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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.01.2017

Nichts für zarte Seelen

Todesmelodie
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Inhalt
Auf einer Studentenparty wird eine junge Frau vergewaltigt und getötet. Die Polizei hat die mutmaßlichen Täter schnell ausgemacht und diese werden zu Haftstrafen verurteilt.

Als Julia Durant zwei ...

Inhalt
Auf einer Studentenparty wird eine junge Frau vergewaltigt und getötet. Die Polizei hat die mutmaßlichen Täter schnell ausgemacht und diese werden zu Haftstrafen verurteilt.

Als Julia Durant zwei Jahre später zu einem Mordfall hinzugezogen wird, läuft am Tatort das Lied „Stairway to Heaven“, das selbe Lied, das schon zu hören war, als die Studentin aufgefunden worden war…

Gedanken zum Buch
Todesmelodie ist der 12. Fall von Julia Durant. Andreas Franz starb, bevor er das Buch beenden konnte und Daniel Holbe schrieb den Band zu Ende.

Bislang habe ich noch kein Buch von Andreas Franz gelesen. Sicherlich habe ich festgestellt, dass mir ein wenig Hintergrundwissen zu Julia Durant fehlt, dennoch habe ich mich schnell in die Geschichte eingefunden und habe alle Informationen über die Protagonistin erhalten, die ich benötigt habe.

Die Handlung ist spannend und hat ein paar Wendungen parat, so dass mich das Hörbuch durchgehend fesseln konnte, wobei die Geschichte nichts für zartbeseitete Leser und Hörer ist. Einige Szenen sind brutal und blutrünstig und lassen in die Abgründe der menschlichen Seele blicken.

Überzeugen konnte mich auch die Sprecherin Julia Fischer, die mit ihrer Lesart dazu beiträgt, dass die Spannung aufrecht erhalten bleibt und die jedem Charakter einen eigenen Klang verleiht.

Ich vergebe fünf von fünf Sterne.

Veröffentlicht am 20.01.2017

Ich hatte mit dem Buch zu kämpfen

Das Kartengeheimnis
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„Das Kartengeheimnis“ ist eine dreifache Reise. Zum einen fahren Hans-Thomas und sein Vater nach Griechenland, um die Mutter zu suchen, eine phantastische Reise führt auf eine Insel mit lebendigen Spielkarten ...

„Das Kartengeheimnis“ ist eine dreifache Reise. Zum einen fahren Hans-Thomas und sein Vater nach Griechenland, um die Mutter zu suchen, eine phantastische Reise führt auf eine Insel mit lebendigen Spielkarten und die dritte Reise ist eine rein Philosophische, doch alle drei sind fest miteinander verbunden:

Der Protagonist Hans-Thomas erhält auf der Reise nach Griechenland ein kleines Buch, welches ihn als Geschichte in der Geschichte auf eine Insel führt, wo der schiffsbrüchige Frode gelandet ist. Frode besitzt ein Kartenspiel, das ihm als einzige Unterhaltung dient. Während die meisten Karten davon ausgehen, lebendige Wesen zu sein, erkennt der Joker, dass es sich lediglich um Phantasie handelt. Hans-Thomas findet schnell Anzeichen dafür, dass die Geschichte in der Geschichte etwas mit seinen Vorfahren und damit auch mit seinem Leben zu tun haben muss.

Die drei Geschichten verlaufen gleichzeitig. Nach einigen Längen hatte ich mich in das Buch eingefunden und empfand es sehr spannend zu erleben, wie sich die phantastischen Geschichte in der Geschichte zu einer Erzählung über Hans-Thomas Vorfahren entwickelt.

Ich muss zugeben, dass ich mit diesem Buch zu kämpfen hatte. Es konnte mich in der ersten Hälfte nicht so fesseln, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte, was dann zur Folge hatte, dass ich beim Weiterlesen erst einmal ein wenig zurückblättern musste, um wieder „hinein zu kommen“.

Die Philosophie, die im Buch ständig mit einfließt und den Leser über die Welt, das Dasein an sich und den Sinn des Lebens nachdenken lässt, spielt natürlich eine große Rolle. Und da muss man dann auch „hinter“ das Buch blicken und genau lesen. Am Ende bleibt man mit vielen Denkanstößen zurück.

An vielen Tagen ist es mir schwer gefallen, mich auf das Buch zu konzentrieren, daher beurteile ich den Schreibstil, anders als viele andere Rezensenten, nicht als einfach und kann das empfohlene Lesealter von 13-15 Jahren auch nicht nachvollziehen.

Ich vergebe 3,5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 20.01.2017

Meinem Kind hat es gefallen

Minions
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Das Hörbuch ist für Kinder ab 5 Jahren empfohlen, daher kommt erst einmal mein Kind zu Wort:

Das Hörbuch hat viel Spaß gemacht. Wenn ich den CD-Player ausschalten musste, habe ich mich schon auf das nächste ...

Das Hörbuch ist für Kinder ab 5 Jahren empfohlen, daher kommt erst einmal mein Kind zu Wort:

Das Hörbuch hat viel Spaß gemacht. Wenn ich den CD-Player ausschalten musste, habe ich mich schon auf das nächste Mal gefreut. Die Geschichte ist lustig und weil ich den Film kenne, konnte ich mir die Minions auch gut vorstellen.

***

Minions (der Film) ist bekanntlich ein Spin-off von Ich – Einfach unverbesserlich, diese beiden Filme kenne ich auch, den Minions-Film habe ich nicht gesehen, daher kann oder muss ich das Hörbuch völlig unabhängig vom Film bewerten.

Ich finde, das Hörbuch ist für einen Erwachsenen zu anspruchslos, das dachte ich mir allerdings schon, als ich gesehen habe, dass das Hörbuch für Kinder ab fünf Jahren empfohlen wird. Daher war es mir wichtig, zu sehen, wie mein Kind auf das Hörbuch reagiert. Sie war von der Geschichte sehr gebannt, konnte auch über einen längeren Zeitraum hören, ohne unruhig zu werden. Ich muss zugeben, dass ich nicht immer mitgehört habe, weil ich die Begeisterung für die Geschichte nicht aufbringen konnte. Aber meine Tochter konnte das Gehörte wieder geben, so dass ich immer wieder mühelos in die Handlung einsteigen konnte. Das hat mir außerdem auch gezeigt, dass die Geschichte gut verständlich ist.

Der Sprecher Oliver Rohbeck hat mir gut gefallen. Ähnlich wie Christoph Maria Herbst in der Erdmännchen-Reihe von Moritz Matthies hat er die verschiedenen Figuren individuell dargestellt.

Meine Bewertung ergibt sich aus der Meinung meines Kindes und daraus, wie ich mein Kind mit dem Hörbuch erlebt habe. Meine eigene Meinung lasse ich komplett außen vor, weil ich nicht zur Zielgruppe gehöre.

Minions – Das Original-Hörbuch zum Film erhält fünf von fünf Sterne.

Veröffentlicht am 08.11.2016

Ein perfekter Thriller

Todesmärchen
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Inhalt
Maarten S. Sneijder und seine Partnerin Sabine Nemez werden nach Bern gerufen, wo eine Tote gefunden wurde, in deren Haut ein Zeichen geritzt wurde. Es gibt weitere Opfer und das Ermittlerteam ...

Inhalt
Maarten S. Sneijder und seine Partnerin Sabine Nemez werden nach Bern gerufen, wo eine Tote gefunden wurde, in deren Haut ein Zeichen geritzt wurde. Es gibt weitere Opfer und das Ermittlerteam macht sich auf eine Jagd durch Mitteleuropa.

Zur gleichen Zeit begibt sich die junge Psychologin Hannah Norland nach Osthevesand, einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher, wo sie eine dreiköpfige Gruppe von Insassen betreuen soll. Unter ihnen ist auch Piet van Loon, ein Mann, der ihr Leben maßgeblich beeinflußt hat, ohne es zu wissen – und der seine Inhaftierung Maarten S. Sneijder zu verdanken hat.

Protagonisten
Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez sind ein sehr ungleiches Ermittlerteam. Wer die beiden noch nicht kennt, dem empfehle ich das Interview mit Maarten S. Sneijder auf randomhouse.de. Wer sich dieses Interview zu Gemüte geführt hat, kann den niederländischen Profiler schon sehr gut einschätzen. Sabine Nemez war ursprünglich beim Kriminaldauerdienst in München und wurde nach ihrem ersten Fall von Sneijder für eine Ausbildung zum BKA geholt. Zwischenzeitlich hat sie die Ausbildung beendet und ist vermutlich der einzige Mensch, dem man es zumuten kann, an Sneijders Seite zu ermitteln.

Handlung
Die Handlung spielt in drei Ebenen, neben den Ermittlungen der beiden Protagonisten lernt der Leser auf der zweiten Handlungsebene dank Hannah Norland den Serienmörder Piet van Loon kennen. In einer dritten Ebene, die fünf Jahre zuvor spielt, erlebt der Leser die Mordserie von Piet van Loon und die Ermittlungen gegen ihn mit.

Die Geschichte spielt in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Ungarn, den Niederlanden und Dänemark.

In diesem Bande gewährt der Autor einen tiefen Einblick in das Leben von Maarten S. Sneijder.

Schreibstil
Andreas Gruber konnte mich einmal mehr vom ersten bis zum letzten Moment fesseln. Dies schafft er durch verschiedene überraschende Wendungen. Mit Marteen S. Sneijder hat er einen Protagonisten geschaffen, der überall aneckt, der für mich aber einen großen Unterhaltungswert hat.

Der Autor hat sich die Märchen von Hans Christian Anderson vorgenommen und daraus verschiedene Morde konstruiert, die ich als sehr einfallsreich bezeichnen möchte.

Der Showdown setzt das Pünktchen auf dem i und am Ende wartet Gruber noch mit einer Überraschung auf, die ich so auf keinen Fall erwartet habe.

Sprecher
Achim Buch konnte mich nicht nur überzeugen, weil er Maarten S. Snejider den unverkennbaren niederländischen Einschlag in der Stimme verschafft, sondern weil er dem Hörer jederzeit vermitteln kann, in welcher Zeit welche Person gerade handelt.

Fazit
Todesmärchen ist für mich ein perfekter Thriller.

Veröffentlicht am 08.11.2016

Das wird nicht meine Lieblingsermittlerin

CHICKEN HIGHWAY und drei weitere Krimi-Hörspiele
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Die Serie

Die Serie um die Hauptkommissarin Bettina Breuer vom LKA 44 in Hamburg spielt nicht nur in der Hansestadt, sondern auch in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Hollstein. Unterstützt ...

Die Serie

Die Serie um die Hauptkommissarin Bettina Breuer vom LKA 44 in Hamburg spielt nicht nur in der Hansestadt, sondern auch in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Hollstein. Unterstützt wird die Ermittlerin dabei vom Pianisten Jac Garthmann, der für sie verdeckt arbeitet.


Die Protagonisten

Bettina Breuer wird sich nicht in die Reihe meiner Lieblingsermittler einreihen. Sie wirkt auch mich eher spröde und unnahbar. Zeitweise hatte ich den Eindruck, dass sie in jeder Stadt einen Mann hat, mit dem sie schon im Bett war. Möglicherweise fehlt mir hier einfach das Hintergrundwissen zu den Radio-Tatort-Folgen, um die Protagonistin besser verstehen zu können.

Jac Garthmann ist ein sehr ungewöhnlicher verdeckter Ermittler. Er kann sich auch verschiedene Frauentypen einstellen und bekommt immer die Informationen, die er haben möchte. Jac wird als sehr charmant und zuvorkommend dargestellt, er war mir wesentlich sympathischer als Bettina Breuer.


Chicken Highway

In „Chicken Highway“ stirbt zunächst der Tierarzt Jens Thomae. Bettina Breuer stößt auf illegale Antibiotika-Lieferungen mit deren Hilfe Hühner gemästet werden. Sie gerät zwischen die Fronten der Betreiber der Massenzuchtanlagen und deren Gegner.

Ich mag Krimis, bei denen es mehrere Verdächtige gibt, die ich dann ggf. auch selbst ausschließen kann. Bei dieser Geschichte präsentiert die Autorin zwar jede Menge Verdächtige und hat auch Hinweise auf den Täter eingearbeitet, aber den Zusammenhang konnte ich nicht ohne weiteres herstellen. Und auch die Ermittler müssen zu einem Trick greifen, um herauszufinden, wen sie am Ende verhaften müssen. Daher konnte mich die Handlung nicht dauerhaft fesseln. Pluspunkte gibt es für die Vertonung der Geschichte, für die Sprecher und die Geräusche.


Versunkene Gräber

In „Versunkene Gräber“ wird Sigmar Schwerdtfeger auf Usedom ermordet. Das LKA hat schon gegen den Mann ermittelt. Doch Bettina Breuer muss über die Grenze nach Polen blicken, um zu ermitteln, warum der Mann wirklich sterben musste.

Diese Geschichte basiert auf Flucht, Umsiedlung und Enteignung, spannende Themen, die bewirkt haben, dass mich die Handlung fesseln konnte. Weiter aufgewertet wird das Hörspiel durch die Sprecher und die Geräusche.


Schlick

Das in Papenburg gebaute Kreuzfahrtschiff „Shangri-La“ wird die Werft verlassen, zum großen Abschied aus Papenburg ist auch Bettina Breuer eingetragen, deren Freundin auf dem Schiff arbeitet. Doch da der erste Offizier der Shangri-La verschwunden ist, verzögert sich das Auslaufen. Während Bettina in Papenburg ermittelt, mischt sich Jac unter das Bordpersonal.

„Schlick“ war mir zu langatmig. Es passiert zwar einiges auf dem Schiff und im Umland, aber die Geschichte konnte mich nicht fesseln. Verglichen mit den anderen Hörspielen der Box gehört dieses für mich eher zu den Schwächeren.


Das Grab der kleinen Vögel

In „Das Grab der kleinen Vögel“ ist Jac in Mecklenburg zur Kur und lernt dort drei nette alte Damen kennen, die sie jedes Jahr aufs neue in der Kurklinik treffen. Als Johanna, eine der Damen, stirbt, glaubt Jac nicht an Selbstmord und bittet Bettina um Unterstützung bei seinen Ermittlungen.

Die Handlung ist interessant und spannend und dieser Band hat mich sehr gut unterhalten. Er gehört zu den beiden Hörspielen dieser Box, die ich einzeln mit der vollen Punktzahl bewerten würde.