Eine Geschichte wie ein Teppich
Frau im MondPierre Jarawan gelingt es mit "Frau im Mond" eine Geschichte zu schaffen, welche mit unzähligen kleinen Stückchen zu einem Gesamtbild wird. Sein neuer Roman ist ein kunstvoll verwobenes Epos, der Generationen ...
Pierre Jarawan gelingt es mit "Frau im Mond" eine Geschichte zu schaffen, welche mit unzähligen kleinen Stückchen zu einem Gesamtbild wird. Sein neuer Roman ist ein kunstvoll verwobenes Epos, der Generationen verbindet, Kontinente zusammenführt und Zeiten miteinander verbindet.
Die Ausgangspunkte könnten gegensätzlicher kaum sein: eine Raketenstarts durch libanesische Studenten im Jahr 1966 – getrieben von Aufbruchsstimmung und der Hoffnung auf eine strahlende Zukunft – und die verheerende Explosion im Beiruter Hafen 2020, die ein ganzes Land erschüttert. Diese historischen Eckpunkte nutzt Pierre Jarawan, um eine zutiefst persönliche Geschichte zu erzählen: die der Zwillingsschwestern Lilit und Lina, die in Montréal leben und durch die Spuren ihrer armenischen Großmutter Anoush in die Vergangenheit ihrer Familie eintauchen.
Mit seiner feinfühligen, bildreichen Sprache schafft Jarawan es, die Erlebnisse seiner Figuren in eine Welt aus Erinnerungen, Mythen und politischen Umbrüchen zu betten. Man liest sich förmlich durch die Geschichte und durch Schicksale, welche von Sehnsucht, Mut und Zerrissenheit erzählen.
"Frau im Mond" ist ein Roman der von Herkunft, Identität und Verlust erzählt.