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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.02.2025

Ein dreckiges Geschäft

To Die For
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Ich finde das Cover so einen coolen Eyecatcher und war richtig neugierig auf diesen Thriller, der den Leser in die Welt der Luxusimmobilien entführt. Die Spannung ist hier eher ein subtiles Brodeln unter ...

Ich finde das Cover so einen coolen Eyecatcher und war richtig neugierig auf diesen Thriller, der den Leser in die Welt der Luxusimmobilien entführt. Die Spannung ist hier eher ein subtiles Brodeln unter der Oberfläche und man fragt sich dadurch unwillkürlich, was die einzelnen Figuren zu verbergen haben.

Zum Inhalt: Immobilienmaklerin Angie ist gerade dabei sich mit einem eigenen Büro selbstständig zu machen, als ihr Boss einen Superdeal an Land zieht: eine 50-Millionen-Dollar-Villa in bester Strandlage. Und seine Makler sollen um den Verkauf und die begehrte Provision kämpfen, mit allen schmutzigen Tricks, die ihnen zur Verfügung stehen. Doch dann geschieht ein Mord.

Ich fand es einen spannenden Erzählansatz, dass man zwar von Beginn an weiß, dass es einen Mord gab, der Leser aber sehr lange im Dunkeln darüber gelassen wird, um wen es sich bei der Leiche handelt. Und da zum entsprechenden Zeitpunkt verschiedene Leute nicht auffindbar sind, kommen einige von ihnen infrage und somit gibt es auch diverse potentielle Mörder. So werden der Fall und die eventuellen Motive nach und nach aufgearbeitet.

Die Handlung wird dabei aus den verschiedene Perspektiven der einzelnen Makler vor und nach dem Mord erzählt, sodass man die potentiellen Verdächtigen einigermaßen gut kennenlernt. Schnell wird dabei klar, dass so ziemlich alle von ihnen Geheimnisse haben, wobei einige schwerer wiegen als andere. Es werden dadurch ziemlich viele falsche Fährten ausgelegt und nicht alles ist tatsächlich für die Handlung relevant, wobei aber nie Längen aufkommen. Das fand ich an sich gut geplottet und stimmig erzählt.

Trotzdem fand ich die Geschichte einfach nicht so richtig packend. Das Buch liest sich gut und auch das Ende fand ich durchaus gelungen, aber es ist eher auf subtile, psychologische Art spannend und nicht wirklich mitreißend.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Authentisch chaotisch

Only Margo
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Only Fans war ja in der jüngsten Zeit immer mal wieder in den Medien, weshalb ich das Thema als Basis für einen Roman aktuell und interessant finde. Das Buch wirft einen ehrlichen Blick auf das Business ...

Only Fans war ja in der jüngsten Zeit immer mal wieder in den Medien, weshalb ich das Thema als Basis für einen Roman aktuell und interessant finde. Das Buch wirft einen ehrlichen Blick auf das Business mit dem eigenen Körper. Eine Geschichte für Beziehungen, Freundschaften, Familie und die Frage was man mit dem eigenen Leben anfangen will.

Zum Inhalt: als Margot ungewollt während einer Affäre mit ihrem Dozenten schwanger wird, wird ihr Leben auf den Kopf gestellt. Nicht nur will er, dass Margit abtreibt und die Uni verlässt, auch aus ihrer Familien und ihrem Bekanntenkreis hat sie keine Unterstützung zu erwarten. Also beschließt Margo das Kind zu bekommen und mit der Platform OnlyFans ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Chaos und Vorurteile vorprogrammiert.

Anfangs fand ich die Geschichte gar nicht mal so spektakulär und bis zu Bodhis Geburt auch sehr übers Knie gebrochen. Aber dann wird das Erzähltempo gemächlicher und die Story gewinnt an Tiefe. Es geht viel um Außenwahrnehmung, aber Margo wächst auch an ihrem Leben und ihren Aufgaben, sodass es auch einiges an Innenreflektion gibt.

Was mich völlig aus der Bhan geworfen hat war der psychologische Blick auf Margos Leben und ihre Tätigkeit bei Only Fans. Ich kann nicht beurteilen, wie realistätsnah das dargestellte Gutachten war, aber mich hat das schwer beeindruckt und zum Nachdenken angeregt. Denn es wirft nochmal eine völlig andere Perspektive auf die Arbeit mit dieser Platform.
Ich glaube ich ich mochte am meisten wie nahbar und menschlich es die Personen hinter den Bildschirmen gemacht hat.

Für mich ein ganz toller Roman über eine starke junge Frau, die ihren Weg findet. Coole Mischung aus Coming-Of-Age und Female Empowerment.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Ungewissheiten

Dancing Queen
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Zum Inhalt: Paulina kommt nach einem Autounfall zu sich, noch irritiert wo sie sich befindet, driftet sie ab in Erinnerungen. An ihren Ex, ihre Kollegin Maite und die Zufallsbekanntschaft mit der 15-Jährigen ...

Zum Inhalt: Paulina kommt nach einem Autounfall zu sich, noch irritiert wo sie sich befindet, driftet sie ab in Erinnerungen. An ihren Ex, ihre Kollegin Maite und die Zufallsbekanntschaft mit der 15-Jährigen Lara.

Für eine Frau Mitte 30 wirkt Paulina irgendwie unstet, nicht wirklich gefestigt im Leben. Es entsteht immer wieder der Eindruck als wäre sie deutlich jünger, verloren im Leben und auf sich allein gestellt. In der Buchbeschreibung steht Paulina verkörpere das Lebensgefühl der Millenials. Zu dieser Gruppe gehöre ich auch und ich kann nur sagen: mein Lebensgefühl verkörpert sie nicht. Ich habe mich im dieser Geschichte überhaupt nicht wiedererkannt.

Die Geschichte es eher episodisch erzählt, wie einzelne Schlaglichter. Wieso ausgerechnet diesen Erinnerungen/Erfahrungen Bedeutung beigemessen wurde, erschließt sich mir nicht ganz. Teilweise wirkt es wie wahllos aneinandergereihte Anekdoten des Elends. Ich tue mich wirklich schwer das große Ganze dieser Geschichte zu sehen.

Themen wie Familie, Freundschaft, Beziehung, Kinderwunsch, Verlust und die davonlaufende Zeit werden angerissen, aber nichts davon so wirklich vertieft. Es wird ein eher mitleiderregendes Frauenbild erzeugt, was mich einfach nicht so wirklich erreicht hat. Da sich das Buch aber angenehm kurzweilig lesen lässt, bin ich schnell damit durch gewesen. Kann man machen, ist für mich aber kein Must-Read.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Hat mich nicht umgehauen

Revenant Games – Spiel auf Leben und Tod
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Fantasy in Kombination mit Dystopie oder tödlichen Spielen ist eigentlich genau mein Ding. Entsprechend neugierig war ich auf dieses Buch. Die Handlung ging dann aber für meinen Geschmack doch in eine ...

Fantasy in Kombination mit Dystopie oder tödlichen Spielen ist eigentlich genau mein Ding. Entsprechend neugierig war ich auf dieses Buch. Die Handlung ging dann aber für meinen Geschmack doch in eine andere Richtung als gedacht und war letztendlich nicht ganz so mein Fall.

Die wechselnden Allianzen, individuellen Interessen und das ewige Hin und Her wie genau zu verfahren ist, fand ich zwischenzeitlich nicht mehr ganz so unterhaltsam und eher anstrengend. Ich fands auch schwierig, weil für mich kein echter Sympathieträger dabei war.

Bly ist zwar die Protagonistin, aber in meinen Augen sehr leichtsinnig, wankelmütig und egoistisch. Die Lovestory habe ich ihr auch nicht so recht abgekauft und generell hat sie ein Händchen dafür, andere gegen sich aufzubringen, was die Story für mich schon melodramatisch machte.

Das Turnier selbst klang eigentlich im Vorfeld ganz gut, vor allem die erste Qualifikationsrunde. Danach rückt das aber irgendwie in den Hintergrund und ist tatsächlich vor allem für Blys Team gar nicht mal so spannend. Da wurde in meinen Augen Potential am Plot verschenkt.

Der Twist am Ende war recht vorhersehbar, lässt aber noch reichlich Fragen für Band 2 offen. Bin grad noch unschlüssig, ob ich den unbedingt lesen müsste. Dafür hat mich Band 1 einfach nicht genug gefesselt

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Dornenrose

Wisteria – Die Liebe des Todes (Belladonna 3)
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Endlich ist der letzte Band der Reihe erschienen, auf den ich mich schon sehr gefreut hatte, denn auch wenn Blythe bisher eher im Hintergrund stand, konnte man bereits in band 2 ihr Potential erahnen. ...

Endlich ist der letzte Band der Reihe erschienen, auf den ich mich schon sehr gefreut hatte, denn auch wenn Blythe bisher eher im Hintergrund stand, konnte man bereits in band 2 ihr Potential erahnen. Und darin lag für mich vermutlich auch schon die größte Schachstelle des Buches: ich glaube ich hätte mir diese Enthüllung für diesen band erhofft, dem dadurch ein bisschen das überraschende fehlte.

Zum Inhalt: Blythe ist an Signas Stelle einen Pakt mit dem Schicksal eingegangen und muss nun an seiner Seite ihr Leben bestreiten, was Aris ihr nicht leicht mehr. Denn dieser ist immer noch davon überzeugt, dass Signa die Reinkarnation des Lebens ist. Doch als Blythes Kräfte erwachen, muss sie sich nicht nur ihren neuen Fähigkeiten Stellen, sondern auch dem Chaos, das sie heraufbeschworen hat.

Bereits zum Ende von Band 2 erfährt der Leser bereits, was es mit Blythes Identität auf sich hat, ihr selbst bleibt das aber bis circa zur Hälfte dieses Bandes verborgen, wodurch der Leser einen enormen Wissensvorsprung hat. Dadurch wurde es aber auch erst ungefähr ab der Hälfte dieses Buches so richtig interessant, da auch zu diesem Zeitpunkt die Spannung zwischen Blythe und Aris merklich zunahm.

Aris fand ich zur Beginn des Buches noch sehr unleidlich, er macht aber eine starke und faszinierende Entwicklung innerhalb der Geschichte durch, wodurch ich ihn am Ende mit ganz anderen Augen gesehen habe. Vor allem seine Fähigkeit derart innig zu lieben, war am Ende das ausschlaggebende Argument, warum ich ihm am Ende nun doch ein bisschen nachschmachte. Und Blythe macht Aris Kanten weicher, bietet ihm die Stirn und schafft so einen stimmigen Kontrast.

Das Spicelevel ist gemäßigt, was ich völlig ausreichend fand. Viel mehr haben mich hier die Bilder der Orte, die Aris erschafft, in ihren Bann geschlagen. Vieles wurde sehr plastisch beschrieben, die Geschichte bekommt dadurch einen märchenhaften Touch, der mir wirklich gut gefallen hat.

Ich fand dieses Buch wieder sehr fesselnd und wunderbar atmosphärisch. Es ist für mein Empfinden nicht ganz so düster wie seine Vorgänger, dafür vielschichtiger und mit einer starken, mutigen Protagonistin. Hat mir sehr gefallen, ein toller Abschluss für diese Reihe.

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