Nicht so stimmungsvoll wie erwartet
Die Geheimnisse von Hill HouseIch hab mich hier, fürchte ich, im Buch vertan. Eigentlich wollte ich „Spuk in Hill House“ lesen, habe aber ausversehen stattdessen „Die Geheimnisse von Hill House“gekauft. Nun gut, dann eben eine andere ...
Ich hab mich hier, fürchte ich, im Buch vertan. Eigentlich wollte ich „Spuk in Hill House“ lesen, habe aber ausversehen stattdessen „Die Geheimnisse von Hill House“gekauft. Nun gut, dann eben eine andere Spukgeschichte, dachte ich mir. Aber die Geschichte war weniger stimmungsvoll als erwartet und für mein Empfinden auch überhaupt nicht gruslig. Ich lese wirklich gerne Gothic Novels und Spuk- oder Horrorgeschichten, aber dieses Buch ist nichts davon.
Zum Inhalt: Theaterschriftstellerin Holly ist kurz davor ihr erstes Stück auf den Weg zu bringen. Als sie Hill House entdeckt ist sie sicher die Kulisse für ihre Geschichte gefunden zu haben, um sie dort zum Leben zu erwecken. Doch das Haus scheint anderes im Sinn zu haben.
Ich muss sagen, dass ich einfach nicht so recht in die Geschichte hineingefunden habe. Vielleicht lag es auch an den narzisstischen, missgünstigen Charakteren, die mich irgendwann nur noch genervt haben. Ja, Künstler sind eigenwillig- das kam hier gut rüber. Aber dafür, dass drei von ihnen Freunde bzw. ein Liebespaar sind, fand ich ihre Interaktionen zu einem großen Teil negativ belastet und anstrengend zu verfolgen.
Die Besonderheiten des Hauses kommen dabei gar nicht gut rüber und ich hätte gerne mehr über das Haus, die tragischen Todesfälle und den angeblichen Spuk dort gelesen. Es gibt zwar ein paar seltsame Momente im Haus, kleine Beobachtungen oder Ereignisse, die als eine Art Jump Scare inszeniert werden könnten, aber das alles war nicht so richtig atmosphärisch angelegt. Vor allem, da es sich auch nicht konsequent durch die Handlung zog.
Auch aus den Nebencharakteren hätte man mehr rausholen können. Auf mich wirkte das alles noch nicht richtig ausgereift und hat mich deshalb einfach nicht packen können, sodass ich mich durch die zweite Hälfte eher gequält habe.