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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2025

Zu viele inhaltliche Wiederholungen

Monsieur le Comte und die Kunst der Entführung
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Lucien bleibt seiner Maxime treu: er führt die Aufträge seines Onkels aus, aber er tötet seine Opfer nicht. Dieser dritte Band ist deutlich besser als der zweite. Aber stellenweise ziemlich langatmig und ...

Lucien bleibt seiner Maxime treu: er führt die Aufträge seines Onkels aus, aber er tötet seine Opfer nicht. Dieser dritte Band ist deutlich besser als der zweite. Aber stellenweise ziemlich langatmig und ich glaube, dass das etwas mit dem Lektorat zu tun haben könnte. Die Geschichte an sich ist spannend, aber die steten inhaltlichen Wiederholungen stören ungemein den Lesefluss. Im Vorwort erklärt Lucien, wer er ist und was die Aufgabe der Erstgeborenen ist. Und diese Aufgabe beziehungsweise das, was er daraus macht, wird mindestens auf jeder vierten Seiten wiederholt.

Nicht alles Leser sind so doof, dass sie sich grundlegende Einzelheiten nicht merken können. Der Krimi an sich entwickelt sich wunderbar und hat unerwartete Ereignisse auf Lager. Aber die Redundanzen machen fast alles zunichte. Sehr störend.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Guter Abschluss

Der Dorfladen - Wie das Schicksal spielt
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Dingelbach, das fiktive Dorf in der Nähe von Frankfurt am Main. Die drei Schwestern kümmern sich immer noch um den Dorfladen der Mutter, aber auch um ihre eigenen Belange. Dieses Mal steht das Dorfleben ...

Dingelbach, das fiktive Dorf in der Nähe von Frankfurt am Main. Die drei Schwestern kümmern sich immer noch um den Dorfladen der Mutter, aber auch um ihre eigenen Belange. Dieses Mal steht das Dorfleben im Zentrum und um das, was Dorfkinder ausmacht im Gegensatz zu den Stadtkindern.

Anne Jacobs schreibt so, dass man das Klingeln der Glocke im Dorfladen, wenn die Tür geöffnet wird, fast hört. Man sieht förmlich, wie die Gardinen leicht zur Seite geschoben werden, um ungesehen das Geschehen auf der Straße mitzubekommen. Und man fiebert mit den drei Haller-Mädchen mit. Alle gehen sie ihren eigenen Weg und bleiben sich selbst und ihrer Familie treu. Die tratschenden Weiber, die Streitereien der Bauern, die Intrigen und die städtische Oma in Frankfurt – alles bekommt man gefühlt hautnah mit. Bildlich verfasst und nicht so detailliert, das man wirklich gerne weiter liest und sich über Ida, Frieda und Herta freut oder wundert.
Was das Leben vom Dorf von dem in der Stadt für die Schwestern und andere damalige Dorfkinder unterscheidet: die vom Dorf mussten mitarbeiten. Die Volksschule hatte zu genügen, nach Höherem strebten nur wenige. Am Verstand lag es nicht , aber es gab mehr Möglichkeiten in der Stadt. Es ist der letzte Teil der Trilogie und die Lebenswege der drei Hauptfiguren bleiben offen. Bis zur letzten Seite ist das dicke Buch ein wahrer Lesegenuss!

Veröffentlicht am 14.11.2025

Nicht ganz so gut wie der erste Teil

Wilderland – Das Feuer
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Die Jugendlichen Calum, Skye, Jasleen und Miro haben ihre Verfolger abgeschüttelt und sind untergetaucht. Doch die kanadische Grenze bietet keine Sicherheit und so ziehen sie weiter, um den fünften zu ...

Die Jugendlichen Calum, Skye, Jasleen und Miro haben ihre Verfolger abgeschüttelt und sind untergetaucht. Doch die kanadische Grenze bietet keine Sicherheit und so ziehen sie weiter, um den fünften zu finden, der dem militärischen Experiment entkam.

Alle sind gezeichnet von der Tierart mit der sie jeweils verbunden sind und dessen besondere Fähigkeiten sie ebenfalls haben. Es beginnt ein Roadtrip und damit verbunden sind einige Woche, die typisch für Schüler sind. Und zugleich auch wieder nicht. Denn zwischendrin passiert vieles. Dieser zweite Band ist nicht so gut, wie der erste. Ab der Mitte wird die Geschichte jedoch deutlich besser. Die Gefahr ist immer noch da, aber anders als im ersten nicht ständig bemerkbar. Geschrieben ist der Roman im typischen Stil von Gina Mayer: so, dass man die Geschichte unbedingt lesen will. Bin gespannt auf den dritten Teil!

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Einfühlsam

Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels
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Angelika Moser wuchs in ärmlichen Verhältnissen in Wien auf. Nun ist sie erwachsen, tanzt immer noch so gerne wie früher und ist Buchhalterin in einem der letzten Grand Hotels. Ihr Lebensstil ist ziemlich ...

Angelika Moser wuchs in ärmlichen Verhältnissen in Wien auf. Nun ist sie erwachsen, tanzt immer noch so gerne wie früher und ist Buchhalterin in einem der letzten Grand Hotels. Ihr Lebensstil ist ziemlich verschwenderisch.

Angelika wirkt sympathisch. Sie wuppt ihr Leben als Alleinerziehende, hat Freunde, versteht sich gut mit ihren Kollegen und dem Sohn ihres Chefs. Man bekommt viel von ihr und ihrer Vergangenheit mit. Mittendrin finden sich sachliche Berichte zu ihr, die so gar nicht zu dem bisherigen passen. Der Roman stellt die Vergangenheit nach, die Berichte die Gegenwart. Angelika hat wirklich gelebt und ihre Vergehen gestanden. Wie es dazu kam und worum es sich überhaupt handelt, erfährt man so nach und nach.
Sehr einfühlsam erzählt und so, dass die Menschen und Angelikas Handeln, ihre Gründe im Vordergrund stehen.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Wunderbar und spannend

Feenfluch – Dein Wunsch soll erfüllt werden ...
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Dornröschen – ganz anders erzählt. Und zwar aus der Perspektive ihrer Freundin Kaelith, der Tochter der Schneiderin, die dem Fluch entkam, weil sie zu dieser Zeit weg entfernt vom Schloss weilte.

Der ...

Dornröschen – ganz anders erzählt. Und zwar aus der Perspektive ihrer Freundin Kaelith, der Tochter der Schneiderin, die dem Fluch entkam, weil sie zu dieser Zeit weg entfernt vom Schloss weilte.

Der „Rat der Dreizehn“ besteht aus dreizehn Feenköniginnen, von denen eine die der Rosen und Dornen ist. Vor sie muss die einzige Person treten, die nach sieben Jahren nach Inkrafttreten des Fluches einen Wunsch äußern darf. Aber dieser hat einen Preis…

Kaelith war mir sofort sympathisch ebenso wie die Alte, die sie auf dem Markt anspricht und zum Magier Thorn schickt. Zusammen mit einem flauschigen Freund betreten sie das Reich der Feen. Sie erleben einige Abenteuer bei denen Kaelith auf die Probe gestellt wird ohne es zu merken. Es dreht sich zwar alles darum, den Fluch aufzuheben. Aber Handel erzählt das Märchen nicht neu. Er erfand einen wunderbaren Fantasyroman rund um das, was auch gewesen sein könnte. Elarose wird von keinem Prinzen wachgeküsst, aber ein Kuss spielt am Ende doch eine Rolle – nur ganz anders!
Der Schreibstil ist flüssig und locker, so dass man weiterlesen will. Und die Spannungsbögen sind hervorragend gesetzt. Wer keine Angst vor wehrhaften Kaninchen, betörenden Vögeln oder Feen hat, sollte diesen Roman unbedingt lesen!

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