Profilbild von CorniHolmes

CorniHolmes

Lesejury Star
offline

CorniHolmes ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit CorniHolmes über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.05.2026

Ein absoluter Wohlfühlcomic mit so schönen Bildern!

Crissis Tagebücher. Band 6
0

Die inzwischen 13-jährige Crissi geht mit ihrer Mutter, ihrem Stiefvater Stephan und ihrem kleinen Stiefbruder Valentin auf Weltreise. Ein Jahr lang reisen sie um den Globus, ganz (oder fast) ohne Flugzeug, ...

Die inzwischen 13-jährige Crissi geht mit ihrer Mutter, ihrem Stiefvater Stephan und ihrem kleinen Stiefbruder Valentin auf Weltreise. Ein Jahr lang reisen sie um den Globus, ganz (oder fast) ohne Flugzeug, damit ihre Reise so sauber wie möglich ist. Auf ihrer Route liegen die verschiedensten Länder und Städte: Großbritannien, Norwegen, Prag, Sizilien, sogar nach Afrika und Südamerika verschlägt es sie! Es wird ein unglaubliches Jahr voller neuer Kulturen und Erfahrungen und großartigen Begegnungen. Die Zeit vergeht viel zu schnell, doch am Ende freut sich Crissi auf ihr Zuhause und ihre zwei tollen besten Freundinnen (die sie natürlich sehr vermisst hat). Ihre Erlebnisse hält sie in ihrem Reisetagebuch fest, sodass auch wir in den Genuss ihrer wunderbaren Abenteuer kommen.

Hierbei handelt es sich um den sechsten Band von „Crissis Tagebücher“. Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich, allerdings macht es erheblich mehr Spaß, wenn man die vorherigen Bände gelesen hat.
Ich liebe diese Kindercomic-Reihe über alles. Meine Freude war entsprechend groß als ich hörte, dass es dieses Jahr endlich mit Crissi und Co. weitergehen wird und ich wurde nicht enttäuscht.

Joris Chamblain und Aurélie Neyret haben mal wieder einen zauberhaften Bilderbuch-Comic geschaffen, mit dem sie ihre Reihe rund um Crissi gelungen fortsetzen. Seit dem ersten Band sind fast drei Jahre vergangen. Crissi ist nun dreizehn Jahre alt und man merkt, dass sie nicht mehr das kleine Mädchen von früher ist. Sie wirkt reifer und reflektierter, ist trotz allem aber noch die einzigartige Crissi, die wir kennen und lieben: Aufgeweckt, neugierig und schreibbegeistert. Crissi träumt nach wie vor davon, eine große Schriftstellerin zu werden. Zum Glück, denn so kommen wir auch dieses Mal in den Genuss ihrer großartigen Erzählungen. Dieser Band ist genauso aufgebaut wie die Vorgänger: In einer Mischung aus Comicsequenzen und Tagebucheinträgen berichtet Crissi von ihrer großen Weltreise mit ihrer Familie. Blickt zurück auf all die vielen Abenteuer, die sie gemeinsam mit ihrer Mutter, ihrem Stiefvater Stephan und ihrem Stiefbruder Valentin erlebt hat. Von den Polarlichtern in Nordeuropa, einem Besuch am Loch Ness, einer Bootstour auf dem Amazonas bis hin zu einem Heiratsantrag auf dem Ätna - es ist ein Jahr voller Marmeladenglasmomente. Unvergessliche Begegnungen, wunderschöne Orte, Glück und Freude, aber auch Heimweh, Wut und Tränen. Crissi wird sich während dieser Zeit über viele Dinge bewusst werden. Über sich selbst, aber auch über die Welt mit ihren vielen Problemen, die von uns Menschen verursacht werden. Es ist mal wieder das reinste Vergnügen, an Crissis Erlebnissen und Gedanken teilzuhaben. Man würde am liebsten sofort seine Koffer packen und mitreisen.

Besonders schön wird die Entwicklung der Familienbindung beschrieben. Crissi wird ihren neuen Stiefvater und Stiefbruder noch mehr schätzen und lieben lernen. Die drei und Crissis Mutter werden noch enger zusammenwachsen und – so viel sei schon mal verraten, am Ende gibt es noch eine ganz wundervolle Überraschung.

Aurélie Neyret hat das Ganze mal wieder kongenial in Szene gesetzt. Ihre farbenprächtigen Zeichnungen sind wie gewohnt ein wahrer Augenschmaus - herrlich warm, ausdrucksstark und detailverliebt. Sie entführen uns in atemberaubende Landschaften, zeigen Crisissis hübsche Aquarellbilder und schaffen eine Atmosphäre voller Geborgenheit (und für Fans der Greenwood-Serie gibt es sogar noch ein nettes kleines Easteregg zu entdecken). Einziger minimaler Wermutstropfen ist die recht kleine, kursive Schrift in Crissis Tagebuch, die etwas schwer zu lesen ist. Dies ist für mich aber kein Grund, einen Stern abzuziehen. Dafür ist auch dieser Band einfach viel zu schön.

Fazit: Crissi ist zurück und das Warten hat sich gelohnt! „Crissis Tagebücher – Eine lange Reise“ ist eine warmherzige, spannende und tiefgründige Graphic Novel ab 10 Jahren, die Jung und Alt gleichermaßen verzaubert und jedes Comic-Liebhaber-Herz höher schlagen lässt. Ein absoluter Wohlfühcomic, der durch seine traumhaft schönen Illustrationen und liebevollen Charaktere besticht. Ich habe auch diesen Band vom ersten Moment an geliebt und hoffe sehr auf viele weitere Bände. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.05.2026

Bittersüß, berührend und voller Poesie!

Ein Hund namens Katze
0

4,5 Sterne

Ein kleiner Welpe überlebt als einziger in seinem Wurf und wird von seiner Mutter auf den Namen Katze getauft. Denn Katzen sind unabhängig und selbstständig. Und da sie ihren Sohn verlassen ...

4,5 Sterne

Ein kleiner Welpe überlebt als einziger in seinem Wurf und wird von seiner Mutter auf den Namen Katze getauft. Denn Katzen sind unabhängig und selbstständig. Und da sie ihren Sohn verlassen wird, wünscht sie sich, dass er wie eine Katze ist. Mit der Mahnung, dass er niemandem trauen soll, lässt sie Katze zurück. Dieser fühlt sich jedoch gar nicht wie eine Katze, sondern unendlich einsam. Im Wald wird er von den anderen Tieren verscheucht und auch in der großen Stadt Helsinki findet er keinen Anschluss – wird von den anderen (Rasse-)Hunden sogar als räudiger Mischling beschimpft. Doch dann trifft er auf den Mann namens Marder, der es als Obdachloser ebenfalls nicht leicht hat. Er stinkt, trinkt und ist schmutzig, aber dennoch fühlt sich Katze zu ihm hingezogen. Marder ist wie er: Einsam. Als sie sich begegnen, erfahren beide zum ersten Mal, was Freundschaft und Vertrauen bedeutet.

„Ein Hund namens Katze“ ist der erste Band einer fünfbändigen finnischen Bilderbuchreihe, bei der alle Bände eigenständig lesbar sind. Schon das Cover lässt erahnen, dass es sich hierbei um kein typisches, fröhlich-buntes Kinderbuch handelt. Poetisch und eindringlich, aber auch voller Humor und Zärtlichkeit erzählt Tomi Kontio aus der Sicht von Hund Katze von Einsamkeit, Obdachlosigkeit, Vorurteilen, Identität, Freundschaft und Vertrauen. Die Erzählung trifft einen mitten ins Herz, regt zum Nachdenken an und hat etwas Melancholisches an sich, vor allem zu Beginn. Gleichzeitig vermittelt sie aber auch viel Hoffnung und Lebensfreude. Sie zeigt uns, wie wertvoll es ist, jemanden an seiner Seite zu haben, der einen versteht und so akzeptiert und liebt, wie man ist. Es macht richtig Freude, Katze auf seinem Weg zu begleiten und mitzuerleben, wie sein Wunsch nach Nähe und Liebe erhört wird und er in dem Obdachlosen namens Marder einen Gleichgesinnten und Freund fürs Leben finden wird.

Genauso zart und liebevoll wie der Text sind auch die wunderhübschen Illustrationen von Elina Warsta. Mit feinem Strich, gedämpften Farben und viel Liebe zum Detail machen die Bilder die Emotionen greifbar und fangen die Stimmung perfekt ein.

Fazit: „Ein Hund namens Katze“ ist eine poetische und berührende Geschichte ab 6 Jahren über die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt, das Anderssein, Zugehörigkeit und Freundschaft. Ein leises und kraftvolles Bilderbuch für Jung und Alt, das nachhallt. Ungeschönt, bittersüß und mit ganz viel Herz. Mich hat die Geschichte über die beiden Außenseiter Katze und Marder sehr bewegt, ich kann diesen Reihenauftakt nur empfehlen. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.04.2026

Eine wundervolle Graphic Novel über das Erwachsenwerden, Selbstfindung und Freundschaft.

How It All Ends
0

Die 13-jährige Tara verbringt viel Zeit in ihren Tagträumen, wo sie spannende Abenteuer erlebt und einfach alles sein kann. Doch als sie erfährt, dass sie eine Klasse überspringen und im nächsten Schuljahr ...

Die 13-jährige Tara verbringt viel Zeit in ihren Tagträumen, wo sie spannende Abenteuer erlebt und einfach alles sein kann. Doch als sie erfährt, dass sie eine Klasse überspringen und im nächsten Schuljahr auf die Highschool gehen soll, wird sie plötzlich mit der echten Welt konfrontiert. Ist sie wirklich schon bereit für die Highschool? Was ist, wenn sie sich in den vielen Gängen verläuft? Oder keine Freunde findet? Tara malt sich die schlimmsten Dinge aus und fühlt sich an ihrem ersten Tag an der neuen Schule ziemlich verloren. Doch dann lernt sie Libby kennen, die gemeinsam mit ihr im Englischkurs sitzt. Sie freundet sich mit ihr an, allerdings fällt es ihr anfangs schwer, zu sich selbst zu stehen. Sie hält sich plötzlich für total uncool und kindisch. Doch mit Libby ist einfach alles viel leichter. Libby, die sich irgendwie mehr als nur eine Freundin anfühlt...

Emma Hunsinger präsentiert hier eine wundervolle Graphic Novel über Freundschaft, Identität und Neuanfang. Voller Witz und Wärme erzählt sie von der aufregenden Zeit des Erwachsenwerdens mit allem was dazugehört: Neue Schule, neue Freunde finden, Unsicherheiten, Ängste, Peinlichkeiten, Gefühlschaos, Dazugehören wollen und sich selbst treu bleiben. Auch wenn sich das amerikanische Highschool-Setting etwas von unserem Schulleben unterscheidet, wird sich die Alterszielgruppe sehr gut mit Tara identifizieren können. Ihre Sorgen, Zweifel und Gedanken werden einfach großartig beschrieben: Witzig und manchmal herrlich überzogen, zugleich aber auch sehr behutsam und ganz nah dran am echten Leben. Besonders ihre wilden Vorstellungen und Tagträume sind sehr nachvollziehbar dargestellt und bringen einen immer wieder zum Schmunzeln.
Die Charaktere sind allesamt liebevoll und lebendig gezeichnet, allen voran Tara und Libby schließt man fest ins Herz. Ihre Freundschaft entwickelt sich vollkommen authentisch und verdeutlicht sehr schön, wie wichtig es ist, jemanden an seiner Seite zu haben, der einen versteht und so akzeptiert, wie man ist. Die Geschichte ermutigt junge Leser*innen dazu, ihre eigene Stimme zu finden und sich nicht verbiegen zu lassen. Sie zeigt uns, dass es absolut okay und normal ist, wenn man nicht das Gleiche mag wie andere und auch Teenager noch Kind sein dürfen. Es macht einfach so viel Spaß Tara auf ihrem Weg zu begleiten, auch als Erwachsener hat man seine helle Freude daran und möchte mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören.

Auch optisch überzeugt der Comic auf ganzer Linie. Durch die fehlende Panelstruktur mögen die Seiten auf den ersten Seiten vielleicht etwas chaotisch wirken, allerdings passt dies einfach perfekt zur Story. Mit ihren humorvollen, ausdrucksstarken und detailreichen Zeichnungen erweckt Emma Hunsinger Taras Welt zum Leben und fängt die Emotionen gekonnt ein. Vor allem die farbliche Trennung (grünlich für die Realität, rötlich für Taras Tagträumereien) ist mehr als gelungen.

Fazit: „How It All Ends“ ist eine witzige, einfühlsame und ermutigende Graphic Novel ab 10 Jahren über die Höhen und Tiefen des Erwachsenwerdens, Selbstfindung und Freundschaft. Ein wunderbarer Coming-of-Age-Comic voller Humor und Herz. Klug, erfrischend ehrlich, einfach wie aus dem echten Leben. Ich bin begeistert von Emma Hunsingers Comicdebüt, ich kann es nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.04.2026

Eine weitere gelungene Fortsetzung!

Time Travellers - Safari mit Hindernissen
0

Eigentlich wollte die 6G mit ihrem Lehrer Herr Rosenkranz und der Busfahrerin Frau Krachleder endlich zurück nach Deutschland reisen, doch aus der geplanten Heimfahrt wird auch diesmal nichts. Da sich ...

Eigentlich wollte die 6G mit ihrem Lehrer Herr Rosenkranz und der Busfahrerin Frau Krachleder endlich zurück nach Deutschland reisen, doch aus der geplanten Heimfahrt wird auch diesmal nichts. Da sich Jamila insgeheim in ihr Heimatland gewünscht hat, landet die Klasse in Südafrika, direkt am Fuße des Tafelsbergs. Die anfängliche Enttäuschung verwandelt sich schnell wieder in Begeisterung, denn immerhin gibt es in diesem fremden Land eine Menge zu entdecken. Doch während die Kinder die wunderschöne Flora und Fauna Südafrikas bestaunen (und einen weiteren Trip in die Vergangenheit machen), sind ihnen die gefährlichen Chrononauts immer noch auf der Spur und rücken immer näher. Ob es der Klasse wohl noch gelingen wird, nach Hause zurückzukehren?

Dies ist bereits der dritte Band der „Time Travellers“ – Reihe, der direkt an den Vorgänger anknüpft. Vorkenntnisse sind daher durchaus von Vorteil.
Da mir die beiden vorherigen Bände so gut gefallen haben, konnte ich den dritten Teil kaum erwarten. Schon das Cover, das die Simona Ceccarreli gezaubert hat, sieht wieder richtig toll aus und verspricht jede Menge Spaß und Abenteuer.

Nach Australien und Italien verschlägt es uns diesmal mit der Klasse 6G nach Südafrika. Ab der ersten Seite ist man wieder direkt mittendrin im Geschehen und hat das Gefühl, selbst dabei zu sein. Man kann die Savanne regelrecht vor sich sehen und spürt die warme Afrikasonne auf der Haut. Stephanie Gessner schreibt gewohnt bildhaft und herrlich humorvoll und jugendlich, ohne übertrieben zu wirken. Die kurzen Kapitel lesen sich mal wieder wie von sonst selbst und lassen an keiner Stelle Langeweile aufkommen. Auch dieses Mal erwartet uns mit der 6G eine sehr aufregende und spaßige Zeit voller Abenteuer und Herausforderungen und einer Prise Magie. Gleichzeitig vermittelt die Erzählung aber auch wichtige Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt und Selbstvertrauen und bietet interessante Einblicke in die Tierwelt und koloniale Geschichte Südafrikas. Sehr schön ist auch, dass man die verschiedenen Charaktere im Verlauf noch besser kennenlernt. Ob Jamila, die sich aufgrund ihrer Herkunft innerlich zerrissen fühlt oder Ali, der Angst vor Tieren hat – jeder von ihnen hat Tiefe, Ecken und Kanten. Die persönliche Entwicklung dieser bunt gemischten Truppe und das Klassengefüge ist wieder sehr spannend mitzuverfolgen. Wie im echten Leben herrscht unter den Schüler*innen nicht immer eitel Sonnenschein, aber wenn es drauf ankommt, halten sie fest zusammen und ergeben ein unschlagbares Team. Einziges kleines Manko ist wieder die Fülle an Personen, bei der man schnell mal die Übersicht verlieren kann. Das Gruppenbild auf den Vorsatzpapieren, welches die gesamte Klasse 6G mit Namen zeigt, kann da erneut sehr hilfreich sein.

Zwischendurch gibt es auch wieder ein paar Chatprotokolle zu lesen, aus denen hervorgeht, dass der geheime Zirkel der Chrononauts der Klasse immer noch dicht auf den Fersen ist. Man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, aber mir persönlich hat trotz allem auch dieses Mal das gewisse Etwas gefehlt. Irgendwie konnte mich auch dieser Band nicht ganz so mitreißen wie der erste Band (der mein Favorit ist). Ich hoffe aber dennoch sehr, dass es weitergehen wird. Der Ausgang der Geschichte lässt zwar vermuten, dass es sich hierbei um das Finale der Reihe handelt, aber Potenzial für eine weitere Fortsetzung ist dennoch durchaus vorhanden. Na, lassen wir uns überraschen!

Fazit: „Time Travellers – Safari mit Hindernissen“ ist ein mitreißendes, unterhaltsames und magisches Raum-Zeitreise-Abenteuer über eine völlig verrückte Klassenfahrt voller Überraschungen. Ein weitere gelungene Fortsetzung ab 10 Jahren, die Lust auf mehr macht. Ich habe wieder eine wunderbare Zeit mit der 6G verbracht und würde mich sehr über ein weiteres Wiedersehen freuen. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2026

Ein weiterer toller Folgeband!

Enola & die fantastischen Tiere
0

Mitten in einem Naturkundemuseum befindet sich die Praxis von Enola – einer ganz besonderen Tierärztin mit einem großen Herz für alle Fabelwesen. Egal ob Zentauren, Trolle oder Einhörner – Enola ist stets ...

Mitten in einem Naturkundemuseum befindet sich die Praxis von Enola – einer ganz besonderen Tierärztin mit einem großen Herz für alle Fabelwesen. Egal ob Zentauren, Trolle oder Einhörner – Enola ist stets sofort zur Stelle und nimmt sich den Sorgen und Nöten ihrer Patienten an. Ihre neue Mission führt sie und ihren treuen Gefährten Maneki in den Himalaya, zu einem buddhistischen Tempel. Hier werden sie von einem freundlichen Mönch begrüßt, der ihnen erzählt, dass die Yetis schon seit einiger Zeit ihre Opfergaben verschmähen. Die Mönche befürchten, dass sie die Schneemenschen verärgern haben könntet. Dabei brauchen sie deren Schutz vor dem Angriff der Schneetiger. Gemeinsam mit dem Jungen Tao machen sich Enola und Maneki auf den Weg ins verschneite Gebirge, um nach den Yetis zu sehen. Ihre Expedition steckt jedoch voller Gefahren. Ob es Enola wohl gelingen wird, den Fall zu lösen?

Endlich geht es mit Tierärztin Enola weiter! Hierbei handelt es sich um den vierten Band von „Enola & die fantastischen Tiere“, Vorkenntnisse sind jedoch nicht zwingend erforderlich. Alle Bände sind in sich abgeschlossen, sodass ein Einstieg in die Reihe jederzeit möglich ist.
Ich habe bereits Enolas erste drei Abenteuer mit großer Begeisterung gelesen. Auf ihren nächsten Fall habe ich mich daher sehr gefreut und ich wurde nicht enttäuscht!

Joris Chamblain und Lucile Thibaudier haben einen weiteren wundervollen Erstlesercomic geschaffen, der seinen Vorgängern in nichts nachsteht. Nachdem es Enola zuletzt mit Wasserspeiern, Einhörnern und einem Riesenkraken zu tun bekommen hat, gilt es diesmal das Rätsel um die Yetis zu lösen. Unsere junge Tierärztin ist natürlich mal wieder sofort zur Stelle und setzt alles daran, um ihren neuen außergewöhnlichen Patienten zu helfen. Enola ist und bleibt eine großartige Protagonistin, die man mit ihrer mutigen und klugen Art sofort ins Herz schließt. Ihr treuer sprechender (und etwas muffeliger) Kater Maneki ist jedoch nicht minder liebenswert und wie gewohnt ein Garant für breite Schmunzler (Schnee, Eis und Kälte sind nicht so sein Ding, lol).
Auch dieser Band hält einfach alles bereit, was es für eine gute Geschichte braucht: Spannung, Humor, sympathische Charaktere und eine gelungene Mischung aus realer und magischer Welt. Es macht total viel Spaß, in eine weitere neue Kultur einzutauchen und Enola und Maneki in den Himalaya zu begleiten. Langweilig wird es dabei zu keiner Zeit! Überraschende Wendungen laden zum Mitfiebern ein und ganz nebenbei vermittelt die Geschichte auch noch wichtige Botschaften über Mut, Hilfsbereitschaft, Tierliebe und Artenschutz.

Einziger minimaler Wermutstropfen ist erneut die Kürze des Comics – die Erzählung könnte liebend gerne noch ein bisschen länger sein als 32 Seiten. Für Leseanfänger und Lesemuffel ist dies aber natürlich eine feine Sache. Mit der geringen Seitenzahl, dem übersichtlichen Layout und der fesselnden Handlung bietet diese Reihe eine Extraportion Lesemotivation und weckt die Freude am Lesenlernen.

Absolut bezaubernd sind auch wieder die bunten und detailverliebten Illustrationen von Lucile Thibaudier, die das Schneeabenteuer zum Leben erwecken und eine herrliche winterliche Atmosphäre schaffen. Man kann die klirrende Kälte regelrecht spüren und hört den eisigen Wind pfeifen. Für die kalte Jahreszeit, schön warm eingekuschelt auf dem Sofa, ist dieser Band die perfekte Lektüre.

Fazit: „Enola & die fantastischen Tiere – Auf den Spuren des Yetis“ ist ein spannender und unterhaltsamer Kindercomic ab 6 Jahren voller Fantasie, Witz und Herz. Eine weitere gelungene Fortsetzung, die Lust auf mehr macht. Wer starke Heldinnen und magische Wesen mag, sollte an Enolas Abenteuern auf keinen Fall vorbeigehen. Ich bin mal wieder begeistert und hoffe sehr, dass auch noch die weiteren Bände übersetzt werden. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere