Richtig anschaulich und lesenswert!
Sonne über Lake EvelynVivienne steht kurz vor der Heirat mit einem der reichsten Junggesellen aus guter Familie in Australien. Allein, sie kann ihn nicht heiraten. Ihre Mutter ist keine Hilfe, aber ihr Onkel organisiert ihr ...
Vivienne steht kurz vor der Heirat mit einem der reichsten Junggesellen aus guter Familie in Australien. Allein, sie kann ihn nicht heiraten. Ihre Mutter ist keine Hilfe, aber ihr Onkel organisiert ihr eine Hütte mitten im Regenwald, weit weg von ihrem Zuhause.
Im tropischen Norden von Queensland ist diese gut ausgestattete Hütte an einem herrlichen See gelegen. Dort schwimmt sie jeden Morgen und lernt so nach und nach die Gemeinschaft des nahe gelegenen Dorfes kennen. Einer will ihr das Schwimmen verbieten, weil eine bekannte Schauspielerin darin ums Leben kam. Es kursieren allerlei Spukgeschichten darüber.
Der Roman spielt 1958 und kommt zunächst im Gewand einer seichten Wohlfühlgeschichte daher. Aber das ist er nicht. Er enthält historische Recherchen, die gut aufbereitet mit der fiktiven Story verknüpft werden und auch einige Krimi-Anteile. Vor allem aber ziehen Vivis Erlebnisse einen an. Sowohl die Umgebung als auch die Menschen sind sehr anschaulich beschrieben ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Ein wenig Mystik schwingt auch mit. Gut gesetzte Spannungsbögen und das mir Vivi sehr sympathisch war, bereitete mir einen Lesegenuss.