Nicht ganz so meins
Gifted and TalentedBei Büchern von Olivie Blake bin ich mir nie sicher, was ich bekommen werde, manche Bücher liebe ich, andere gefallen mir gar nicht. Für mich zählte "Gifte and Talente" jetzt eher wieder zur zweiten Kategorie. ...
Bei Büchern von Olivie Blake bin ich mir nie sicher, was ich bekommen werde, manche Bücher liebe ich, andere gefallen mir gar nicht. Für mich zählte "Gifte and Talente" jetzt eher wieder zur zweiten Kategorie. Ich bin einfach bis zum Schluss nicht so richtig ins Buch und die Handlung reingekommen und irgendwie ist mir auch im Nachgang nicht klar, worum es da jetzt eigentlich ging.
Ich fand den Erzählstil etwas eigenwillig, als würde man eine seltsame Form von Reality TV gucken, bei der ein Gott-ähnliches Wesen aus dem Off kommentiert und den Leser direkt anspricht und ein bisschen allgemeines Info-Dumping betreibt, das nicht aktiv mit der Haupthandlung zu tun hat. Die Erzählweise hat mich so ein bisschen an „die fabelhaft Welt der Amelie“ erinnert. Mich hat das jedes Mal wieder aus dem Lesefluss und der Haupthandlung rausgerissen.
Ich fand die Geschichte auch sehr ausschweifend erzählt, geradezu überladen mit Details, die einem aber nichts nutzen. Zumindest wusste ich nicht, was ich mit diesen ganzen Infos zum Sozial-und Liebesleben der Geschwister, ihren jeweiligen Karrieren und Kindheitserinnerungen, sowie dem jeweiligen Verhältnis zu ihrem verstorbenen Vater anfangen soll. Die Handlung deckt eigentlich nur einen relativ kurzen Zeitraum ab, kommt aber trotzdem irgendwie nicht zum Punkt. Alles rund um die Magie, was eigentlich dr Part war, der mich am meisten interessierte, kommt reichlich kurz, sodass man beinahe vergessen könnte, dass es überhaupt welche gibt.
Die Figuren sind einfach alle extrem unsympathisch, wahnsinnig egoistisch und unterm Strich einfach echt anstrengend. Die Geschichte hatte was voyeuristisches, vor allem weil Sex und Beziehungen eine zentrale Rolle spielen. mir war das aber irgendwie zu wenig. Ich bin in keinen guten Lesefluss gekommen und konnte durch die unnahbare, stets kampfbereite Art der Figuren auch irgendwie nicht so richtig mitfiebern.
Fands ok, finde aber man verpasst auch nichts, wenn mans nicht liest.