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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.11.2024

Leicht am Ziel vorbei

Ein Rauhnachtswunder
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Der Roman ist nett zu lesen, aber mehr leider nicht. Eine gute Bettlektüre, schön seicht, nicht aufregend, aber eben überhaupt nicht fesselnd - weder in der anregenden noch in der amüsanten Ausrichtung. ...

Der Roman ist nett zu lesen, aber mehr leider nicht. Eine gute Bettlektüre, schön seicht, nicht aufregend, aber eben überhaupt nicht fesselnd - weder in der anregenden noch in der amüsanten Ausrichtung. Mit den Akteuren wurde ich nicht warm, es fehlt ihnen deutlich an Tiefe. Die Story plätschert vor sich hin.. Die Raunächte sind zwar titelgebend, bieten aber leider keinen Roten Faden, denn sie kommen nur untermalend vor. Eigentlich könnte diese Geschichte zu jeder Jahreszeit spielen. Schade, es gibt so viel Aberglauben und Rituale rund um die Raunächte!

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Harte Kost

Jenseits aller Zeit
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Tom Kettle ist ein bärbeißiger, ehemaliger Kommissar, der seinen Ruhestand genießt. Bis zwei jüngere Kollegen dienstlich bei ihm aufkreuzen und zu einem alten Fall der verstörenden Sorte befragen. Er wird ...

Tom Kettle ist ein bärbeißiger, ehemaliger Kommissar, der seinen Ruhestand genießt. Bis zwei jüngere Kollegen dienstlich bei ihm aufkreuzen und zu einem alten Fall der verstörenden Sorte befragen. Er wird neu aufgerollt, es dreht sich um Kindesmissbrauch. Nix für schwache Nerven, das betrifft das Buch wie die Thematik. Es dreht sich um jahrelang unter den Beichtstuhl gekehrten, kirchlichen Missbrauch und viele wussten davon und schwiegen. Das Ganze spielt in Irland und ist in Teilen wohl wirklich so passiert. Das macht den Krimi umso eindringlicher. Fiktion und Wirklichkeit vermengt Barry hervorragend miteinander. Man kann kaum aufhören zu lesen und ist doch sehr entsetzt. Das katholische Irland -es hat seine Schattenseiten offenbart.

Veröffentlicht am 18.11.2024

Nett

Schlaflos in Seelisberg
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Valentina lebt mit ihrem Mann in einem alten Haus in Luzern. Um das Haus herum verkaufen viele Nachbarn ihre eigenen Immobilien, die von den Käufern abgerissen und - wie anderswo auch - von deutlich größeren ...

Valentina lebt mit ihrem Mann in einem alten Haus in Luzern. Um das Haus herum verkaufen viele Nachbarn ihre eigenen Immobilien, die von den Käufern abgerissen und - wie anderswo auch - von deutlich größeren Klötzen ersetzt werden. Wenn sie zum Fenster herausgucken, sehen sie immer weniger von dem was sie sehen mögen. Dazu schläft Valentina extrem schlecht, nichts schlägt an. Als sie die Möglichkeit erhält in Seelisberg ein Haus zu bewohnen, bis die Besitzerin von einer Reise zurückkehrt, nimmt sie das Angebot an. Dort ändert sich für sie viel. Von der Stadt ins Dorf, dazu muss sie auf spezielle Tiere aufpassen, lernt mehr Seelisberger kennen als man denkt.
Die Geschichte plätschert unterhaltsam vor sich hin. Tochter Tanja ist ein Kotzbrocken, gesegnet mit einer klimaaktivistischen Tochter, die wiederum gern mit der Oma zusammen ist, weil die geistig jung geblieben ist. Valentina macht viel mit und schläft später auch besser. Und man lernt Seelisberg kennen. Von Luzern gesehen am anderen Ende des Vierwaldstätter Sees, oberhalb der Rütli-Wiese und Valentinas Gedanken eben dazu. Sehr amüsant stellenweise!

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Überseicht

Winterträume in Virgin River
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Becca reist im Advent nach Virgin River und möchte sich eigentlich verloben. Eigentlich, denn sie hat parallel dazu Liebeskummer, weil ihr Partner sie vor einigen Jahren verlassen hat. Um damit selbst ...

Becca reist im Advent nach Virgin River und möchte sich eigentlich verloben. Eigentlich, denn sie hat parallel dazu Liebeskummer, weil ihr Partner sie vor einigen Jahren verlassen hat. Um damit selbst ganz abzuschließen, fährt sie nun also in die Kleinstadt. Alles kommt anders gedacht.
Der vierzehnte Roman dieser Serie nervte einfach nur, man konnte sich weder in die Protagonisten einfühlen noch in ihre Handlungsweise. Das alles auch noch aus ihrer beider Perspektive erzählt wird, sorgte für schnelle Ermüdung bei mir. Dazu ist der Plot einfach überseicht.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Hach - gute Lektüre für ein Wochenende!

Geysirnebel
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Leonore führt mit dem Vulkanologen Per eine Fernbeziehung. Er sitzt auf Island, sie in Hamburg. Er feiert mit seinen Freunden und hofft auf das nächste Treffen mit Lia, sie tanzt Salsa und freut sich auf ...

Leonore führt mit dem Vulkanologen Per eine Fernbeziehung. Er sitzt auf Island, sie in Hamburg. Er feiert mit seinen Freunden und hofft auf das nächste Treffen mit Lia, sie tanzt Salsa und freut sich auf das nächste Treffen mit Per, fernab von ihren anspruchsvollen Eltern. Als auch ihre beste Freundin nach Island zieht, will sie auch dahin. Die Geschichte spielt in der Gegenwart. Der zweite Handlungsstrang spielt 1771 auf Island. Alva soll eine Zweckehe eingehen un will nicht. Sie liebt ihre Freiheit als ungebundene Frau und weiß, was sie will.

Beide Handlungsstränge fesseln und zeigen, dass sich die Welt gesellschaftlich weiter gedreht hat. Aber auch, dass Freiheit bedeutet, sich für verschiedene Dinge selbst entscheiden zu können und man die Folgen seiner Handlungen nicht immer absehen kann. Beide Frauen kommen gut rüber, Alva hat mich am meisten gepackt. Lias Situation kann frau allerdings auch gut nachvollziehen. Island wird überwältigend beschrieben. Dazu passt auch Alvas Anteil, denn vor dreihundert Jahren etwa war diese Insel noch bedrohlicher, weil es weder Zentralheizung gab noch Autos. Man musste mit Herz und Verstand handeln, sonst ging man unter. Das gilt auf Island heute immer noch. Eine super Lektüre für ein Wochenende!