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Veröffentlicht am 25.05.2026

Zwischen Filmchaos und Inselromantik

Syltseeliebe
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Mit „SyltSeeLiebe“ gelingt Michelle Schrenk ein humorvoller und gefühlvoller Auftakt zur Reihe „Verliebt auf Sylt“. Die Geschichte entführt die Leser direkt auf die Nordseeinsel Sylt und verbindet Bauernhof-Idylle ...

Mit „SyltSeeLiebe“ gelingt Michelle Schrenk ein humorvoller und gefühlvoller Auftakt zur Reihe „Verliebt auf Sylt“. Die Geschichte entführt die Leser direkt auf die Nordseeinsel Sylt und verbindet Bauernhof-Idylle mit Filmset-Chaos und einer romantischen Liebesgeschichte.

Lina Sörens lebt gemeinsam mit ihren Geschwistern Elsa und Piet auf dem Familienhof. Seit dem frühen Tod ihres Vaters kämpfen die drei darum, den Hof am Leben zu halten. Doch die finanzielle Situation wird immer schwieriger, besonders als auch noch ihr Mitarbeiter Lasse krankheitsbedingt ausfällt. Während Lina versucht, den Überblick zu behalten, entdeckt Piet die Ausschreibung einer Filmfirma, die für einen neuen Film einen Hof auf Sylt sucht. Lina ist davon alles andere als begeistert, denn sie befürchtet, dass die Dreharbeiten den Alltag komplett durcheinanderbringen.

Dann taucht plötzlich Hendrik auf, den Lina zunächst für die neue Aushilfe hält. Doch schnell stellt sich heraus, dass er eigentlich der Hauptdarsteller des Films ist und sich auf seine Rolle vorbereiten möchte. Trotzdem packt er auf dem Hof mit an, was Lina zunächst eher nervt als begeistert. Besonders wütend macht es sie, als er ungefragt die Scheune ihres verstorbenen Vaters aufräumt und damit Erinnerungen berührt, die für Lina noch immer sehr schmerzhaft sind. Doch mit der Zeit kommen sich die beiden näher. Als Lina jedoch zufällig ein Gespräch mithört, gerät ihre Gefühlswelt komplett ins Wanken und sie möchte alles absagen. Zusätzlich sorgt das restliche Filmteam später für reichlich Chaos – besonders die berühmte Influencerin und weibliche Hauptdarstellerin mit ihren zahlreichen Sonderwünschen bringt die Situation immer wieder zum Eskalieren.

Die Geschichte wird mit viel Humor erzählt und lebt vor allem von den sympathischen Figuren und der besonderen Nordseeatmosphäre. Man spürt beim Lesen die Liebe zur Insel und bekommt direkt Lust auf eine kleine Auszeit am Meer. Auch wenn Lina an manchen Stellen vielleicht etwas übertrieben reagiert, passt dies gut zu ihrer emotionalen Situation und macht die Handlung gleichzeitig lebendig und unterhaltsam.

Mir hat diese romantische Nordseegeschichte sehr gut gefallen. Die Mischung aus Bauernhofleben, Filmkulisse und Liebesgeschichte sorgt für viele unterhaltsame Momente. Gleichzeitig schafft es die Autorin, auch die Sorgen und Herausforderungen der Familie glaubwürdig darzustellen. Für mich war „SyltSeeLiebe“ eine wunderbare Wohlfühlgeschichte mit viel Herz und echtem Inselgefühl. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2026

Ein liebevoll gestaltetes Freundebuch mit spannendem Sachwissen

Wieso? Weshalb? Warum? - Meine Kindergarten-Freunde
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Heute möchte ich euch das Freundebuch „Meine Kindergarten-Freunde“ aus dem Ravensburger Verlag vorstellen. Das Buch gehört zur bekannten Reihe Wieso? Weshalb? Warum? und richtet sich an Kinder im Alter ...

Heute möchte ich euch das Freundebuch „Meine Kindergarten-Freunde“ aus dem Ravensburger Verlag vorstellen. Das Buch gehört zur bekannten Reihe Wieso? Weshalb? Warum? und richtet sich an Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren.

Schon beim ersten Durchblättern fällt auf, wie liebevoll und kindgerecht das Freundebuch gestaltet wurde. Direkt am Anfang befindet sich eine praktische Doppelseite als Geburtstagskalender. So lassen sich die Geburtstage aller Kindergartenfreunde übersichtlich festhalten.

Danach folgen die eigentlichen Eintrageseiten. Hier können die Kinder viele persönliche Dinge über sich verraten. Abgefragt werden unter anderem Name, Alter, Kindergartengruppe, Augenfarbe oder Lieblingsfarbe. Besonders schön finde ich, dass es für das Lieblingstier und das Lieblingsessen kleine Felder zum Malen gibt. Dadurch wird das Buch noch persönlicher und kreativer gestaltet. Zusätzlich ist natürlich auch Platz für ein Foto vorhanden.

Besonders gelungen ist die Rubrik „Wusstest du das?“. Auf jeder Seite gibt es kleine interessante Fakten passend zum jeweiligen Thema. Dabei dreht sich alles um Dinosaurier, Tiere, das Meer, die Baustelle oder den Bauernhof. Die dazu passenden Illustrationen sind sehr detailreich gestaltet und zusätzlich beschriftet. Dadurch können Kinder beim Anschauen immer wieder neue Dinge entdecken und spielerisch lernen.

Außerdem gibt es auf jeder Doppelseite kleine Ankreuzfelder, bei denen sich die Kinder zwischen zwei Dingen entscheiden müssen. Das lockert die Seiten zusätzlich auf und sorgt für viel Spaß beim Ausfüllen.

Insgesamt bietet das Freundebuch Platz für 30 Freunde. Gerade im Kindergartenalter ist so ein Erinnerungsbuch eine wunderschöne Idee, um später auf die gemeinsame Zeit zurückblicken zu können.

Uns gefällt die gesamte Aufmachung und Gestaltung wirklich sehr gut. Die Mischung aus klassischem Freundebuch und kleinen Sachwissen-Elementen ist dem Verlag wunderbar gelungen. Dadurch hebt sich das Buch angenehm von vielen anderen Freundebüchern ab und bietet Kindern zusätzlich spannende Entdeckungsmöglichkeiten.

Wer für Kindergartenkinder ein schön gestaltetes und abwechslungsreiches Freundebuch sucht, sollte sich dieses Buch unbedingt einmal anschauen.

Veröffentlicht am 15.05.2026

Eine grandiose Fortsetzung

Dorn. Ruf der Toten
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Heute möchte ich den zweiten Band der Dorn-Reihe vorstellen. Er heißt „Dorn – Ruf der Toten – Zimmer 203“ von Jan Beck. Das Buch konnte mich von der ersten Seite an fesseln. Ich konnte es kaum aus der ...

Heute möchte ich den zweiten Band der Dorn-Reihe vorstellen. Er heißt „Dorn – Ruf der Toten – Zimmer 203“ von Jan Beck. Das Buch konnte mich von der ersten Seite an fesseln. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und habe die 474 Seiten in nur vier Tagen durchgelesen.

Simon Dorn lebt weiterhin im heruntergekommenen Hotel Dornwald, das immer mehr verfällt. Als er den Kauf eines Ersatzteils für das alte Motorrad seines Großvaters plant und dafür seinen Kontostand überprüft, entdeckt er plötzlich eine Überweisung über 20.000 Euro. Als Verwendungszweck sind lediglich eine Handynummer und der Messenger-Dienst Telegram angegeben. Das Geld stammt von Susanne Roth, einer bekannten TV-Psychologin.

Dorn nimmt Kontakt zu ihr auf und sie bittet ihn um Hilfe. Der weitere Austausch erfolgt ausschließlich über Telegram. Da ihm die Sache merkwürdig vorkommt, schickt er Lea Wagner zu Roth. Dort erwartet sie allerdings ein schockierender Anblick: Susanne Roth ist tot. Verdurstet sitzt sie neben einem Hochleistungscomputer, auf dem offenbar eine Künstliche Intelligenz läuft.

Zur gleichen Zeit verschwindet der Arzt Michael Bergmann auf dem Heimweg spurlos. Auch er nimmt Kontakt zu Dorn auf. Schnell wird klar, dass die Fälle miteinander verbunden sind und sich hinter allem weit mehr verbirgt, als zunächst zu erkennen ist.

Jan Beck erzählt diesen überaus spannenden Thriller in mehreren parallelen sowie einem zeitversetzten Erzählstrang. Durch die ständigen Wechsel zwischen dem Kriminalpsychologen Simon Dorn, dem Chirurgen Michael Bergmann, der Polizistin Lea Wagner, der Journalistin Tamara Weigert und dem Polizisten Nico Vogler bleiben die Kapitel angenehm kurz und der Spannungsbogen wird dauerhaft hochgehalten. Gleichzeitig ermöglichen die verschiedenen Perspektiven einen besonders intensiven Blick auf die Ereignisse.

Vor allem das Thema Künstliche Intelligenz spielt in diesem Thriller eine essenzielle Rolle. Das Buch zeigt eindrucksvoll, welche Gefahren durch Identitätsdiebstahl und moderne Technologien entstehen können. Wo früher gestohlene Geldkarten genutzt wurden, sorgen heute gefälschte Videos, Stimmen oder Telefonanrufe dafür, dass Wahrheit und Manipulation kaum noch voneinander zu unterscheiden sind.


Jan Beck hat diese hochaktuellen Themen hervorragend in die Handlung eingebunden und daraus einen packenden Thriller geschaffen, der mich komplett überzeugen konnte. Die düstere Atmosphäre, die ständigen Wendungen und das hohe Tempo machen „Zimmer 203“ zu einem echten Pageturner. Von mir gibt es dafür volle 5 von 5 Sterne. Nun bin ich sehr gespannt auf den dritten und vermutlich letzten Teil der Reihe, in dem wir einen Blick in das geheimnisvolle Zimmer 777 werfen dürfen.

  • Einzelne Kategorien
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.04.2026

Verschwunden in der Mühle – eine falsche Fährte an der Förde

Möwen, Seegang, falsche Fährte - Anni Gade und die Fördemorde
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Mit „Möwen, Seegang, falsche Fährte“ legt Inga Schneider den dritten Band ihrer Reihe „Anni Gade und die Fördemorde“ vor – und erneut wird es spannend in Flensburg.

Worum geht es?
Annis Freundin Nele ...

Mit „Möwen, Seegang, falsche Fährte“ legt Inga Schneider den dritten Band ihrer Reihe „Anni Gade und die Fördemorde“ vor – und erneut wird es spannend in Flensburg.

Worum geht es?
Annis Freundin Nele möchte an einem Fotowettbewerb zum Thema „Lost Places“ teilnehmen. Dafür hat sie sich die alte Mühle ausgesucht – ein Ort, der schon beim ersten Besuch eine unheimliche Atmosphäre ausstrahlt. Während eines Fotoshootings bei Sonnenaufgang bleibt zunächst alles ruhig.

Doch Nele will mehr: Einige Tage später kehrt sie zur Mühle zurück, um bei Vollmond weitere Aufnahmen zu machen. Anni begleitet sie zwar, wartet diesmal aber draußen – zu mulmig ist ihr das Ganze. Als Nele zur vereinbarten Zeit nicht zurückkehrt, wächst die Sorge. Anni alarmiert Kommissar Jan Christiansen, und gemeinsam betreten sie die Mühle. Doch von Nele fehlt jede Spur. Nur ihr Fotoapparat bleibt zurück.

Im Laufe der Ermittlungen stoßen Anni und Jan auf eine Spur, die sie in eine ganz andere Richtung führt als zunächst gedacht: Es geht um gefälschte Bilder, und die Nachforschungen reichen schließlich bis an die deutsch-dänische Grenze.

Meine Meinung
Auch im dritten Band gelingt es Inga Schneider, die besondere Atmosphäre der Förde und der Stadt Flensburg einzufangen. Wer die ersten beiden Teile kennt, wird sich sofort wieder heimisch fühlen: Die vertrauten Figuren sind zurück, und die Entwicklungen zwischen Anni und Kommissar Jan Christiansen werden stimmig weitergeführt. Natürlich ist auch wieder Erpel Hugo dabei.

Während Anni in den vorherigen Bänden bereits bewiesen hat, dass sie sich nicht so leicht aus Ermittlungen heraushalten lässt, spitzt sich die Situation diesmal noch stärker zu – schließlich geht es um ihre eigene Freundin. Gerade dieser persönliche Bezug verleiht der Geschichte zusätzliche Spannung und Emotionalität.

Wie schon zuvor bittet Jan Christiansen sie, sich aus allem herauszuhalten, um sie zu schützen. Doch wer die Reihe kennt, weiß: Anni folgt eher ihrem Herzen als solchen Bitten – und genau das macht ihren Charakter so authentisch und sympathisch.

Der Fall selbst ist wieder spannend konstruiert und hält einige Wendungen bereit. Besonders die düstere Kulisse der alten Mühle sorgt für eine durchgehend beklemmende Stimmung.

Fazit
Ein gelungener dritter Band, der die Stärken der Reihe konsequent fortführt und gleichzeitig die persönliche Ebene noch intensiver gestaltet. Fans der ersten beiden Teile kommen hier voll auf ihre Kosten – und auch Neueinsteiger dürften schnell in die Geschichte hineinfinden.

Eine klare Leseempfehlung für alle, die regionale Krimis mit starken Figuren und atmosphärischen Schauplätzen lieben.

Veröffentlicht am 17.04.2026

Das Signal – Wem kannst du noch trauen?

Das Signal
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Mit Das Signal liefert Ursula Poznanski erneut einen spannenden Psychothriller, der den Hörer bis zum Schluss im Ungewissen lässt. Das Hörbuch wird von Tessa Mittelstaedt eindrucksvoll gelesen und überzeugt ...

Mit Das Signal liefert Ursula Poznanski erneut einen spannenden Psychothriller, der den Hörer bis zum Schluss im Ungewissen lässt. Das Hörbuch wird von Tessa Mittelstaedt eindrucksvoll gelesen und überzeugt durch seine dichte Atmosphäre.

Inhalt
Viola hatte einen schweren Unfall, bei dem sie ihr Bein verloren hat. Seitdem ist sie an ihr Zuhause gebunden – und auch ihre Erinnerungen an den Unfallhergang fehlen. Warum befand sie sich überhaupt in dem einsturzgefährdeten Weinkeller ihres neuen Hauses?

Ihr Mann engagiert eine Pflegekraft, doch diese wirkt auf Viola eher wie eine Aufseherin. Als sie zufällig auf eine Werbung für Tracker stößt, kommt ihr eine Idee: Sie bestellt ein Set und beginnt, verschiedene Gegenstände damit auszustatten. Schon bald verfolgt sie die Wege ihres Mannes und der Pflegekraft per App. Doch nicht nur deren Bewegungen erscheinen merkwürdig – auch andere Personen in ihrem Umfeld geraten in ihren Fokus.

Je intensiver Viola die Daten analysiert, desto mehr Ungereimtheiten fallen ihr auf. Doch was ist real – und was entspringt vielleicht nur ihrer Fantasie?

Meine Meinung
Die Geschichte entwickelt schnell einen starken Sog. Besonders gelungen ist, dass man als Hörer lange im Unklaren darüber bleibt, ob Viola tatsächlich einer Verschwörung auf der Spur ist oder ob ihre Wahrnehmung durch die traumatischen Ereignisse beeinflusst wird. Dieses Spiel mit der Unsicherheit sorgt für durchgehend hohe Spannung.

Nach und nach werden zudem Details aus Violas Vergangenheit enthüllt, die das Gesamtbild immer wieder verändern und neue Fragen aufwerfen.

Tessa Mittelstaedt gelingt es hervorragend, die düstere und teilweise beklemmende Stimmung des Hörbuchs zu transportieren. Ihre Stimme passt sehr gut zur Protagonistin und verstärkt die emotionale Wirkung der Geschichte.

Im Vergleich zu Die Burg erreicht Das Signal für mich zwar nicht ganz das gleiche Niveau, dennoch handelt es sich um einen durchweg gelungenen Psychothriller, der bis zum Ende fesselt.

Fazit
Ein spannendes Hörbuch mit einer interessanten Grundidee und einer konstanten Atmosphäre der Unsicherheit. Kleine Abstriche im Vergleich zu anderen Werken der Autorin verhindern die Höchstwertung, aber insgesamt bleibt ein sehr überzeugendes Gesamtpaket.