Mord in Salzburg
Tod bei den Salzburger Festspielen„Tod bei den Salzburger Festspielen“ von Sophie Beyer entführt uns ins Salzburg des Jahres 1937 mitten hinein in die glamouröse, aber auch intrigante Welt der Festspiele. Die Autorin verbindet auf geschickte ...
„Tod bei den Salzburger Festspielen“ von Sophie Beyer entführt uns ins Salzburg des Jahres 1937 mitten hinein in die glamouröse, aber auch intrigante Welt der Festspiele. Die Autorin verbindet auf geschickte Weise reale historische Persönlichkeiten wie Max Reinhardt und Else Heims mit einem fiktiven Mordfall, der die »Jedermann«-Aufführung erschüttert.
Der Krimi besticht vor allem durch seine authentische Atmosphäre: Man spürt den Zeitgeist der 30er-Jahre, den gesellschaftlichen Umbruch und die unterschwellige Bedrohung dieser Epoche. Die Bühne wird zur tödlichen Falle, und die Spannung steigt, als nicht nur der erste Darsteller des Todes ermordet wird, sondern auch sein Ersatz. Trotz der Gefahr hält Reinhardt unbeirrt an der Premiere fest.
Besonders gelungen ist die Figur der Else Heims: scharfzüngig, eigenwillig, mit einem Hauch Glamour und einer ordentlichen Portion Mut. Sie sorgt für frischen Wind in der Ermittlungsarbeit von Kommissar Breitensee, der sich inmitten von Künstlerlaunen, Geheimnissen und Skandälchen behaupten muss.
Der Schreibstil ist lebendig, detailreich und gespickt mit feinem Humor, ohne dabei die Spannung zu mindern. Wer historische Krimis liebt, die neben einem packenden Fall auch Einblicke in Kulturgeschichte geben, wird hier voll auf seine Kosten kommen.
"Tod bei den Salzburger Festspielen" ist ein stimmungsvoller Krimi vor faszinierender Kulisse, der Historie und Fiktion elegant verbindet.