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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.08.2025

Hier stimmt einfach alles

Irida 1. Irida und die Stadt der Geheimnisse
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Ich lese Markus Heitz schon richtig lange und insgesamt auch richtig gerne. Und ich wünschte, es hätte diese Jugendfantasy bereits in meiner Jugend gegeben. Denn nicht nur hätte ich dann viel eher Fantasy ...

Ich lese Markus Heitz schon richtig lange und insgesamt auch richtig gerne. Und ich wünschte, es hätte diese Jugendfantasy bereits in meiner Jugend gegeben. Denn nicht nur hätte ich dann viel eher Fantasy für mich entdeckt, das Buch deckt auch einfach super viele für Jugendliche relevante Themen ab und das auf eine Art, die sehr natürlich und dadurch authentisch ist. Diese Verstrickung mit alltäglichen Teenie-Themen mit mystischen Elementen und übernatürlichen Wesen ist in meinen Augen ein absoluter Volltreffer.

Ich liebe es wie selbstverständlich hier in die Geschichte eingestiegen wird, ohne sich allzu lange mit Nebensächlichkeiten aufzuhalten. Ein kleiner Ort, nichts besonderes, den man so in vielen Ecken Deutschlands finden könnte und ein Mädchen, dass sich in der eigenen Familie immer ein bisschen fehl am Platz gefühlt hat. Und der Beginn eines unglaublichen Abenteuers. Mit der Ausgestaltung der Figuren hat sich der Autor in meinen Augen mal wieder selbst übertroffen. Die Geschichte lebt von den Figuren, ihren Intentionen, Interaktionen und Persönlichkeiten. Sie hauchen der Geschichte Leben ein, verleihen ihr Tiefe und auch eine gewisse mythische Aura. Außerdem gab es einen feinsinnigen Humor.

Die Storyline mutet fast schon märchenhaft an, es gibt viele Geheimnisse zu lüften und Irida und ihre Freunde scheuen keine Mühen, um die Rätsel rund um einen geheimnisvollen Schlüssel zu lüften. Neben der fantasievollen und abenteuerlichen Handlung stehen auch angemessene Alltagsthemen rund um Freundschaft, Cliquenbildung, Familie und die Suche nach der eigenen Identität im Fokus. Dadurch wird die übernatürliche Handlung immer wieder aufgelockert und schafft ein schönes Wechselspiel zwischen Folklore, Mystik und Realität, was die Geschichte sehr kurzweilig macht.

Der Spannungsbogen hält sich sehr konstant und ich war einfach generell super neugierig, was Irida wohl alles entdecken würde und welche Antworten sie auf die Fragen, die sie so sehr umtreiben. Sie ist eine Protagonistin mit der man sehr mitfühlt und für die ich mir nichts anderes als Erfolg und ein happy End wünsche. Ich kann den nächsten Band nicht erwarten

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Schlägt einen in seinen Bann

Furye
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Das Buch entwickelt direkt auf den ersten Seiten so eine unfassbar intensive Sogwirkung, dass ich beim Lesen Gänsehaut hatte. Ich mochte die Erzählweise, die sehr temporeich und pointiert ist, was fast ...

Das Buch entwickelt direkt auf den ersten Seiten so eine unfassbar intensive Sogwirkung, dass ich beim Lesen Gänsehaut hatte. Ich mochte die Erzählweise, die sehr temporeich und pointiert ist, was fast getrieben und manisch wirkt und mir damit direkt unter die Haut gegangen ist.

Die namenlose Erzählerin gibt wenig und gleichzeitig alles über sich preis- gefangen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, der sozialen Armut einer Immigranten-Familie und dem noblen Reichtum ihrer elitären Karriere, zwischen erster Liebe und später Reue über verpasste Chancen. Die Themen sind aktuell, ergreifend, schmerzlich.

Es geht viel um Freundschaft, Familie ubf Liebe, aber auch um Machtlosigkeit und die Ohnmacht, die daraus folgt. Ich hab das Buch wie unter Wasser gelesen, eine Mischung aus Wahn und Hilflosigkeit. Die Geschichte selbst macht was mit einem, aber mehr noch hat mich der Schreibstil vereinnahmt.

Ein Buch, das mich wahrscheinlich noch lange beschäftigen wird und dir Gedanken auf eine wilde Reise schickt. Ich fands unfassbar stark.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

starke Themen, insgesamt etwas oberflächlich

Fleur de Lavande (Band 1) - Wie du liebst
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Ich hab schon einige Bücher der Autorin gelesen, aber dieses hier hat mich optisch und thematisch irgendwie nochmal ganz anders angesprochen. Ich hatte mir das Buch wie einen Kurzurlaub in Südfrankreich ...

Ich hab schon einige Bücher der Autorin gelesen, aber dieses hier hat mich optisch und thematisch irgendwie nochmal ganz anders angesprochen. Ich hatte mir das Buch wie einen Kurzurlaub in Südfrankreich vorgestellt, muss aber sagen, dass das Buch für mich gar keinen Urlaubscharakter hatte. Dafür fehlte ihm in meinen Augen die Leichtigkeit. Das Buch greift zwei große Themen auf, von denen ich eines sehr überraschend fand, weil ich ihm noch nie irgendwo anders in diesem Genre (und generell?) begegnet bin. Ich will hier nicht spoilern, aber so viel sei mal gesagt: fand ich richtig stark, fand ich richtig wichtig, dass dem mal eine Plattform gegeben wird und das hat dem Buch eine besondere Tiefe gegeben.



Das zweite große Themen ist die Autorinnenkarriere der Protagonistin und die Struggle inklusive derer durch Social Media, die damit verbunden sind. Alles dazu wirkte wahnsinnig authentisch und ich könnte mir vorstellen, dass die Autorin hier auch eigene Erfahrungen hat einfließen lassen. Dadurch bekommt der Leser einen sehr ungeschönten Blick hinter die Kulissen der vermeintlich glamourösen Buchwelt, die sich ebenso als hartes Pflaster entpuppen kann. Hierzu jetzt direkt auch mein größter Kritikpunkt: die mentale Abwärtsspirale der Protagonistin kam mir manchmal etwas repetitiv und dadurch vorhersehbar vor. Es gab in meinen Augen zu wenig Aufarbeitung und Konfrontation was jegliche Konflikte in Violas Leben betrifft. Das fand ich sehr schade.



Die Aufmachung des Buches ist an sich ja super schön und auch total liebevoll mit den Posts, Chats, Buchzitaten und Kopflisten. Man merkt schon, dass sich hier viele Gedanken gemacht wurde, wie man auch außerhalb des Fließtextes arbeiten kann. Gefühlt ging das manchmal zu lasten von Logik und Fehlerfreiheit. Bestimmte Dinge erkennt Viola erst spät im Buch, obwohl sie bereits deutlich früher schon angesprochen wurden und ein paar der Fehler haben tatsächlich den Lesefluss gestört.



Ich fand die Nebenfiguren teilweise etwas blass, was vermutlich dem geschuldet ist, dass es sich hier um eine Reihe handelt und sie dann eigene Bücher bekommen, aber dadurch wirkte alles fernab der zwei Kernthemen ein bisschen dünn auf mich.



Es ist ein schönes Buch, das sich leicht lesen lässt. Die Themen fand ich fantastisch gewählt und die Lovestory war ok. in meinen Augen hätte die Autorin gerne überall noch einen Schritt weiter und in die Tiefe gehen können.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Es brennt in Rußstadt

Lichterloh - Funken in der Luft
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„Bald brennt ihr alle Lichterloh“- ein Brandstifter treibt in Rußstadt sein Unwesen und versetzt die Bewohner in Panik und die Schornsteinfeger in Alarmbereitschaft. Und Cleo begibt sich auf die Jagd nach ...

„Bald brennt ihr alle Lichterloh“- ein Brandstifter treibt in Rußstadt sein Unwesen und versetzt die Bewohner in Panik und die Schornsteinfeger in Alarmbereitschaft. Und Cleo begibt sich auf die Jagd nach dem Feuerteufel, wobei sich schnell die Frage stellt, wer hier eigentlich wen jagd.

Die Einblicke in die Gilde und deren Tätigkeit fand ich sehr stimmig zum ersten Band und auch, wie anderen Schornsteinfeger Cleo begegnen passt zu dem, was man bereits in Band 1 erlebt hat. Denn obwohl Cleo nun offiziell dazu gehört, ist sie noch weit davon entfernt, von den anderen respektiert und anerkannt zu werden. Trotzdem merkt man jetzt, dass es auch andere Ansichten und volksnähere Schornsteinfeger gibt. Und Cleo findet unerwartete Freunde. Das Thema Freundschaft kam mir in diesem Band fast ein bisschen kurz, nachdem es in Band 1 eigentlich eine zentrale Rolle eingenommen hat.

Generell fand ich, dass die Themen in diesem Band erwachsener waren. Es geht viel in Cellos Rolle innerhalb der Gesellschaft, ihren Zwiespalt zwischen ihrer Berufen und den Regeln die damit einhergehen und ihrem inneren Drang zu helfen und Lösungen fernab der bewährten Wege zu finden.

Den Teil um den Feuerteufel fand ich etwas repetitiv und für mein Empfinden kam das lange nicht also richtig auf den Punkt. Es gibt zwar immer mal wieder Andeutungen und Vermutungen, aber es dauert recht lange, bis das Thema wirklich konkret wird. Vor allem war ich verwundert, dass Cleo sich so schnell gegen ihre eigenen Ideale und Überzeugungen stellt. Gleichzeitig macht sie dieses Wanken sehr menschlich und authentisch

Die Auflösung dessen, was sich im Hintergrund getan hat fand ich richtig klasse und spannend konstruiert. Hier tut sich auch nochmal viel Potential auf. Freue mich jetzt richtig auf den dritten Teil!

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Ich weiß, was du an Halloween getan hast

Halloweenkind
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Der Kriminalroman beleuchtet eindrucksvoll, welche Apparate in Bewegung versetzt werden, wenn ein Kind verschwindet. Und wie es einen Ort und seine Bewohner einholt, wenn dies erneut passiert, ohne dass ...

Der Kriminalroman beleuchtet eindrucksvoll, welche Apparate in Bewegung versetzt werden, wenn ein Kind verschwindet. Und wie es einen Ort und seine Bewohner einholt, wenn dies erneut passiert, ohne dass die Vergangenheit schon aufgearbeitet wurde.

Die Handlung wird in zwei Zeitebenen erzählt und ich weiß nicht, ob mir das hier so 100% gefallen hat, weil es die Ereignisse so zerpflückt. Dazu werden die Ereignisse zwei Jahre zuvor ebenfalls nicht chronologisch erzählt, sodass ich schon fast zu sehr mitdenken musste, um entspannt dran zu bleiben.

Was ich aber richtig stark fand: wie die Beziehungen und Ereignisse über zwei Jahre hinweg in Zusammenhang gebracht wurden und sich der Plot kontinuierlich aufbaut und entwickelt. Was sich da an Geheimnissen und Intrigen auftaut ist absolut erschreckend und dadurch so mitreißend. Und dazu dieser ruhige, fast schon sachliche Erzählstil? Fand ich richtig gut.

Das Setting ist denkbar simpel und trotzdem wird da alles rausgeholt, was irgendwie möglich ist. Das macht die Geschichte so schrecklich authentisch. Dies ist kein spektakulärer Fall am Rande des Möglichen- es ist ein leises Verschwinden, so wie es vermutlich häufiger als gedacht geschieht. Und der Täter ist im nahen Umfeld des Opfers zu suchen. Allein das gibt mir Gänsehaut pur.

Schöner gemäßigter Kriminalroman, hat mir gut gefallen

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