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Veröffentlicht am 28.04.2026

Eine weitere gelungene Fortsetzung!

Time Travellers - Safari mit Hindernissen
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Eigentlich wollte die 6G mit ihrem Lehrer Herr Rosenkranz und der Busfahrerin Frau Krachleder endlich zurück nach Deutschland reisen, doch aus der geplanten Heimfahrt wird auch diesmal nichts. Da sich ...

Eigentlich wollte die 6G mit ihrem Lehrer Herr Rosenkranz und der Busfahrerin Frau Krachleder endlich zurück nach Deutschland reisen, doch aus der geplanten Heimfahrt wird auch diesmal nichts. Da sich Jamila insgeheim in ihr Heimatland gewünscht hat, landet die Klasse in Südafrika, direkt am Fuße des Tafelsbergs. Die anfängliche Enttäuschung verwandelt sich schnell wieder in Begeisterung, denn immerhin gibt es in diesem fremden Land eine Menge zu entdecken. Doch während die Kinder die wunderschöne Flora und Fauna Südafrikas bestaunen (und einen weiteren Trip in die Vergangenheit machen), sind ihnen die gefährlichen Chrononauts immer noch auf der Spur und rücken immer näher. Ob es der Klasse wohl noch gelingen wird, nach Hause zurückzukehren?

Dies ist bereits der dritte Band der „Time Travellers“ – Reihe, der direkt an den Vorgänger anknüpft. Vorkenntnisse sind daher durchaus von Vorteil.
Da mir die beiden vorherigen Bände so gut gefallen haben, konnte ich den dritten Teil kaum erwarten. Schon das Cover, das die Simona Ceccarreli gezaubert hat, sieht wieder richtig toll aus und verspricht jede Menge Spaß und Abenteuer.

Nach Australien und Italien verschlägt es uns diesmal mit der Klasse 6G nach Südafrika. Ab der ersten Seite ist man wieder direkt mittendrin im Geschehen und hat das Gefühl, selbst dabei zu sein. Man kann die Savanne regelrecht vor sich sehen und spürt die warme Afrikasonne auf der Haut. Stephanie Gessner schreibt gewohnt bildhaft und herrlich humorvoll und jugendlich, ohne übertrieben zu wirken. Die kurzen Kapitel lesen sich mal wieder wie von sonst selbst und lassen an keiner Stelle Langeweile aufkommen. Auch dieses Mal erwartet uns mit der 6G eine sehr aufregende und spaßige Zeit voller Abenteuer und Herausforderungen und einer Prise Magie. Gleichzeitig vermittelt die Erzählung aber auch wichtige Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt und Selbstvertrauen und bietet interessante Einblicke in die Tierwelt und koloniale Geschichte Südafrikas. Sehr schön ist auch, dass man die verschiedenen Charaktere im Verlauf noch besser kennenlernt. Ob Jamila, die sich aufgrund ihrer Herkunft innerlich zerrissen fühlt oder Ali, der Angst vor Tieren hat – jeder von ihnen hat Tiefe, Ecken und Kanten. Die persönliche Entwicklung dieser bunt gemischten Truppe und das Klassengefüge ist wieder sehr spannend mitzuverfolgen. Wie im echten Leben herrscht unter den Schüler*innen nicht immer eitel Sonnenschein, aber wenn es drauf ankommt, halten sie fest zusammen und ergeben ein unschlagbares Team. Einziges kleines Manko ist wieder die Fülle an Personen, bei der man schnell mal die Übersicht verlieren kann. Das Gruppenbild auf den Vorsatzpapieren, welches die gesamte Klasse 6G mit Namen zeigt, kann da erneut sehr hilfreich sein.

Zwischendurch gibt es auch wieder ein paar Chatprotokolle zu lesen, aus denen hervorgeht, dass der geheime Zirkel der Chrononauts der Klasse immer noch dicht auf den Fersen ist. Man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, aber mir persönlich hat trotz allem auch dieses Mal das gewisse Etwas gefehlt. Irgendwie konnte mich auch dieser Band nicht ganz so mitreißen wie der erste Band (der mein Favorit ist). Ich hoffe aber dennoch sehr, dass es weitergehen wird. Der Ausgang der Geschichte lässt zwar vermuten, dass es sich hierbei um das Finale der Reihe handelt, aber Potenzial für eine weitere Fortsetzung ist dennoch durchaus vorhanden. Na, lassen wir uns überraschen!

Fazit: „Time Travellers – Safari mit Hindernissen“ ist ein mitreißendes, unterhaltsames und magisches Raum-Zeitreise-Abenteuer über eine völlig verrückte Klassenfahrt voller Überraschungen. Ein weitere gelungene Fortsetzung ab 10 Jahren, die Lust auf mehr macht. Ich habe wieder eine wunderbare Zeit mit der 6G verbracht und würde mich sehr über ein weiteres Wiedersehen freuen. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Ein weiterer toller Folgeband!

Enola & die fantastischen Tiere
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Mitten in einem Naturkundemuseum befindet sich die Praxis von Enola – einer ganz besonderen Tierärztin mit einem großen Herz für alle Fabelwesen. Egal ob Zentauren, Trolle oder Einhörner – Enola ist stets ...

Mitten in einem Naturkundemuseum befindet sich die Praxis von Enola – einer ganz besonderen Tierärztin mit einem großen Herz für alle Fabelwesen. Egal ob Zentauren, Trolle oder Einhörner – Enola ist stets sofort zur Stelle und nimmt sich den Sorgen und Nöten ihrer Patienten an. Ihre neue Mission führt sie und ihren treuen Gefährten Maneki in den Himalaya, zu einem buddhistischen Tempel. Hier werden sie von einem freundlichen Mönch begrüßt, der ihnen erzählt, dass die Yetis schon seit einiger Zeit ihre Opfergaben verschmähen. Die Mönche befürchten, dass sie die Schneemenschen verärgern haben könntet. Dabei brauchen sie deren Schutz vor dem Angriff der Schneetiger. Gemeinsam mit dem Jungen Tao machen sich Enola und Maneki auf den Weg ins verschneite Gebirge, um nach den Yetis zu sehen. Ihre Expedition steckt jedoch voller Gefahren. Ob es Enola wohl gelingen wird, den Fall zu lösen?

Endlich geht es mit Tierärztin Enola weiter! Hierbei handelt es sich um den vierten Band von „Enola & die fantastischen Tiere“, Vorkenntnisse sind jedoch nicht zwingend erforderlich. Alle Bände sind in sich abgeschlossen, sodass ein Einstieg in die Reihe jederzeit möglich ist.
Ich habe bereits Enolas erste drei Abenteuer mit großer Begeisterung gelesen. Auf ihren nächsten Fall habe ich mich daher sehr gefreut und ich wurde nicht enttäuscht!

Joris Chamblain und Lucile Thibaudier haben einen weiteren wundervollen Erstlesercomic geschaffen, der seinen Vorgängern in nichts nachsteht. Nachdem es Enola zuletzt mit Wasserspeiern, Einhörnern und einem Riesenkraken zu tun bekommen hat, gilt es diesmal das Rätsel um die Yetis zu lösen. Unsere junge Tierärztin ist natürlich mal wieder sofort zur Stelle und setzt alles daran, um ihren neuen außergewöhnlichen Patienten zu helfen. Enola ist und bleibt eine großartige Protagonistin, die man mit ihrer mutigen und klugen Art sofort ins Herz schließt. Ihr treuer sprechender (und etwas muffeliger) Kater Maneki ist jedoch nicht minder liebenswert und wie gewohnt ein Garant für breite Schmunzler (Schnee, Eis und Kälte sind nicht so sein Ding, lol).
Auch dieser Band hält einfach alles bereit, was es für eine gute Geschichte braucht: Spannung, Humor, sympathische Charaktere und eine gelungene Mischung aus realer und magischer Welt. Es macht total viel Spaß, in eine weitere neue Kultur einzutauchen und Enola und Maneki in den Himalaya zu begleiten. Langweilig wird es dabei zu keiner Zeit! Überraschende Wendungen laden zum Mitfiebern ein und ganz nebenbei vermittelt die Geschichte auch noch wichtige Botschaften über Mut, Hilfsbereitschaft, Tierliebe und Artenschutz.

Einziger minimaler Wermutstropfen ist erneut die Kürze des Comics – die Erzählung könnte liebend gerne noch ein bisschen länger sein als 32 Seiten. Für Leseanfänger und Lesemuffel ist dies aber natürlich eine feine Sache. Mit der geringen Seitenzahl, dem übersichtlichen Layout und der fesselnden Handlung bietet diese Reihe eine Extraportion Lesemotivation und weckt die Freude am Lesenlernen.

Absolut bezaubernd sind auch wieder die bunten und detailverliebten Illustrationen von Lucile Thibaudier, die das Schneeabenteuer zum Leben erwecken und eine herrliche winterliche Atmosphäre schaffen. Man kann die klirrende Kälte regelrecht spüren und hört den eisigen Wind pfeifen. Für die kalte Jahreszeit, schön warm eingekuschelt auf dem Sofa, ist dieser Band die perfekte Lektüre.

Fazit: „Enola & die fantastischen Tiere – Auf den Spuren des Yetis“ ist ein spannender und unterhaltsamer Kindercomic ab 6 Jahren voller Fantasie, Witz und Herz. Eine weitere gelungene Fortsetzung, die Lust auf mehr macht. Wer starke Heldinnen und magische Wesen mag, sollte an Enolas Abenteuern auf keinen Fall vorbeigehen. Ich bin mal wieder begeistert und hoffe sehr, dass auch noch die weiteren Bände übersetzt werden. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Ein tierisch unterhaltsamer Mäusekrimi voller Witz, Charme und Mitratespaß.

Meisterdetektiv Mausebart – Wo ist Gustav Giftzahn? Ein Mäusekrimi (Band 1)
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Monsieur Mausebart ist ein weltberühmter französischer Meisterdetektiv und gerade in das Städtchen Bath gezogen. Bereits an seinem ersten Tag bekommt er es mit einem äußerst spannenden Fall zu tun: Der ...



Monsieur Mausebart ist ein weltberühmter französischer Meisterdetektiv und gerade in das Städtchen Bath gezogen. Bereits an seinem ersten Tag bekommt er es mit einem äußerst spannenden Fall zu tun: Der stadtbekannte Restaurantbesitzer Gustav Giftzahn ist spurlos verschwunden! Und es bleibt nicht bei dem einen Opfer. Monsieur Mausebart beginnt natürlich sofort mit dem Ermitteln, unterstützt von seinem neuen Gehilfen (und großen Fan) Mopsi Hakenschlag. Gemeinsam entdecken sie am Tatort erste Hinweise in Form von einer rätselhaften Nachricht in der Buchstabensuppe des Entführungsopfers. Als sie die Spur des Verbrechers verfolgen (unterstützt vom etwas verpeilten Polizeikommissar Pummler), zeigt sich sehr schnell, dass nicht alle in Bath dem Meisterdetektiv wohlgesonnen sind. Der Fall ist viel kniffliger und gefährlicher als gedacht. Ob Monsieur Mausebart und Mopsi ihn wohl lösen werden?

Die englische Autorin und Illustratorin Charley Rabbit präsentiert hier einen mausestarken Comic-Roman, an dem nicht nur kleine Krimifans ihre helle Freude haben. Schon das Cover mit der Ausstanzung ist ein Hingucker und dahinter geht es ganz genauso weiter. Eine wunderbare Mischung aus Textpassagen und Comicsequenzen erwartet einen hier, begleitet von zahlreichen lustigen Illustrationen, unterschiedlichen Schriftarten und vielen Lautmalereien. Sehr cool ist auch die schwarz-gelbe Farbgebung, die für eine ganz besondere Atmosphäre sorgt und einfach die perfekte Wahl ist. Denn welche Farbe könnte besser zu einem Mäusehelden passen als käsegelb? Man spürt einfach auf jeder Seite, wie viel Kreativität und Liebe zum Detail in diesem Buch stecken. Selbst der größte Lesemuffel wird hier seinen Spaß haben.

Auch inhaltlich begeistert dieser Reihenauftakt vom ersten Moment an. Mit einer ordentlichen Portion Witz und Charme erzählt Charley Rabbit diese spannende Detektivgeschichte, die mit lauter überraschenden Wendungen punkten kann und vor schrägen Gestalten nur so sprüht. Vieles ist sehr überzeichnet, das Ganze rutscht aber niemals ins Alberne ab. Für meinen Geschmack hätte es das ständige Gepupse zwar nicht gebraucht, aber bei Kindern kommt so etwas ja immer gut an. Junge Spurnasen werden es lieben, den cleveren und mutigen Meisterdetektiv Monsieur Mausebart bei seinen Ermittlungen zu begleiten und mit ihm mitzurätseln – langweilig wird es dabei zu keiner Zeit. Ganz nebenbei vermittelt die Geschichte auch noch ein paar schöne Botschaften über Selbstvertrauen, Freundschaft und Hilfsbereitschaft. Sie zeigt uns, wie wichtig es ist, niemals den Mut zu verlieren und dass es nichts Wertvolleres im Leben gibt als gute Freunde, die immer zu einem halten. Viel zu schnell ist man auch schon am Ende angelangt und würde sich am liebsten sofort ins nächste Abenteuer stürzen. Soweit ich weiß, gibt es bisher noch keinen zweiten Teil, ich hoffe aber sehr, dass sich das noch ändern wird.

Fazit: „Meisterdetektiv Mausebart – Wo ist Gustav Giftzahn?“ ist ein tierisch unterhaltsamer und originell gestalteter Mäusekrimi voller Humor, Spannung und Mitratespaß. Ein vielversprechender Auftakt für alle Detektivfans ab 8 Jahren, der Lust auf mehr macht. Herrlich schrullig und charmant. Ich habe mich beim Lesen bestens amüsiert und freue mich schon sehr auf den zweiten Band. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Ein unterhaltsames Ferienabenteuer, das zum Nachdenken anregt.

Der Sommer, als wir die Weltherrschaft übernahmen
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Die zwölfjährigen Zwillinge Fili und Karo und ihr kleiner Bruder Jeps verbringen ihre Sommerferien wie jedes Jahr auf der kleinen Nordseeinsel Wegeland bei ihrer Patentante Flora. Diese ist mittlerweile ...



Die zwölfjährigen Zwillinge Fili und Karo und ihr kleiner Bruder Jeps verbringen ihre Sommerferien wie jedes Jahr auf der kleinen Nordseeinsel Wegeland bei ihrer Patentante Flora. Diese ist mittlerweile Bürgermeisterin, allerdings sind nicht alle Inselbewohner einverstanden mit ihren Plänen. Tante Flora möchte den Autoverkehr auf Wegeland abschaffen und stattdessen Esel und Kutschen einsetzen. Vor allem der Nachbar Bauer Böckmann scheint überhaupt nichts von den Ideen der neuen Bürgermeisterin zu halten, was er auch ordentlich zum Ausdruck bringt. Als sich Tante Flora durch ein Missgeschick das Bein bricht und aufs Festland ins Krankenhaus muss, stehen die Geschwister und ihre zwei Freunde Martje und Tammo vor einigen Herausforderungen. Bauer Böckmann stachelt die Insulaner richtig gegen Tante Flora auf, die frisch eingetroffenen Esel müssen versorgt werden und dann steht auch noch wichtiger Besuch an. Ob es den Kindern wohl gelingen wird, wieder für Frieden zu sorgen und die Zukunft der Insel zu retten?

Rieke Patwardhan hat mal wieder ein gelungenes Kinderbuch geschaffen hat, das viel mehr ist als nur eine vergnügliche Ferienlektüre. Auf eine kindgerechte und humorvolle Weise erzählt die Autorin von Freundschaft, Miteinander, Umweltschutz, Demokratie und Diplomatie. Die Geschichte liefert Diskussionsstoff und veranschaulicht gekonnt, dass aus kleinen Meinungsverschiedenheiten schnell große Konflikte werden können und wie wichtig es ist, miteinander zu kommunizieren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Ich-Erzählerin Fili, ihre Geschwister und ihre Freunde von der Insel sind eine tolle aufgeweckte Truppe. Völlig verschieden und gemeinsam unschlagbar. Sie halten stets fest zusammen und zeigen uns, dass man nie zu klein oder zu jung ist um Großes zu bewirken.
Trotz der ernsten Themen kommt die Geschichte keineswegs schwer oder bedrückend daher. Mit der kleinen fiktiven Nordseeinsel Wegeland hat die Autorin ein herrliches Wohlfühlsetting geschaffen, das direkt Fernweh weckt. Man kann die idyllische Landschaft förmlich vor sich sehen, riecht die salzige Meeresluft (und den Eselmist, lol) und bekommt richtig Lust auf ein Fischbrötchen.

Auch an Spannung mangelt es hier nicht. Das Buch wird insgesamt zwar eher ruhig erzählt, weiß aber dennoch zu fesseln und ist zu keiner Zeit langweilig. Vor allem zum Ende hin wird es ganz schön aufregend. Dass das Ganze vielleicht nicht immer realistisch ist, tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Allerdings hat es mich schon ein wenig verwundert, wie entspannt die Eltern der Geschwister reagieren, als sie erfahren, dass Tante Flora nicht mehr auf die Kinder aufpassen kann. Besonders, da Jeps gerade mal fünf Jahre alt ist. Junge Leser*innen werden sich an diesem Punkt aber sicherlich nicht stören, im Gegenteil. Ohne Eltern jede Menge Abenteuer erleben – solche Sommerferien wünscht sich sicherlich jedes Kind.

Die unverwechselbaren schwarz-weiß Illustrationen von Regina Kehn untermalen das Erzählte treffend und runden das Leseerlebnis perfekt ab.

Fazit: „Der Sommer, als wir die Weltherrschaft übernahmen“ ist ein spannendes und unterhaltsames Ferienabenteuer über Zusammenhalt, Kompromissbereitschaft und den Mut, für das Richtige einzustehen. Eine wunderbare Sommergeschichte ab 10 Jahren mit sympathischen Charakteren, atmosphärischem Insel-Feeling und wichtigen Themen, die zum Nachdenken anregen. Rieke Patwardhan und Regina Kehn haben es mal wieder geschafft, mich zu begeistern, ich kann ihr neues gemeinsames Kinderbuch wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Ein herrlich schräger Kinderkrimi in bester David-Walliams-Manier!

Die beste Spürnase der Welt
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Dilly hat es nicht leicht. Nachdem ihren Eltern verstorben sind, lebt sie bei ihrer grässlichen Tante Gladys, die Kinder nicht ausstehen kann. Und Dilly hasst sie ganz besonders. Ein großer Trost für das ...

Dilly hat es nicht leicht. Nachdem ihren Eltern verstorben sind, lebt sie bei ihrer grässlichen Tante Gladys, die Kinder nicht ausstehen kann. Und Dilly hasst sie ganz besonders. Ein großer Trost für das Mädchen ist die riesige Büchersammlung, die ihr Vater ihr vererbt hat. Dilly liebt das Lesen, vor allem von Krimis kann sie gar nicht genug bekommen. Sie träumt sogar davon, selbst eine berühmte Detektivin zu werden, so wie ihr großes Vorbild Sherlock Holmes. Sie hat daher ihren Hund Watson genannt und ihm beigebracht, Hinweise und Spuren zu erschnüffeln. Leider hat sich bisher aber noch kein spannender Fall blicken lassen – abgesehen von entlaufenen Katzen oder einem verschwundenen Schaf, das gar nicht verschwunden war. Doch dann erbt Tante Gladys durch Zufall ein großes Vermögen und Dilly und Watson bekommen endlich die Chance, ihr Können unter Beweis zu stellen. Gemeinsam mit Gladys und deren neuen Verehrer Lord Fox machen sie eine Kreuzfahrt auf dem prächtigen Luxusdampfer Maskerade. Mit tausenden Passagieren an Bord sticht das Schiff in See und die Reise von New York nach London beginnt. Bereits am Abend zeigt sich jedoch, dass es keine ruhige Ozeanfahrt werden wird. Ein Passagier kommt auf rätselhafte Weise ums Leben und es wird nicht nur bei dem einem Mord bleiben. Ob Dilly und Watson den Fall wohl lösen werden?

Als großer David-Walliams-Fan fiebere jedem neuen Buch von ihm immer ganz vorfreudig entgegen. Bei „Die beste Spürnase der Welt“ war die Vorfreude sogar besonders groß – ich liebe Detektivgeschichten! Meine Erwartungen waren entsprechend hoch und ich wurde nicht enttäuscht.

David Walliams stellt hier definitiv unter Beweis, dass er auch tolle Kinderkrimis schreiben kann. Nachdem er mich mit seinen letzten Büchern nicht mehr ganz so vom Hocker hauen konnte wie früher, hat er es nun endlich wieder geschafft, mich richtig zu begeistern. „Die beste Spürnase der Welt“ (übersetzt von Bettina Münch) ist einfach ein echter Walliams, der von Beginn in gewohnter Manier daherkommt. Ehe es mit der eigentlichen Handlung losgeht, werden kurz alle wichtigen Personen vorgestellt und schon da wird mehr als deutlich, dass der britische Autor mal wieder die herrlichsten Gestalten ins Leben gerufen hat. Vor allem die Erwachsenen werden wie immer sehr überspitzt dargestellt wie Dillys Tante Gladys, die ihre Nichte auf den Tod nicht ausstehen kann. Unsere Hauptprotagonistin führt zu Beginn der Geschichte wahrlich kein rosiges Leben – ein weiteres typisches Merkmal des Autors. Doch auch hier lässt sich die Heldin nicht unterkriegen. Mutig, pfiffig und clever stürzt sich Dilly in die Ermittlungen (mit tatkräftiger Unterstützung von Hund Watson) und macht ihrem großen Idol Sherlock Holmes alle Ehre. Ihr erster Kriminalfall hat es wirklich in sich und lässt sogar Erwachsene eifrig miträtseln. Ständig passiert etwas neues Unvorhergesehenes, es gibt Tote (viele Tote!) und bis zum Schluss ist nicht klar, wer der Täter ist. Dass es währenddessen auch noch urkomisch und verrückt zugeht (wie man es von Walliams eben kennt), lässt den Lesespaß nur noch größer werden. Das Ganze wird dabei aber nie zu abgedreht oder albern. Die Geschichte steckt auch voller Herz und zeigt uns, dass man nie zu klein ist, um Großes zu bewirken.

Adam Stower hat diese mörderische Kreuzfahrt kongenial in Szene gesetzt. Seine zahlreichen schwarz-weiß Illustrationen sind humorvoll und lustig und passen einfach perfekt zur Story. Nahezu auf jeder Seite kommen wir in den Genuss seiner wunderbaren Bilder, sodass die Lesezeit mal wieder nur so im Fluge vergeht.

Fazit: David Walliams ist einfach immer ein Garant für großartige Unterhaltung! „Die beste Spürnase der Welt“ ist ein spannender und witzig-schräger Kinderkrimi ab 9 Jahren zum Lachen und Mitraten. Ein herrliches Lesevergnügen für Jung und Alt. Wer gerne Detektivgeschichten liest und britischen Humor mag, wird hier ganz auf seine Kosten kommen. Ich jedenfalls wurde bestens unterhalten und hoffe sehr auf ein Wiedersehen mit Dilly und ihrem Hund Watson. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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