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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.11.2021

Tierisch viel los

Tiere im Wald & auf der Wiese
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In der Reihe NaturDetektive des Bundesamtes für Naturschutz ist das Buch "Tiere im Wald und auf der Wiese" erschienen. Zu Beginn des Buches gibt es eine kurze Einführung. Dann folgen die Kapitel:

Säugetiere ...

In der Reihe NaturDetektive des Bundesamtes für Naturschutz ist das Buch "Tiere im Wald und auf der Wiese" erschienen. Zu Beginn des Buches gibt es eine kurze Einführung. Dann folgen die Kapitel:

Säugetiere (Raubtiere, Paarhufer, Hasenartige, Nagetiere, Insektenfresser, Fledertiere)
Reptilien
* Amphibien

Bei den Raubtieren gibt es die Klassiker Fuchs und Wolf, aber auch seltenere Tiere wie den Luchs. Erklärt werden jeweils die Merkmale sowie der Lebensraum. Unter dem Titel "Schon gewusst?" gibt es zu jedem Tier noch eine besondere Info.

Paarhufer wie Damwild und Rehwild oder Wildschweine gehören zu den weiteren heimischen Tierarten, die wir mit etwas Glück auch in unserer Nähe entdecken können.

Bei den Hasenartigen gehören wohl der Feldhase und das Wildkaninchen zu den am häufigsten gesehenen Tieren.

Doch auch ohne die Tiere zu sehen, kann man sich auf die Suche begeben. Ob im aufgeweichten Waldboden oder später im Schnne, wer genau guckt, wird viele verschiedene Spuren entdecken. Diesen wurde auch eine Doppelseite gewidmet.

Bei den Nagetieren gehören wohl Eichhörnchen und Biber zu den bekanntesten. Hin und wieder kann man aber auch eine Bisamratte entdecken .

Das Buch soll aber nicht nur über die Tiere informieren, sondern auch für eine Beschäftigung der kleinen Naturforscher sorgen. So gibt es eine Bastelanleitung für einen Fledermauskasten.

Weiter geht es mit den Reptilien. Zauneidechsen und Blindschleichen konnten wir bei uns schon häufig beobachten.

Am Ende des Buches gibt es noch einen Quiz mit 12 Fragen, mit dem die Kinder ihr Wissen zu Wildtieren testen können.

Uns gefällt das Buch sehr gut und wir vergeben 5 Sterne.

Veröffentlicht am 21.11.2021

Mord verjährt nie, auch nicht nach 60 Jahren

Tiefe Wunden (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 3)
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Ein 92-jähriger Mann wird mit einem Genickschuss in seinem eigenen Haus ermordet. Er war Überlebender des Holocaust und Berater der amerikanischen Regierung. Was steckt hinter dem Mord? Kurz darauf kommt ...

Ein 92-jähriger Mann wird mit einem Genickschuss in seinem eigenen Haus ermordet. Er war Überlebender des Holocaust und Berater der amerikanischen Regierung. Was steckt hinter dem Mord? Kurz darauf kommt es zu zwei weiteren Morden nach dem gleichen Muster. Hauptkommissar Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff ermitteln. Doch keine 24 Stunden nach dem ersten Mord taucht der Sohn des Toten auf und sorgt dafür, dass die Leiche sofort überführt wird. Hängt diese Eile womöglich mit dem Fund zusammen, den die Gerichtsmedizin gerade noch bei der Obduktion entdeckt hat? Am Arm des Toten befindet sich eine kaum erkennbare Blutgruppentätowierung, wie sie nur Angehörige der SS getragen haben.

Im Laufe der Ermittlungen deutet immer mehr auf ein 60 Jahre altes Geheimnis, dass die Opfer miteinander verbunden hat. Nele Neuhaus macht mit dem Hörer eine Zeitreise in die 40er Jahre und stellt gekonnt nach und nach die Verbindung zur heutigen Zeit her.

Neben den kriminalistischen Ermittlungen spielt auch wieder das Privatleben der Hauptprotagonisten eine Rolle, was die Erzählung etwas auflockert und der Buchreihe einen unverwechselbaren Charakter gibt.

"Tiefe Wunden" ist der dritte Fall in der Bodenstein-Kirchhoff-Reihe. Er ist diesmal sehr geschichtsträchtig. Die Geschichte wird spannend erzählt, doch bei der großen Zahl von Protagonisten, verliert man auch schonmal den Überblick. Hier wäre weniger mehr gewesen. Der Gesamtplot gefällt mir aber gut und auch Oliver Siebeck hat wieder hervorragend gelesen.

Insgesamt gebe ich dem Hörbuch 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 19.11.2021

Auf der Suche nach Boss

Der einzig wahre Bob
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Nach Ivan erzählt nun der Streuner Bob, wie die Geschichte der drei Freunde weitergeht. Der Gorilla Ivan und das Elefantenbaby Ruby leben im Zoo, während Bob ein zuhause bei Julia gefunden hat. Mit ihr ...

Nach Ivan erzählt nun der Streuner Bob, wie die Geschichte der drei Freunde weitergeht. Der Gorilla Ivan und das Elefantenbaby Ruby leben im Zoo, während Bob ein zuhause bei Julia gefunden hat. Mit ihr kann er regelmäßig seine beiden Freunde besuchen.

Bei einem seiner Besuche zieht plötzlich ein Unwetter auf. Erst ist nur ein fernes Grollen zu hören, doch dann fallen die ersten Tropfen und auf einmal fängt Bob an zu fliegen. Quer durch den Zoo fegt ein Tornado. Als Bob wieder landet, sucht er nach seinen Freunden, doch die Gehege der Gorillas und Elefanten sind stark beschädigt und von seinen Freunden ist nichts zu sehen.

"Der einzig wahre Bob" ist wieder in Tagebuchform geschrieben. Diesmal jedoch aus der Sicht von Bob. Neben dem Tornado im Zoo geht es diesmal um die Suche nach Bobs Schwester Boss. Katherine Applegate erzählt die Geschichte eines Hundes. Der Erzählstil ist durch die Tagebuchform etwas ungewöhnlich und nicht so ganz mein Geschmack. Da mir die Geschichte an sich aber gut gefällt, vergebe ich 4 von 5 Sterne. Durch die kurzen Kapitel ist das Buch auch gut für junge Leser geeignet.

Veröffentlicht am 14.11.2021

Tagebuch eines Gorillas

Der einzig wahre Ivan
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Ivan ist ein Silberrücken-Gorilla. Er lebt als Attraktion in einem Einkaufszentrum. Das Leben ist sehr trist. Doch er hat auch Freunde, wie die alte Elefantendame Stella oder den Streuner Bob, der ihn ...

Ivan ist ein Silberrücken-Gorilla. Er lebt als Attraktion in einem Einkaufszentrum. Das Leben ist sehr trist. Doch er hat auch Freunde, wie die alte Elefantendame Stella oder den Streuner Bob, der ihn regelmäßig besucht. Und dann ist da auch noch Julia, die Tochter des Tierpflegers. Als sie ihm ihre Stifte gibt, fängt Ivan an zu malen.

Als eines Tages das Elefantenbaby Ruby als neue Attraktion ins Einkaufszentrum kommt, wird alles anders und Ivan merkt, dass die Tiere ein anderes Leben brauchen. Gemeinsam planen sie die Flucht...

Katherine Applegate wurde für ihr Buch von der wahren Geschichte eines gefangenen Gorillas inspiriert. Sie hat das Buch in Tagebuchform geschrieben und zwar aus der Sicht von Ivan. Er erzählt in kurzen Kapiteln wie er die Welt um sich herum erlebt.

Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich den Film gesehen, der mir sehr gut gefallen hat. Beim Buch konnte ich mich nicht so recht mit dem Schreibstil anfreunden. Daher vergebe 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 07.11.2021

Eine Geschichte aus dem wahren Leben

Als die Welt stehen blieb
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"Als die Welt stehen blieb" ist ein Tagebuch der fünfköpfigen Familie Lunde aus Norwegen. Maja Lunde ist als Autorin das Arbeiten im Homeoffice gewohnt. Als in Norwegen jedoch auf Grund der Pandemie ein ...

"Als die Welt stehen blieb" ist ein Tagebuch der fünfköpfigen Familie Lunde aus Norwegen. Maja Lunde ist als Autorin das Arbeiten im Homeoffice gewohnt. Als in Norwegen jedoch auf Grund der Pandemie ein Lockdown verhängt wird, steht auch sie, wie viele Eltern auf der ganzen Welt vor dem Spagat zwischen Homeoffice und Homeschooling. Plötzlich ist die ganze Familie immer zu hause. Was zunächst nach gemütlichem Familienleben klingt, entwickelt sich zunehmend zu einer aggressiven Stimmung. Alle sind gereizt und genervt. Die Kinder vermissen das Lernen mit den Freunden und den Eltern fehlt die Konzentration beim Arbeiten.

"Ich habe eine Affäre mit Corona, das ist wie ein Seitensprung, ein destruktives, heimliches Verhältnis, ich sitze hier im Dunkeln, und nur das Display erhellt mein Gesicht, ich bin völlig übermüdet, mein Mann liegt dort drinnen im Bett und schläft, aber ich verbringe all meine Zeit mit der Pandemie, nicht einmal nachts kann ich mich davon losreißen."

In ihrem Buch beschreibt Maja Lunde gut, wie sie mit dieser für alle neuen Situation umgehen. Das Buch ist als eine Art Tagebuch vom 11. bis 29. März 2020 geschrieben. Während des Lesens sind mir viele Parallelen zu unserem Leben in Deutschland aufgefallen. Maja Lunde gibt in ihrem Buch sehr persönliche Einblicke in ihr Leben. Sie berichtet von der Angst etwas falsch zu machen und ihre Sorge um das Leben der Großeltern. Aber auch von dem Zwang immer die neuesten Informationen zur Pandemie zu haben, so dass das Tablet und Smartphone zum ständigen Begleiter werden. Und am Ende stellt sie die Frage, die wir leider auch heute noch nicht beantworten können, wie lange wird die Pandemie noch andauern.

Nun mag sich der eine oder andere fragen, ob wir dieses Buch wirklich brauchen. Ich bin der Meinung, auch wenn es bereits viele Bücher zur Pandemie gibt und wir einfach nur unser normales Leben zurückhaben wollen, so lautet die Antwort ja. Das Buch ist eine sehr emotionale Dokumentation direkt aus dem Leben, geschrieben bevor alles vorbei ist. Es ist ein Buch der Hoffnung, dass die Menschheit auch diese Pandemie überstehen wird. Und vielleicht ist es auch ein Buch für die späteren Generationen, die sich fragen, wie war das damals eigentlich als die Welt stehen blieb.