig gefreut, dass uns der neue Roman von Antje Babendererde in die kanadischen Wildnis entführt. Und dann auch noch im Winter! Die wilde Natur Kanadas, Schnee, Eis und Kälte – einfach nur mega, sag ich euch! Da alle Orte und die winterliche Kulisse so atemberaubend und atmosphärisch beschrieben werden, hat man beim Lesen die herrlichsten Bilder im Kopf.

Antje Babendererde weiß auf jeden Fall, wovon sie schreibt. Das spürt man in jedem einzelnen ihrer Bücher immer nur zu deutlich. So auch hier. Nicht nur die Beschreibungen der Landschaft sind brillant – auch das, was wir über die Kultur der Cree-Indianer erfahren, ist beeindruckend und unglaublich faszinierend.

Zur Story kann ich nur sagen: Traumhaft! „Schneetänzer“ enthält in meinen Augen den perfekten Mix aus verschiedenen Genres. Neben einem fesselnden Abenteuer-Survival-Roman beinhaltet das Buch auch noch eine gefühlvolle Liebesgeschichte, die einfach nur wunderschön und in keinster Weise kitschig ist.
Was ebenfalls Teil der Handlung ist, ist eine emotionale Vater-Sohn-Beziehung bzw. eine Familiengeschichte. Bei dieser wird sehr schnell klar, dass Jakob und Kimi deutlich mehr verbindet als zunächst gedacht. Auch Kimi hat eine schwere Vergangenheit hinter sich, welche sie am liebsten vergessen möchte. Was genau Kimi durchmachen musste und welchen Weg Jakob einschlagen wird, ob er nach Deutschland zurückkehren oder in Kanada bei seinem Vater und seiner großen Liebe Kimi bleiben wird – nun, all das werde ich hier natürlich nicht verraten, da müsst ihr schon selbst zum Buch greifen und euch in die raue Wildnis Kanadas stürzen. :D

Zu guter Letzt, ehe ich zu meinem Fazit komme, möchte ich unbedingt noch kurz auf die Gestaltung des Buches eingehen. Das Cover finde ich wunderhübsch, da war es bei mir Coverliebe auf den ersten Blick. Auch von den zauberhaften kleinen Zeichnungen an den Kapitelanfängen bin ich ganz begeistert.
Was ich einfach nur genial finde, ist, dass das Buch umweltfreundlich und ressourcenschonend hergestellt wurde, die Seiten überwiegend aus Altpapier bestehen und auf die Verpackungsfolie verzichtet wurde. Finde ich wirklich großartig, meiner Meinung nach sollten viel mehr Bücher auf eine so wunderbare Weise produziert werden.

Fazit: Spannend, emotional, bewegend, magisch schön – ein fantastisch erzählter Jugendroman, der einen auf ein einzigartiges Abenteuer mitnimmt. Mir hat „Schneetänzer“ wahnsinnig gut gefallen. Ich liebe die Indianer-Romane von Antje Babendererde einfach über alles. Ich fand es super interessant mehr über die Kultur der Cree-Indiander zu erfahren und habe Jacob zu gerne auf der Suche nach seiner Herkunft begleitet. Wenn ihr gerne Bücher lest, die euch berühren, schockieren und mitfiebern lassen und euch in den verschneiten Norden Kanadas mitnehmen, kann ich euch diesen tollen Winterroman wirklich nur ans Herz legen. Vor allem für die kalte Jahreszeit eignet sich „Schneetänzer“ perfekt! Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 02.12.2019

Spannend, lustig, fantasievoll - ein schokoladig süßes Kinderbuch für Jung und Alt!

Spukalarm in der Schokofabrik
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Bei dem Kinderbuch „Spukalarm in der Schokofabrik“ wusste ich einfach sofort, das ich es lesen muss. Das Cover gefällt mir unheimlich gut – es hat so etwas herrlich Geheimnisvolles und Gruseliges an sich, ...

Bei dem Kinderbuch „Spukalarm in der Schokofabrik“ wusste ich einfach sofort, das ich es lesen muss. Das Cover gefällt mir unheimlich gut – es hat so etwas herrlich Geheimnisvolles und Gruseliges an sich, finde ich. Auch der Klappentext machte mich super neugierig auf die Geschichte. Von der Autorin Mascha Matysiak hatte ich bisher noch nichts gelesen – „Spukalarm in der Schokofabrik“ sollte also mein erstes Buch von ihr werden.

Klara ist mit ihrer Mutter gerade umgezogen, worüber sie alles andere als begeistert ist. Ihre Freunde wohnen nun ziemlich weit weg und sie selbst lebt jetzt neben so einer komischen alten Schokofabrik, die seit langer Zeit stillgelegt ist. Aber ist sie das wirklich? Klara sieht eines Nachts so ein merkwürdiges Licht hinter den Fenstern der Fabrik. Wer oder was ist das nur? Zusammen mit den Jungen Matti und Theo aus der Nachbarschaft versucht Klara der Sache auf den Grund zu gehen. Heimlich steigen die drei Kinder in die Fabrik ein und werden dort auf etwas ganz Unglaubliches stoßen, etwas, womit sie im Leben nicht gerechnet haben...

Mascha Matysiak ist mit „Spukalarm in der Schokofabrik“ ein wunderschönes Kinderbuch für Mädchen und Jungen ab 8 Jahren gelungen. In meinen Augen ist es aber auch für deutlich ältere Leser absolut lesenswert. Die Story lässt an keiner Stelle aufkommen – sie ist super mitreißend und lustig geschrieben. Ich, als Erwachsene, habe das Buch quasi in einem Rutsch durchgeschmökert. Es liest sich fabelhaft, Mascha Matysiak hat einen sehr lebendigen und locker-leichten Schreibstil. Da zudem die Schrift angenehm groß ist, die Kapitel eine optimale Länge haben und es viele Illustrationen gibt, kommt ein herrlicher Lesefluss zustande. Kinder ab 8 Jahren sollten hier keine Probleme mit dem Selberlesen haben.

Erfahren tun wir alles aus der Sicht von Klara in der dritten Person. Klara war mir auf Anhieb sympathisch. Sie ist ein total liebes und aufgewecktes Mädel und wirkt stets vollkommen authentisch. Mit Klara wird sich die Zielgruppe prima identifizieren können, allerdings ist es auch mir, als Erwachsene, problemlos gelungen, mich in sie hineinversetzen.
Dass Klara zuerst wenig begeistert über den Umzug ist, konnte ich nur zu gut nachvollziehen. Mir tat sie richtig leid, dass sie sich anfangs so unwohl mit der neuen Situation fühlt und ihre Freunde so vermisst. Umzüge sind in der Regel immer hart, vor allem für Kinder. In Klara werden sich ganz bestimmt so einige Leserinnen und Leser wiederfinden.
Zum Glück ist unsere Protagonistin aber so jemand, der sich nicht unterkriegen lässt. Sie wird schnell neue Freunde finden und das aufregende Abenteuer, dass sie gemeinsam mit ihnen erleben wird, wird sie wunderbar von ihrem großen Kummer ablenken.

Was genau Klara und die beiden Jungen Matti und Theo in der mysteriösen Schokofabrik erleben werden, werde ich euch nur nicht verraten. Ich traue mich irgendwie gar nicht, euch groß was darüber zu erzählen, da ich ansonsten vermutlich zu viel von der Handlung erzählen würde. Ich möchte ja schließlich niemanden die Spannung nehmen. Nur so viel: Ich persönlich hatte aufgrund des Covers mit deutlich mehr Grusel gerechnet. Dass dieser, zumindest für mich, nun etwas ausblieb, hat mich aber nicht gestört. Die Story kann dafür mit anderen fantastischen Dingen punkten – magische und überraschende Dinge. Für mich hat sich die Geschichte irgendwie in eine etwas andere Richtung entwickelt als von mir erwartet. Das meine ich aber nicht negativ, ganz im Gegenteil. Ich finde das Abenteuer, das wir zusammen mit den drei Freunden hier erleben dürfen, große Klasse und absolut bezaubernd.

Hellauf begeistert bin ich auch von den weiteren Charakteren. Matti und Theo habe ich wie Klara sofort in mein Herz geschlossen. Besonders Theo mochte ich richtig gerne.
Zu meinen persönlichen Figurenhighlights kann ich euch leider nichts erzählen, da ich euch sonst, siehe oben, zu sehr spoilern würde. Stellt euch einfach mal darauf ein, dass ihr es mit ein paar sehr außergewöhnlichen und fantasievollen Figuren zu tun bekommen werdet. :D

Wahnsinnig gut gefallen hat mir dann auch das Setting. Ich meine: Eine alte geheimnisvolle Schokofabrik? Klingt doch mega cool, oder? Nun, das ist es auch! Ich hatte von der Fabrik die tollsten Bilder im Kopf und habe irgendwie richtig Bock auf Schokolade bekommen. Die Fabrik mag stillgelegt sein, aber allein zu wissen, dass dort früher leckere Schokolade hergestellt wurde, hat mir irgendwie total Appetit auf Schoki gemacht. ;)

Zu guter Letzt muss ich unbedingt noch die großartige Aufmachung des Buches erwähnen. Wie bereits erwähnt befinden sich im Innenteil sehr viele Illustrationen, die, yay, sogar farbig sind! Ich liebe farbig illustrierte Bücher! Mir haben die bunten und liebevollen Bilder von Monika Parciak total gut gefallen. Sie passen perfekt zur Geschichte und machen das Leseerlebnis zu einem ganz besonderen.

Fazit: Spannend, lustig, fantasievoll – ein tolles Kinderbuch für Groß und Klein! Mir hat „Spukalarm in der Schokofabrik“ ein zauberhaftes Lesevergnügen beschert. Das Buch erzählt eine wundervolle Geschichte über Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft. Sie lädt durchweg zum Mitfiebern ein und steckt voller Überraschungen und süßer Ideen. Ich bin ganz begeistert von dieser schönen Abenteuergeschichte und den vielen farbenfrohen Illustrationen. Ich kann „Spukalarm in der Schokofabrik“ wärmstens empfehlen und vergebe 5 von 5 schokoladigen Sternen!