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Veröffentlicht am 18.03.2025

Ein wunderschönes Bilderbuch, das Mut macht und zu Herzen geht!

Morgen bin ich mutig
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An einem schönen Frühlingstag legt eine Vogelmama fünf Eier in ihr Nest. Tagelang sitzt sie da und brütet und brütet, bis es am dreizehnten Tag endlich Knack macht und das erste Küken schlüpft. Nach und ...

An einem schönen Frühlingstag legt eine Vogelmama fünf Eier in ihr Nest. Tagelang sitzt sie da und brütet und brütet, bis es am dreizehnten Tag endlich Knack macht und das erste Küken schlüpft. Nach und nach schlüpfen auch die anderen, nur im fünften Ei bleibt es lange still. Von den anderen Vögeln, die vorbeikommen und ungeduldig fragen, was denn mit dem letzten Ei los sei, lässt sich die Vogelmutter nicht stressen. Das fünfte kleine Vögelchen lässt sich eben ein bisschen mehr Zeit als die anderen. Und auch später, bei den ersten Flugversuchen, braucht es etwas länger. Während seine Geschwister fröhlich ihre Runden drehen, blickt das jüngste Kind ängstlich in die Tiefe, die wirklich ganz schön tief ist, und in die Weite, die ganz schön weit ist. Seiner Mama verspricht es, dass es morgen bestimmt mutig ist. Doch am nächsten Tag ist der Mut wieder verschwunden. Die anderen beginnen sich über das Kleine lustig zu machen und lachen es aus. Doch die Vogelmama lächelt nur. Sie glaubt an den Mut ihres nicht ganz so mutigen Kindes, genauso wie der Vogelpapa. Die beiden wissen, dass es irgendwann bereit sein wird, seine Flügel auszubreiten.

Sabine Bohlmann und Emilia Dziubak haben nun schon öfters unter Beweis gestellt, dass sie gemeinsam großartige Bilderbücher erschaffen können. Aus meinem Bücherregal ist das Erfolgsteam nicht mehr wegzudenken. Entsprechend groß war natürlich meine Vorfreude auf das neue Werk der beiden und ich wurde nicht enttäuscht. Schon allein das Cover ist zum Verlieben und genauso ist auch die Geschichte dahinter.

Auf ihre gewohnt einfühlsame Weise erzählt Sabine Bohlmann von Familienzusammenhalt und Elternliebe, von Sorgen, Ängste, Zuspruch und Vertrauen und dem Mut, seinen eigenen Weg zu gehen. Anhand der Vogelfamilie wird verdeutlicht, dass jedes Kind anders und einzigartig ist und man sie nicht miteinander vergleichen sollte. Dieses Buch ist ein wunderbarer Mutmacher für alle Kinder, die sich für manches mehr Zeit lassen, da es ihnen zeigt, dass es völlig okay ist, wenn sie etwas länger brauchen. Eltern wiederum bestärkt es darin, ihren Kindern die Zeit für ihr eigenes Tempo zu geben und dem gesellschaftlichen Druck die Stirn zu bieten. Es ist herzerwärmend mitzuerleben, wie sich die Vogeleltern nicht dazu drängen lassen, ihren kleinen Spätzünder zu drängen. Wie sie jederzeit hinter ihm stehen – voller Geduld, Liebe und Verständnis. So liebevolle Eltern kann sich jedes Kind wirklich nur wünschen.

Einfach traumhaft sind auch wieder die stimmungsvollen Illustrationen von Emilia Dziubak, die mit ihren warmen Farben und viel Detailliebe das Erzählte perfekt unterstreichen und eine ruhige, waldige Wohlfühlatmosphäre schaffen.

Fazit: „Morgen bin ich mutig“ ist eine warmherzige und berührende Geschichte, die Kindern Mut macht, auf ihr Bauchgefühl zu hören und Eltern liebevoll daran erinnert, an ihre Kinder zu glauben – ganz egal was andere sagen. Ein wunderschön erzähltes und illustriertes Bilderbuch ab 3 Jahren, das in keiner Familie fehlen sollte. Das Erfolfgsduo Sabine Bohlmann und Emilia Dziubak hat es mal wieder geschafft, mich komplett zu verzaubern. Von mir gibt es eine große Herzensempfehlung sowie 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Ein vielversprechender Auftakt einer neuen Krimi-Reihe für Leseanfänger!

Detektivagentur Christie & Agatha – Ein Beweisstück verschwindet
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Agatha und Christie sind Zwillinge, könnten unterschiedlicher jedoch kaum sein. Während Christie ein echter Wildfang ist und sich für Technikkram interessiert, ist Agatha eher brav, überlegt und zurückhaltend ...

Agatha und Christie sind Zwillinge, könnten unterschiedlicher jedoch kaum sein. Während Christie ein echter Wildfang ist und sich für Technikkram interessiert, ist Agatha eher brav, überlegt und zurückhaltend und steckt ihre Nase liebend gerne in ein Buch. Vor allem die Geschichten rund um Meisterdetektiv Sherlock Holmes begeistern Agatha sehr. Sie ist daher auch sofort Feuer und Flamme, als sie von ihrer Nachbarin Mrs Trellis zu einer Teeparty eingeladen wird, auf der auch niemand Geringeres als Sir Arthur Conan Doyle zu Gast sein wird - dem Schöpfer von Sherlock Holmes. Als plötzlich eine wichtige wissenschaftliche Erfindung verschwindet (versteckt in einem Sandwich), ist Agathas Spürsinn direkt geweckt. Gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester versucht sie herauszufinden, wer den Ruf des berühmten Arztes Sir Alexander Fleming schaden will. Zum Glück besitzen beide ein helles Köpfchen und lösen gerne knifflige Rätsel. Ob es ihnen wohl gelingen wird, den Täter zu entlarven und die verschwundene Entdeckung zu retten?

Als absolute Kinderbuchliebhaberin und begeisterte Krimileserin war sofort klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Schon allein der Titel, der auf Krimi-Ikone Agatha Christie anspielt, ließ mein Herz direkt höher schlagen und das nostalgisch angehauchte Cover und der Klappentext taten dann ihr Übriges. Ich war voller Vorfreude und wurde nicht enttäuscht.

Pip Murphy präsentiert mit „Detektivagentur Christie & Agatha – Ein Beweisstück verwindet“ einen gelungenen Serienstart, der definitiv Lust auf mehr macht. Das erste Abenteuer der Zwillingsschwestern Agatha und Christie enthält einfach alles, was es für einen guten britischen Kinder-Wohlfühlkrimi à la Agatha Christie braucht: Ein aufregender Fall zum Miträtseln, ein stimmungsvolles Setting mit viel 1920er-Jahre-Flair und liebenswert-verschrobene Charaktere, die man gerne begleitet. Die Zwillinge Agatha und Christie sind zwei sehr sympathische Protagonistinnen, die sich mit ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten perfekt ergänzen und ein unschlagbares Team ergeben. Junge Leserinnen werden sich schnell mit ihnen identifizieren können und ihre Ermittlungen mit Freude mitverfolgen. Ganz nebenbei, auf eine spielerische Weise, lernen sie auch noch etwas über die damalige Zeit und begegnen berühmten Persönlichkeiten wie Arthur Conan Doyle oder dem Forscher Alexander Fleming. Diese originelle Verknüpfung aus historischen Fakten und Detektivgeschichte sowie die vielen kleinen literarischen Anspielungen machen das Buch auch für Erwachsene ansprechend. Hinsichtlich des Falls wird man als erfahrener Krimileser*in zwar nur wenig überrascht, was dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch tut.
Einziger kleiner Wehmutstropfen sind die gelegentlichen Fremdwörter und komplizierten Namen, die für Leseanfänger vermutlich noch zu schwierig sind. Abgesehen davon ist die Sprache jedoch leicht verständlich und humorvoll und sehr stimmig von Karolin Viseneber übersetzt. Auch die Größe der Schrift und die Kapitellänge sind passend für das empfohlene Lesealter. Die liebevoll-detaillierten schwarz-weiß Illustrationen von Roberta Tedeschi lockern den Text gekonnt auf und unterstreichen das Erzählte gekonnt. Abgerundet wird das Ganze dann noch von einem doppelseitigen Anhang, in dem mehr über die in der Geschichte erwähnten Personen und Ereignisse erfährt.

Fazit: „Detektivagentur Christie & Agatha – Ein Beweisstück verwindet“ ist ein vielversprechender Auftakt einer neuen Krimireihe für Leseanfänger. Ein wunderbarer Cozy Crime für kleine Spürnasen ab 7 Jahren zum Mitraten und Schmunzeln. Spannend, lehrreich, unterhaltsam und voller Witz und Charme. Mir hat das erste Abenteuer der zwei Nachwuchsdetektivinnen Christie und Agatha viel Spaß gemacht, auf den nächsten Band freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Ein herzerwärmendes & wunderschön illustriertes Bilderbuch mit einer wertvollen Botschaft!

Der Dinosaurier von nebenan
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Liz lebt in einer ganz normalen Gegend mit ganz normalen Nachbarn wie Herrn Wilson von nebenan. Nun ja, zumindest denken alle, dass Herr Wilson normal ist. Liz ist sich jedoch sicher, dass er in Wirklichkeit...ein ...

Liz lebt in einer ganz normalen Gegend mit ganz normalen Nachbarn wie Herrn Wilson von nebenan. Nun ja, zumindest denken alle, dass Herr Wilson normal ist. Liz ist sich jedoch sicher, dass er in Wirklichkeit...ein Dinosaurier ist! Auf den ersten Blick mag er vielleicht normal wirken: Er wohnt in einem gewöhnlichen Haus, fährt mit dem Fahrrad zur Arbeit und liebt es, in Beryls Bäckerei die fantastischsten Kuchen zu backen. Aber davon lässt sich Liz nicht täuschen. Denn Herr Wilson hat grüne Haut und nur drei Finger und sein Hals ist verdächtig lang...Es ist einfach so offensichtlich, dass er ein Dinosaurier ist, aber egal, wem Liz von ihrer Vermutung erzählt, ob ihrer Mutter, ihrer Lehrerin oder ihrer ganzen Klasse, niemand glaubt ihr. Auch die Wissenschaftlerin aus dem Museum hält Liz' Beobachtungen für Quatsch, Dinosaurier sind schließlich vor vielen Millionen Jahren ausgestorben. So nimmt Liz die Sache selbst in die Hand und folgt Herrn Wilson eines Tages heimlich. Doch leider ist sie nicht die Einzige, die ihm nachspioniert. Als Herr Wilson entführt wird, setzt Liz sofort alles daran, ihren neuen Freund zu retten.

Als großer David Litchfield-Fan freue ich mich jedes Mal wie ein Schnitzel, wenn ein neues Buch von ihm auf Deutsch erscheint. Die Bücher des preisgekrönten englischen Autors und Illustrators sind stets ein Fest für die Augen und voller Fantasie, vermitteln gleichzeitig aber auch wertvolle Lebenslektionen. Und „Der Dinosaurier von nebenan“ (übersetzt von Kathrin Köller) bildet da keine Ausnahme. Schon allein das Cover verzaubert auf den ersten Blick und macht neugierig auf das, was sich dahinter verbirgt.

Auf eine sanfte und zugleich aufregende Weise erzählt David Litchfield von der unverhofften Freundschaft zwischen Menschenmädchen Liz und Dinosaurier Herr Wilson und setzt damit ein Zeichen für Vielfalt, Offenheit und Toleranz. Die Geschichte fordert dazu auf, jeden so zu nehmen wie er oder sie ist und macht Mut, sich selbst treu zu bleiben. Darüber hinaus zeigt sie, dass es sich lohnt, auf Kinder zu hören – denn diese sehen vieles, was wir Erwachsenen verlernt haben zu sehen – oder nicht mehr sehen wollen. Es ist großartig mitzuerleben, wie sich Liz und Herr Wilson anfreunden und wie sich am Ende nicht nur sie für ihn einsetzt, sondern auch andere. Niemand stört sich daran, dass Herr Wilson anders ist. Sie lieben ihn – und seine superleckeren, spektakulären Torten (die sehen aber auch wirklich so köstlich aus!). Wir sind alle gut und genau richtig, wie wir sind und haben das Recht, so zu leben wie wir möchten. Eine ganz tolle und wichtige Botschaft, die man Kindern gar nicht früh genug mitgeben kann.

Die Illustrationen von David Litchfield stellen mal wieder ein besonderes Highlight dar. Mal großflächig, mal in comicartigen Panels ergänzen sie die kurzen Texte perfekt und schaffen eine wundervoll magische und warme Atmosphäre. Sie sind wie gewohnt ein leuchtend buntes Farbfeuerwerk und voller Detailliebe und laden zum Verweilen, Träumen und immer-wieder-Angucken ein.

Fazit: David Litchfield ist immer ein Garant für traumschönen Bilderbuchgenuss vom Feinsten, was er mit seinem neuen Werk erneut unter Beweis stellt. „Der Dinosaurier von nebenan“ ist eine warmherzige und spannende Dinosauriergeschichte über die Kraft der Freundschaft und Toleranz und darüber, andere so zu akzeptieren, wie sie sind. Ein ganz besonderes Bilderbuch ab 4 Jahren, das durch seine wunderschönen Illustrationen besticht und nicht nur Dinofans viel Freude bereitet. Ich bin total verliebt in dieses Schätzchen und kann es jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Hat mir sogar noch besser gefallen als der erste Band!

Baskerville Hall - Das geheimnisvolle Internat der besonderen Talente: Das Zeichen der Fünf
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Die Weihnachtsferien sind vorbei und der junge Arthur Doyle kehrt nach Baskerville Hall zurück. Bereits seine Anreise entpuppt sich als ziemlich abenteuerlich und kaum im Internat angekommen zeigt sich, ...

Die Weihnachtsferien sind vorbei und der junge Arthur Doyle kehrt nach Baskerville Hall zurück. Bereits seine Anreise entpuppt sich als ziemlich abenteuerlich und kaum im Internat angekommen zeigt sich, dass Arthur und seinen Freunden auch diesmal kein ruhiges und normales Schuljahr vergönnt ist. Für die Erstklässlerinnen steht der Ideenwettbewerb an, für den sie in wenigen Wochen etwas Besonderes erfinden müssen, was ihnen die Chance bietet, frühzeitig in einen der fünf Zirkel aufgenommen zu werden. Doch ehe sich Arthur überhaupt Gedanken über sein Projekt machen kann, werden drei Lehrkräfte kurz nacheinander vergiftet aufgefunden, darunter auch sein Lieblingslehrer Sherlock Holmes. Auch das „Kleeblatt“, ein ominöser Geheimklub, geht weiter seinen üblen Machenschaften nach und Arthur beschleicht zunehmend der Verdacht, dass sein Freund Jimmy Moriarty etwas damit zu tun hat. Als dann auch noch Grover mit Geistern in Kontakt tritt, ist die Aufregung perfekt. Zum Glück ist Arthur mit einem messerscharfen Verstand gesegnet und lässt sich so leicht nicht unterkriegen. Ob es ihm wohl gemeinsam mit seinen Freunden gelingen wird, die ganzen Geheimnisse zu lüften und den Täter zu entlarven?

Endlich geht die „Baskerville Hall“ - Reihe in die zweite Runde! Nachdem mich der erste Teil im vergangenen Jahr restlos begeistert zurückgelassen hat, konnte ich es kaum erwarten, mich mit Arthur und seinen Freunden ins nächste Abenteuer zu stürzen. Meine Erwartungen waren entsprechend hoch und was soll ich sagen, sie wurden sogar noch übertroffen! Schon allein das von Iacopo Bruno gestaltete Cover ist wieder ein echter Hingucker und schürt die Vorfreude auf die Geschichte dahinter. Das Buch knüpft nahtlos an den vorherigen Band an – es ist daher ratsam, diesen gelesen zu haben.

Bereits nach wenigen Seiten ist man wieder mittendrin im Geschehen und mag/kann mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Ali Standish versteht es meisterhaft, ihre Leserschaft direkt in den Bann zu ziehen und immer wieder zu überraschen. Gekonnt vereint sie wieder eine Detektivgeschichte mit einem Internatssetting, historischen Kontext mit Fiktion und garniert dies obendrein mit ganz viel Freundschaftsgefühl und einem Hauch Fantasy. Die Story, die dabei herauskommt, ist genauso mitreißend und clever durchdacht wie der Vorgänger – und liest sich dank der hervorragenden Übersetzung von Jessika Komina und Sandra Knuffinke weg wie nichts. Bisweilen wird es in Form von Geistererscheinungen auch noch magisch und übersinnlich, was dem Ganzen eine zusätzliche Würze verleiht. Einblicke in den Schulunterricht bleiben dagegen dieses Mal ein wenig auf der Strecke, was das Lesevergnügen aber in keiner Weise schmälert. Es macht wieder richtig Spaß, Arthur und seine Freunde auf ihrem Abenteuer zu begleiten, welches ihnen nicht nur ihr ganzes detektivisches Können abverlangt, sondern auch ihre Freundschaft auf eine harte Probe stellt. Arthur ermittelt wieder in bester Sherlock Holmes-Manier und macht dem wohl berühmtesten Meisterdetektiv alle Ehre. Nicht nur junge Leser
innen können hier eifrig mitfiebern und miträtseln, auch als Erwachsener hat man seine helle Freude an diesem Buch. Vor allem Kenner von Arthur Conan Doyles Werken werden ganz auf ihre Kosten kommen, da es wieder viele Anspielungen auf das Sherlock-Holmes-Universum gibt. Es ist erneut faszinierend zu sehen, wie die Autorin bekannte Figuren aus Doyles Romanen eingebaut und neu interpretiert hat. Die Charaktere sind allesamt einfach wieder wunderbar getroffen und einem schon längst ans Herz gewachsen. Viel zu schnell ist man auch schon am Ende angelangt und der Cliffhanger lässt die Wartezeit auf den dritten Band (der leider erst im Frühjahr 2026 erscheint) schier unerträglich werden.

Abgerundet wird das Ganze von einem mehrseitigen Anhang hinten im Buch, in dem man mehr über die eher unbekannten Seiten von Arthur Conan Doyles Leben erfährt.

Fazit: „Das Zeichen der Fünf“ ist eine spannende, unterhaltsame und rundum gelungene Fortsetzung, die dem Vorgänger in nichts nachsteht. Bestes Krimi-Lesefutter vom Feinsten für alle hellen Köpfe und Harry Potter-Fans ab 10 Jahren. Auch dieser Band besticht durch eine fesselnde Handlung, einen originellen Genre-Mix und großartige Charaktere, die man so schnell nicht vergisst. Mir hat der zweite Teil sogar noch besser gefallen als der erste. Ich habe ihn verschlungen und fiebere meiner nächsten Rückkehr nach Baskerville Hall schon jetzt voller Vorfreude entgegen. Von mir gibt es 5 von 5 begeisterten Sternen!

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Mitreißend, emotional, tiefgründig und unvergesslich!

Schildkrötenmond
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Silver Trevelon ist ein sehr aufgewecktes und lebhaftes Mädchen und ein Einzelkind. Die Trevelons waren schon immer nur zu dritt, der Wunsch von Silvers Eltern nach einem zweiten Kind hat sich nie erfüllt, ...

Silver Trevelon ist ein sehr aufgewecktes und lebhaftes Mädchen und ein Einzelkind. Die Trevelons waren schon immer nur zu dritt, der Wunsch von Silvers Eltern nach einem zweiten Kind hat sich nie erfüllt, was für eine sehr gedrückte Stimmung zu Hause sorgt. Als Silvers Dad, der Künstler ist, dazu eingeladen wird, in einem Tierzentrum in Costa Rica zu malen, erhoffen sich alle, dass dies die Ablenkung sein wird, die sie gerade brauchen. Silver ist zunächst nicht glücklich darüber, ihr Zuhause für vier Monate verlassen zu müssen. Doch sie lebt sich schnell in Costa Rica ein und findet neue Freunde – menschliche wie tierische. Sie entdeckt sogar eine seltene Lederschildkröte und beobachtet sie beim Nisten. Als die Eier kurz darauf gestohlen werden, setzt sie mit ihren neuen Freunden alles daran, die Diebesbande aufzuspüren. Ein gefährliches Abenteuer im wilden Dschungel beginnt...

Von Hannah Gold hatte ich bereits drei Bücher gelesen und absolut geliebt. Ich war daher voller Vorfreude, als der von Hacht Verlag ihr neues Buch „Schildkrötenmond“ ankündigte und was soll ich sagen, Hannah Gold hat es mal wieder geschafft, mich restlos zu begeistern! Allein schon das von Levi Pinfold gestaltete Cover ist ein Traum und die Geschichte dahinter steht dem in nichts nach.

Es ist einfach mal wieder ein Genuss, sich von Hannah Golds wunderschönen Worten entführen zu lassen, welche kongenial von Sylke Hachmeister ins Deutsche übertragen wurden. Bildschafte Beschreibungen versetzen einen direkt nach Costa Rica und lassen einen tief in die Geschichte eintauchen. Gemeinsam mit Hauptprotagonistin Silver verlieben wir uns in Costa Ricas wilde Natur, verlieren unser Herz an die seltene Lederschildkröte und erleben das Abenteuer unseres Lebens. Wir erfahren aber auch, wie es sich anfühlt, wenn man unfreiwillig Einzelkind ist und einem die Eltern – unbewusst – das Gefühl geben, nicht genug zu sein.

Der preisgekrönten Autorin ist es erneut gelungen, eine spannende Abenteuergeschichte mit tiefgehenden und hochaktuellen Themen zu verknüpfen. Warmherzig, authentisch und gewürzt mit einer Prise Humor erzählt sie von Wilderei, Artensterben und den menschengemachten Bedrohungen für die Schildkröten. Von der Liebe zwischen Mensch und Tier, dem Glauben an sich selbst, unverhofften Freundschaften und der Suche nach dem richtigen Platz im Leben. Mit sehr viel Feingefühl behandelt sie überdies das bereits oben angedeutete Tabuthema unerfüllter Kinderwunsch und Kindsverlust, zu welchem die Autorin selbst einen Bezug hat. Dem berührend ehrlichen Nachwort kann man entnehmen, dass sehr viel Persönliches in diesem Buch steckt, was es nur noch wundervoller macht.

Hannah Gold hat sich mal wieder selbst übertroffen und einen Roman geschaffen, aus dem sicherlich jeder sehr viel mitnehmen kann. Sie erinnert uns einmal mehr daran, dass wir alle einen Beitrag für den Umweltschutz leisten können und jeder von uns einzigartig und genau richtig ist. Sie hat abermals lauter starke Charaktere ins Leben gerufen, die man fest ins Herz schließt und so schnell nicht vergisst – sowohl Mensch als auch Tier. Ganz nebenbei lernt man auch noch eine Menge über die einheimischen Tierarten Costa Ricas, allen voran über die Lederschildkröte. Man würde es Silver und ihren Eltern am liebsten sofort gleichzutun und selbst nach Costa Rica reisen, um sich von dessen faszinierenden Artenvielfalt verzaubern zu lassen. Die 300 Seiten fliegen nur so dahin, vor allem zum Ende hin, wenn es richtig aufregend und dramatisch wird, mag/kann man mit dem Lesen nicht mehr aufhören.

Ein weiteres Highlight sind die stimmungsvollen und detailreichen schwarz-weiß Illustrationen von Levi Pinfold, die den Text ergänzen und das Erzählte gekonnt in Szene setzen. Der mehrseitige informative Anhang rundet das Ganze perfekt ab und macht auch dieses Buch zu einem echten Schatz im Bücherregal.

Fazit: Hannah Gold ist einfach immer Garant für besondere Kinderbücher, was sie mit ihrem vierten Werk erneut unter Beweis stellt. „Schildkrötenmond“ ist ein atemberaubendes Naturabenteuer gepaart mit einer bewegenden Familiengeschichte. Ein zeitlos schöner Kinderroman für alle ab 10 Jahren, der berührt und Augen öffnet, fesselt, inspiriert und nachklingt. Unvergesslich und voller Herz und Tiefe. Ich kann auch dieses Buch von Hannah Gold nur empfehlen, mir hat die britische Autorin mit „Schildkrötenmond“ ein weiteres Herzensbuch beschert. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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