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Veröffentlicht am 05.03.2020

Nichts ist fremd.

Ausgemustert
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Mit »Ausgemustert« hat die Journalistin, Moderatorin und Autorin Susanne Fröhlich erneut einen Roman geschaffen, in welchem sie die Leser mit einer starken Identifikationsfigur konfrontiert. Das ist eine ...

Mit »Ausgemustert« hat die Journalistin, Moderatorin und Autorin Susanne Fröhlich erneut einen Roman geschaffen, in welchem sie die Leser mit einer starken Identifikationsfigur konfrontiert. Das ist eine von Fröhlichs Stärken. Ihre Figuren sind aus dem Leben gegriffen. Jeder kennt so einen oder so eine. Jeder hatte Ähnliches oder Gleiches erlebt. Bei sich oder im Bekanntenkreis. Nichts ist fremd .

Die Protagonistin Ulrike in »Ausgemustert« ist Ende Vierzig und glücklich verheiratet. Ihre Tochter absolviert ein Auslandsjahr in Kanada. Sie selbst arbeitet im Autohaus ihres Mannes. Es läuft alles gut. Bis heute! Wie aus heiterem Himmel eröffnet ihr ihr Mann, dass er nicht mehr mit ihr zusammenleben möchte. Er hätte sich in eine andere, natürlich jüngere, Frau verliebt und wolle den Rest des Lebens nicht mehr mit Ulrike verbringen. Das ist für die Heldin dieses Romans zunächst ein Schock und sie muss von heute auf morgen auf ein Single-Dasein umswitchen.

Dieses Thema mag schon zu erkennen geben, dass der Großteil des Romans aus der Selbstreflektion, aus den Gedanken der Protagonistin heraus geschildert wird. Zwar fällt Ulrike mit der Nachricht in ein tiefes Loch, doch der Stil, mit dem Fröhlich uns alles schildert, ist keinesfalls depressiv. Im Gegenteil, mit frechen, frivolen und humorvollen Sätzen werden wir zu Gedanken zu Gedanken, von Handlung zu Handlung geführt. Sozusagen frisch und fröhlich. Der Roman macht einfach Spaß und man muss keine Frau sein, um für Ulrike Partei zu ergreifen. Man muss sie auch nicht ehrerbietig lieben. Man kann am Ende des Romans einfach sagen: Richtig so!

Bewundernswert ist der Rechercheumfang. Susanne Fröhlich hat wohl keine einzige Frage ausgelassen, die bei einer solchen Ausgangssituation angesprochen wird. Ob es die Kolleginnen am Arbeitsplatz, die Nachbarinnen, die eigenen Eltern oder auch die „besten“ Freundinnen sind, alles, was einem in der heutigen Zeit zu diesem Thema begegnet, findet seinen passenden Platz im Buch.

Einziger Wermutstropfen ist die Tatsache, dass es keine abgesetzten Kapitel zum Innehalten gibt. Schade.

Wenn andere Rezensenten viele Klischees im Buch entdecken sollten, so ist es für mich dennoich wunderbarste Unterhaltung, die es zu lesen lohnt.


© Detlef Knut, Düsseldorf 2020

Veröffentlicht am 01.03.2020

Warte, warte noch ein Weilchen …

Haarmann
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Ein Stoff aus der Geschichte, hervorragend fiktionalisiert wurde. Wer kennt ihn nicht, den berühmtesten Serienmörder Deutschlands: Fritz Haarmann aus Hannover. Bereits als Kind kannte man das Lied „Warte, ...

Ein Stoff aus der Geschichte, hervorragend fiktionalisiert wurde. Wer kennt ihn nicht, den berühmtesten Serienmörder Deutschlands: Fritz Haarmann aus Hannover. Bereits als Kind kannte man das Lied „Warte, warte noch ein Weilchen …“. Das Leben dieses Täters wurde schon in vielfältiger Weise dokumentiert, nicht zuletzt in dem Film „Der Totmacher“ mit Götz George.

Dirk Kurbjuweit hat sich von anderer Seite an die Geschichte dieses Täters herangemacht. Sein Protagonist ist nicht der Täter selbst, sondern dessen Jäger, der Polizist Lahnstein. Der Autor zeichnet ein umfassendes Bild dieses Polizisten und gibt Einblicke in dessen Denken und Verhalten und in die damalige Zeit mit den gesellschaftlichen und politischen Bezügen. Lahnstein war im Krieg Pilot, geriet in Gefangenschaft, hat Frau und Sohn verloren. Nach der Gefangenschaft kehrte er in seine Heimatstadt Bochum ins Ruhrgebiet zurück. Er wurde Polizist wie sein Vater. Als die Polizei in Hannover den bislang verschwundenen Jungs nicht auf die Spur kamen, suchen sie jemanden von außen, der die Ermittlungen vorantreiben könnte. Lahnstein aus Bochum war bereit dafür. Doch auch während seiner Zeit in Niedersachsen verschwinden noch mal so viele Jungs wie zuvor. Lahnstein verzweifelt, kämpft an beiden Fronten: gegen den Druck seiner Vorgesetzten und Kollegen genauso wie gegen die Verbrecher. Zwar kristallisiert sich der Kaufmann Fritz Haarmann (er handelt mit Kleidung und Fleisch!) bei ihm als Hauptverdächtiger, allein es fehlen die Beweise.

Spannend und unterhaltsam werden die geschichtlichen Zusammenhänge dieser Zeit aufgedeckt. Die gesellschaftlichen Zwänge verbieten die Ermittlungen in manche Richtung. Die detailliert ausgearbeitete Biografie des Chefermittlers Lahnstein schafft Möglichkeiten, um zusätzliche Konflikte und Spannung in die Handlung einzubauen. Auch wenn einige Entscheidungen der Figur heute nicht so schnell nachvollziehbar sind, werden sie im Kontext der damaligen Zeit plausibel.

Sehr gut gefallen hat mir auch die Struktur des Romans. Jedes Kapitel beginnt und endet mit einer Geschichte bzw. einer Handlung aus der Sicht des Täters bzw. seiner Schwester oder anderer nahestehenden Personen. Diese Teile sind durch Kursivierung klar abgegrenzt von der Ermittlung. In diesen Szenen erlebt man die brutale Welt des Serienmörders hautnah, man erfährt von der Zerstückelung der Leichen genauso wie von den Vermutungen von Angehörigen. Diese Passagen begleiten die Ermittlungen wie eine Dokumentation

»Haarmann« ist ein fiktiver Roman um die Ermittlungen des bekanntesten Serienmörders in Deutschland. Die Fiktion aber basiert auf Protokollen zu den Ermittlungen von Ploizei und Justiz und auf Briefen. Teile davon wurden auch wörtlich übernommen, aber es ist so hervorragend zu einem ganzen Bild zusammengesetzt, dass es Freude macht, auf diese Weise nochmal Geschichtsunterricht zu erhalten. Alles, was ich bruchstückhaft über Haarmann wusste hat sich nun zu einem Ganzen auf spannende Weise verfestigt. Höchste Empfehlung meinerseits .


© Detlef Knut, Düsseldorf 2020

Veröffentlicht am 25.02.2020

Tristes Manila 1902 vs. Beschwingtes Los Angeles 1936

Die blaue Stunde
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William Boyds »Die blaue Stunde« ist ein Roman über eine ganz besondere Liebe. Aber er hat mich persönlich irritiert und lässt einen faden Beigeschmack in mir zurück. Dennoch kann ihn gut empfehlen, denn ...

William Boyds »Die blaue Stunde« ist ein Roman über eine ganz besondere Liebe. Aber er hat mich persönlich irritiert und lässt einen faden Beigeschmack in mir zurück. Dennoch kann ihn gut empfehlen, denn Lesegeschmäcker sind höchst unterschiedlich. Den Grund meiner Irritation werde ich weiter unten noch begründen.


Abgesehen vom Prolog beginnt die Handlung im Los Angeles von 1936. Die junge Architekten Kay Fischer hat gerade Zoff mit ihrem Architektenpartner in der gemeinsamen Firma. Sie prozessiert gegen ihn und muss dabei weiterhin versuchen Geld zu verdienen. Da läuft ihr wie zufällig ein älterer Herr über den Weg. Beinahe stalkt er sie. Irgendwann stellt er sich der Architektin als Dr. Salvadore Carriscant vor und eröffnet ihr, dass er ihr Vater wäre. Anfänglich hält Fischer ihn für einen Spinner. Doch Schritt-für-Schritt kann sie sich seinen Argumenten und Worten nicht verschließen. Carriscant will ihr beweisen, dass er ihr Vater ist und überredet sie zu einer Reise nach Lissabon .

Ich habe mich zu Beginn des Romans wohlgefühlt. Los Angeles 1936. Eine Atmosphäre wie beim „großen Gatsby“ wird in mir erzeugt. Ich fiebre mit der Protagonistin im Kampf gegen ihren ehemaligen Geschäftspartner mit. Irgendwie hat alles etwas von Dashiell Hammett und Raymond Chandler. Die Ich-Perspektive versetzt mich als Leser direkt in die Protagonistin hinein.


Doch dann kommt der Bruch. Es geht vierunddreißig Jahre zurück ins Jahr 1902 nach Manila. Von hier stammt Carriscant. Der Wechsel des Erzählers zur dritten Person unterstreicht die Rückblende. Diese zieht sich über mehr als zweihundert Seiten hin. In ihr wird die Geschichte von ihm, einem Chirurgen, erzählt. Die Philippinen sind von den Amerikanern besetzt. Erst fünfzig Seiten vor Ende des Romans geht es zurück ins Jahr 1936 nach Lissabon. Wir treffen die sympathische Kai Fischer endlich wieder, um die Geschichte, die mit dem mysteriösen Erscheinen eines angeblichen Vaters begann, zu Ende zu bringen .

Ich habe mich von den ersten Seiten in die Irre führen lassen. Dieser erste Teil ist sehr spannend. Der Kampf um den Aufbau eines neuen Architekturbüros und der Streit mit dem Ex-Partner, dazu der Tod des Kindes sind mit vielen spannenden Momenten und Fragen gespickt. Durch die Ich-Erzählerin ist man im Kopf der anziehenden Protagonistin. Man rauscht nur so durch die Seiten.

Dann die Geschichte um den angeblichen Vater. Sie scheint von einem anderen Autor geschrieben zu sein. Durch den Wechsel der Erzählperspektive beeinflusst. Sie zieht sich in großen Teilen einfach nur in die Länge. Jetzt ist Carriscant der Protagonist, aber nicht gerade sehr liebenswert für mich als Leser. Andere Leser mögen das durchaus anders sehen. In diesem zweiten Teiles gibt es zwar Leichen und es werden Mordermittlungen durchgeführt, aber dennoch fehglt es an Spannung. Diese Kriminalfall interessiert mich persönlich genauso wenig wie die Chirurgie und die Ränke innerhalb der Ärzteschaft. Aufgeblasen ist diese Geschichte zusätzlich mit einer Geschichte um einen Flugmobil. Diese hat nicht einmal irgendetwas mit der großen Liebesgeschichte zu tun, die den zweiten Teil beherrscht. Es wirkt schlicht und einfach an den Haaren herbeigezogen. Es drängt sich mir die Frage auf, was will Boyd mir sagen?


Erst im dritten Teil führt uns der Autor zu den Anfängen mit Fischer und ihrem vermeintlichen Vater zurück. Hier werden die offenen Fäden aus dem zweiten Teil verknüpft. Es gibt eine plausible Lösung für die zentrale Frage des Romans .

Der Schreibstil liest sich angenehm, auch wenn der Erzähler in der dritten Person nicht so frisch wie in der ersten Person klingt. Jedoch wurde den unsympathischen Figuren einen größeren Raum als den sympathischen Figuren eingeräumt. Zugunsten einer aufgeblasenen Liebesgeschichte wurde auf die interessanten Abenteuer im Geschäftsleben einer jungen Amerikanerin verzichtet. Empfehlenswert und lesbar ist der Roman allemal. Nur ich persönlich hätte gerne viel mehr über Kay Fischer und ihr Wirken in Los Angeles erfahren.


© Detlef Knut, Düsseldorf 2020

Veröffentlicht am 20.02.2020

Vorsicht! Nicht in einer verschneiten Skihütte lesen!

Das Echo deines Todes
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"Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“- ein Kino-Thriller um drei Freundinnen, die ihren Highschool-Abschluss feiern wollen und sich dafür in ein entlegenes Gebiet verziehen. Beim Lesen des vorliegenden ...

"Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“- ein Kino-Thriller um drei Freundinnen, die ihren Highschool-Abschluss feiern wollen und sich dafür in ein entlegenes Gebiet verziehen. Beim Lesen des vorliegenden Thrillers von Sandra Kendrick der oben genannte Film nie aus dem Kopf, obwohl die Handlung durchaus eine andere ist.


Die drei Freundinnen mittleren Alters – Lara, Michelle und Eileen -, teils verheiratet und Kinder, erhalten eine Einladung auf eine Schäreninsel in der Ostsee. Die Einladung ist von „unbekannt“, verspricht aber, dass sie alles erfahren werden, was vor sechzehn Jahren geschah. Damals waren sie nämlich zum Schulabschluß bereits auf dieser Insel. Damals war aber die vierte Freundin Becca mit von der Partie sowie die beiden Jungs Leo und Vincent. Und damals verschwand ganz plötzlich die Freundin Becca. Alles suchen half nichts, auch die Polizei konnte Becca nicht finden.
Lediglich ein gekentertes Boot schwamm nahe der Küste auf der Ostsee.

Jetzt, sechzehn Jahre später, fragen sich die übriggebliebenen Mädels, warum sie wieder auf die Insel sollen. Was würde sie dort erwarten? Ihre Neugier und ihre Erwartung auf eine Antwort von damals sind zu groß als dass sie nicht dorthin reisen.

Die Autorin hat das bekannte Setting des oben genannten Films gewählt: Freundinnen, Schulabschluss, einsame Insel, kein Entkommen, einer muss der Täter sein. Das funktioniert in diesem Roman super!

Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Lara, die unter dem Asperger Syndrom leidet. Obwohl sie zur Schulzeit gerne von ihren Mitschülern gemobbt wurde, fand sie in Michelle, Eileen und Becca Freundinnen, die auf sie Rücksicht nahmen. Lara hat eine ganz besondere Sicht auf die Dinge, die durch diese Ich-Perspektive ein entsprechendes Mittel findet. Diese Sichtweise ist völlig in Ordnung, aber der Schreibstil ist leider an manchen Stellen – nicht überall und durchgängig – schlecht gelungen. Wenn zu viele Sätze hintereinander mit „ich“ beginnen, bekommen diese Sätze eine stupide Melodie.

Gefallen hingegen haben mir auch die Vernehmungsprotokolle von vor sechzehn Jahren. In ihnen wird die damalige Geschichte aus der Perspektive jedes der damals Beteiligten nochmals aufgegriffen und dem Leser nahe gebracht.

Die Spannung entspricht der eines Thrillers in bester Manier. Es passieren wieder schreckliche Dinge auf der Insel, eine Überraschung folgt der anderen und nie kann sich jemand auf auf der Insel sicher sein, ob er nicht als nächstes Opfer sein wird. Zumal Becca vor sechzehn Jahren nur verschwunden war, sie war nie tot aufgefunden worden. Als Leser geht man falschen Fährten auf den Leim, legt sich ein mögliches Ende des Romans zurecht und wird schließlich dann doch komplett überrascht von der Auflösung, die uns die Autorin präsentiert .

Das ist Spannung pur auf hohem Niveau und beste Unterhaltung an dunklen Wintertagen.

Veröffentlicht am 12.02.2020

hart und unerbittlich

Straße ins Nichts
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Es ist schön, die Kontinuität in einem Kleinverlag zu erleben, der sich der Lizensierung amerikanischer Romane verschrieben hat. Bei Pendragon in Bielefeld ist deshalb erneut ein Kriminalroman mit Dave ...

Es ist schön, die Kontinuität in einem Kleinverlag zu erleben, der sich der Lizensierung amerikanischer Romane verschrieben hat. Bei Pendragon in Bielefeld ist deshalb erneut ein Kriminalroman mit Dave Robicheaux von James Lee Burke erschienen.
Dave Robicheaux – hart und unerbittlich gegen Leute, die er nicht mag

Der ehemalige Alkoholiker (zum Zeitpunkt dieses Romans) ist Detective im Sheriffbüro. Er lebt mit seiner Lebensgefährtin Bootsi und der Tochter Alafair am Wasser in New Iberia. Dort betreibt er neben seinem Hauptjob einen Bootsverleih und Köderverkauf für Angler. An seiner Seite seit dem Vietnamkrieg ist Clete Purcel, momentan Privatdetektiv. Dave hat, wie viele Menschen, etwas gegen Ungerechtigkeit. Zurzeit findet er es nicht richtig., dass eine junge Frau, Letty Labiche, im Staatsgefängnis in Louisiana in einer Todeszelle auf ihre Hinrichtung wartet. Es heißt, sie und ihre Zwillingsschwester Passion sind als Mädchen von ihrem Nachbarn, seines Zeichens Henker des Staates Louisiana, missbraucht und misshandelt worden. Nachdem er nach vielen Jahren Abwesenheit wieder in New Orleans auftauchte, kam es zu einem Zwischenfall zwischen ihm und Letty, woraufhin sie ihn umbrachte. Doch Dave glaubt nicht daran. Außerdem erhält er Informationen über mögliche Täter, die ihn an den Tod seiner Mutter erinnern. Während er versucht, Letty zu retten, bekommt er eine ganz andere Sichtweise auf das Verschwinden seiner Mutter.

Konsequent entwickelt Burke die Figuren aus vorhergehenden Roman weiter. Die Vielschichtigkeit in den Charakteren von Menschen wird unmittelbar spürbar. Daves Brutalität wird zwar gezeigt, aber er versucht sie in den Griff zu bekommen, wie er auch den Alkohol zu meiden versteht. Das sah in anderen Romanen schon mal ganz anders aus. Sein Hass gegenüber korrupter Cops und Politiker steigt stetig., dennoch hegt er tiefe Gefühle für seine Lieben und seine Freunde, die er in erster Linie zu schützen versucht.
Dave Robicheaux – fürsorglich und liebevoll gegenüber seiner Familie und seinen Freunden

Die Handlung wird immer wieder durch passende Beschreibungen von Örtlichkeiten und Personen aufgelockert. Selbst Nebenfiguren werden so beschrieben, dass man meint, ein Foto von ihnen im Kopf zu haben. Und wohl mit keinem Autor wie mit Burke macht es so viel Spaß, mit einem Boot über die Bayous zu gleiten oder auf der Terrasse zu sitzen und die Sonne über den Mississippi untergehen zu sehen.

So, wie die anderen Romane Burkes ist auch dieser sehr zu empfehlen. Quasi ein Leckerbissen für alle Krimifans.


© Detlef Knut, Düsseldorf 2020

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