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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.02.2026

Wow, Wahnsinns-Geschichte

Lola im Spiegel
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Das Buch wird ja damit beworben, dass Lola der Demon Copperhead von Australien ist. Und irgendwie kommt das hin. Der Hillbilly-Lifestyle ist auf jeden Fall vorhanden. Und doch geht die Geschichte auf eine ...

Das Buch wird ja damit beworben, dass Lola der Demon Copperhead von Australien ist. Und irgendwie kommt das hin. Der Hillbilly-Lifestyle ist auf jeden Fall vorhanden. Und doch geht die Geschichte auf eine andere Art nah. Vielleicht weil der Text doch die Illustrationen gestützt wird, oder vielleicht, weil Lola immer mal wieder ihrem eigenen Körper zu entgleiten scheint, ihr Leben betrachtet als Außenansicht, wie etwas fernes. Auf jeden Fall liest es sich eher wie die Rückschau aus dem Happy End auf den steinigen Weg dorthin.

Das ganze Ausmaß des Elends und eines derartig rauen Lebens nimmt einen schon mit beim Lesen. Die namenlose Protagonistin ist tough, weil sie es sein muss. Gleichzeitig aber auch einsam und verloren. Zwischen Drogendeals, Obdachlosigkeit und Identitätssuche jagt die Protagonistin großen Träumen hinterher. Zentrale Frage ist dabei immer das „wer bin ich“, das auch jegliche Interaktionen mit anderen definiert.

Es ist eine Geschichte voller Schmerz, Leid und Verlust, geprägt von Angst und Hoffnungslosigkeit. Und trotzdem ist da immer auch Licht, auch wenn es manchmal nicht so scheint. Ich hatte beim Lesen fast durchweg einen Kloß im Hals.

Die Synergie aus Bild und Text hat mir richtig gut gefallen, mein erlebt dir Geschichte dadurch gefühlt dreidimensionaler. Teilweise fand ichs schon sehr extrem, was hier alles zusammenkommt, so als hätte die Protagonistin wirklich alles an Pech und Elend für sich gepachtet. Aber es fiel mir leicht mich auf die Geschichte einzulassen und ich habs wirklich gern gelesen

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Die andere Sichtweise-schön

24 Sekunden ab jetzt
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Es gibt unzählige Geschichten darüber, wie Mädchen und junge Frauen sich verlieben, der erste Mal verleben und sich den Kopf über ihren Körper, ihre Gefühle und ihre Beziehung zerbrechen. Bücher aus männlicher ...

Es gibt unzählige Geschichten darüber, wie Mädchen und junge Frauen sich verlieben, der erste Mal verleben und sich den Kopf über ihren Körper, ihre Gefühle und ihre Beziehung zerbrechen. Bücher aus männlicher Sicht findet man da schon schwerer und noch schwerer solche, geschrieben von einem Mann. Ich hatte bisher auch nicht das Gefühl solch ein Buch zu brauchen, bin aber durchaus positiv überrascht von diesem Buch hier.

Ich mag, dass hier Neons Unsicherheit zum Ausdruck gebracht wird. Er ist kein cooler Player, dem es allein um seine Befriedigung geht. Und ich mag, wie Neons Gedanken abschweifen zu den großen und kleinen Alltäglichkeiten all dessen, was seine Beziehung zu Aria umfasst. Man lernt dadurch nicht nur die beiden kennen, sondern auch ihre Familien. Und das allein durch Neons Erinnerungen.

Neon ist einfach super bodenständig, super sympathisch und eine echte Green Flag. Und dieses Buch ist vorallem eine Geschichte über den Alltag und die Tücken des Teenager-Daseins- Schule, Freunde, Familie, erste Liebe.
Diese Art dir Geschichte rückwärts zu erzählen und sich auf besondere Momente zu fokussieren, die alle in irgendeiner Form mit Liebe und Beziehungen zu tun haben, fand ich schon sehr besonders.

Die Geschichte ist super nahbar und Neons Familie irgendwie toll, so ein bisschen schräg, aber auf herzliche Art. Das gibt der Story einen positiven, bestärkenden Ton. Genau wie das Ende: nahbar, verletzlich, ehrlich. Fand ich schön.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Super interessanter Fall

Dorn. Ruf der Toten
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Ich fand ja die Idee rund um den Ex-Kriminalpsychologen Dorn und sein Cold-Case Hotel schon in Band 1 super faszinierend. Diesen Band hier fand ich vom Fall selbst nochmal deutlich spannender und so langsam ...

Ich fand ja die Idee rund um den Ex-Kriminalpsychologen Dorn und sein Cold-Case Hotel schon in Band 1 super faszinierend. Diesen Band hier fand ich vom Fall selbst nochmal deutlich spannender und so langsam entfaltet sich auch das Potential rund um die einzelnen Zimmer.

Dorn selbst steht gar nicht mal so im Fokas, es gibt wieder sehr viele agierende Personen und damit unterschiedliche Perspektiven auf den Fall. Manchmal hätte ich mir gerne etwas mehr Fokus darauf gewünscht, vllt auch „Täterperspektive“. Die Geschichte schweift halt auch so ein bisschen in die Nebenhandlung rund um die einzelnen Charaktere ab.

Das zentrale Thema selbst fand ich super interessant und vor allem auch einfach sehr aktuell und damit brisant. Da wird einem beim Lesen schon auch ein bisschen mulmig, weil das gesamte Szenario ja jetzt gar nicht mal so unrealistisch ist.

Ich finds vor allem genial, wie ich hier eine Art übergeordneter Story rund um Dorns eigene Geschichte andeutet. Ich hoffe, das wird in den kommenden Bänden noch vertieft.

Habs super gern gelesen, toller Thriller.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

nicht mein Buch

Thief of Night
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Ich glaube für mich ist zwischen den beiden Büchern einfach zu viel Zeit vergangen: ich weiß noch, dass ich den ersten Band richtig gut fand, aber in dieses zweite Buch ich einfach ewig nicht reingekommen. ...

Ich glaube für mich ist zwischen den beiden Büchern einfach zu viel Zeit vergangen: ich weiß noch, dass ich den ersten Band richtig gut fand, aber in dieses zweite Buch ich einfach ewig nicht reingekommen. Ich hab auch den Vibe nicht mehr so richtig gefühlt.

Ich fand das Magiekonzept rund um Red eigentlich wieder sehr interessant, wenn auch etwas undurchsichtig, weil ich mich nicht mehr so gut an Band 1 erinnern konnte. Es deutet sich zwar super viel an, inklusive Rückblenden/Erinnerungen in sein menschliches Leben, aber selten so richtig konkret darum, was genau seine neue Existenz ausmacht. Es geht dafür stark um seine soziale Einbindung und das, was Charlie in ihm sieht und mit ihm verbindet.

Die Beziehung zwischen den beiden ist kompliziert, geladen und auch ein bisschen von Misstrauen und Groll geprägt. Ich finde zwar schon, dass es eine spürbare Entwicklung gibt, aber mir war das alles zu viel hin und her und ein bisschen zu zäh. Es ist so ein ständiges heiß/kalt zwischen den beiden und so richtig warm bin ich mit Red auch einfach im gesamten nicht geworden.

Charlie finde ich immer noch wirklich cool, sie bleibt aber eigentlich auch die einzige wirklich greifbare Figur, alle anderen sind blass und oberflächlich gezeichnet. Ich hatte niemanden, der meine Aufmerksamkeit so richtig gefesselt hat und bin dadurch auch einfach in keinen guten Flow gekommen.

Mich hat das Buch einfach nicht mehr so begeistert wie der erste Band. Wäre vielleicht anders, wenn ich Band 1 nochmal direkt davor lesen würde, aber so wars jetzt einfach nicht mein Buch

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Fantastisch

This Story Might Save Your Life
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Dieses Buch ist eines meiner absoluten Thriller-Highlights. Absoluter Glücksgriff, dieses Buch gelesen zu haben, ich habe wie gebannt an den Seiten gehangen und konnte es nicht weglegen. Selten so gefesselt ...

Dieses Buch ist eines meiner absoluten Thriller-Highlights. Absoluter Glücksgriff, dieses Buch gelesen zu haben, ich habe wie gebannt an den Seiten gehangen und konnte es nicht weglegen. Selten so gefesselt gewesen wie von dem, was sich auf diesen Seiten entfaltet.

Die Story beginnt eher seicht, die Handlung wird eingeleitet und vorbereitet, was mir richtig gut gefällt. Es werden direkt zu Beginn schon ein paar kryptische Andeutungen gemacht, aber alles sehr vage. Dann: ein Verschwinden. Und was danach passiert, ist eine absolute Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich finde die Story wirklich richtig stark geplottet, es gibt Konflikte, Verdachtsmomente, Konfrontationen und verletzte Gefühle.

Besonders zu Anfang könnte die Geschichte sich in jede nur erdenkliche Richtung entwickeln, was sie unvorhersehbar und spannend macht. Man weiß gar nicht so richtig, worauf man sich hier mental einstellen soll- ein Verbrechen? Ein freiwilliges Verschwinden? Dadurch hängt man praktisch an den Seiten, weil man wie im Wahn ist.

Als stimmungsvolles Stilmittel entpuppen sich die Seiten aus Joys Manuskript. Ein Buch im Buch. Und was diese Seiten offenbaren war einfach nur wie ein Schlag in die Magengrube. Wichtiges Thema super stark und atmosphärisch aufgegriffen. Mir war richtig schlecht beim Lesen. Ich hab gefühlt mitgelitten.

Und die Auflösung war nochmal ein absoluter Oberknüller. Richtig starker Twist mit dem ich so nicht gerechnet habe. Ich fand das Buch einfach richtig gut.

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