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Veröffentlicht am 18.03.2023

Geplatzte Träume und neue Hoffnungen

Das Tor zur Welt: Hoffnung
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Hamburg, 1912. Ava hatte einen großen Traum. Sie wollte nach Amerika reisen und ihre Familie suchen. Doch dieser Traum ist über Nacht geplatzt, denn ihre beste Freundin Claire hat ihr Ticket zusammen mit ...

Hamburg, 1912. Ava hatte einen großen Traum. Sie wollte nach Amerika reisen und ihre Familie suchen. Doch dieser Traum ist über Nacht geplatzt, denn ihre beste Freundin Claire hat ihr Ticket zusammen mit gespartem Geld und Kleidung gestohlen. Für Ava ist das ein schwerer Schicksalsschlag. Hinzu kommt, dass sie sich nach dem Tod ihrer Mitbewohnerin die winzige Kellerwohnung nicht mehr leisten kann. Zum Glück kann sie auch weiterhin in der BallinStadt arbeiten. Dort findet sie auch Unterstützung von Quint.

Claire Conrad ist aus Verzweiflung mit dem Ticket ihrer Freundin nach Amerika aufgebrochen. Doch die Bedingungen auf dem Schiff sind für die verwöhnte Tochter aus gutem Hause alles andere als angenehm. Diese führen letztlich auch dazu, dass Claire das Ziel New York nicht erreicht und nach Hamburg zurückkehrt. Doch wo soll sie hin. Zu ihrer Mutter kann sie nicht, da diese von ihrem Hausarzt umgarnt wird. Dieser war ein Grund ihrer Flucht, da er sie in eine Anstalt stecken will.

Miriam Georg schließt mit dem zweiten und letzten Teil der Auswandererreihe direkt an den ersten Teil an. Die Auswanderungen halten an und die BallinStadt platzt aus allen Nähten. Auch die illegalen Geschäfte im Umfeld der Auswanderungen laufen weiter und die Polizei beginnt mit Ermittlungen. Das setzt Magnus, den Geliebten von Claire unter Druck. Doch auch Quint ist in diese Geschäfte involviert. Entsprechend spannend zeigt sich das Hörbuch. Dabei beschreibt die Autorin die Geschehnisse sehr lebendig und man kann regelrecht in das Geschehen zu Beginn des 20. Jahrhunderts eintauchen.

Im zweiten Teil lernen wir die Hauptprotagonisten Ava, Claire, Quint und Will sehr intensiv kennen. So werden auch immer weitere Details zu deren Vergangenheit offenbart. Die kurzweilige Erzählung gipfelt in einem für mich überraschenden Ende. Während des Hörens hatte ich mir schon so einige Sachen zusammengereimt, doch am Ende wurde ich überrascht. Die Geschichte ist aber schlüssig erzählt. Zum Abschluss des Buches klärt die Autorin noch einige Dinge auf. So erfährt man, welche Aspekte auf historischen Fakten beruhen und wo die künstlerische Freiheit Einzug gehalten hat.

Über insgesamt 36 Stunden hat mich das Hörbuch gut unterhalten. Dabei hat mir der zweite Band besser gefallen als der erste. Das mag auch daran gelegen haben, dass einem die Figuren bereits vertraut waren. Von mir gibt es für die Geschichte sowie die akustische Umsetzung volle 5 Sterne und eine Hörempfehlung.

Veröffentlicht am 09.03.2023

Die magische Welt der Schmetterlinge

The Butterfly Tales: Imogen
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Wir begeben uns in das Reich Agrona. Es herrscht tiefster Winter. Prinzessin Laoghaire und Prinz Anrai haben Langeweile und toben durch das Schloss. Als sie Verstecken spielen, stoßen sie auf ein Turmzimmer. ...

Wir begeben uns in das Reich Agrona. Es herrscht tiefster Winter. Prinzessin Laoghaire und Prinz Anrai haben Langeweile und toben durch das Schloss. Als sie Verstecken spielen, stoßen sie auf ein Turmzimmer. Dieses ist eigentlich immer verschlossen, doch Prinzessin Laoghaire schafft es das Schloss zu öffnen. Doch zu ihrer Überraschung ist das Zimmer leer. Doch rundum an den Wänden befindet sich eine besondere Tapete. Auf ihr entdecken die Kinder Wesen mit Flügeln, Landschaften und vieles mehr. Als sie immer mehr Details entdecken, fangen sie an, daraus eine Geschichte zu machen. Abwechselnd beginnen sie zu erzählen.

In der Geschichte in der Geschichte treffen wir auf Arren und Blake. Blake ist ein Auftragsmörder und zieht mit seinem Freund durch die Wälder. Dabei treffen sie auf Imogen. Sie ist eine Dealan-Dè, ein menschenähnliches Wesen mit Schmetterlingsflügeln. Imogen ist verletzt und erzählt vom Raub eines Schatzes. Die beiden Männer beschließen ihr zu helfen.

Prinzessin Laoghaire und ihr Bruder Prinz Anrai entführen die Leser in eine magische Welt in der wir neben den Dealan-Dè auch Feuerlibellen, Löwenzahnhasen oder Mooshühnern begegnen. Der Erzählstil gefällt mir gut. Die Fantasywelten sind detailliert beschrieben und lassen den Leser tief in die Geschichte eintauchen.

Mir hat das Buch gut gefallen und ich vergebe 4 Sterne. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 08.03.2023

Paris, Schokolade und Magie

Das Geheimnis der Schokomagie (Schokomagie 1)
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Mila Kornblum begibt sich mit ihrer Klasse auf einen Schüleraustausch nach Frankreich. Der vierwöchige Austausch findet immer für die achte Klasse in den Sommerferien statt. Es geht zur Privatschule Saint-Clément ...

Mila Kornblum begibt sich mit ihrer Klasse auf einen Schüleraustausch nach Frankreich. Der vierwöchige Austausch findet immer für die achte Klasse in den Sommerferien statt. Es geht zur Privatschule Saint-Clément in Paris. Mit dabei ist auch ihre beste Freundin Liz. Mila freut sich schon. Dank ihrer Oma hat sie mit der französischen Sprache keine Probleme.

Doch bevor es soweit ist, hat Mila am letzten Schultag ein besonderes Erlebnis. Als ihr der Duft einer Tafel Schokolade ihres Mitschülers in die Nase steigt, bildet sich plötzlich ein Nebel vor ihren Augen. Sie sieht eine Straße und dann wie eine Taube durchs Bild fliegt und ihre auf den Kopf scheißt. Wenig später bewahrheitet sich das Gesehene. Doch wie konnte das sein? Mila hat von ihrer Oma die Gabe des Duftsehens geerbt. Leider hat sie es erst kurz vor dem Tod ihrer Oma erfahren, so dass diese ihr nicht mehr viel darüber erzählt hat.

Nach diesem Erlebnis hat Mila nun Sorgen, dass dies auch auf der Fahrt passieren könnte. Doch zunächst freute sie sich auf ihre Gastschwester Lou. Die Überraschung ist jedoch groß, als Mila in Paris feststellen muss, dass Lou eigentlich Louis heißt und kein Geringerer als der Sohn des französischen Präsidenten ist. Was zunächst nach einer Verwechslung aussieht, hat jedoch seine Richtigkeit und so verbringt Mila die nächsten vier Wochen im Èlysée-Palast.

Das Buch von Mareike Allnoch bildet den Auftakt einer neuen Reihe. Wie zu erwarten hat Mila auch in Paris weitere Visionen und die Leser erfahren nach und nach, genau wie Mila selbst, was es mit diesen Visionen auf sich hat und wie sie ausgelöst werden. Dabei kommen sie üblen Machenschaften im Èlysée-Palast auf die Spur.

Die Geschichte wird flüssig erzählt. Sie bietet eine Mischung aus Spannung, Humor und ein bisschen erste Liebe. Am Ende des Buches gibt es noch ein paar schokoladige Rezepte. Das Buch ist für Kinder ab 10 Jahren gedacht. Die Geschichte um Mila Kornblum passt auch gut für dieses Alter. Doch das Lesen ist durch die zahlreichen französischen Wörter etwas holprig. Unserer Tochter (11) hat das Buch dennoch sehr gut gefallen und sie vergibt 5 Sterne.

Veröffentlicht am 21.02.2023

Kurzweiliger Lernspaß für zwischendurch

133 spannende Quizfragen für schlaue Grundschulkinder
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Wie der Titel schon verrät, finden sich im Buch 133 Fragen für Grundschüler. Diese kommen aus dem Bereich Allgemeinwissen sowie Deutsch, Mathe, Sport, Kunst und Musik. Es gibt immer eine Frage mit drei ...

Wie der Titel schon verrät, finden sich im Buch 133 Fragen für Grundschüler. Diese kommen aus dem Bereich Allgemeinwissen sowie Deutsch, Mathe, Sport, Kunst und Musik. Es gibt immer eine Frage mit drei Antwortmöglichkeiten. Zur Kontrolle gibt es in der zweiten Buchhälfte die richtigen Lösungen sowie eine Erklärung zur Frage.

Die Fragen sind bunt gemischt. Dadurch bietet das Buch einen kurzweiligen Lernspaß. Das Buch ist handlich und eignet sich so auch für Reisen. Ganz nebenbei fördert das Buch spielerisch die Lesekompetenz.

Wer alle 133 Fragen beantwortet hat, kann seine Punkte zusammenzählen und am Ende sein persönliches Ergebnis nachlesen.

Das Buch gefällt uns sehr gut. Es ist abwechslungsreich und durch die ausführlichen Auflösungen kann man auch noch etwas dazulernen. Von uns gibt es 5 Sterne.

Veröffentlicht am 17.02.2023

Ein spannendes und lesenswertes Thriller-Debüt

Blutschuld
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Als Emma Anders die Tiefgarage des Hamburger Gerichts betritt, ahnt sie nichts böses. Doch dann wird sie brutal angegriffen. Obwohl sie seit Jahren keinen aktiven Kampfsport mehr betrieben hat, reagiert ...

Als Emma Anders die Tiefgarage des Hamburger Gerichts betritt, ahnt sie nichts böses. Doch dann wird sie brutal angegriffen. Obwohl sie seit Jahren keinen aktiven Kampfsport mehr betrieben hat, reagiert ihr Körper reflexartig und als die Polizei eintrifft, ist sie zwar verletzt, aber der Angreifer liegt mit einer Schädelverletzung auf dem Betonfußboden.

War der Überfall ein Zufall oder ein gezielter Anschlag auf die Richterin? Als wenig später bei Emmas Tante, Beatrice von Munk, eingebrochen wird und diese nach einer Schussverletzung im Krankenhaus landet, ist sich Emma sicher, dass es sich um gezielte Anschläge handelt. Doch wer steckt dahinter und weshalb ist ihre Familie das Ziel? Anhand der Fingerabdrücke von Emmas Täter, rücken weitere Überfälle ins Licht der Ermittlungen. Es wird eine Soko gebildet, in der die beiden Kommissare Elisabeth Wolf und Marcus Winter mitwirken.

Während Frau Wolf Emma gegenüber eher abweisend auftritt, möchte Marcus Winter sie gern in die Ermittlungen einbeziehen. Zum Einen fühlt er sich zu Emma hingezogen, zum Anderen hat Emma ein gutes Gespür für Details und findet in den Ermittlungsakten Zusammenhänge, die den beiden Kommissaren bislang verborgen geblieben sind.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Emma, Marcus und Aleksander erzählt. Bei Aleksander handelt es sich um den Einbrecher bei Emmas Tante. Er arbeitet im Auftrag und ist auf der Suche nach einem besonderen Siegelring.

Freya von Korff erzählt in ihrem ersten Thriller eine spannende Geschichte um Emmas Familie. Emma lebte die letzten Jahre fernab ihrer Familie. Mit ihren Eltern ist sie zerstritten. Doch die aktuellen Geschehnisse ziehen Emma in den Strudel der Familiengeschichte. Als ihr Aleksander über den Weg läuft, weiß sie, dass ihr sein Gesicht bekannt vorkommt. Doch ihr fällt nicht ein woher. Was verbindet die Beiden und hat es etwas mit den Überfällen zu tun?

Das Buch "Blutschuld" hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und die Geschichte wird in einem schnellen Tempo erzählt. Durch die verschiedenen Sichtweisen bekommt man schnell einen guten Einblick in das Geschehen und die Zusammenhänge. Dennoch bleibt es bis zum Schluss spannend und der Leser erfährt erst kurz vor dem Ende, wer genau hinter den Anschlägen steckt und welchem Zweck sie dienen. Von mir bekommt das Buch volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung. Ich bin schon auf die Fortsetzung "Blutstrafe" gespannt.