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Veröffentlicht am 03.03.2025

Ein vielversprechender Auftakt einer bezaubernden Fantasycomic-Reihe!

Hooky (Band 1)
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Als die zwölfjährigen Hexenzwillinge Dani und Dorian ihren Bus zur Zauberschule verpassen und unweigerlich blaumachen (playing hooky), hätten sie nie gedacht, dass dies der Beginn eines unglaublichen Abenteuers ...

Als die zwölfjährigen Hexenzwillinge Dani und Dorian ihren Bus zur Zauberschule verpassen und unweigerlich blaumachen (playing hooky), hätten sie nie gedacht, dass dies der Beginn eines unglaublichen Abenteuers ist. Da sie den Weg zur Schule nicht alleine finden und ihren Eltern aus dem Weg gehen möchten, begeben sie sich auf die Suche nach einer neuen Unterkunft für die nächsten Monate. Ehe es sich die beiden versehen, geraten sie mitten hinein in die Intrigen der alten Hexenfamilien. Diese streben nach Rache und haben überhaupt nichts Gutes gegen die Menschen im Sinn, was wiederum deren Hass auf die Hexen schürt. Als dann auch noch ein vermisster Prinz und eine mysteriöse Prophezeiung ins Spiel kommen, ist das Chaos perfekt. Zum Glück sind Dani und Dorian nicht auf sich alleine gestellt. Gemeinsam mit ihren neuen Freunden – einem mächtigen Seher, dessen (zeitweise geschrumpften) Gehilfen Nico und einer romantikliebenden Prinzessin namens Monica werden sie dieses verhexte Abenteuer garantiert meistern.

Als großer Hexenfan und begeisterte Comicleserin konnte ich an „Hooky“ einfach nicht vorbeigehen. Schon allein das Cover verspricht zauberhafte Unterhaltung, mich hat es sofort angesprochen. Es war mein erstes Werk von Míriam Bonastre Tur und ich war dementsprechend sehr gespannt, was mich erwarten wird.

Mit viel Liebe zum Detail entführt Míriam Bonastre Tur ihre Leserschaft in eine märchenhaft anmutende Welt, in der es ziemlich turbulent und lustig zugeht, aber auch jede Menge Geheimnisse und dunkle Machenschaften an der Tagesordnung stehen. Gekonnt vereint die spanische Comickünstlerin warmherzigen Humor mit Ernsthaftigkeit und zaubert daraus eine Geschichte, die weitaus tiefgründiger ist als man zunächst vielleicht vermuten würde. Es haben hier einige vielschichtige Themen ihren Platz gefunden haben wie Macht, Ungerechtigkeit, Vorurteile, Eifersucht, der Wunsch nach Zugehörigkeit, Freundschaft und Geschwisterbande. Stellenweise wird die Geschichte sogar unerwartet düster, ohne etwas von ihrer Wohlfühlatmosphäre zu verlieren.
Einziger kleiner Wehmutstropfen ist die sprunghafte Erzählweise. Bisweilen wirkt die Handlung ein wenig chaotisch, was vermutlich der Tatsache geschuldet ist, dass es sich hierbei um einen Webtoon handelt. Vor allem der Einstieg ist etwas verwirrend, da man ohne große Erklärungen direkt ins Geschehen hineingeworfen wird und sich erst einmal zurechtfinden muss. Nichtsdestotrotz lohnt es sich definitiv, zu diesem Buch zu greifen. Míriam Bonastre Tur hat eine wunderbar schrullige Figurentruppe ins Leben gerufen. Alle Charaktere haben ihren ganz eigenen Charme und sorgen mit ihren unterschiedlichen Macken für viele vergnügliche Lesemomente. Vor allem die beiden Hauptprotagonisten Dani und Dorian schließt man mit ihrer aufgeweckten Art sofort ins Herz, aber auch die Nebenfiguren muss man einfach gernhaben. Langeweile kommt hier garantiert nicht auf, es macht richtig Spaß, die Hexenzwillinge beim „Schuleschwänzen“ zu begleiten und von einer aufregenden Situation in die nächste zu stolpern.

Wodurch dieser Comic besonders besticht, ist das Artwork. Míriam Bonastre Turs Illustrationen im Manga-Stil sind fröhlich, bunt und ausdrucksstark und fangen die magische Stimmung der Erzählung perfekt ein. Jede Seite steckt voller liebevoller Details und ist sehr übersichtlich gestaltet. Trotz seiner über 380 Seiten hat man den Band im Nu durchgeschmökert, auch Lesemuffel werden dank der recht geringen Textmenge viel Freude an der Lektüre haben.

Fazit: „Hooky“, aus der Feder von Míriam Bonastre Tur und übersetzt von Nadine Mannchen, ist ein vielversprechender Auftakt einer bezaubernden Fantasy-Comic-Reihe ab 10 Jahren. Ein verhext schöner und herzerfrischender Lesespaß für alle Hexenfans und Comicliebhaber*innen. Spannend, unterhaltsam, liebenswert-verrückt und voller Abenteuer, Magie und Überraschungen. Mir hat der erste Band von „Hooky“ viel Vergnügen bereitet, auf den zweiten Teil freue ich mich schon sehr. Von mir gibt sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Ein wunderbarer Auftakt einer unheimlich süßen und lustigen Reihe!

Muffin und Tört! 1: Bei den Wikingern
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Kater Muffin mag viele Dinge. Er mag Ruhe, Ordnung, leckere Snacks, sein Bett mit seiner Kuscheldecke Gürkchen und – an allererster Stelle – süße Törtchen mit einer Kirsche obendrauf. Was er dagegen gar ...

Kater Muffin mag viele Dinge. Er mag Ruhe, Ordnung, leckere Snacks, sein Bett mit seiner Kuscheldecke Gürkchen und – an allererster Stelle – süße Törtchen mit einer Kirsche obendrauf. Was er dagegen gar nicht leiden kann, sind Abenteuer. Tja, blöd nur, dass er bei dem Zauberer Tatterich wohnt, der seinem Namen alle Ehre macht. Tatterich zaubert nämlich nicht wirklich gut. Um genau zu sein, zaubert er ganz fürchterlich. Als mal wieder einer seiner Zaubersprüche danebengeht, verzaubert er ausgerechnet Muffins bestes und letztes Törtchen in ein Kaninchen. In ein ziemlich klebriges, quirliges und fröhliches Kaninchen namens Tört. Tört liebt einfach alles, vor allem Abenteuer. Die magische Katzenklappe kommt ihm daher gerade recht. Denn diese führt nicht immer in den Garten, sondern manchmal auch direkt ins Abenteuer. Eines Tages landen Muffin und Tört im Land der Wikinger, wo sie eine gefährliche Aufgabe erwartet: Sie sollen zur Troll-Insel reisen, um Wikinger Eierich aus den Fängen der gefräßigen Trolle zu retten. Murrend (Muffin) und begeistert (Tört) macht sich das gegensätzliche Duo auf den Weg. Ob ihre Mission wohl erfolgreich sein wird?

Von Adam Stower habe ich bereits seine König Guu-Bücher gelesen und absolut geliebt. Auf seine neue Kinderbuchreihe habe ich mich dementsprechend sehr gefreut und was soll ich sagen, Adam Stower hat bei mir mal wieder voll ins Schwarze getroffen. Was für ein herzallerliebstes Kinderbuch! Schon allein das Cover verzaubert auf den ersten Blick und die Geschichte dahinter ist wirklich ganz genauso.

Mit viel Liebe zum Detail und einer ordentlichen Portion schräg-charmantem Humor erzählt der britische Autor und Illustrator das erste magische Abenteuer seines ungleichen Heldenduos. Gleich die ersten Seiten, auf denen man Muffin und Tört kennenlernt, laden zum Schmunzeln und Weiterlesen ein. Die beiden sind aber auch zu niedlich. Während Muffin sehr garfieldmäßig daherkommt, sprich geruhsam, verfressen und ein bisschen mürrisch, ist der kleine Tört der reinste Sonnenschein und ziemlich aufgedreht und erlebnisfreudig. Ihr könnt euch sicherlich denken, dass es dadurch zu lauter urkomischen Szenen kommt. Langweile kommt hier garantiert nicht auf, es macht einfach richtig Spaß diese zwei (teils unfreiwilligen) Mini-Abenteurer ins Land der Wikinger zu begleiten und gemeinsam mit ihnen auf Trolljagd zu gehen. Auch als Erwachsene hat man seine helle Freude daran und selbst der größte Lesemuffel wird hier garantiert am Ball bleiben. Dafür sorgt neben der ereignisreichen Handlung vor allem die originelle Innengestaltung.

Für Leseanfänger und Wenigleser*innen ab 7 Jahren ist dieses Buch ideal geeignet. Die Schrift ist sehr groß und die kurzen Textpassagen werden von zahlreichen schwarz-weiß Bildern mit Comic-Elementen aufgelockert. Die Illustrationen von Adam Stower sind wie gewohnt ein besonderer Genuss. Unheimlich knuffig und witzig ergänzen sie den Text und unterstreichen die Situationskomik ganz wunderbar.
Abgerundet wird das Ganze von mehreren Bonusseiten, auf denen man unter anderem mehr über Muffins Familie und seine Top 10 Picknick-Leckereien erfährt und in einfachen Schritten lernt, wie man Muffin zeichnet.

Ganz hinten im Buch wird dann noch der zweite Band für Juli 2025 angekündigt, welchen man nach diesem vielversprechenden Serienstart kaum erwarten kann. Muffin und Tört bei den Rittern, das verspricht auch wieder richtig toll zu werden.

Fazit: „Muffin und Tört! 1: Bei den Wikingern“ von Adam Stower, übersetzt von Leena Flegler, ist ein gelungener Reihenauftakt für alle ab 7 Jahren, der große Lust mehr macht. Ein aufregendes Wikingerabenteuer mit zwei unvergesslichen Helden zum Mitfiebern und Gernhaben. Köstlich-unterhaltsam, liebenswert-verrückt und süßer als ein klebriges Törtchen mit einer Kirsche obendrauf. Ich bin begeistert von Adam Stowers neuem Kinderbuch, mein Herz haben Muffin und Tört im Sturm erobert! Dem nächsten Katzenklappe-Abenteuer fiebere ich schon jetzt voller Vorfreude entgegen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 01.03.2025

Ein zauberhaftes Bilderbuch, das garantiert gute Laune macht!

Das Kamel hat schlechte Laune
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Als die Morgensonne über der Wüste aufgeht, begrüßen alle Kamele frohgemut und voller Vorfreude den neuen Tag. Moment, wirklich alle? Nein. Das kleine Kamel Konrad ist heute schlecht drauf. Nicht nur so ...

Als die Morgensonne über der Wüste aufgeht, begrüßen alle Kamele frohgemut und voller Vorfreude den neuen Tag. Moment, wirklich alle? Nein. Das kleine Kamel Konrad ist heute schlecht drauf. Nicht nur so ein bisschen, sondern so richtig. Er mag nicht aufstehen, nicht laufen und nicht reden, ihm ist heiß, er ist müde und am liebsten möchte er einfach nur in Ruhe gelassen werden. „Rutscht mir den Buckel runter!“ Und das ausgerechnet heute, wo die Herde zur Oase wandern möchte. Kein aufmunterndes Stupsen oder gutes Zureden hilft, Konrad will sich partout nicht mehr bewegen. So bleibt der Karawane nichts anderes übrig als ohne ihn weiterzuziehen. Kurz darauf hoppelt die Wüstenspringmaus Jojo vorbei, die ausgesprochen gut gelaunt ist. Sie verrät Konrad, warum sie so fröhlich ist und versucht ihm aus seinem Stimmungstief herauszuhelfen. Ob es ihr wohl gelingen wird?

Ich liebe die Bilderbücher von Rachel Bright und Jim Field, aus meinem Regal sind sie nicht mehr wegzudenken. Auf das neue Bilderbuch des Erfolgsteams habe ich dementsprechend sehr gefreut – und ich wurde mal wieder nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil.
Rachel Bright und Jim Field sind einfach immer ein Garant für lustig-kreativen Bilderbuchgenuss vom Feinsten, was sie mit ihrem achten gemeinsamen Werk erneut unter Beweis stellen. Schon allein das Cover mit Grummelkamel Konrad verzückt auf den ersten Blick. Konrad ist aber auch einfach zu niedlich. Trotz seiner Muffelstimmung schließt man ihn sofort fest ins Herz und kann seinen Unmut nur zu gut nachempfinden. Denn wer kennt sie nicht, diese emotionale Schlechtwetterlage, die manchmal ohne einen triftigen Grund einfach da ist. Diese Tage, an denen man auf nichts Lust hat und nicht nur anderen auf den Keks geht, sondern auch sich selber.
Es ist oft gar nicht so leicht, mit den eigenen Gefühlen richtig umzugehen, vor allem dann, wenn man sie sich selbst nicht so einfach erklären kann. In herrlich pfiffigen Reimen und hinreißenden Bildern bringt das Autorin-Illustrator-Duo dieses wichtige Thema kindgerecht auf den Punkt. Mit viel Wärme und Humor erzählen sie die Geschichte vom kleinen Kamel Konrad und zeigen uns dabei, dass es völlig okay ist, wenn man mal mies drauf ist – dass es aber viel schöner ist, fröhlich zu sein. Wir haben jeden Tag die Wahl uns zu entscheiden. Auch gute Laune zu haben ist eine Entscheidung, die nicht nur das eigene Leben bereichert. Schließlich ist schon ein Lächeln ein Glücklichmacher und bekanntermaßen auch ansteckend.

Zum Vorlesen für Kinder ab 3 Jahren ist dieses Buch sehr gut geeignet. Die Botschaft hinter der Geschichte ist schon für die Kleinsten leicht verständlich und Rachel Brights Reime kommen wie gewohnt rundum stimmig und wunderbar charmant daher. Ein großes Lob gebührt an dieser Stelle auch der Übersetzerin Pia Jüngert, die bei der Übersetzung erneut hervorragende Arbeitet geleistet hat.

Auch Jim Field hat sich mal wieder selbst übertroffen. Humorvoll, bunt, ausdrucksstark und mit ganz viel Herz setzen seine Illustrationen das Erzählte perfekt in Szene und zaubern einem immerzu ein Lächeln ins Gesicht. Ob Konrad mit seiner entzückenden Schmollmiene, die qietschfidele Springmaus Jojo oder die atemberaubenden Wüstenlandschaften – in Jim Fields Bilder muss man sich einfach verlieben.

Fazit: Endlich geht es mit der Bright/Field-Reihe weiter und das Warten hat sich definitiv gelohnt! „Das Kamel hat schlechte Laune“ ist eine witzige und warmherzige, tierisch schöne Reimgeschichte über schlechte Tage und wie man sie in gute verwandelt. Ein herzallerliebstes Bilderbuch ab 3 Jahren, das garantiert gute Laune macht. Und wer hier nicht breit schmunzeln muss, braucht dringend eine Wüstenspringmaus. Ich bin mal wieder absolut begeistert, mein Herz hat Konrad Kamel im Sturm erobert. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Herzerfrischend ehrlich und unheimlich witzig!

Der süßeste Bruder der Welt ‒ und andere Irrtümer
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Danica, Dani genannt, ist durch eine Samenspende entstanden und nach dem Schiff benannt, auf dem sie gezeugt wurde. So lange sie denken kann, wünscht sie sich nichts mehr als ein Geschwisterchen und hat ...

Danica, Dani genannt, ist durch eine Samenspende entstanden und nach dem Schiff benannt, auf dem sie gezeugt wurde. So lange sie denken kann, wünscht sie sich nichts mehr als ein Geschwisterchen und hat schon alles versucht, um ihre alleinstehende Mutter zu überzeugen: Sie hat gebettelt, genervt, gedroht, sie auf Knien angefleht...Doch ohne Erfolg, ihre Mutter scheint partout gegen ein weiteres Kind zu sein. Doch dann, eines Tages, sagt sie einfach Ja. Dani kann es zunächst gar nicht glauben. Ihre Mama hat jemand Neues kennengelernt! Ganz unschuldig daran ist sie allerdings nicht. Vor kurzem hat sie in Mamas Dating-App herumgeschnüffelt (versehentlich, versteht sich) und bei einem Typen (einem ziemlich peinlichen Typen!) unabsichtlich nach rechts gewischt. Tja, und in diesen besagten peinlichen Mann hat sich ihre Mutter prompt verliebt. Björn heißt er und er hat auch einen Sohn. Dieser entspricht jedoch überhaupt nicht Danis Wunschvorstellung von einem süßen kleinen Bruder. Im Gegenteil, er ist ein Teenager, glutenintolerant, hält sich Echsen als Haustiere und sieht aus wie ein Grufti. Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, muss sie mit ihrem neuen Bonusvater und Bonusbruder fortan auch noch zusammenleben und an einer neuen Schule beginnen. Doch als Dani ihren Mitschüler Elton kennenlernt, schöpft sie neue Hoffnung. Elton sieht ihr unglaublich ähnlich! Ob er vielleicht auch das Ergebnis eines Samenspenders ist? Ihres Samenspenders?

Bei diesem Buch war ich mir ziemlich sicher, dass es genau meinen Geschmack treffen wird. Allein schon das Cover ist genial und lässt auf den ersten Blick erahnen, dass es hier ziemlich witzig zugeht: Dieser muffelig dreinblickende, picklige Teenagerjunge mit dem strähnigen Haar und Flaumbärtchen und dazu dann noch der Buchtitel – einfach herrlich! Es war mein erstes Werk von Elin Lindell und ganz bestimmt nicht mein letztes. Was für ein cooler Comic, meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen!

Die schwedische Kinderbuchautorin und Illustratorin Elin Lindell präsentiert hier eine großartige moderne Graphic Novel rund um Familienvielfalt und das Erwachsenwerden. Gekonnt greift sie viele verschiedene Themen auf, die junge Heranwachsende heutzutage oftmals beschäftigen wie Familie, Freundschaft, Zugehörigkeit, Liebe, Social Media und Veränderungen. Aus der Sicht von Dani erfahren wir, wie es sich anfühlt ein Spenderkind zu sein, unverhofft einen Bonusvater und Bonusbruder zu bekommen, seine beste Freundin zu verlieren und an eine neue Schule zu wechseln. Im ersten Moment mag das recht ernst klingen, allerdings gelingt es der Autorin wunderbar, die Sorgen, Ängste und Unsicherheiten ihrer jungen Protagonistin einfühlsam und allen voran unterhaltsam zu verpacken. Mit einer ordentlichen Portion Witz und Situationskomik sowie jeder Menge Detailliebe und Wärme erzählt sie Danis Geschichte und begegnet ihrer jungen Leserschaft dabei stets auf Augenhöhe. Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren werden sich schnell mit Dani identifizieren können, besonders all diejenigen, die selbst Patchwork-Erfahrungen haben. Aber auch als Erwachsener kann man sich gut in sie hineinversetzen und fühlt sich bestens unterhalten – der Humor in diesem Buch ist wirklich göttlich. Dafür sorgen vor allem die zahlreichen farbigen Illustrationen von Elin Lindell, die den Text (übersetzt von Katharina Erben) perfekt ergänzen.

Gestalterisch wird einem hier eine bunte Mischung aus verschiedenen Stilrichtungen geboten, von Comicsequenzen und großformatigen Bildern über kurze Fließtexte bis hin zu Listen und Chatverläufen. Der Comic ist sehr abwechslungsreich gestaltet und da die Zeichnungen voller lustiger Feinheiten stecken, wird es zu keiner Zeit langweilig. Eines meiner persönlichen Highlight waren Björns morgendliche Yoga-Übungen in Unterwäsche, da bin ich aus dem Schmunzeln gar nicht mehr herausgekommen.

Fazit: „Der süßeste Bruder der Welt – und andere Irrtürmer“ ist ein humorvoller und warmherziger Coming-of-Age-Wohlfühl-Comic ab 10 Jahren zum Lachen, Mitfühlen und Nachdenken. Beste Graphic Novel-Unterhaltung vom Feinsten für alle Patchwork- und Spenderkinder, (angehende) Teenager und Lesemuffel und für jeden anderen. Authentisch, aktuell, mutmachend und herzerfrischend ehrlich. Ich bin absolut begeistert von diesem Buch und kann es kaum erwarten, mehr von Elin Lindell zu lesen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Herzerwärmend, bestärkend, wunderschön!

Archibelle und das Geheimnis der Einzigartigkeit
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Archibelle, die Schneeflocke, lebt zusammen mit ihren Geschwistern hoch oben über den Wolken. Sie ist die Jüngste von allen und eine ziemlich neugierige und verträumte kleine Schneeflocke. Als sie an einem ...

Archibelle, die Schneeflocke, lebt zusammen mit ihren Geschwistern hoch oben über den Wolken. Sie ist die Jüngste von allen und eine ziemlich neugierige und verträumte kleine Schneeflocke. Als sie an einem warmen Sommertag mal wieder in ihrer Lieblingsschaukel sitzt und einschläft, erwartet sie beim Erwachen eine böse Überraschung: Sie hat einen Sonnenbrand und ist nun leuchtend gelb! Verzweifelt versucht sie ihre alte Farbe wiederzuerlangen, aber ohne Erfolg. Bald wissen alle im Himmelszelt, was geschehen ist und machen sich über Archibelle lustig. Unglücklich zieht sich die kleine gelbe Schneeflocke zurück und beginnt immer mehr an sich selbst zu zweifeln. Doch als wieder Winter ist und Weihnachten naht, traut sie sich schließlich doch heraus und macht sich auf den Weg hinab in die Menschenwelt. Nach einem sehr windigen Flug erreicht sie eine kleine Stadt, wo sie eine unglaubliche Entdeckung macht, die ihr Leben für immer verändern wird: Anstatt sie für ihre Andersartigkeit zu verspotten, bewundern die Menschen sie dafür.

Als mir Archibelle, die Schneeflocke, zum ersten Mal begegnete, wusste ich sofort, dass ich sie kennenlernen möchte. Ein Blick aufs Cover und es war um mich geschehen und der Klappentext tat dann sein Übriges. Ich ließ Archibelle also bei mir einziehen und habe es nicht bereut. Ganz im Gegenteil. Wer gerade auf der Suche einem wundervollen Winterbuch ist, das einem so richtig das Herz erwärmt, wird hier definitiv fündig!

Chris Hess und Rebecca Gugger präsentieren mit „Archibelle und das Geheimnis der Einzigartigkeit“ ein ganz bezauberndes Bilderbuch über die Schönheit des Andersseins und den Mut zur Individualität. Angesiedelt vor einer stimmungsvollen Weihnachtskulisse erzählt das Autor-Illustratorin-Duo von der kleinen Schneeflocke Archibelle und ihrer Reise zur Selbstakzeptanz und neuen Lebensfreude. Ihre Geschichte zeigt uns, dass jeder von uns auf seine eigene Art und Weise wertvoll und genau richtig ist und dass vermeintliche Makel etwas außergewöhnlich Schönes sein können. Es ist oft nicht leicht den eigenen Weg zu finden und den Mut aufzubringen, an sich selbst zu glauben, aber es zahlt sich meist aus. So wie bei Archibelle. Die wichtige und berührende Botschaft, die sie uns mitgibt, kann man gar nicht oft genug hören. Man begleitet die kleine Schneeflocke nur zu gerne auf ihrer Reise und fühlt und freut sich mit ihr mit.

Die Illustrationen von Rebecca Gugger sind wie immer ein besonderer Genuss. Poetisch und detailverliebt untermalen sie den einfühlsamen Text gekonnt und laden zum Entdecken, Verweilen und Träumen ein.

Fazit: „Archibelle und das Geheimnis der Einzigartigkeit“ ist eine herzerwärmende und bestärkende Vorlesegeschichte ab 4 Jahren über die Suche nach sich selbst und dem richtigen Platz im Leben. Ein wunderschönes, winterlich-weihnachtliches Bilderbuch, das Kinder dazu ermutigt, ihre eigene Einzigartigkeit zu feiern und die Vielfalt zu schätzen. Ich bin total verliebt in dieses Schätzchen, ich kann es jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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