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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2026

Einfallsreich und voller Tatendrang

Der Sommer, als wir die Weltherrschaft übernahmen
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Auf dem Cover sehen wir die Kinder zusammen mit einem Esel und einem Plakat zum Autoverbot.
Denn genau darum geht es in diesem Buch, auf der kleinen Insel Wegeland sollen die Touristen und die Einheimischen ...

Auf dem Cover sehen wir die Kinder zusammen mit einem Esel und einem Plakat zum Autoverbot.
Denn genau darum geht es in diesem Buch, auf der kleinen Insel Wegeland sollen die Touristen und die Einheimischen zukünftig auf Autos verzichten. Als Alternative hat sich die neu gewählte Bürgermeisterin überlegt, Eselkutschen anzuschaffen.
Die sehr unterschiedlichen Zwillinge Fili und Karo fahren zusammen mit ihrem kleinen vorlauten Bruder Jeps mit der Fähre nach Wegeland, um dort ihre Ferien zu verbringen. Ihre Patentante Flora ist die neue Bürgermeisterin und sie hat Pläne, mit denen einige andere Bewohner insbesondere ihr Nachbar Böcki nicht einverstanden sind. Flora hat gleich drei Esel gekauft, die Kutschen ziehen sollen. Leider benehmen sich die Tiere sehr störrisch und die Kinder haben eine Menge Probleme mit ihnen. Als dann Flora für einige Zeit ins Krankenhaus aufs Festland muss, werden die Kinder immer wieder angefeindet und die Inselbewohner spalten sich in zwei Lager. Zum Glück können die drei Geschwister mit Hilfe der Inselkinder einiges bewegen.
Fili erzählt uns die Erlebnisse diese Sommers mit viel Humor, aber der Kampf der Kinder für eine bessere Umwelt wird auch sehr dramatisch geschildert. Böcki handelt am Ende sogar so, dass es zu einem Unglück hätte kommen können. Zudem erfahren wir einiges über Esel und dass man sie nur mit viel Geduld dazu bekommt zu gehorchen.
Sympathische und sehr engagierte Kinder, eine tolle Landschaft und politische Verwicklungen, die gut verständlich sind, machen das Buch zu einer sehr interessanten Lektüre. Die im Buch versträten Zeichnungen gefallen mir ebenfalls sehr gut und lockern die Geschichte zusätzlich auf.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Eine Jugendliche als Mutter eines Babys

Seit dir steht mein Leben kopf
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Das Cover zeigt eine Schnur mit Bildern und einem paar geringelten Söckchen. Diese Schnur hängt die junge Mutter an die Wand ihres Zimmers in der Wohngruppe.
Aber zunächst wohnt die 16-jährige Fiona noch ...

Das Cover zeigt eine Schnur mit Bildern und einem paar geringelten Söckchen. Diese Schnur hängt die junge Mutter an die Wand ihres Zimmers in der Wohngruppe.
Aber zunächst wohnt die 16-jährige Fiona noch zusammen mit ihrem Baby bei ihrer alleinerziehenden Mutter. Obwohl Pepe die Ansprüche eines Säuglings hat, schafft die junge Mutter es sehr gut ihn zu versorgen, sie stillt ihn sogar ohne Probleme. In die Schule geht Fiona zurzeit nicht, denn sie fokussiert sich auf ihre Mutterrolle. Der Vater des Kleinen Pepe macht bald Abitur und muss viel lernen, trotzdem kommt er regelmäßig zu seiner kleinen Familie und kümmert sich liebevoll um seinen Sohn. Aber Fiona ist oft unzufrieden mit der Hilfe von Lukas und ihrer Mutter, die sich frisch verliebt hat. Manchmal ist Fiona dann auch ungerecht und sieht nur ihre Situation, die sicher nicht ganz einfach ist.
Das Buch berichtet aus sich einer 16-jährigen Mutter ihren Alltag und die Probleme, die dieser mit sich bringt. Die berufstätige frisch verliebte Oma kann nicht immer für die beiden da sein und der junge Vater lernt zunächst und macht dann eine Reise und genießt sein Leben nach dem Abi-Stress. Fiona möchte auch wieder in die Schule und einen Abschluss machen, aber ihr ist das Schülerinnenleben inzwischen fremd geworden. Daneben stillt sie immer wieder ihr Kind, wickelt es und versucht es zum Schlafen zu bringen. Ich muss leider zugeben, dass mich das Lesen dieser Careaufgaben selbst etwas ermüdet hat. Schlimm genug, wenn mir persönlich von solchen Tagen berichtet wird. Jede Mutter kennt das und ich befürchte junge Leser*innen werden da eher abgeschreckt und ob sie das von einer frühen Schwangerschaft abhält, halte ich für unwahrscheinlich.
Ich ziehe meinen Hut davor, wie gut Fiona ihren Alltag meistert und ich gönne der jungen Familie, dass ihre Wünsche in Erfüllung gehen, befürchte aber, dass das Thema nicht viele junge Menschen anspricht.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Eine zarte Geschichte über einen kleinen Mann

Der kleine Herr Jaromir
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Auf dem Cover kann man noch nicht erkennen, dass der Herr Jaromir klein ist, erst auf seine 12 gibt es eine Zeichnung, auf der man erkennen kann, wie klein er doch ist.
Herr Jaromir ist in die Stadt gezogen ...

Auf dem Cover kann man noch nicht erkennen, dass der Herr Jaromir klein ist, erst auf seine 12 gibt es eine Zeichnung, auf der man erkennen kann, wie klein er doch ist.
Herr Jaromir ist in die Stadt gezogen und wohnt dort in einem der vielen gleichen Hochhäuser. Im Aufzug kann er nur den Knopf der vierten Etage drücken und die restlichen zwei Stockwerke die Treppe benutzen. Zunächst möchte Herr Jaromir seine neue Umgebung kennenlernen, doch leider sind alle Häuser gleich und er hat sich nicht seine neue Hausnummer gemerkt. So ist er froh, dass ihm die Fahrer des Umzugsunternehmens helfen können. Herr Jaromir hat keine Arbeit, er hoff, dass er in der Stadt eine Anstellung finden wird, aber trotzdem muss er einkaufen und so geht er in den großen Supermarkt. Die Gedankengänge, die Herr Jaromir beim Einkaufen hat sind einfach total witzig. So kauft er am Ende drei Gläser Sesampaste, deren Geschmack er nicht kennt und die ihm an Ende nicht schmeckt.
So stolpert Herr Jaromir, ein weinig naiv, in immer wieder neue kleine Abenteuer. Erlebt alltägliches mit verwundertem Staunen und geht so fröhlich durch den Tag.
Eine zarte, poetische Geschichte von einem kleinen Mann, der die Welt entdeckt und uns auf diese Entdeckungstour mitnimmt. Die wunderschönen Zeichnungen machen das Buch, dass in diesem Jahr neu aufgelegt wurde zu einem besonderen Leseerlebnis. Obwohl die Erstausgabe dieses Buch schon 2002 erschien, ist es immer noch sehr lesenswert.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Witzige Suche nach dem Eisrezept

Lino Veneziano
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Niedlich sieht er aus unser kleiner Lino und in der Gondel sehen wir Contesa Loretta, die Pudeldame, die ihn in Venedig unterstützt. Auf der Treppe sehen wir den Polizisten Benedetto, der übergewichtig, ...

Niedlich sieht er aus unser kleiner Lino und in der Gondel sehen wir Contesa Loretta, die Pudeldame, die ihn in Venedig unterstützt. Auf der Treppe sehen wir den Polizisten Benedetto, der übergewichtig, faul und dumm ist.
Aber leider sind das nicht seine schlimmsten Fehler. Er furzt und kündigt den Gestank auch noch mit einer Zahl an, um darauf hinzuweisen, dass man solange seine Nase zuhalten sollte. Irgendwie nerven mich diese Figuren in Kinderbüchern, die ständig furzen müssen.
Aber erstmal zur Geschichte: Lino, der mit seinem Segelboot WUFF 2 lange auf dem Meer unterwegs war, erfährt durch eine Flaschenpostwerbung von dem „weltköstlichsten Eis“, dass es in Venedig gibt. Weil sein Hundefutter zu Ende geht, beschließt er dort anzulegen. Da er gerne die Bücher von „Supernase“ liest, träumt er davon auch mal einen Fall zu lösen und die Chance ergibt sich, weil die geheimen Rezepte dieses leckeren Eis gestohlen wurden. Aber zunächst muss sich Lino hat in Venedig mit Ratten und Möwen herumschlagen, die in der Lagunenstadt das Sagen haben. Es passiert noch so einiges, bis Lino mit Unterstützung der Contesa Loretta den Fall lösen wird.
Lino versucht zwar sich an den Erfahrungen seines Vorbilds Supernase zu orientieren, aber leider kombiniert er nicht sehr viel, das meiste geschieht zufällig und die Lösung wird ihm im Kühlschrank serviert. Es wird aber sehr viel von Venedig erzählt und das macht das Buch zu einer sehr schönen Urlaubslektüre. Die herrlichen Illustrationen laden dazu ein sich die Schauplätze einmal anzuschauen.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Spannende Suche nach dem Vater

FREI – Bester Anfang (FREI 3)
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Das Cover entspricht den beiden vorherigen Büchern und ist diesmal grellgrün, es ist Koray, der über die Buchstaben springt und er ist diesmal der Erzähler.
Koray ist im ersten Band mit seiner Mutter aus ...

Das Cover entspricht den beiden vorherigen Büchern und ist diesmal grellgrün, es ist Koray, der über die Buchstaben springt und er ist diesmal der Erzähler.
Koray ist im ersten Band mit seiner Mutter aus Dubai nach Rottloch zurückgekommen. Seine Mutter hatte als Influencerin viel verdient, wurde aber durch einen Freund böse betrogen und muss nun schauen, wie sie ihr Leben in den Griff bekommt. Koray möchte von seiner Mutter wissen, wer sein Vater ist und er vermutet, dass ein Mann aus dem kleinen Dorf, das seine Mutter ohne Schulabschluss verlassen hat, sein Vater ist. Sein Freund Nico unterstützt ihn bei den Recherchen und er hat auch schon eine Vermutung, denn auf einem Foto ist ein ehemaliger Mitschüler Koray ähnlich. Die Freunde machen sich auf zur „Alten Schrauberei“ einem angesagten Lokal, dass Ken gehört. Hier lernt Koray Marc kennen, der ihn ein wenig aus der Fassung bringt.
Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, es ist spannend und sehr unterhaltsam geschrieben. Korays Gefühle bei der Suche nach seinem unbekannten Vater und die Zuneigung, die er für Marc empfindet, werden sehr einfühlsam beschrieben. Aber auch die Wut, die er wegen des Schweigens seiner Mutter, empfindet, war gut nachzuvollziehen.
Richtig spannend wird es dann, als Koray erfährt, wer sein Vater ist. Ich war auf jeden Fall sehr erstaunt über diese Lösung.
Ein toller dritter Band und ich bin gespannt, was Nina und Nico noch erleben werden.

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