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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.11.2024

Mehr verwirrend als lustig

Puschel packt aus!
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Puschel, so heißt der kleine weiße Hase, den wir mit seinem Headset auf der Titelseite des Buches sehen. Er preist uns ein weihnachtliches Enthüllungsbuch an, er will auspacken. Denn er ist es, der die ...

Puschel, so heißt der kleine weiße Hase, den wir mit seinem Headset auf der Titelseite des Buches sehen. Er preist uns ein weihnachtliches Enthüllungsbuch an, er will auspacken. Denn er ist es, der die ganze Organisation für Weihnachten macht. Zunächst lesen wir seinen Steckbrief aus seinem Freundebuch. Danach tauchen die vertrauten Bilder vom Weihnachtsmann auf, aber immer sehen wir auch Puschel, der im Hintergrund die Fäden zieht. Nachdem er uns gezeigt hat, wo die ganzen Geschenke herkommen, erfahren wir etwas über den Weihnachtsmann und seinen Mantel. Das Erschreckendste dabei ist, dass unter dem bauschigen Mantel ein kleiner zarter Mann steckt. Der Wohnort des Weihnachtsmanns ist auch nicht, wie bisher angenommen, der Nordpol, (dort ist es ja viel zu kalt) sondern die Weihnachtsmanninseln, die irgendwo im Pazifik liegt. Während der Weihnachtsmann einen chilligen Tagesablauf hat, arbeite Puschel hart und weil er zudem keinen Dank bekommt, will er den Weihnachtsmann verlassen.
Das Buch ist durchaus sehr witzig und die Handlung ist durchdacht und am Ende wird auch alles wieder gut. Trotzdem tue ich mich schwer mit dieser Enthüllung. Weihnachtmann und Nickolaus sind schon zwei schwierige Figuren, dessen Unterscheidung den Kindern schwerfällt. Jetzt wird ausgerechnet durch einen Hasen, der ja eigentlich erst Ostern auftaucht, alles in Frage gestellt. Deshalb wurde ich das Buch eher größeren Kindern, die mit Ironie etwas anfangen können und die nicht mehr an den Weihnachtsmann glauben, vorlesen. Dies werden ihren Spaß haben ohne das es zu Verwirrung kommt.

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Wintertiere entdecken

Mein Pop-up-Buch zum Staunen. Tiere in Eis und Schnee
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Bei diesem Pappbilderbuch lassen sich auf jeder Doppelseite eine Seite herausklappen, dadurch entsteht ein dreidimensionales Bild.
„Mittel im hellen Nordpolweiß schimmert das Meer tiefblau im Eis.“ Mit ...

Bei diesem Pappbilderbuch lassen sich auf jeder Doppelseite eine Seite herausklappen, dadurch entsteht ein dreidimensionales Bild.
„Mittel im hellen Nordpolweiß schimmert das Meer tiefblau im Eis.“ Mit diesem Reim beginnt der Text. Eine Eisbär Mutter mit ihren zwei Jungen ist unterwegs zu einem Wasserloch. Wenn wir die Seite aufklappen, taucht mit einem „Blubb!“ eine Robbe aus dem Loch hervor. Ein kurzer Text beschreibt die Situation. Wieder lesen wir einen vierteiligen Reim, diesmal ist eine weiße Eule in der Morgendämmerung unterwegs. Hinter einem Schneehügel sehen wir schon zwei Ohren, nach dem Aufklappen taucht der Schneehase auf, er springt schnell davon. Diesmal entdecken wir auf eine Elchkuh, die auf einen Elchbullen trifft. Ein Rudel weißer Wölfe ist im blauen Dämmerlicht unterwegs, hinter der Klappe verbirgt sich der Leitwolf, der laut zum Mond hinauf heult.
Die Kleinen sind beeindruckt von diesen Tieren. Sie sind realistisch gezeichnet und es macht Spaß die Klappen zu nutzen. Da das Buch sehr stabil ist, können auch schon die ganz kleinen hier selbst die Seite aufklappen. Die Reime sind gut zu lesen und der restliche Text bietet noch einige Sachinformationen.

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Optimistisch und schön gestaltet

Ein Berg, ein Sturz, ein langes Leben
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Das Buch basiert auf einem traditionellen koreanischen Volksmärchen. Die in Südkorea geborene, inzwischen in Berlin lebende, Autorin erzählt in kurzen Episoden die Geschichte eines alten Mannes und eines ...

Das Buch basiert auf einem traditionellen koreanischen Volksmärchen. Die in Südkorea geborene, inzwischen in Berlin lebende, Autorin erzählt in kurzen Episoden die Geschichte eines alten Mannes und eines Berges, dem nachgesagt wird das Unglück bringt und der deshalb „Berg des Grauens“ genannt wird. Um auf den Markt zu gelangen, muss der Großvater den Berg überqueren, und man sagt, wer auf diesem Berg hinfällt, wird nur noch drei Jahre zu leben haben. Deshalb ist der alte Mann sehr vorsichtig, aber als es plötzlich im Gebüsch raschelt, stürzt er. Er wollte noch so vieles erleben, doch nun geht er davon aus, dass sein Leben in 3 Jahren beendet sein wird. Nach Ablauf der Jahre fühlt er sich schwach und schwächer und er erkrankt. Die Ärztin, die er auf sucht meint, er wäre gesund. Als sich dann seine Enkelin nach ihm erkundigt, sieht sie die Sache aus einer ganz anderen Warte. Der Name des Berges wird in „Berg des langen glücklichen Lebens“ geändert und die Menschen strömen dorthin und purzeln vergnügt den Berg hinunter.
Die Illustrationen sind sehr bunt und ein wenig surrealistisch angelegt, ein wenig erinnern sie mich an Chagall. Ein wunderschönes altes Märchen, das uns zeigt, dass man Dinge auch mal aus einer anderen Perspektive sehen muss, dann kann aus dem Unglück Glück werden.

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Ein überraschendes Geschenk

Das Weihnachtsgeschenk
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Auf dem Cover saust der kleine orange Kater auf einem rosa Schneemoped durch die weiße Landschaft. Erwartungsvoll schauen die Katzeneltern zu wie der Kleine unter dem Tannenbaum ein Paket auspackt. „Freddy ...

Auf dem Cover saust der kleine orange Kater auf einem rosa Schneemoped durch die weiße Landschaft. Erwartungsvoll schauen die Katzeneltern zu wie der Kleine unter dem Tannenbaum ein Paket auspackt. „Freddy erwartet von seinen Eltern ein ganz außergewöhnliches Weihnachtsgeschenk.“ Und ist deshalb wütend und enttäuscht als nur gewöhnliche, langweilige Bücher in dem Paket sind. Enttäuscht schmeißt er sich auf sein Bett, da kommt der Postbote und bringt von Onkel Julius für Freddy ein rosa Schneemoped.
Mit dem saust der kleine Kater sofort los, rücksichtslos fährt er die Skipiste hinauf. Alle Tiere gehen auf Sicherheitsabstand. Doch durch seine Unachtsamkeit versinkt er in einem See und muss aus dem eiskalten Wasser geborgen werden. So kommt es, dass Freddy am Ende des Buches in seinem Bett liegt und sich freut, dass er so viele spannende Bücher geschenkt bekommen hat.
Ein kleines Büchlein, dass zeigt, dass Bücher durchaus nicht langweilig sind und dass manche tollen Geschenke vielleicht auch gefährlich sein können. Hübsche Illustrationen und kurze Texte zeigen hier zunächst das Gefühl der Enttäuschung, dann aber auch die Rücksichtlosigkeit mit der Freddy los düst. Da gibt es schon einiges zu besprechen und zu erklären.

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Wunderschöne Illustrationen

Es war einmal ein kleiner Baum
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Dieses Bilderbuch mit seinen wunderschönen Illustrationen erzählt die Geschichte eines Baumes. Auf dem Cover sehen wir den kleinen Jungen wie er fröhlich auf einer Schaukel sitzt, die am Baum hängt.
Auf ...

Dieses Bilderbuch mit seinen wunderschönen Illustrationen erzählt die Geschichte eines Baumes. Auf dem Cover sehen wir den kleinen Jungen wie er fröhlich auf einer Schaukel sitzt, die am Baum hängt.
Auf der ersten Doppelseite sitzt er zu Füßen des riesigen Baumes, im Hintergrund sehen wir leicht verschwommen die große Stadt. Danach beginnt die Geschichte. Ein Ritter auf einem Pferd steht vor einer Flusslandschaft als einziges Haus ist eine Burg zu sehen. Die Landschaft ist in oranges Licht getaucht, obwohl die Sonne hinter einer sehr dunklen Wolke nur ein wenig hervorschaut, strahlt dieses Bild und ein kleiner zarter Baum kommt aus der Erde. In einer Gewitternacht ist der Baum zu sehen, dunkel hebt er sich vor dem blauen Hintergrund ab und auf der Wiese sehen wir Damwild. Den auf der nächsten Seite kommt ein Mensch mit einer Kutsche daher, zusammen mit ihm tauchen mit auch die ersten Haustiere auf. Ein Haus wird gebaut, es entsteht ein kleines Dorf und Äcker werden angelegt. Während das Dorf langsam zur Stadt heranwächst, wächst auch unser Baum. Bald schon gibt es eine moderne Stadt mit Lichtern, Geschäften und einem Park. Und in diesem Park treffen wir wieder auf den Jungen, den wir von der ersten Doppelseite kennen.
Eine leise Geschichte wird hier mit wenigen Worten erzählt. Beeindruckend sind die Bilder, die in unterschiedlichen Wetterlagen die Veränderung der Landschaft dokumentieren. Wie oft haben wir an so einem alten Baum gestanden und uns gefragt, was dieser Baum schon alles gesehen haben mag?

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