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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2026

Warmherzig verfasst und gut zu lesen!

Der Sommer der Inseltöchter
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Sommer 1842 im dänischen Herzogtum Schleswig zu dem auch die nordfriesischen Inseln Sylt und Föhr gehören. Dort wachsen die drei Töchter der Familie Lassen aus Keitum und Ellen aus Wyk auf. Im Zentrum

stehen ...

Sommer 1842 im dänischen Herzogtum Schleswig zu dem auch die nordfriesischen Inseln Sylt und Föhr gehören. Dort wachsen die drei Töchter der Familie Lassen aus Keitum und Ellen aus Wyk auf. Im Zentrum

stehen Merret Lassen und ihre Töchter. Aber auch Ellen mischt mit und ein königlicher Besuch auf Föhr. Die Mädchen haben ziemlich moderne Ansichten und leben doch im strengen Gefüge des jeweiligen Dorfes. Das Gefolge des dänischen Königs bringt Schwung hinein.

Da ich sowohl Föhr als auch Sylt kenne und schätze, sprang mich die Geschichte geradezu an. Es ist kein seichter Wohlfühlroman sondern ein gut recherchierter, der die Gegensätze der Inseln zum damaligen Zeitpunkt fein hervorhebt. Wyk war früher das mondäne Kurbad der Reichen und Schönen. Also das, wofür Kampen heute steht. Dazu kommen Strandläufer, die nachts die Strände nach Schiffbrüchigen absuchen, und Menschen, die die deren Rettung verbessern wollen. Das Leben auf Inseln war und ist härter als am Festland. Es gibt andere Herausforderungen und gleichzeitig wirkt manches, wie eine Art Spiegel des Festlandes. Dann, wenn im Sommer die Urlauber kommen und vieles für ein paar Wochen im Jahr auf den Kopf zu stellen scheinen. Mitten in diesen Strömungen sind die Hauptfiguren und müssen sich behaupten.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Wohlfühlroman mit etwas Tiefe

A Taste of Cornwall: Ein Löffel Glück
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Annabelle hat jahrelang als Model gearbeitet, aber nun braucht sie etwas anderes. Eine Art Moderations-Auftrag für eine Kochshow führt sie nach Cornwall – ausgerechnet in das Dorf ihrer Kindheit.

Was ...

Annabelle hat jahrelang als Model gearbeitet, aber nun braucht sie etwas anderes. Eine Art Moderations-Auftrag für eine Kochshow führt sie nach Cornwall – ausgerechnet in das Dorf ihrer Kindheit.

Was sich im ersten Moment liest, wie ein reiner Kitschroman, bleibt es glücklicherweise nicht. Ja, ein Wohlfühlroman, der auch als gute Bettlektüre durchgeht. Zumindest anfänglich. Später will man mehr wissen und amüsiert sich herrlich über die verschrobene „Alte“ mit der Annabelle sich anfreundet. Und auch Fynn hat etwas zu verbergen, wenn auch anders als Annabelle denkt. Denn Fynn kennt ihre alte Branche sehr gut. Sie ist unter Pseudonym unterwegs und trägt die Frisur völlig anders als früher, so dass nicht einmal alte Freunde ihres Vaters sie wiedererkennen.

Was den Roman abhebt, sind die tieferen Schichten von Annebelle. Ein Klacks von Familiendrama wurde verrührt und mit einer Prise Würze vermengt. Ein paar Alpakas und Abgründe einer Kochshow bringen das nötige Salz in die Romansuppe. Wunderbar zu lesen!

Veröffentlicht am 06.02.2026

Klasse!

Der Hof der silbernen Nacht
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Niva ist eine Sonnenelfe und Wandlerin. Sie kann binnen Sekunden eine andere Gestalt annehmen. Das macht sich ihr Arbeitgeber zunutze, indem er mit gefährliche Aufträgen beauftragt.


Für den aktuellen ...

Niva ist eine Sonnenelfe und Wandlerin. Sie kann binnen Sekunden eine andere Gestalt annehmen. Das macht sich ihr Arbeitgeber zunutze, indem er mit gefährliche Aufträgen beauftragt.


Für den aktuellen bekommt sie ein Sehertierchen mit und muss an den Königshof der Dunkelelfen ziehen. Mit deren König sie noch ein Hühnchen zu rupfen hat, aber da entwickelt sich etwas in eine völlig andere Richtung.
Es ist ein Romantasy-Titel, aber eher Fantasy mit Romance. Die Liebe kommt erst an dritter Stelle und das tut diesem Roman ungeheuer gut. Die Geschichte driftet nicht, wie so viele Titel dieses Genres, irgendwann total ins Schnulzige ab. Sie bleibt dauerhaft anregend, interessant und mit gut gesetzten Spannungsbögen so, dass man sich mit ihr gerne für ein paar Stunden aufs Sofa verzieht. Und geistig abtaucht. Ich bin gespannt auf den zweiten Band!

Veröffentlicht am 06.02.2026

Schauriger Krimi

Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab
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Alvas Vater ist vor einigen Jahren plötzlich bei einem Autounfall gestorben. Den Unfallverursacher fand die Polizei bisher nicht und Alva will ihn finden. Unbedingt. Alva ist 12 Jahre alt.

Als ihre Mutter ...

Alvas Vater ist vor einigen Jahren plötzlich bei einem Autounfall gestorben. Den Unfallverursacher fand die Polizei bisher nicht und Alva will ihn finden. Unbedingt. Alva ist 12 Jahre alt.

Als ihre Mutter ein altes Strandhäuschen kauft, finden Alva und ihre Freunde dort eine schwarze, seltsame Katze. Und damit beginnt ein ungemein anregender, gruseliger Krimi mit mysteriösen Erscheinungen und eigentlich allem, was ein spannender Gruselkrimi braucht. Kristina Ohlsson schreibt ähnlich wie in ihren Krimis für Erwachsene, nur das hier Kinder ermitteln. Alva steht im Mittelpunkt, aber auch ein seltsames Kind und diese Katze. An ihnen hängt mehr dran, als man zunächst vermutet. Spannung baut sich ab dem zweiten Kapitel langsam und stetig auf. Irgendwann ist es egal, dass es ein Krimi für Kinder ist. Ich wollte wissen, was es mit der Katze, dem Rohr und anderen Seltsamkeiten auf sich hat. Eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Schade

Von Blut & Magie
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Lilly Leben als Kellnerin ist normal, bis eines Tages ein unverschämt gut aussehender Mann in ihr Leben tritt und sie in die Anderswelt entführt. Sie wacht prachtvoll auf, erfährt, dass sie halb menschlich, ...

Lilly Leben als Kellnerin ist normal, bis eines Tages ein unverschämt gut aussehender Mann in ihr Leben tritt und sie in die Anderswelt entführt. Sie wacht prachtvoll auf, erfährt, dass sie halb menschlich, halb unsterblich ist und schon lange vermisst wird. Sie ist eine Prinzessin und soll künftig über sieben Welten der Anderswelt herrschen. Bis dahin muss sie noch viel lernen.

Der Auftakt ist fulminant und glaubwürdig. Leider nur bis zur ersten Hälfte, danach flacht die Geschichte total ab. Lilly hat nur noch Augen für zwei Männer, beide wichtig, natürlich, und was sie anzieht. Bisschen Rahmenhandlung dazu. Von High Fantasy ist nichts zu spüren oder zu lesen.
Zu sämtlichen Typen fehlt ein Bezug, sie sind weder un- noch sympathisch und das gilt leider auch für die Hauptfigur. Schade.