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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2024

Super Geschichte mit kleinen Hindernissen

We hunt the Flame
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Hafsah Faizal entführt uns die Leserinnen in "We Hunt the Flame" nach Arawiya – eine arabische Welt, die ebenso magisch wie gefährlich ist.

Der Schreibstil des Buches ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürft, ...

Hafsah Faizal entführt uns die Leserinnen in "We Hunt the Flame" nach Arawiya – eine arabische Welt, die ebenso magisch wie gefährlich ist.

Der Schreibstil des Buches ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürft, da viele arabische Begriffe vorausgesetzt werden, die man so nicht wirklich kennt. Dennoch ist die Bildsprache sehr bildhaft und reich an Beschreibungen. Dies ermöglicht es die Protagonisten kennenzulernen, jedoch kommt man den Charakteren nicht wirklich nah. Die Erzählung bleibt stets oberflächlich und sehr zurückhaltend, was die Gefühlswelt angeht. Manchmal wirkt es fast schon gehemmt, da ich mir als Leser etwas mehr Gefühl und Knistern zwischen den beiden Hauptfiguren wünsche. Für die arabischen Begriffe gibt es am Ende des Buches ein Glossar das den Einstieg in diese faszinierende Welt erleichtern soll.

Im Mittelpunkt stehen zwei sehr interessante Protagonisten: Zafira, die unermüdliche Jägerin, deren Stärke und Entschlossenheit die Geschichte ausmachen, und Nasir, der "Prinz des Todes", dessen Persönlichkeit eine ganz andere Dynamik in die Geschichte bringt.

Dennoch machen sich beide Figuren auf die magische Reise durch Arawiya um ein bestimmtes Artefakt zu finden, mit dessen Hilfe der sich immer weiter ausbreitende Fluch gebrochen werden kann.

"We Hunt the Flame" ist ein Buch, das Leser
innen die Slowburn-Geschichten und einen detailreichen, bildhaften Schreibstil lieben.

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Veröffentlicht am 18.12.2024

Gruselgeschichte

Geister in Blackwood House
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Wer einen klassischen Gruselroman sucht, der ohne große Effekthascherei auskommt und dennoch Gänsehaut garantiert, liegt mit "Geister in Blackwood House" genau richtig. Darcy Coates schafft es einmal mehr, ...

Wer einen klassischen Gruselroman sucht, der ohne große Effekthascherei auskommt und dennoch Gänsehaut garantiert, liegt mit "Geister in Blackwood House" genau richtig. Darcy Coates schafft es einmal mehr, eine dichte, atmosphärische Spannung aufzubauen, die von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.


Die Hauptfigur Mara ist vielschichtig und interessant. Ihre rationale, fast starrsinnige Haltung gegenüber den paranormalen Ereignissen macht sie zu einer ungewöhnlichen Protagonistin. Obwohl ihre Sturheit manchmal frustrierend sein kann, bleibt sie dadurch authentisch. Ihr Hintergrund – geprägt von einer Kindheit inmitten von Séancen und geistergläubigen Eltern – verleiht ihrer Skepsis zusätzliche Tiefe.

Ihr Freund Neil ist dagegen das emotionale Gegengewicht: fürsorglich und stets bemüht, sie zu unterstützen. Obwohl seine übertriebene Fürsorglichkeit gelegentlich etwas nervt, ergänzt er Mara perfekt, und ihre Beziehung fühlt sich glaubwürdig und menschlich an.


Das verlassene Blackwood House ist das eigentliche Highlight des Buches. Die beklemmende Atmosphäre und die unheimlichen Details – knarrende Türen, Schaukelstühle, die sich wie von Geisterhand bewegen, und rätselhafte Geräusche – sind meisterhaft beschrieben. Das Haus wird selbst zu einer Figur, die eine ständige Bedrohung darstellt, ohne dass es dabei explizit blutig oder gewalttätig wird.


Darcy Coates versteht es, die Spannung langsam und subtil aufzubauen. Der Spannungsbogen ist gut durchdacht und führt die Leser*innen durch eine fesselnde Geschichte, die nie ins Übertriebene abgleitet. Obwohl einige Wendungen vorhersehbar sind, schmälert das den Lesespaß nicht – der klassische Grusel entfaltet sich genau so, wie man es sich wünscht.

Wer sich nach einer soliden, atmosphärischen Spukhausgeschichte sehnt, die ohne Blutvergießen auskommt, wird dieses Buch lieben. Ein echter Geheimtipp für gemütliche Lesenächte unter der Decke.

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Veröffentlicht am 18.12.2024

Ein toller Abschluss

Die Hofreiterin – Das Versprechen der Liebe
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Franziska Stadler hat mit ihrem zweiten Band Die Hofreiterin – Das Versprechen der Liebe einen würdigen und spannenden Abschluss ihrer historischen Reihe um die Spanische Hofreitschule geschaffen. Der ...

Franziska Stadler hat mit ihrem zweiten Band Die Hofreiterin – Das Versprechen der Liebe einen würdigen und spannenden Abschluss ihrer historischen Reihe um die Spanische Hofreitschule geschaffen. Der Roman entführt die Leserinnen erneut in die faszinierende Welt der Wiener Hofreitschule und verbindet geschichtliche Genauigkeit mit packender Emotion.

Im Mittelpunkt steht die junge Irma Rehberger, die als erste Frau in der Geschichte der Hofreitschule einen festen Platz erobert hat – ein Meilenstein, der selbst vom Kaiser unterstützt wurde. Doch die Herausforderungen reißen nicht ab: Die Hofreitschule steht vor dem finanziellen Ruin, und Irma muss gemeinsam mit dem Reporter Michael Brunner kreative Wege finden, um sie zu retten. Neben den beruflichen und gesellschaftlichen Konflikten steht Irma vor einer emotionalen Zerreißprobe: Während Michael Brunner seine Gefühle für sie offenbart, hängt ihr Herz an Stephan Gowalka, einem verheirateten Mann mit hohen moralischen Prinzipien. Dieser innere Konflikt macht Irma zu einer vielschichtigen und nahbaren Protagonistin.

Der Roman lebt von seinen starken Charakteren und der glaubwürdigen Darstellung der damaligen Zeit. Irmas moralisches Dilemma ist nicht nur nachvollziehbar, sondern auch ein Spiegel der strengen Werte des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Franziska Stadlers flüssiger und atmosphärischer Schreibstil zieht die Leser
innen in eine Welt, die von Traditionen, gesellschaftlichen Zwängen und einer tiefen Leidenschaft für die Reitkunst geprägt ist.

"Die Hofreiterin – Das Versprechen der Liebe" ist ein fesselnder historischer Roman, der gekonnt zwischen Drama, Romantik und geschichtlicher Authentizität balanciert. Ein Muss für Fans der Reihe und alle, die sich für die faszinierende Welt der Spanischen Hofreitschule interessieren.

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Klassiker in Schmuckausgabe

Der Tod auf dem Nil
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Agatha Christie beweist in „Tod auf dem Nil“ einmal mehr, warum sie die unangefochtene Königin des Krimis ist. Der Mord an Bord eines luxuriösen Nildampfers entwickelt sich zu einem raffinierten Puzzle, ...

Agatha Christie beweist in „Tod auf dem Nil“ einmal mehr, warum sie die unangefochtene Königin des Krimis ist. Der Mord an Bord eines luxuriösen Nildampfers entwickelt sich zu einem raffinierten Puzzle, das Meisterdetektiv Hercule Poirot mit gewohnt scharfem Verstand und präziser Beobachtungsgabe löst. Diese Schmuckausgabe ehrt die Königin des Krimis und ist wunderschön anzuschauen.

Die Geschichte besticht durch ihre exotische Atmosphäre, eine Gruppe vielschichtiger Charaktere und eine Handlung voller Intrigen, Eifersucht und überraschender Wendungen. Christie hält die Spannung bis zum Schluss hoch und überrascht mit einem meisterhaften Finale.

Ein zeitloser Klassiker, der nicht nur Krimifans begeistert, sondern auch durch die faszinierende Kulisse Ägyptens besticht. Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Spitzenkrimi mit Abzug

Zugspitzgeist
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Mit „Zugspitzgeist“ gelingt Anna Tröber ein spannender und zugleich tiefgründiger Kriminalroman, der hinter die idyllische Fassade der winterlichen Zugspitze blickt. Was wie ein unbeschwerter Aufenthalt ...

Mit „Zugspitzgeist“ gelingt Anna Tröber ein spannender und zugleich tiefgründiger Kriminalroman, der hinter die idyllische Fassade der winterlichen Zugspitze blickt. Was wie ein unbeschwerter Aufenthalt im Hotel Gamslechner beginnt, entwickelt sich für Bezirksanwalt Clemens Hugo schnell zu einer Reise in dunkle Abgründe aus Geldgier, Macht und lang gehüteten Familiengeheimnissen.

Die Autorin verbindet gekonnt eine fesselnde Kriminalgeschichte mit scharfsinniger Gesellschaftskritik. Die schneebedeckte Kulisse dient nicht nur als malerischer Hintergrund, sondern wird zur Bühne für Themen wie Naturausbeutung, Tourismusdruck und familiäre Konflikte. Dabei gelingt es der Autorin die Geschichte der österreichischen Zugspitzbahn gekonnt in die kriminellen Machenschaften zu verweben. Die Geschichte ist voller unerwarteter Wendungen, sodass die Geschichte bis zur letzten Seite fesselt. Jedoch habe ich auch einen Kritikpunkt. Die Sprache im Roman war mir dann zeitweise doch zu "tirolerisch". Selbst ich, der in Süd-Deutschland zu Hause ist, musste einige Wörter nachschlagen bzw, bleiben mir bis heute ein Rätsel. .

„Zugspitzgeist“ überzeugt mit einer packenden Atmosphäre, einem feinen Gespür für Charaktere und einer Geschichte, die unter der Oberfläche mehr verbirgt, als es zunächst scheint. Ein Krimi, der nicht nur spannend ist, sondern auch zum Nachdenken anregt. Absolut lesenswert!

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