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Veröffentlicht am 08.11.2016

Ein perfekter Thriller

Todesmärchen
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Inhalt
Maarten S. Sneijder und seine Partnerin Sabine Nemez werden nach Bern gerufen, wo eine Tote gefunden wurde, in deren Haut ein Zeichen geritzt wurde. Es gibt weitere Opfer und das Ermittlerteam ...

Inhalt
Maarten S. Sneijder und seine Partnerin Sabine Nemez werden nach Bern gerufen, wo eine Tote gefunden wurde, in deren Haut ein Zeichen geritzt wurde. Es gibt weitere Opfer und das Ermittlerteam macht sich auf eine Jagd durch Mitteleuropa.

Zur gleichen Zeit begibt sich die junge Psychologin Hannah Norland nach Osthevesand, einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher, wo sie eine dreiköpfige Gruppe von Insassen betreuen soll. Unter ihnen ist auch Piet van Loon, ein Mann, der ihr Leben maßgeblich beeinflußt hat, ohne es zu wissen – und der seine Inhaftierung Maarten S. Sneijder zu verdanken hat.

Protagonisten
Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez sind ein sehr ungleiches Ermittlerteam. Wer die beiden noch nicht kennt, dem empfehle ich das Interview mit Maarten S. Sneijder auf randomhouse.de. Wer sich dieses Interview zu Gemüte geführt hat, kann den niederländischen Profiler schon sehr gut einschätzen. Sabine Nemez war ursprünglich beim Kriminaldauerdienst in München und wurde nach ihrem ersten Fall von Sneijder für eine Ausbildung zum BKA geholt. Zwischenzeitlich hat sie die Ausbildung beendet und ist vermutlich der einzige Mensch, dem man es zumuten kann, an Sneijders Seite zu ermitteln.

Handlung
Die Handlung spielt in drei Ebenen, neben den Ermittlungen der beiden Protagonisten lernt der Leser auf der zweiten Handlungsebene dank Hannah Norland den Serienmörder Piet van Loon kennen. In einer dritten Ebene, die fünf Jahre zuvor spielt, erlebt der Leser die Mordserie von Piet van Loon und die Ermittlungen gegen ihn mit.

Die Geschichte spielt in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Ungarn, den Niederlanden und Dänemark.

In diesem Bande gewährt der Autor einen tiefen Einblick in das Leben von Maarten S. Sneijder.

Schreibstil
Andreas Gruber konnte mich einmal mehr vom ersten bis zum letzten Moment fesseln. Dies schafft er durch verschiedene überraschende Wendungen. Mit Marteen S. Sneijder hat er einen Protagonisten geschaffen, der überall aneckt, der für mich aber einen großen Unterhaltungswert hat.

Der Autor hat sich die Märchen von Hans Christian Anderson vorgenommen und daraus verschiedene Morde konstruiert, die ich als sehr einfallsreich bezeichnen möchte.

Der Showdown setzt das Pünktchen auf dem i und am Ende wartet Gruber noch mit einer Überraschung auf, die ich so auf keinen Fall erwartet habe.

Sprecher
Achim Buch konnte mich nicht nur überzeugen, weil er Maarten S. Snejider den unverkennbaren niederländischen Einschlag in der Stimme verschafft, sondern weil er dem Hörer jederzeit vermitteln kann, in welcher Zeit welche Person gerade handelt.

Fazit
Todesmärchen ist für mich ein perfekter Thriller.

Veröffentlicht am 08.11.2016

Das wird nicht meine Lieblingsermittlerin

CHICKEN HIGHWAY und drei weitere Krimi-Hörspiele
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Die Serie

Die Serie um die Hauptkommissarin Bettina Breuer vom LKA 44 in Hamburg spielt nicht nur in der Hansestadt, sondern auch in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Hollstein. Unterstützt ...

Die Serie

Die Serie um die Hauptkommissarin Bettina Breuer vom LKA 44 in Hamburg spielt nicht nur in der Hansestadt, sondern auch in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Hollstein. Unterstützt wird die Ermittlerin dabei vom Pianisten Jac Garthmann, der für sie verdeckt arbeitet.


Die Protagonisten

Bettina Breuer wird sich nicht in die Reihe meiner Lieblingsermittler einreihen. Sie wirkt auch mich eher spröde und unnahbar. Zeitweise hatte ich den Eindruck, dass sie in jeder Stadt einen Mann hat, mit dem sie schon im Bett war. Möglicherweise fehlt mir hier einfach das Hintergrundwissen zu den Radio-Tatort-Folgen, um die Protagonistin besser verstehen zu können.

Jac Garthmann ist ein sehr ungewöhnlicher verdeckter Ermittler. Er kann sich auch verschiedene Frauentypen einstellen und bekommt immer die Informationen, die er haben möchte. Jac wird als sehr charmant und zuvorkommend dargestellt, er war mir wesentlich sympathischer als Bettina Breuer.


Chicken Highway

In „Chicken Highway“ stirbt zunächst der Tierarzt Jens Thomae. Bettina Breuer stößt auf illegale Antibiotika-Lieferungen mit deren Hilfe Hühner gemästet werden. Sie gerät zwischen die Fronten der Betreiber der Massenzuchtanlagen und deren Gegner.

Ich mag Krimis, bei denen es mehrere Verdächtige gibt, die ich dann ggf. auch selbst ausschließen kann. Bei dieser Geschichte präsentiert die Autorin zwar jede Menge Verdächtige und hat auch Hinweise auf den Täter eingearbeitet, aber den Zusammenhang konnte ich nicht ohne weiteres herstellen. Und auch die Ermittler müssen zu einem Trick greifen, um herauszufinden, wen sie am Ende verhaften müssen. Daher konnte mich die Handlung nicht dauerhaft fesseln. Pluspunkte gibt es für die Vertonung der Geschichte, für die Sprecher und die Geräusche.


Versunkene Gräber

In „Versunkene Gräber“ wird Sigmar Schwerdtfeger auf Usedom ermordet. Das LKA hat schon gegen den Mann ermittelt. Doch Bettina Breuer muss über die Grenze nach Polen blicken, um zu ermitteln, warum der Mann wirklich sterben musste.

Diese Geschichte basiert auf Flucht, Umsiedlung und Enteignung, spannende Themen, die bewirkt haben, dass mich die Handlung fesseln konnte. Weiter aufgewertet wird das Hörspiel durch die Sprecher und die Geräusche.


Schlick

Das in Papenburg gebaute Kreuzfahrtschiff „Shangri-La“ wird die Werft verlassen, zum großen Abschied aus Papenburg ist auch Bettina Breuer eingetragen, deren Freundin auf dem Schiff arbeitet. Doch da der erste Offizier der Shangri-La verschwunden ist, verzögert sich das Auslaufen. Während Bettina in Papenburg ermittelt, mischt sich Jac unter das Bordpersonal.

„Schlick“ war mir zu langatmig. Es passiert zwar einiges auf dem Schiff und im Umland, aber die Geschichte konnte mich nicht fesseln. Verglichen mit den anderen Hörspielen der Box gehört dieses für mich eher zu den Schwächeren.


Das Grab der kleinen Vögel

In „Das Grab der kleinen Vögel“ ist Jac in Mecklenburg zur Kur und lernt dort drei nette alte Damen kennen, die sie jedes Jahr aufs neue in der Kurklinik treffen. Als Johanna, eine der Damen, stirbt, glaubt Jac nicht an Selbstmord und bittet Bettina um Unterstützung bei seinen Ermittlungen.

Die Handlung ist interessant und spannend und dieser Band hat mich sehr gut unterhalten. Er gehört zu den beiden Hörspielen dieser Box, die ich einzeln mit der vollen Punktzahl bewerten würde.

Veröffentlicht am 08.11.2016

Der zweitschwächste Band der Reihe

Letzte Runde
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Inhalt
Das Erdmännchen Ray lebt mit seiner Großfamilie im Berliner Zoo. Ihren Tag verbringen sie damit, die Zoobesucher zu betrachten und sie gelegentlich wüst zu beschimpfen. In dem Privatermittler Phil ...

Inhalt
Das Erdmännchen Ray lebt mit seiner Großfamilie im Berliner Zoo. Ihren Tag verbringen sie damit, die Zoobesucher zu betrachten und sie gelegentlich wüst zu beschimpfen. In dem Privatermittler Phil hat Ray nicht nur einen Menschen gefunden, der „erdmännisch“ versteht, sondern auch einen Freund fürs Leben. Gemeinsam haben sie bereits einige Fälle gelöst. Zwischenzeitlich hat Phil eine Familie und möchte deshalb nicht mehr als Privatermittler arbeiten.

Doch als dem Löwen im Zoo die Mähne und dem Elefanten die Stoßzähne entfernt werden, können Ray und sein Bruder Rufus Phil überreden, ein letztes Mal zusammen zu ermitteln.

Meine Gedanken zum Hörbuch
Die ersten drei Hörbücher haben mich, vor allem dank des Sprechers Christoph Maria Herbst, total begeistert. Der vierte Teil war mir zu sexlastig und auch dieser Abschluss der Reihe strotzt vor Hormonausstössen.

Wie schon in Band 4 dreht sich die Geschichte neben dem Erdmännchen-Clan um zahlreiche weitere Zootiere. Die Idee hinter dem Kriminalfall hat mir gut gefallen, allerdings hat es mir an Spannung gefehlt, so dass das Hörbuch einige Längen hatte. Am Ende kommt es zwar zu einem großen Show-Down und Rufus und Ray erhalten ein Happyend, doch auch dieser letzte Teil der Reihe konnte mich nicht mehr überzeugen, so dass ich mir auch keine Fortsetzung mehr gekauft hätte.

Verglichen mit den anderen Bänden dieser Reihe, bewerte ich diesen als den Zweitschwächsten. Da ich bisher zwischen 3,5 und 5 Sterne vergeben habe, reihe ich diesen Teil bei vier Sternen ein. Die Bücher hätte ich vermutlich schlechter bewertet, aber Christoph Maria Herbst als Hörbuchsprecher hat mich durchgehend überzeugt.

Veröffentlicht am 08.11.2016

Im Vergleich zu den Vorgängern sehr sexlastig

Dickes Fell
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Inhalt
Das Erdmännchen Ray lebt mit seiner Großfamilie im Berliner Zoo. Ihren Tag verbringen sie damit, die Zoobesucher zu betrachten und sie gelegentlich wüst zu beschimpfen. In dem Privatermittler ...


Inhalt
Das Erdmännchen Ray lebt mit seiner Großfamilie im Berliner Zoo. Ihren Tag verbringen sie damit, die Zoobesucher zu betrachten und sie gelegentlich wüst zu beschimpfen. In dem Privatermittler Phil hat Ray nicht nur einen Menschen gefunden, der „erdmännisch“ versteht, sondern auch einen Freund fürs Leben. Gemeinsam haben sie bereits einige Fälle gelöst.

In dieser Folge taucht Phil im Zoo auf und teilt Ray mit, dass es einen neuen Fall gibt. Als Ray fragt, um was es geht, kann Phil nur noch „Um mich“ antworten, bevor er blutend zusammen bricht.

Meine Gedanken zum Hörbuch
Die ersten drei Hörbücher dieser Serie habe ich in Höchstgeschwindigkeit gehört, weil mich Christoph Maria Herbst als Sprecher absolut begeistern konnte. Jedem Mensch, jedem Tier der Geschichte verleiht er eine eigene Stimme, so dass der Hörer sofort identifizieren kann, wer gerade spricht. CMH ist für mich nach wie vor die Idealbesetzung als Sprecher.

Doch während mich anfänglich auch begeistern konnte, wie der Autor Moritz Matthies jedem Tier einen eigenen Charakter zugeordnet hat, so dass es im Zoo regelrecht menschelt, hatte ich dieses Mal mit der Handlung zu kämpfen. Mir war dieses Hörbuch verglichen mit den anderen der Reihe zu sexlastig und anrüchig, wodurch ich entschieden habe, dass meine Kinder auf eine Fortsetzung verzichten müssen.

Im Gegensatz zu den anderen Bänden der Reihe werden hier immer mehr Tiere einbezogen, Phil tritt eher ein wenig in den Hintergrund. Grundsätzlich ist die ganze Reihe natürlich unrealistisch, ein sprechendes Erdmännchen, ein Mensch der es versteht usw. Aber hier hat der Autor nochmal eins drauf gesetzt und deswegen war die Handlung viel zu überzogen.

Verglichen mit den ersten drei Teilen dieser Reihe kann ich für Dickes Fell nur 3,5 Sterne vergeben, auch wenn Christoph Maria Herbst als Sprecher wieder 5 verdient hätte.

Veröffentlicht am 08.11.2016

Michelle Raven mal ein wenig anders

Gefährliche Vergangenheit
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Inhalt
Leigh Hunter hatte einen schweren Autounfall und sitzt seither im Rollstuhl und lässt außer ihrer Familie kaum jemanden an sich heran. Sie ist nach Washington gezogen, um neu anzufangen. Gerade ...

Inhalt
Leigh Hunter hatte einen schweren Autounfall und sitzt seither im Rollstuhl und lässt außer ihrer Familie kaum jemanden an sich heran. Sie ist nach Washington gezogen, um neu anzufangen. Gerade als sie die Nähe ihres Nachbarn Logan Barker zulässt, erhält sie Drohungen und um sie herum passieren seltsame Dinge. Die Polizei wird darauf aufmerksam, dass Logan Barker immer in der Nähe ist, wenn etwas passiert. Ist das wirklich nur Zufall?

Meine Meinung zum Buch
Die Bücher von Michelle Raven werden unter der Bezeichnung Romantic Thrill geführt, sie sind durchweg nicht blutrünstig und haben zusätzlich zum Thriller noch einen romantischen Handlungsstrang mit Happy End.

Ich fand es sehr faszinierend, wie Michelle Raven es geschafft hat, von ihren üblichen actiongeladenen SEALS-Romanen hier auf eine behinderte Protagonistin so einzugehen, dass jedes Wort und jede Bewegung glaubwürdig erscheinen.

In einer Rezension eines anderen Buches dieser Autorin habe ich vor längerer Zeit geschrieben, dass ich es mag, wie Michelle Raven in ihre Bücher einen Hauch Erotik einfließen lässt, der sehr gefühlvoll und niemals billig und geschmacklos wirkt. Das ist grundsätzlich in diesem Buch genau so, im Vergleich zu ihren anderen Büchern aber eher zurückhaltend, was in diesem Fall der Tatsache geschuldet ist, dass die Protagonistin gelähmt ist.

Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass dieses Buch ein wenig anders ist, als das, was ich bisher von Michelle Raven gekannt habe und darauf muss man sich als Leser dieser Autorin auch einlassen können. Mir ist das ein wenig schwer gefallen und deswegen hat mir dieser Roman auch nicht so gut gefallen, wie die anderen, die ich von Michelle Raven gelesen habe.

Da ich ihre anderen Bücher alle mit fünf Sternen bewertet habe, ziehe ich hier daher einen Stern ab.