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Veröffentlicht am 25.02.2020

Ein richtig schöner Liebesroman!

Neubeginn in Virgin River
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Achtung: Band 1 einer Reihe!

Vor neun Monaten wurde Mels Mann Mark bei einem Raubüberfall auf einen kleinen Laden erschossen. Seit dem weiß Mel nicht mehr, was noch aus ihr werden soll. Nur eines ist ...

Achtung: Band 1 einer Reihe!

Vor neun Monaten wurde Mels Mann Mark bei einem Raubüberfall auf einen kleinen Laden erschossen. Seit dem weiß Mel nicht mehr, was noch aus ihr werden soll. Nur eines ist ihr klar: in L.A. bleiben kann sie nicht. Also nimmt sie eine Stelle in dem kleinen Ort Virgin River an. Aber alles läuft schief: ihr Auto bleibt im Matsch stecken, die Ferienwohnung, die ihr zur Verfügung gestellt wird, ist eine dreckige Bruchbude, der Ort auch komplett anders als es ihr gegenüber behauptet worden war und der Arzt, den sie unterstützen soll, will keine Hilfe und schon gar nicht Mels.
Doch sie hat nicht mit den Dorfbewohnern, allen voran dem Barbesitzer Jack gerechnet, die alles daransetzen, dass Mel doch bleibt.


Virgin River ist ein unglaublich sympathisches Dorf. Die Einwohner sind fast alle sehr nett und führsorglich. Natürlich gibt es auch Deppen, aber die sind wenigstens nur dumm, aber nicht böse. In Virgin River erlebt man beide Seiten: die ländliche Idylle mit malerischer Landschaft und jede Menge Tieren und die Schattenseite der Armut und Verwahrlosung, in der manche Menschen leben.

Mel ist sehr sympathisch, wenn auch manchmal etwas sehr gefangen in den Dingen, die sie sich selbst einredet. Sie versucht immer wieder sich selbst zu etwas zu überreden und das ist nicht immer das Beste für sie. Aber sie blüht in Virgin River auf. Zwar muss sie auch Abstriche machen – es ist nun mal ein Dorf, hier gibt es keinen Starbucks – aber dafür ist sie ganz nah an den Menschen, die sie behandelt. Ihre Patienten haben alle das Potential bald auch Freunde zu sein.
Doch der Verlust ihres Mannes, ihre Trauer ist nach wie vor da und wird manchmal übermächtig.

Jack ist ein unglaublich netter Mann. Er ist der Typ Mann, bei dem eine Frau einfach nur seufzen und schmachten kann. Er kümmert sich um die Bewohner des Ortes und versucht allen ein guter Nachbar zu sein. Er spürt die Bedürfnisse der anderen und tut alles, damit es jedem gut geht. Er selbst hat lange Zeit beim Militär gedient und einiges gesehen und erlebt. Das hat Narben hinterlassen. Aber das hat ihn nicht hart gemacht, sondern sensibler für seine Mitmenschen.

Die Nebencharaktere sind auch alle sehr nett. Preacher zum Beispiel, der wie Jack beim Militär war und ein begnadeter Koch ist, obwohl er das nicht gelernt hat. Zum Glück bekommen wir in Band 2 der Reihe seine Geschichte erzählt, er fungiert wie Jack als Seele des Ortes.

Das Buch ist teilweise emotional nicht ohne. Beide Jack und Mel haben mit Verletzungen zu kämpfen und sie leiden zu sehen, tut einem als Leser manchmal echt weh.
Es gibt aber auch sehr spannende Stellen! Ebenso wie Szenen, bei denen einem vor Rührung die Tränen kommen.


Die Buchreihe gibt es seit kurzem auch als Serie auf Netflix. Ich habe sie bereits gesehen und sie gefiel mir gut. Allerdings wurde einiges verändert und ich persönlich finde das Buch um Längen besser. Mel ist mir am Schluss der Serie zu nervig. Ihr Verhalten ergibt da für mich keinen Sinn. Im Buch gibt es so etwas nicht. Ja, ich kann ihr nicht immer folgen, aber diese Szenen sind nur kurz und danach bin ich wieder voll bei ihr. Die Serie ist nicht schlecht, aber wie bei Serien üblich muss es am Ende einen Cliffhanger geben, bei dem erstmal alles Porzellan zerschlagen wurde, nur um in der nächsten Staffel schnellstmöglich wieder zusammengesetzt zu werden. Zumindest macht die Serie den Eindruck, dass es darauf hinauslaufen wird. Dennoch ist sie wirklich nicht schlecht, kann aber in meinen Augen dem Buch nicht das Wasser reichen.



Fazit: Dieses Buch bietet alles, was man sich von einem Liebesroman nur wünschen kann. Es ist romantisch, traurig, spannend und zum dahinschmelzen. Die Protagonisten sind total sympathisch, auch wenn man Mels Gedanken und Gefühlen nicht immer folgen kann, aber so ist Trauer nun mal.
Die Nebencharaktere sind auch sehr sympathisch und sie sind es die dieses Kleinstadt/Dorf-Feeling ausmachen. Sie sorgen dafür, dass man am liebsten sofort nach Virgin River ziehen möchte, um ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Die Menschen sind füreinander da, stehen einander bei und halten zusammen. Ich freue mich sehr, dass ich dieses Buch gelesen habe und fast noch mehr, dass ich Band 2 auch hier liegen habe und als nächstes lesen kann.

Na? Wer folgt mir nach Virgin River?

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Veröffentlicht am 24.02.2020

Bis zur Wendung wirklich richtig gut, danach fühlte sich das Buch für mich leider zu anders an

Beautiful Pain
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Viktorias großer Traum ist es, Ballerina zu werden. Doch bislang hat es mit einem Engagement nicht geklappt. Sie unterrichtet Tanz und nachts geht sie putzen. Dort trifft sie immer wieder auf den Bezirksstaatsanwalt, ...

Viktorias großer Traum ist es, Ballerina zu werden. Doch bislang hat es mit einem Engagement nicht geklappt. Sie unterrichtet Tanz und nachts geht sie putzen. Dort trifft sie immer wieder auf den Bezirksstaatsanwalt, der zwar heiß ist, aber nie einen Blick an jemanden wie sie verschwenden würde. Doch dann trifft sie ihn in der Tanzschule, als er eines der Kinder abholt und es funkt gewaltig. Aber keine Frau konnte Desmond bis jetzt das geben, was er sich mehr als alles andere wünscht: eine Partnerin, mit der er seine dunklen Bedürfnisse genießen kann, weil auch sie sie genießt. Als er aber einen vergessenen Rucksack suchen geht und Viktoria dabei überrascht, wie sie sich selbst verletzt erkennt er, dass sie sein perfektes Gegenstück ist. Aber kann das gut gehen?


Ich war von Anfang an „drin“ in diesem Buch. Viktoria zappelt sich so ab, um zu überleben, trainiert, unterrichtet, geht zu jedem Casting und arbeitet noch in einem zweiten Job. Sie hat kaum Zeit zu schlafen oder zu essen, trotzdem kriegt sie andauernd bei Castings zu hören sie sei zu dick. Zu dick für den Job aber nicht, um eindeutig zweideutige Angebote zu erhalten, sie könne sich für ihre Karriere nach oben schlafen. Sie tut mir so schrecklich leid. Alles was sie will ist tanzen, aber man lässt sie einfach nicht.

Desmond hat furchtbares erlebt in seiner Jugend und ich hasse seine Eltern dafür. Er hat diese Bedürfnisse und sie doch nie ausgelebt. Er will kein Monster sein, er will niemanden missbrauchen. Als er erkennt, dass Viktoria den Schmerz braucht ist ihm klar, dass sie sein Gegenstück ist. Aber er weiß auch, dass, sollte jemals etwas über seine Neigungen an die Öffentlichkeit kommen, seine Karriere vorbei ist.

Viktoria hat dagegen Angst nicht gut genug zu sein. Wie sollte sie auch nicht, sie putzt sein Büro! Zudem hat sie ja nichts anderes die ganze Zeit über gehört. Sie ist nicht gut genug für die Jobs, für die sie sich bewirbt.

Ja, in diesem Buch geht es um eine Beziehung, in der Sex eine sehr große Rolle spielt und der ist BDSM angehaucht. Es geht etwas wilder zu. ABER es geht nicht um Macht oder Zwang. Desmond zwingt Viktoria nichts auf. Sie hat die Wahl, was sie will oder auch nicht. Sie wird nicht erniedrigt. Es geht um zwei Menschen, deren Bedürfnisse sich ergänzen.
Was ich aber dabei richtig gut finde ist, es ist keine reine Sex-Beziehung. Schon sehr früh wird klar, dass sie einander mehr geben können als guten Sex. Sie reden miteinander, heilen einander. Das Buch ist hier sehr einfühlsam, lässt einen hinter die Schutzmauern beider Protagonisten blicken und erkennen, was dahintersteckt.

Allerdings war die Wendung und das was danach kam nicht so meins. Ich hätte mir gewünscht, dass das anders abläuft. Ich kann verstehen, warum dieser Weg gewählt wurde, aber ich hätte es mir anders gewünscht. Für mich war der Bruch zur restlichen Geschichte zu hart, die Richtungsänderung zu stark.
Das Ende fand ich dann wieder besser, aber irgendwie hatte ich eine andere Beziehung zu den Protagonisten durch die Wendung. Für mich hat sich das Buch ab da einfach anders angefühlt.


Fazit: Bis zur Wendung gefiel mir das Buch extrem gut. Die Wendung hat bei mir dafür gesorgt, dass sich das Buch ab da ganz anders angefühlt hat. Das war für mich wie eine kalte Dusche und die Kälte ging nicht mehr weg. Zuvor fand ich das Buch heiß und emotional und einfach ganz toll. Die Wendung und das unmittelbar danach passte für mich nicht. Ich hätte mir ein anderes Verhalten der Protagonisten gewünscht.
Für mich hat sich das Buch hier zu stark verändert.

Von mir bekommt das Buch ganz knappe 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.02.2020

Ein emotional sehr heftiger Band der Reihe, aber so schön!

Gilde der Jäger - Engelsseele
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Achtung: Band 7 einer Reihe!


Schon lange liebt der Vampir Janvier die Jägerin Ashwini. Er weiß, dass sie die Eine ist. Der Cajun-Vampir spielt schon lange ein Spiel mit Ash. Immer wieder sorgt er dafür, ...

Achtung: Band 7 einer Reihe!


Schon lange liebt der Vampir Janvier die Jägerin Ashwini. Er weiß, dass sie die Eine ist. Der Cajun-Vampir spielt schon lange ein Spiel mit Ash. Immer wieder sorgt er dafür, dass sie ihn jagen muss. Das ist seine Art, um sie zu werben. Doch Ash blockt ihn jedes Mal ab. Nicht, weil sie ihn nicht will, sondern weil das Gegenteil der Fall ist: sie will ihn mehr als alles andere. Aber sie darf diesem Wunsch nicht nachgeben. In ihrer Familie gibt es eine Krankheit und Ash weiß, dass sie sie auch bekommen wird. Die Wurzel dieser Krankheit liegt in ihrer übersinnlichen Gabe. Und sie will um jeden Preis vermeiden, dass Janvier um sie trauern muss. Da ist es doch besser, wenn sie ihn gar nicht erst so nah an sich heranlässt, oder?
Trotz dieser Gedanken bleibt Ash nichts anderes übrig als mit Janvier zusammen auf die Jagd nach einer neuen geheimnisvollen Droge und einem Mörder zu gehen.


Ash bricht mir immer wieder das Herz. Ich habe das Buch schon so oft gelesen und trotzdem packt es mich jedes Mal aufs Neue. Sie hat so schreckliches erleben müssen in so jungen Jahren und die Angst, die ihr Leben bestimmt, das ist einfach so traurig und tragisch. Ich weine jedes Mal um sie.

Janvier ist ein unglaublicher Mann. Er weiß was er will und obwohl er ein tödlicher Vampir von über 200 Jahren ist, kann er so nett und charmant sein. Er liebt Ash mit jeder Faser seines Seins. Er spürt, dass Ash tief verletzt worden ist und nichts möchte er mehr, als sie in seinen Armen in Sicherheit zu wissen, er möchte sie beschützen und heilen. Seine Liebe ist so rein und tief, dass mir immer wieder die Tränen gekommen sind.

Bei diesem Buch reiht sich ein Tränen-Moment an den anderen. Doch es gibt auch den anderen Handlungsstrang, der sehr interessant und spannend ist. Ash und Janvier suchen ein Monster und begeben sich dabei in große Gefahr.

Neben der Handlung mit Ash und Janvier folgt man auch wieder in einzelnen Szenen Rafael und Elena und Dmitri und Honor. Es gibt auch eine wirklich tolle Szene mit einem großen Teil der Sieben. Hier wird der Grundstein für den nachfolgenden Band gelegt, der übrigens mein absoluter Lieblingsband ist.

Von Anfang an war ich „drin“ in diesem Buch. Es ist spannend und aufgeregt aber auch unglaublich traurig. Nalini Singh lässt ihre weiblichen Protagonisten immer in ihrer Vergangenheit sehr leiden, da ist Ash keine Ausnahme.
In den anderen Bänden hat man nur wenig über Ash erfahren. Nur, dass sie eine Gabe und Visionen hat, durch die sie immer wieder anderen Jägern einen lebensrettenden Tipp geben konnte. Im vorherigen Band hat man erfahren, dass Ash bei dem Krieg in New York schwer verletzt worden ist und beinahe gestorben war. Genau hier beginnt auch dieser Band.


Fazit: Dieser Band steht den anderen der Reihe in nichts nach. Wenn überhaupt gehört er zu denen, die ich ein klitzekleines bisschen lieber mag, als manch anderen. Ash und Janvier, von denen man zuvor nur wenig erfahren hatte, bis auf ein paar witzige Anekdoten, brechen einem hier mehrmals das Herz. Vor allem Ashs Vergangenheit ist wirklich heftig. Sie tat mir so schrecklich leid. Ich finde es aber bewundernswert, wie sie ihr Trauma zurückstellt, um anderen zu helfen. (klingt kryptisch, ich weiß, aber ich will nicht spoilern, daher geht es nicht genauer)
Der Handlungsstrang mit der Droge bzw. dem Mörder ist sehr interessant und spannend. Man rätselt die ganze Zeit, was da wohl dahinterstecken mag. Und je mehr man erfährt, desto schlimmer. Man möchte zur Mistgabel greifen und die Verantwortlichen auseinandernehmen oder noch besser: Dmitri übergeben, damit sich der mal wieder so richtig austoben kann, denn niemand bestraft nachdrücklicher als Dmitri. Dieser Handlungsstrang macht einen wirklich fertig.
Dennoch lohnt es sich wirklich das Buch zu lesen bzw. zu hören. Es ist wirklich gut!

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Veröffentlicht am 21.02.2020

Das letzte Viertel ist richtig, richtig gut, aber der Rest leider unübersichtlich und verwirrend

Das neunte Haus
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Achtung: Band 1 einer Reihe!

Achtung: Leichter Cliffhanger!


Alex hat eine Gabe, sie kann Geister sehen, doch das ist nicht ohne. Denn die Geister können ihr auch etwas antun. Ihr Leben lang versucht ...

Achtung: Band 1 einer Reihe!

Achtung: Leichter Cliffhanger!


Alex hat eine Gabe, sie kann Geister sehen, doch das ist nicht ohne. Denn die Geister können ihr auch etwas antun. Ihr Leben lang versucht sie diese Gabe irgendwie los zu werden, mit Drogen hat es schließlich geklappt, denkt sie. Aber ein tragisches Ereignis macht ihr klar, dass das nicht so ist. Und genau dann bekommt sie ein unglaubliches Angebot, dass fast schon zu gut ist, um wahr zu sein und vielleicht ist es das auch. Alex wird an der Ivy League Universität Yale studieren und das, obwohl sie nicht einmal die Highschool beendet hat. Der Grund: In Yale gibt es mehrere geheime Studentenverbindungen, die auf die ein oder andere Art Magie praktizieren. Alex soll Lethe beitreten, der Organisation, die die anderen überwacht und dafür sorgt, dass keine Unschuldigen zu Schaden kommen.
Doch schon bald wird klar, dass das alles nicht so einfach ist. Die Magie, mit der gearbeitet wird ist gefährlich, es gibt einige Menschen, die buchstäblich über Leichen gehen, um zu bekommen, was sie wollen, es gibt einen Mord und dann sind da auch noch die Geister.


Ich fand die Idee so toll! Geheime Studentenverbindungen, eine junge Frau, die Geister sehen kann und ein Mord. Aber leider habe ich mich von Anfang an sehr schwer mit dem Buch getan. Ich kam nicht richtig rein. Die vielen Verbindungen, die lateinischen Bezeichnungen, die Code-Namen und die selbst angenommenen Namen und dann noch die „echten“ Namen, irgendwann schwirrte mir der Kopf. Dann ist das Gebilde innerhalb der Universität auch noch recht kompliziert. Wer praktiziert welche Magie, etc. Am meisten verwirrt haben mich aber die Zeitsprünge. Man springt immer in Jahreszeiten, also „Winter“, „letzter Herbst“, „vorletzter Sommer“ und das kreuz und quer. Meistens wird aus Alex Sicht erzählt, manchmal aus Darlingtons. Ich bin irgendwann überhaupt nicht mehr mitgekommen. Für mich waren es zu viele Informationen, zu viele Zeitsprünge und ich wusste manchmal einfach nicht mehr, wo oder wann ich mich befinde.

Richtig gut wurde das Buch kurz vor Schluss. Das letzte Viertel fand ich deutlich übersichtlicher und besser als den Rest des Buches. Ich habe an den Seiten gehangen und fand die Wendungen und Auflösungen so gut! Bis ganz kurz vor Schluss bleibt es spannend und erst dann erfährt man alles und das ist ein richtiger „wow“-Moment!
So schwer ich mich mit den restlichen drei Vierteln getan habe, so toll war das letzte Viertel. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen und habe endlich durchgeblickt. Ich finde es nur schade, dass das Buch vorher so verwirrend und unübersichtlich war. Klar macht das am Ende alles Sinn, aber würde ich nicht jedes Buch zu Ende lesen, hätte ich es schon vor der Hälfte abgebrochen und dieses Hammer Ende nie gelesen.
Klar wird es auch Leser geben, die es nicht stört, die gut mitkommen und für die freut es mich wirklich sehr. Mir war das leider nicht vergönnt. Aber allein wegen des Endes, hat sich für mich die Lektüre des Buches gelohnt.


Fazit: Ich habe mich echt schwer mit diesem Buch getan. Ich wurde immer verwirrter und habe schon relativ bald total den Überblick verloren. Ich bin einfach nicht durchgestiegen. Die vielen Infos, die man bekommen hat und nie wusste man, was wirklich wichtig ist. Dann noch die Zeitsprünge. Und viele Kapitel waren einfach extrem langatmig und langweilig.
Ich wurde mit Alex bis kurz vor Schluss nicht warm. Ich kam einfach nicht an sie heran. Klar hatte ich Mitleid mit ihr, je mehr ich über ihre Vergangenheit erfahren habe und all das, was sie hat durchmachen müssen. Aber sie hat es mir echt nicht leicht gemacht an die heutige Alex heranzukommen.

Für mich kam der Wendepunkt beim letzten Viertel des Buches. Endlich kam ich an Alex heran, endlich konnte ich mitfiebern und hatte auch den Durch- und Überblick! Ich habe an den Seiten gehangen und es wurde richtig spannend. Leider dauerte es aber wirklich bis zu diesem letzten Viertel, bis ich wirklich im Buch ankam.

Von mir bekommt das Buch 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 19.02.2020

Eine romantische Komödie in Buchform, aber mir fehlten Ernst und Tiefgang

WALLBANGER - Ein Nachbar zum Verlieben
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Eigentlich gefällt es Caroline in ihrer neuen Wohnung richtig gut, wäre da nicht ihr Nachbar, der mit drei verschiedenen Frauen regelmäßig lautstark Sex hat und dabei das Bettgestell gegen die Wand hämmert, ...

Eigentlich gefällt es Caroline in ihrer neuen Wohnung richtig gut, wäre da nicht ihr Nachbar, der mit drei verschiedenen Frauen regelmäßig lautstark Sex hat und dabei das Bettgestell gegen die Wand hämmert, die Wand, die er sich mit Caroline teilt. Bald leidet sie unter Schlafdefizit, zusätzlich zu ihrem Orgasmusdefizit und ihrem Kater, der scheinbar eine der Bekanntschaften ihres Nachbarn für seine große Liebe hält, weil sie miaut beim Sex.
Als sie ihm dann begegnet, entpuppt er sich als verboten gutaussehend, aber unausstehlich. Dumm nur, dass ihre Chefin sich in den Kopf gesetzt hat, die beiden zu verkuppeln...


Es gibt einige witzige Szenen in diesem Buch, für fast alle ist Clive, Carolines Kater verantwortlich. Der arme Kerl ist ganz hin und weg von Maunzi, wie seine Besitzerin die Dame getauft hat. Sie hat allen dreien Spitznamen gegeben.
Weniger witzig als vielmehr nervig fand ich die Streitereien der beiden. Simon und Caroline benehmen sich wie 13-jährige. Statt dass Simon einsieht, dass er seine Nachbarin nicht mit derartigem Lärm und Wandbewegungen stören kann und sich eine Lösung überlegt, macht er sich über sie lustig, woraufhin sie natürlich zurückschießen muss. Teenies eben. Und die Spitznamen, die die beiden einander geben fand ich auch total kindisch. Gut Wallbanger – leider übersetzt und daher „Wandbeben“ – kann man noch nachvollziehen, aber seine Spitznamen für Caroline sind einfach nur blöd.
Fast noch schlimmer fand ich Carolines Philosophieren über ihren verschwundenen „O“ – Orgasmus. Seit sie mit einem Typen im Bett war, der so gar nichts drauf hatte, ist sie nicht mehr gekommen. Sie ist der festen Überzeugung, er habe ihren „O“ verschreckt. Sie führt sogar einseitige Gespräche mit ihrem „O“ und versucht ihn irgendwie wieder hervorzulocken.

Der Roman bleibt recht „Teenie“, auch mit den jeweiligen Freunden, die für einiges an Drama und Verwirrung sorgen. Aber er wird besser. Am allerbesten sind die letzten zwei Seiten, die – Achtung: Mini-Spoiler – aus Clives Sicht geschrieben sind! Ich habe da echt viel gelacht. Clive ist sowieso der coolste!

Das Buch ist eine romantische Komödie in Buchform. Es strotzt vor Klischees und hat mich immer wieder genervt, vor allem wenn die Protagonisten sich mal wieder wie Teenies aufgeführt haben und das Philosophieren über den „O“ fand ich auch nicht so doll. Aber es wird besser und beide werden etwas sympathischer. Allerdings finde ich es affig, wie immer wieder Laute in Worte gefasst werden, vor allem Stöhnen und so etwas, das wirkt für mich zu übertrieben. Mir fehlt da der Ernst.
Allgemein lässt es das Buch an Ernst fehlen. Wenn einem das gefällt ist alles gut, aber ich hätte mir etwas mehr davon gewünscht.


Fazit: Ich fand das Buch nicht schlecht, aber mir fehlte der Tiefgang. Die Protagonisten sind mir zu albern. Immer wieder gibt es Kapitel, die aus SMS-Verläufen oder auch mal nur aus Gedanken von verschiedenen Charakteren bestehen. Die Idee fand ich gut, ich habe auch viel gelacht, aber mir wurde hier zu viel auf Komödie gesetzt, sodass mir die Romantik abging. Das Buch war für mich nicht lange genug ernst, um aufrichtige ernsthafte Gefühle in mir auszulösen. Ich fand es nett und witzig, aber ich habe nicht an den Seiten gehangen oder bin vor Romantik dahingeschmolzen. Am besten fand ich die letzten zwei Seiten aus Sicht von Carolines Kater Clive, der sowieso eine relativ große „Rolle“ in dem Buch hat. Aber die letzten zwei Seiten aus seiner Sicht waren echt so witzig und total sympathisch.

Wer Liebeskomödien mit großem Komödien-Anteil in Buchform mag, kann bei diesem Buch nichts falsch machen. Mir fehlten Ernst und Tiefgang. Von mir bekommt das Buch 2 Sterne.

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