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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2024

Schaurig schön geplottet

Girls Night - Nur eine kennt die ganze Wahrheit
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Ich bin schon lange Fan von Claire Douglas und nachdem ich zuletzt ihre Thriller nicht mehr ganz so mitreißend fand, wie zu Anfang, gefällt mir dieser hier wieder richtig gut. Eine Geschichte, die den ...

Ich bin schon lange Fan von Claire Douglas und nachdem ich zuletzt ihre Thriller nicht mehr ganz so mitreißend fand, wie zu Anfang, gefällt mir dieser hier wieder richtig gut. Eine Geschichte, die den Leser ganz schön auf die Folter spannt und ein paar überraschende Wendungen bereithält.

Zum Inhalt: vier Freundinnen, die zusammen feiern gehen und ihr Leben genießen. Doch nur eine von ihnen soll den Abend und einen schrecklichen Autounfall überleben. Von den anderen fehlt seitdem jede Spur. Als sich die Unfallnacht zum 20. Mal jährt, will Journalistin Jenna einen True Crime Podcast über jene Nacht herausbringen. Und setzt damit eine Reihe bedrohlicher Ereignisse in gang.

Ich fand die Geschichte sehr geschickt geplottet. Neben der Haupthandlung gibt es einen zweiten Handlungsstrang, bei dem bis zum Schluss nicht klar ist, wie er zur Handlung passt, der sich aber gleichwohl bedrohlich aufbaut. Die Geschichte steckt voller Lügen und Geheimnisse, sodass der Plot sehr wendungsreich und vielschichtig ist.

Ich mochte den True Crime Charakter der Geschichte sehr gern, vor allem weil der Fall so aufsehenerregend ist. Jenna ist eine Protagonistin die anfangs etwas unnahbar daherkommt, mit der man aber gut mitfiebern kann. So lüftet sie Stück für Stück dir Geheimnisse des Ortes und des Unfalls auf dem Devil‘s Corridor lüftet.

Ich fand dir Geschichte eigentlich von Beginn an spannend und fand den Fall selbst sehr mitreißend.

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Veröffentlicht am 07.07.2024

Packender Reihenauftakt

Vermisst - Der Fall Anna
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Ich lese Bücher von Christine Brand total gerne. Vermutlich weil sie sich auch mit True Crime beschäftigt sind die von ihr konstruierten Fälle immer wahnsinnig packend und authentisch. Nachdem ihre letzte ...

Ich lese Bücher von Christine Brand total gerne. Vermutlich weil sie sich auch mit True Crime beschäftigt sind die von ihr konstruierten Fälle immer wahnsinnig packend und authentisch. Nachdem ihre letzte Reihe mich am Ende ein bisschen verloren hatte, war ich sehr gespannt auf eine neue Storyline. Richtig cool, dass die neue Reihe im selben Berner Kosmos spielt, sodass es auch ein Wiedersehen mit Sandra und Milla gab. Dieser neue Reihenauftakt hat mir richtig gut gefallen.

Zum Inhalt: Darius Mutter verschwand vor 30 Jahren, genau an seinem fünften Geburtstag. Und jedes Jahr wieder erhält er eine Geburtstagskarte, immer mit der selben Botschaft. Polizistin Malou ermutigt ihn, nach seiner Mutter zu suchen und verstrickt sich dabei in einen Fall, der größer ist als von ihr angenommen.

Malou ist eine bemerkenswerte Protagonistin- sie ist ambitioniert, mutig, intelligent und sehr sympathisch. Ich mag ihre pragmatische Art und wie sie sich in einen Fall festbeißt, den sie eigentlich,lich nicht hätte annehmen sollen. Als Leser erfährt man auch viel über Malous Familiengeschichte, die eine interessante Nebenhandlung eröffnet, die wohl auch in den Folgebüchern noch weiterverfolgt wird. Ich mag sowas immer ganz gerne und fand diese Nebenhandlung auch gut angelegt- sie sieht der Haupthandlung nicht die Show, ist aber präsent genug um neugierig zu machen.

Der Fall selbst war gut geplottet, hielt ein paar clevere Wendungen parat und war spannend zu verfolgen. Das Ende fand ich sehr überraschend aber auch total ansprechend. Es öffnet den Handlungsrahmen auf jeden Fall für die weitere Entwicklung von Malou, sodass ich total gespannt bin, in welche Richtung sich die Handlung im nächsten Buch entwickeln wird.

Mir hat dieser Reihenauftakt richtig gut gefallen und irgendwie finde ich es total schön, dass Christine Brand sich nicht völlig von ihren alten Charakteren getrennt hat. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 30.06.2024

Cooler Jugendthriller

Thin Air
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Das comicartige Cover ist mir direkt ins Auge gesprungen und ich fand das Konzept eines Psychothrillers für Leser ab 14 total interessant und war neugierig, wie das wohl umgesetzt wird. Ich war überrascht ...

Das comicartige Cover ist mir direkt ins Auge gesprungen und ich fand das Konzept eines Psychothrillers für Leser ab 14 total interessant und war neugierig, wie das wohl umgesetzt wird. Ich war überrascht wie mitreißend dieses Buch auch für mich, obwohl ich deutlich älter bin, war. Es steht regulären Thrillern spannungstechnisch in nichts nach und war wirklich packend und atmosphärisch.

Zum Inhalt: 12 Schüler von Privatschulen kämpfen um ein begehrtes Stipendium. Unter ihnen auch Emily, für die das Studium der letzte Ausweg scheint um ihre Lebenssituationen rumzureißen. Was sie alle nicht wissen, als sie an Bord des schicken Privatjets gehen, der sie zu den Aufnahmetests bringen soll: das Spiel hat längst begonnen und nicht jeder wird es überleben.

Ich mochte, dass hier sehr schnell Stimmung und auch Dramatik aufgebaut wurde, ohne dass es blutig oder brutal war. Viel mehr liegt es an der Konkurrenzkampf-Atmosphäre und dem allgemeinen Misstrauen, was gut rübergebracht wurde. Ich fand, dass das Buch von Beginn an für einen Jugendthriller gut Spannung aufbaut und das Setting tut sein übriges dazu, durch seine Extravaganz und Dekadenz.

Die Figuren entsprechen gängigen Stereotypen wie man sie aus amerikanischen Highschool-Filmen kennt. Dadurch kann man sich aber gefühlt mit mindestens einer der Personen identifizieren. Die Probleme mit denen sich die Charaktere herumschlagen wirken schon sehr klischeehaft und natürlich total überspitzt. Bin ich jetzt nich wahnsinnig Fan von, aber passt zum elitären Setting. Jeder hat Geheimnisse und alle wirken verdächtig.

Die Geschichte wird temporeich erzählt, die Charaktere bleiben eher oberflächlich und unnahbar, der Fokus liegt hier schon eher auf den Aufgaben und der bedrohlichen Setting. Die Auflösung kam überraschend und war für meinen Geschmack „drüber“, also vom Motiv nicht wirklich nachvollziehbar und einfach gemessen daran total übertrieben.

Insgesamt aber ein total gut gemachter Jugendthriller, bei dem ich durchaus mitgefiebert habe. Lädt zum miträtseln ein, wer hier ein perfides Spiel mit seinen Mitreisenden spielt.

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Veröffentlicht am 30.06.2024

atmosphärisch aber bisschen überdramatisiert

Suddenly a Murder - Mord auf Ashwood Manor
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Es handelt sich hier um einen Thriller für Leser ab 14, die Charaktere haben grade ihren Highschoolabschluss gemacht und sind entsprechend um die 18, was man ihnen natürlich anmerkt. Sie sind eher eindimensional ...

Es handelt sich hier um einen Thriller für Leser ab 14, die Charaktere haben grade ihren Highschoolabschluss gemacht und sind entsprechend um die 18, was man ihnen natürlich anmerkt. Sie sind eher eindimensional in ihren Interessen und Intentionen und insgesamt alle sehr Ich-bezogen. Es geht hier um klassische Jugendthemen wie Freundschaft, Liebe, Party und Drogen. Persönliche Konflikte und Kränkungen stehen hier sehr stark im Vordergrund, wodurch die emotionale Grundsituation eher angespannt daherkommt.

Zum Inhalt: ein altes Herrenhaus auf einer abgelegenen Insel: es soll das perfekte Geschenk zum Schulabschluss ein und eine Gelegenheit, ein letztes Mal als Freundeskreis zusammenzukommen, bevor alle zu ihren Colleges aufbrechen. Doch was als glamouröse Party beginnt, entwickelt sich zu einem Albtraum, als einer der Anwesenden einen Mord begeht.

Das Setting strahlt Dekadenz und Extravaganz aus, an sich fand ich die Idee mit der Partywoche im 20er Jahre Stil sehr cool. Gleichzeitig zeigt es natürlich wie überprivilegiert die Gruppe ist, was das ganze Setup irgendwie snobby und ein Stück weit unsympathisch macht. Gibt halt diese „Rich Kids dont care“-Vibes. Vor allem der eher lasche Umgang mit Drogen und Alkohol hat mich anhand der Zielgruppe doch etwas überrascht. Ich finde es schon wichtig, dass solche Themen nicht verschwiegen werden und ihre Daseinsberechtigung in Jugendbüchern haben, aber gefühlte wurde damit kompensiert, dass es keine echten Konfrontationen innerhalb der Freundesgruppe gab.

Das Locked-In Setting fand ich sehr stimmungsvoll angelegt, vor allem da das alte Haus selbst auch diverse Geheimnisse birgt und sich jeder aus der Gruppe aus unterschiedlichen Gründen verdächtig verhält. Es wurde schon versucht die Freundesclique divers anzulegen, was Background, Ethnie und Sexualität betrifft, was ich an sich sehr gut finde, in ihrer Gesamtheit sind sie aber alle eher blass geblieben, so richtig herausgestochen hat eigentlich nur Izzy.

Bei den Geheimnissen die nach und nach ans Licht kamen war ich teilweise echt überrascht. Einige sind sehr offensichtlich angelegt, bei anderen hat es mich kalt erwischt, hier wurden ein paar gute falsche Fährten gelegt. Ich finde aus dem Setting und Vibe hätte man insgesamt mehr rausholen können, die Story war eher seicht und blieb sehr oberflächlich.

Ich hab mich insgesamt schon unterhalten gefühlt und fand die Auflösung jetzt auch nicht vorhersehbar. Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen und die Konstruktion des Gesamtplots wirkte stimmig. Der Crime-Part ist also durchaus gelungen, weshalb ich trotz meiner Kritikpunkte (ich bin halt auch kein Leser im Teeniealter mehr und sehe bestimmte Themen deswegen vielleicht kritischer als die Zielgruppe) 3 Sterne vergeben würde.

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Veröffentlicht am 30.06.2024

packender Nervenkitzel bis zum Schluss

Der Totenarzt (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 13)
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Ich finde die Hunter und Garcia Reihe von Chris Carter einfach großartig und fiebere bei den perfiden Fällen, die das LAPD da zu lösen hat, jedes Mal total mit. Auch dieser Fall hat es wieder mächtig ist ...

Ich finde die Hunter und Garcia Reihe von Chris Carter einfach großartig und fiebere bei den perfiden Fällen, die das LAPD da zu lösen hat, jedes Mal total mit. Auch dieser Fall hat es wieder mächtig ist sich und ich fand das Kernthema unglaublich packend und grandios inszeniert. Hatte dieses Mal das Gefühl, dass der Fall weniger blutig war als sonst, dafür deutlich psychologischer, was mir richtig gut gefallen hat.

Zum Inhalt: Die Autopsie eines Verkehrsopfers lässt Rechtsmedizinerin Hove stutzen und leitet einen neuen Fall für die UVC-Abteilung des LAPD ein- denn der Tote ist nicht bei einem Unfall ums Leben gekommen, auch wenn auf den ersten Blick darauf hindeutet. Aber wie löst man einen Fall bei dem es keine Spuren gibt?

Die Inszenierung der Morde fand ich wieder wahnsinnig grausig und bei der Vorstellung des ganzen Ausmaßes dessen, was das Buch offenbart, läuft es mir immer noch kalt den Rücken runter. Ich finde Chris Carter trifft mit seinen Büchern immer echt nen Nerv bei mir und raubt mir regelrecht den Atem mit der Perfidität seiner Geschichte. Das Buch ist unglaublich packend und ein echter Pageturner.

Was ich an der Reihe generell und jetzt auch bei diesem Band wieder total mochte ist, wie hier einfach gute alte Polizeiarbeit geleistet wird. Auch die Verbindung zur Rechtsmedizin und deren Mitarbeit an dem Fall hat mir hier richtig gut gefallen und erheblich zum Flair des Falls beigetragen. Fand fast schade, dass man so wenig Berührungspunkte mit Hove und ihrem rechtsmedizinischen Wunderkind hat, denn die Autopsie-Szenen fand ich unglaublich fesselnd.

Die Enthüllung am Ende war für mich ein echter Schocker, die Atmosphäre im Buch war insgesamt sehr düster aber gegen Ende legt Carter da echt nochmal ne Schippe drauf und zieht auch ordentlich das Tempo an. Wahnsinnig gut geplattet und absolut nervenaufreibend. Ein grandioser 13. Band der Reihe.

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