Sympathisch, witzig und ganz nah dran am echten Leben. Eine großartige Reihe!
Mira #sommerhaus #geister #livasgeheimnisMira freut sich sehr auf die Sommerferien. Ehe es mit ihrem Vater und seiner neuen Familie nach Sardinien geht, verbringt sie mit ihrer Mutter und deren Freund Joakim ein paar Tage in ihrem Sommerhaus. ...
Mira freut sich sehr auf die Sommerferien. Ehe es mit ihrem Vater und seiner neuen Familie nach Sardinien geht, verbringt sie mit ihrer Mutter und deren Freund Joakim ein paar Tage in ihrem Sommerhaus. Zu ihrer Freude darf sie für eine Nacht ihre besten Freunden einladen und eine Übernachtungsparty schmeißen – ganz ohne nervige Erwachsene. Die Feier wird jedoch weniger ruhig als geplant. Die Jungs wollen unbedingt eine Geisterbeschwörung machen. Eigentlich glaubt Mira nicht an so einen Quatsch, doch als es zu rätselhaften Vorkommnissen kommt, beginnt sie langsam zu zweifeln. Gibt es Geister wirklich? Hat vielleicht tatsächlich ihre verstorbene Oma eine Botschaft aus dem Jenseits gesendet? Doch auch zu Hause ist mal wieder ganz schön was los. Liva wird in der Schule ziemlich fies von einer Gruppe Mitschüler gemobbt. Als Mira davon erfährt, steht für sie natürlich sofort fest, dass sie ihrer Freundin helfen muss. Mobbing kommt für sie nicht in die Tüte!
Hierbei handelt es sich um den achten Band der Mira-Reihe, Vorkenntnisse sind jedoch nicht zwingend erforderlich. Die wichtigsten Personen werden zu Beginn kurz vorgestellt, sodass man problemlos mit diesem Buch einsteigen kann. Die Reihe macht jedoch mehr Spaß, wenn man mit dem ersten Teil startet.
Ich bin Mira-Fan der ersten Stunde und konnte den achten Band dementsprechend kaum erwarten. Schon die ersten Seiten haben sich wieder wie nach Hause kommen angefühlt. In gewohnter Manier nehmen uns Sabine Lemire und Rasmus Bregnhøi mit in Miras Welt und erzählen in mehreren Episoden vom ganz normalen Alltagswahnsinn eines Mädchens auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Während sich Mira in den ersten Bänden noch in diesem merkwürdigen Dazwischen-Alter befunden hat, ist sie mittlerweile ein richtiger Teenager und steckt mittendrin in der Pubertät.
Mit viel Herz, Humor und Leichtigkeit beschreibt die dänische Autorin die Wünsche, Sorgen und Nöte ihrer Hauptprotagonistin. Ob Miras Wunsch nach einer Übernachtungsparty mit ihren Freunden (ohne Erwachsene!), nervige Hausaufgaben (und das kurz vor den Ferien!), peinliche Eltern (vor allem ihre Mama) oder ihre Wut auf Livas Mobber – all das wirkt wieder so herrlich lebensnah und liest sich teils erfrischend unterhaltsam. Sabine Lemire versteht es einfach immer meisterlich, das Lebensgefühl junger heranwachsender Mädchen auf den Punkt zu bringen. Es fällt leicht, sich in Mira hineinzuversetzen, was durch ihre gelegentlichen Tagebucheinträge zusätzlich unterstützt wird. Auch ihr Handy und Instagram sind wieder ganz selbstverständliche Begleiter und lassen alles noch echter wirken. Für Kinder ab 10 Jahren ist diese Reihe perfekt geeignet, wobei man aber auch als älterer Leser seine helle Freude daran hat. Mira ist einfach eine tolle Heldin: Authentisch, mutig und immer für ihre Freund*innen da. Sie lässt sich so schnell nicht unterkriegen und zeigt uns einmal mehr, wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt sind.
Rasmus Bregnhøi hat das Ganze erneut kongenial in Szene gesetzt. Seine Zeichnungen sind detailreich, lustig-frech und voller Ausdrucksstärke. Mal als Panels, mal als ganzseitige Illustration oder kleine Einzelbildchen fangen seine Bilder die Mimik der Figuren gekonnt ein und ergeben mit dem Text ein perfektes Zusammenspiel.
Fazit: Endlich geht es mit Mira weiter und das Warten hat sich mal wieder gelohnt! Auch der achte Mira-Band ist ein wunderbarer Coming-of-Age-Wohlfühlcomic ab 10 Jahren zum