Warmherzig verfasst und gut zu lesen!
Der Sommer der InseltöchterSommer 1842 im dänischen Herzogtum Schleswig zu dem auch die nordfriesischen Inseln Sylt und Föhr gehören. Dort wachsen die drei Töchter der Familie Lassen aus Keitum und Ellen aus Wyk auf. Im Zentrum
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Sommer 1842 im dänischen Herzogtum Schleswig zu dem auch die nordfriesischen Inseln Sylt und Föhr gehören. Dort wachsen die drei Töchter der Familie Lassen aus Keitum und Ellen aus Wyk auf. Im Zentrum
stehen Merret Lassen und ihre Töchter. Aber auch Ellen mischt mit und ein königlicher Besuch auf Föhr. Die Mädchen haben ziemlich moderne Ansichten und leben doch im strengen Gefüge des jeweiligen Dorfes. Das Gefolge des dänischen Königs bringt Schwung hinein.
Da ich sowohl Föhr als auch Sylt kenne und schätze, sprang mich die Geschichte geradezu an. Es ist kein seichter Wohlfühlroman sondern ein gut recherchierter, der die Gegensätze der Inseln zum damaligen Zeitpunkt fein hervorhebt. Wyk war früher das mondäne Kurbad der Reichen und Schönen. Also das, wofür Kampen heute steht. Dazu kommen Strandläufer, die nachts die Strände nach Schiffbrüchigen absuchen, und Menschen, die die deren Rettung verbessern wollen. Das Leben auf Inseln war und ist härter als am Festland. Es gibt andere Herausforderungen und gleichzeitig wirkt manches, wie eine Art Spiegel des Festlandes. Dann, wenn im Sommer die Urlauber kommen und vieles für ein paar Wochen im Jahr auf den Kopf zu stellen scheinen. Mitten in diesen Strömungen sind die Hauptfiguren und müssen sich behaupten.