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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2024

Umgang mit Trauer

Späterland
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Tarjas geliebter Kater ist tot und die Trauer ist groß. Oder lebt er doch noch, die Erwachsenen sagen nein. Aber Tarja bekommt komische Hilferufe und entdeckt, dass das erfundene Späterland eventuell doch ...

Tarjas geliebter Kater ist tot und die Trauer ist groß. Oder lebt er doch noch, die Erwachsenen sagen nein. Aber Tarja bekommt komische Hilferufe und entdeckt, dass das erfundene Späterland eventuell doch existiert.
Ein Haustier zu verlieren ist immer schlimm. Und Tarja hat eine ganz eigene Art mit ihrer Trauer umzugehen. Mittendrin entspinnt sich eine eigene Geschichte, sehr fantasievoll. Denn Tarja spinnt sich etwas zurecht und kommt so besser mit allem klar. Es ist ganz normal, dass man sich Gedanken macht, was nach dem Tod kommen mag oder ob überhaupt etwas kommt. Reinkarnation nur für das Säugetier Mensch? Und die Katzenwelt? Und andere? Jorges erschafft mit Späterland eine eigene Welt. Ähnlich, wie es Andrea Schacht mit ihrem Land hinter dem Jägermond in ihren Katzenromanen für Erwachsene getan hat. Hier nun eine Welt für Kinder.

Veröffentlicht am 11.09.2024

Puh...

Schneezauber über Stockholm
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Es ist die Zeit der Corona-Pandemie, aber der Roman spielt ja in Schweden. Alle Länder leben mit Lockdowns während der Advent in Stockholm langsam relativ normal Fahrt aufnimmt. Alice arbeitet als Lektorin ...

Es ist die Zeit der Corona-Pandemie, aber der Roman spielt ja in Schweden. Alle Länder leben mit Lockdowns während der Advent in Stockholm langsam relativ normal Fahrt aufnimmt. Alice arbeitet als Lektorin und hockt größtenteils in ihrer Wohnung. Einige Menschen wissen um ihre neue Phobie, aber ihre Mutter zum Beispiel ahnt nicht, dass ihre Tochter erstens ihre feste Arbeit verloren hat, dass ihr Partner sie verlassen hat und sie auch nicht mehr unter Leute gehen mag. Da kommt ihr die Anfrage eines Autors, ob Alice sein Buch lektorieren würde, ganz recht. Dazu muss sie nicht aus dem Haus gehen. Schwung bekommt ihr Leben auch durch den Kater Konfuzius.

Gehofft hatte ich auf einen typisch romantischen Adventsroman. Aber leider konnte ich mit Alice so gar nicht warm werden. Dazu ist die Geschichte sehr kleinteilig als sie anfängt das neue Buch zu lektorieren. Diese Passagen finden sich leider als eine Art Mit-Roman wider und irritierten mich total. Ein Schuss in den Ofen sozusagen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.09.2024

Hat man nicht lange was von

Stürmisch die Nacht
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Kommissar Benthien hat und macht endlich einmal Urlaub. Zumindest so lange bis im Lister Hafenbecken eine Leiche auftaucht. Und dann noch eine. Ein gefühlt schmales Buch - bei ebooks sieht man das ja nicht ...

Kommissar Benthien hat und macht endlich einmal Urlaub. Zumindest so lange bis im Lister Hafenbecken eine Leiche auftaucht. Und dann noch eine. Ein gefühlt schmales Buch - bei ebooks sieht man das ja nicht und deshalb ist dieser gut aufgesetzte Krimi zusammen mit einem ordentlichen Friesentee in der Kanne schnell verschlungen. Sturm auf Sylt, sogar mit Schnee als Beilage mitten im Winter, dazu das dunkle Nordfriesland - im Norden ist die dunkle Jahreszeit wirklich lange dunkel. Ein rauer Regionalkrimi vom Feinsten. Nur viel zu kurz.

Veröffentlicht am 10.09.2024

Zu weitschweifig

Das Winterhotel
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Brent hat das Maple Sugar inn in Vermont zusammen mit seiner Frau Hattie vor einigen Jahren gekauft. Sie kümmerte sich um alles drumherum, er sich ums Personal. Seit einem Jahr lebt er nicht mehr und Hattie ...

Brent hat das Maple Sugar inn in Vermont zusammen mit seiner Frau Hattie vor einigen Jahren gekauft. Sie kümmerte sich um alles drumherum, er sich ums Personal. Seit einem Jahr lebt er nicht mehr und Hattie hat Brents Traum am Hals. Dann checken drei unterschiedliche Frauen ein, die Weihnachten mit Büchern verbringen wollen. Und die außerdem eine lange Freundschaft verbindet. Auch Hattie verbindet etwas mit ihnen, das klärt sich später.

Mich hat der Roman erschlagen. Am Anfang bekommt man Hatties Unmut mit, denn ihr tanzt die Hausdame auf der Nase herum und die Ansprüche mancher Gäste sind sehr kleinteilig erzählt. Ebenfalls ausschweifend erzählt sind die Befindlichkeiten der drei Bücherfrauen und dazu kommen noch massenweise andere Namen, die später keine Rolle mehr spielen. Mir wurde es zuviel und ich habe ab dem ersten überstandenen Drittel nur noch die Seiten überflogen.

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Veröffentlicht am 09.09.2024

Sensationell!

Fable – Der Gesang des Wassers (Fable 1)
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Yolande wächst im Norden auf, weit weg von ihrer Familie in Sitia. Dort wurde sie als Kind geraubt und hat im Norden einiges erreicht, aber auch viel durchmachen müssen. Das wird so nach und nach immer ...

Yolande wächst im Norden auf, weit weg von ihrer Familie in Sitia. Dort wurde sie als Kind geraubt und hat im Norden einiges erreicht, aber auch viel durchmachen müssen. Das wird so nach und nach immer klarer. Als eine Magierin aus Sitia sie freikauft, lernt sie als Erwachsene ihre Familie kennen und ihre eigene Lebensweise. Angekommen im Magierturm muss sie sich durchsetzen, noch viel lernen, aber es gibt auch missgünstige Wesen, die es auf sie und andere ihrer Art abgesehen haben. Brilliant verfasst bzw. übersetzt. Ich habe das Buch an einem heißen Sonntag mit Genuss gelesen. Es enthält alles, was man von guter Fantasy erwartet: eine atmosphärisch-dichte Geschichte mit Hand und Fuß, gut beschriebenen und ausgedachten Figuren deren Handlungen und Hintergrund man versteht und eine Welt, in die ich mich gut hineinversetzen konnte. Magie, die gewebt wird, wo sie nicht erwartet wird. Und dazu einen gewaltigen Cliffhanger, der viel Lust auf den zweiten Band bereitet...!