Zwischen Unterdrückung, Magie und zarter Hoffnung
Rose in ChainsIch habe das Buch wegen des „Dramione“-Hypes gekauft und war dementsprechend neugierig – und mit hohen Erwartungen gestartet. Teilweise wurden diese erfüllt: Die Story ist spannend, wendungsreich und mit ...
Ich habe das Buch wegen des „Dramione“-Hypes gekauft und war dementsprechend neugierig – und mit hohen Erwartungen gestartet. Teilweise wurden diese erfüllt: Die Story ist spannend, wendungsreich und mit einem faszinierenden Magiekonzept versehen. Wer düstere, konfliktreiche Fantasy mit einer Prise Romantik mag, dürfte hier auf seine Kosten kommen.
Briony lebt in einer Welt, in der Frauen wenig gelten und sich strengen gesellschaftlichen Regeln beugen müssen. Zwischen familiären Erwartungen, Schulalltag und gefährlichen Geheimnissen kämpft sie um Freiheit – und begegnet dabei Toven, einem Jungen, der ihre Überzeugungen ins Wanken bringt.
Die Art, wie Briony in der Schule behandelt wird und was ihr Vater von ihr verlangt, hat mich stellenweise wirklich wütend gemacht. Diese ständige Unterdrückung und das „Frauen müssen sich fügen“-Denken waren schwer zu ertragen – gleichzeitig aber erschreckend realistisch dargestellt. Die Haltung der Jungs: einfach ekelhaft.
Umso spannender fand ich Brionys Entwicklung und die Beziehung zu Toven. Zwischen Misstrauen, Loyalität und unausgesprochenen Gefühlen entsteht eine fesselnde Dynamik, die das Buch trägt. Auch das Magiesystem ist kreativ und gut durchdacht.
Kleine Kritikpunkte: Einige Rechtschreibfehler haben mich kurz aus dem Lesefluss gebracht. Außerdem ging es stellenweise brutaler zu, als ich es nach dem Hype erwartet hatte – Liebe und Romantik standen eher im Hintergrund.
Insgesamt eine mitreißende, manchmal schwer verdauliche Geschichte über Stärke, Unterdrückung und Selbstfindung.
⭐️ 3,5 von 5 Sternen – Tendenz nach oben für Atmosphäre und Spannung, nach unten für die Brutalität und den fehlenden Romantikfokus.