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Der_Blaue_Mond

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2021

diese Beichte hat es in sich

Die Beichte einer Nacht
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Kaum zu glauben, dass dieses Werk schon 1930 erschienen ist. Die Autorin war ihrer Zeit definitiv voraus. Toll, dass der Roman wieder aus der Versenkung auftaucht.

Geschrieben als Monolog aus einer Nervenheilanstalt ...

Kaum zu glauben, dass dieses Werk schon 1930 erschienen ist. Die Autorin war ihrer Zeit definitiv voraus. Toll, dass der Roman wieder aus der Versenkung auftaucht.

Geschrieben als Monolog aus einer Nervenheilanstalt heraus. Die Frau Heleen lässt uns an ihrem Leben teilhaben indem sie der Nachtschwester genau dieses Stück für Stück erzählt. Die ersten 30 Seiten waren etwas gewöhnungsbedürftig aber dann entwickelte sich vieles und das Buch war schnell gelesen.

Es wird geradezu dramatisch. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen, die schwere Zeit damals, in einer Großfamilie mit 10 Kindern aufzuwachsen, ist sehr eindrucksvoll beschrieben. Daraus bricht Heleen aus. Viele Themen, die ihr begegnen sind zeitlos. Sie ist sehr einsam, hat Probleme mit dem Alter und ihrer vergänglichen Schönheit. Außerdem bleibt sie kinderlos und wird rasend eifersüchtig, das steigert sich bis zum Unglück und Wahn.

Rundum für mich ein großes literarisches Werk!

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Veröffentlicht am 28.04.2021

alles, was man über Aldi wissen will

Schampus für alle
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Eine runde Sache ist dieses Sachbuch. Es beginnt mit der Kindheit der Albrecht Brüder und dem ersten Verkaufsmarkt der Eltern in Essen. Genau dort endet es auch wieder. Mit vielen Klischees wird aufgeräumt ...

Eine runde Sache ist dieses Sachbuch. Es beginnt mit der Kindheit der Albrecht Brüder und dem ersten Verkaufsmarkt der Eltern in Essen. Genau dort endet es auch wieder. Mit vielen Klischees wird aufgeräumt aber viele, die man so im Kopf hat, werden auch bekräftigt.

Gut hat mir der eingängige Schreibstil gefallen, ich habe mich immer gut unterhalten gefühlt. Obwohl mir schon einiges über die Aldi Brüder bekannt war, konnte ich doch oft neues lesen. Neben der Lebensgeschichte und dem Aufbau des Aldi Imperiums werden auch die negativen Aspekte (zum Beispiel Theo Albrechts Entführung, die Mitarbeiterführung, die schlechten Seiten an Geiz ist geil, die Affäre Achenbach) gut zur Geltung gebracht.

Auch, dass die Expansion nicht in allen Ländern von Erfolg gekrönt war und warum sich die Läden irgendwann der Neuzeit anpassen mussten. Kurzum, es werden alle Blickwinkel beleuchtet ohne Meinung zu ergreifen.

Manchmal für mich erschreckend wie das generell bei Aldi abgelaufen ist. Zum Beispiel wird kurz geschildert, dass man auch Anteile bei Verpackungsherstellern gehalten hatte um quasi doppelt abzugreifen. Das ist das eigentlich bedauernswerte, man kann mit so einer Marktmacht und Reichtum doch auch besseres schaffen. Aber vielleicht wird das gemacht und es wird nicht an die große Glocke gehängt.

Geld alleine macht nicht glücklich, das sieht man an manchen beschriebenen Erben. Aber Aldi ist und bleibt ein Teil von Deutschland, ohne die Mentalität der Deutschen gäbe es auch keinen Schampus in den Discountern.

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Veröffentlicht am 27.04.2021

total anders aber total gut

Der Junge, der das Universum verschlang
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Buchfazit in drei Buchstaben: WOW! Das ist wirklich lesenswert. Es ist ungewöhnlich und eigenartig, anders als alle Bücher, die ich in den letzten Monaten gelesen habe.

Teilweise ist es auch sehr berührend, ...

Buchfazit in drei Buchstaben: WOW! Das ist wirklich lesenswert. Es ist ungewöhnlich und eigenartig, anders als alle Bücher, die ich in den letzten Monaten gelesen habe.

Teilweise ist es auch sehr berührend, es geht um zwei Brüder, die in Armut aufwachsen müssen und die das Schicksal auf eine harte Probe stellt. Man darf den jüngeren Bruder vom siebten bis zum neunzehnten Lebensjahr begleiten. Der ältere Bruder spricht nicht, er hat an einer gewissen Stelle im Leben beschlossen zu schweigen. An manchen Stellen ist die Erzählung grausam und hart. Es geht um Drogen, Kriminalität, Gewalt und Alkoholismus. Dem gegenüber trifft der nüchterne Erzählstil sehr oft auf außergewöhnliche Metaphern, das Buch ist so auf der einen Seite realitätsnah und furchtbar, aber eben auch blumig, schillernd und voller Liebe.

Und trotz dem ganzen Leid, kämpfen sich die beiden durch. Im letzten Drittel ergibt das Puzzle auf einmal Sinn und es kommt zu einer Entdeckung, die überraschend ist. Total spannend und sehr lesenswert.

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Veröffentlicht am 13.04.2021

Paris im Juni 1940

Die Toten vom Gare d’Austerlitz
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Kein einfaches Buch. Mich hat der historische Background zusammen mit einer Kriminalgeschichte angesprochen. Aber die Umsetzung war mir einfach zu langatmig, schwerfällig und mit zu vielen Nebenschauplätzen ...

Kein einfaches Buch. Mich hat der historische Background zusammen mit einer Kriminalgeschichte angesprochen. Aber die Umsetzung war mir einfach zu langatmig, schwerfällig und mit zu vielen Nebenschauplätzen am Start.

Gut war die Darstellung der Besatzerzeit in diesem Juni 1940 in Paris. Man konnte sich die Szenen gut bildlich vorstellen, die düstere Atmosphäre ohne zu wissen, wie es konkret weitergeht, war hervorragend umgesetzt.

Der ermittelnde Inspektor Giral hatte selbst ein Kriegstrauma vom ersten Weltkrieg zu verkraften und ist dadurch lebensmüde genug, es mit den deutschen Besatzern aller Art und Ränge aufzunehmen.

Die Erzählung springt von 1940 immer mal auf 1925, so wird nach und nach klar, warum Eddie Giral so ist wie er ist.

Das Nachwort ist hilfreich und auflösend, da wird deutlich wie viel Realität in dem Roman steckt.

Wenn der Roman konzentrierter und mit weniger Seiten ausgekommen wäre, hätte es mich mehr angesprochen. So aber sicherlich für historisch interessierte Leser empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 08.04.2021

Farbenlehre

Die Wahrheit der Dinge
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Farbenlehre, dieser Begriff ist mir hängen geblieben. Im Kontext Rassismus ist er mir noch nicht untergekommen, einfach nur krass. Der Roman ist lesenswert und erschreckend, zeigt er doch den weit verbreiteten ...

Farbenlehre, dieser Begriff ist mir hängen geblieben. Im Kontext Rassismus ist er mir noch nicht untergekommen, einfach nur krass. Der Roman ist lesenswert und erschreckend, zeigt er doch den weit verbreiteten alltäglichen Rassismus auf.
Der Hauptdarsteller, der Strafrichter Frank Petersen, befindet sich in einer Lebenskrise. Frau weg, Kind weg und beruflich in der Sackgasse. Man erlebt seine Sicht der Dinge in der Gegenwart und auch eine Perspektive einer verurteilten Frau in der Vergangenheit.
Diese beiden Erzählstränge nähern sich immer weiter an um schließlich zusammen weiter zu gehen. Der Schreibstil ist klar und sachlich, alles erscheint realistisch. Was mir nicht so gefallen hat war das Schicksal der Frau, das war mir einfach too much, zu konstruiert. Gut ist der Einblick in die Justiz und auch die Gedankenwelt von Petersen haben mir gut gefallen.
Basis des Romans sind übrgigens zwei wahre Rechtsfälle.

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