Marburg im Visier der Ermittlungen
Marburger MörderspielKlappentext:
Wenn zwei sich streiten, freuen sich die Lesenden: ein skurriles Ermittlerduo auf Mörderjagd. Ein Foto, drei strahlende Gesichter, im Hintergrund der Marburger Wald. Doch ist unter dem Laub ...
Klappentext:
Wenn zwei sich streiten, freuen sich die Lesenden: ein skurriles Ermittlerduo auf Mörderjagd. Ein Foto, drei strahlende Gesichter, im Hintergrund der Marburger Wald. Doch ist unter dem Laub nicht ein weiteres Gesicht zu erkennen – das eines Toten? Bald stellt sich heraus, dass der junge Mann auf dem Bild, dessen Leichnam am Fuß des Spiegelslustturms liegt, ermordet worden ist. Überrascht ist davon allerdings niemand, denn er hatte sich zu Lebzeiten zahlreiche Feinde gemacht. Auf der Suche nach Hinweisen stehen die Kommissare Zassenberg und Momberger vor ihrer größten Herausforderung: Sie müssen ihre Differenzen überwinden, denn nur so haben sie die Chance, dem Täter auf die Spur zu kommen.
"Marburger Mörderspiel" von Felix Scholz ist der zweite Teil der Mrburger-Krimi-Reihe, der die malerische Universitätsstadt Marburg ins Zentrum einer düsteren Mordermittlung stellt.
Wer konnte Ahnung, dass ein harmloses Erinnerungsfoto so viel Zündstoff bietet. Auf einem Bild vom Spiegelslustturm in Marburg wird eine Leiche entdeckt. Die Polizei geht dem auf die Spur und schaltet das Ermittlerduo Zassenberg und Mommberger ein. Die Beiden stoßen schnell auf ein Netz voller Intrigen und Geheimnisse und auf einen Studenten, der mit nicht fairen Mitteln spielt und das schon seit seiner Kindheit. Ein Strudel voller falscher Fährten und potentiellen Verdächtigen bringen das Ermittlerduo an ihre Grenzen. Doch am Ende kommt die große Auflösung a la Agatha Christie.
Scholz zeichnet Marburg als lebendige, atmosphärische Kulisse, die perfekt für einen Krimi dieser Art ist. Die mittelalterliche Altstadt mit dem berühmten Schloss und der Elisabethkirche, die vielen kleinen Cafés und die studentische Szene werden gekonnt eingeflochten und verleihen dem Roman einen starken regionalen Charme. Die Stadt selbst wird fast zu einem eigenen Charakter, der mit all seinen historischen und kulturellen Schichten die Handlung beeinflusst.
Die Figuren in Tod in Marburg sind vielschichtig und authentisch gestaltet. Das Opfer Marcel Sindermann wird als ein Monster beschrieben, was die Leser*innen sprachlos lässt. Man empfindet kein Mitgefühl, wenn man von den Taten des jungen Mannes erfährt. All seine Opfer beschreibt der Autor authentisch und liebevoll, sodass jeder ein überzeugender Mörder sein könnte. Das Ermittlerduo hat mir jedoch weniger gefallen. Für mich erschienen die beiden eher plump und emotionslos, was mir den Lesefluss des Krimis leider etwas abgetan hat.
"Marburger Mörderspiel" ist ein spannender und atmosphärischer Krimi, der meines Erachtens jedoch ein paar Mankos hat. Felix Scholz gelingt es ein besonders abscheuliches Mordopfer zu kreieren, dem niemand nachweint. Doch mit den Ermittlern hatte ich so meine Schiweirigkeitn. Jedoch kann ich das Buch weiterempfehlen, da die Kriminalgeschichte super interessant ist und mit einer spannenden Auflösung wartet.