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Veröffentlicht am 26.09.2025

Furchtbare Verdrehung von Tatsachen, voller historischer Fehler und absolut nicht lesenswert!

Prinzessin Alice
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Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und nicht etwa, weil ich die Autorin der umfangreichsten und historisch fundierten deutschen Ausgabe einer zweibändigen Romanbiographie der Prinzessin Alice von ...

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und nicht etwa, weil ich die Autorin der umfangreichsten und historisch fundierten deutschen Ausgabe einer zweibändigen Romanbiographie der Prinzessin Alice von Griechenland bin, von der es den ersten Teil nun auch endlich auf dem englischen Buchmarkt gibt. Ich schätze auch die Biographie von Frau Feuerstein-Praßer über Alice, oder die leicht fiktive von Eva-Maria Bast, die zwar nur einen Ausschnitt aus Alices Leben aufzeigt, aber auch mein Buch als Recherche nennt. Danke dafür! Ich habe als Autorin durchaus Demut vor anderen AutorInnen, die sich historisch mit einer Persönlichkeit befassen. Auch Hugo Vickers sei hier genannt mit seiner fulminanten Biographie über Alice.

Aber was Frau Dische, die ich von anderen Büchern her sehr schätze, hier abgeliefert hat, ist, sorry, nicht die 20 Euro wert, wenn man wirklich etwas über die Frau erfahren möchte, die immer im Hintergrund stand. Ich muss da leider ehrlich sein. Wer Fiktion schätzt, der wird hier bedient. Die Fehler sind zahlreich, ich nenne nur ein paar:

Alice war keine Mountbatten, in dem Sinne, sondern eine geborene Prinzessin zu Battenberg, verheiratete Prinzessin von Griechenland. Als 1917 der englische König die Änderung des Nachnamens in Mounbatten anordnete, betraf dies nur die Familienmitglieder, die auch in England lebten- also Alices Eltern, denn ihr Vater diente wie ihre Brüder in der britischen Navy, eben die Brüder. Alice war nicht Prinzessin Mounbatten.

Alice wird so dargestellt, dass sie ihre Kinder nicht wirklich liebt, als man sich im Exil in St. Cloud bei Paris befindet- nur Cäcilie und Philip sollen ihre Lieblinge sein- das ist Unsinn. Sie nannte alle ihre Kinder "my treaures" und diese liebten ihre Mutter sehr. Das Verhältnis war sehr innig. Auch ihr Ehemann Andreas soll im Exil bereits bei seiner Geliebten leben. Auch Unsinn! Er verließ die Familie erst, als Alice in ein Sanatorium in der Schweiz verbracht wurde- gegen ihren Willen- beschlossen von der Mutter Viktoria und ihrem Ehemann.

In St. Cloud lebte man in einem Gartenhaus hinter der Villa der Schwägerin Marie, die bereitwillig alles bezahlte, die mittellose Familie unterstützte. Sie war eine sehr bekannte Psychoanalytkerin, befreundet mit Freud. Alice verzichtete auf Dienerschaft, um zu sparen und der Schwägerin nicht allzu sehr zur Last zu fallen. Das schildert Frau Dische falsch.

Das Kindermädchen soll Nina geheißen haben und Griechin gewesen sein. Die Nanny der Kinder hieß Cécil Nona Kerr, verheiratete Richards und war Engländerin, sie blieb der Familie ein Leben lang treu. Sie war eine von Alices besten Freundinnen.

Alix, die letzte Zarin, wurde in der Familie als Kind "Sunny" genannt, nicht mehr als Erwachsene, außer als Kosename von ihrem Ehemann. Man rief sie "Alicky" und sie lernte den Zarewitsch mit 12 Jahren kennen, nicht mit 13 Jahren.

Vom Tod der letzten Zarenfamilie, also ihrer Ermordung, erfuhr die Mutter Alices nicht beim Tee mit ihr, sondern die ehemalige Hofdame Isa von Buxhoeveden überbrachte die Nachricht. Sie war als erste im Haus in Jekaterinburg gewesen, nachdem die weißen Truppen zur Rettung der Zarenfamilie zu spät dort ankamen (13 Tage). Man sah den Keller, das Durcheinander in den Zimmern und die Sache war klar. Die Schwester der Zarin Elisabeth, Ella, starb mit anderen in einer Grube, die voller Wasser war, nachdem man eine Handgranate hineinschleuderte. Ella lebte noch kurze Zeit. Sie verdurstete nicht, wie Dische schreibt, sondern erlag ihren Verletzungen. Ihr Mann Sergei war kein Großfürst von Moskau, sondern Großfürst von Russland, Gouverneur von Moskau und wurde 1905 durch ein Bombenattentat getötet- Ella sammelte in einem Korb mit anderen seine Überreste ein und trat nicht einem Kloster bei (so Dische), sondern gründete selbst den ersten Frauengeführten Orden in Moskau.

Dische schreibt Alice habe mit ihrer Schwägerin in einem Palast zusammen gewohnt in Griechenland, das ist auch nicht korrekt. Sie lebte auf Mon Repos, einer Villa auf Korfu und nur kurz im Palast in Athen. Marie zog bald wieder nach Frankreich nach ihrer Heirat, bevorzugte Paris und Umgebung. Es gab kein gemeinsames Leben in Griechenland. Sie kam nur kurz nach Griechenland, damit die Familie das gemeinsame Kind sah.

Die Töchter fanden keine Ehemänner, weil sie mittelos waren- der Titel war nichts wert im Exil. Edwina Mounbatten, Alices Schwägerin, unterstützte die Mädchen, nahm sie auf Bälle mit in England etc..

Alice wurde bei einem Besuch in Darmstadt quasi entführt und in ein Sanatorium in der Schweiz verfrachtet. Das beschreibt Dische auch alles falsch.

Alice verkaufte nichts selbstgestricktes oder gehäkeltes auf dem Markt. Sie arbeitete in Frankreich im Exil in einem Laden names "Hellas" in Paris, der Dinge anbot, auch Spenden von Adeligen, wie Gemälde, die verkauft wurden, um Familien in Griechenland zu unterstützen. Die Prinzessin im Laden hob das Geschäft an.

Die Familie hatte in St. Cloud immer genug zu essen, lebte beschaulich, wenn auch im Kleinen. Zurückgezogen. Alice war einfach erschöpft. Sie hatte sich dafür eingesetzt, dass man ihren Ehemann im "Trial of the Six" nicht erschoss, hinrichtete, für seine Fahnenflucht, schrieb selbst an den Papst. Sie übersetzte später das Buch ihres Mannes darüber in Englische. Sie lebte nur für die Familie und, als man alles verlor, das Land verlassen musste, machte sie dies krank. Manisch depressiv, nicht schizophren.

Und so geht es weiter bei Dische. Auf 160 Seiten eine Verdrehung von historischen Fakten nach der anderen, Alice wird als bösartig zu ihren Kindern dargestellt, also zu den drei älteren Mädchen, sie benutzt "Four letter words"(Unsinn), als Kind soll sie geohrfeigt worden sein, wenn sie so etwas sagte, auch Blödsinn, denn ihre Mutter und ihr Vater schlugen nicht, auch die Nannies nicht. Und Alice war schon durch die Taubheit ein ruhiges liebes Kind....es gibt keine Quellen für Disches literarisches Machwerk, alles Fiktion und daher absolut nicht lesenswert, wenn man eben etwas über die wahre Alice lesen möchte. Wo Dische das alles her hat, um mit diesem Stoff 160 Seiten zu verschwenden, sei dahingestellt...wer fiktives schätzt, ein völlig falsches Bild von Alice haben möchte, wird bestens bedient.

Ich habe es in vier Stunden durchgelesen, weil ich wissen wollte, ob Dische nicht doch noch etwas wahres zu berichten hat- aber nein. Schade um das Geld!


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Veröffentlicht am 23.09.2025

Leider packte mich weder der Schreibstil, noch die Story an sich

Love, Mom
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Vielleicht ist das gar kein Buch für ältere Leser? Vielleicht eher New Adult? Das musste ich mich beim Lesen mehrmals fragen, denn ich kam schon auf den ersten Seiten auf den Schreibstil der Autorin nicht ...

Vielleicht ist das gar kein Buch für ältere Leser? Vielleicht eher New Adult? Das musste ich mich beim Lesen mehrmals fragen, denn ich kam schon auf den ersten Seiten auf den Schreibstil der Autorin nicht wirklich klar. Es fiel mir sehr schwer, in die Story überhaupt reinzukommen und dann habe ich mich mehr so durchgekämpft. Ich möchte hier nicht spoilern, aber wirklich fesselnd fand ich es nicht. Erlest es selbst und vielleicht bin ich auch einfach die falsche Altersgruppe dafür.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Hervorragend recherchiert und sehr interessant zu lesen!

Deutschland 1946
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Die beiden Autoren sind historisch vom Fach und haben sich wirklich ausgezeichnet bemüht, anhand der 12 Monate des Jahres 1946, plus Silvester, Einzelschicksale und die Ereignisse hervorzuhaben und dem ...

Die beiden Autoren sind historisch vom Fach und haben sich wirklich ausgezeichnet bemüht, anhand der 12 Monate des Jahres 1946, plus Silvester, Einzelschicksale und die Ereignisse hervorzuhaben und dem Leser oder der Leserin nahezubringen. Historisch wirklich interessant und man erfährt viel Neues über diverse Personen, wie zB Willy Brandt.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Sehr interessanter historischer Einblick

Die Korrespondenz des preußischen Kronprinzenpaares Friedrich Wilhelm und Victoria in Kriegszeiten 1866
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Ich habe schon sehr viel gelesen über die Kaiserin Friedrich und ihre Familie, aber freute mich dennoch sehr auf dieses Buch, da die Briefe nochmals ein sehr intimes Porträt der Familie bieten und zudem ...

Ich habe schon sehr viel gelesen über die Kaiserin Friedrich und ihre Familie, aber freute mich dennoch sehr auf dieses Buch, da die Briefe nochmals ein sehr intimes Porträt der Familie bieten und zudem aus einer prägnanten Zeit mit vielen schönen Fotografien.

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Sehr strange Story, muss man sich drauf einlassen

Das Beste sind die Augen
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Das Buch ist schon keine "leichte Kost" und man muss sich darauf einlassen. Es ist auch eher ein dramatisches Psychogramm, eher Psychothriller, als ein Roman. Oder gar ein Horrorroman. Die Hautpfigur Ji-won ...

Das Buch ist schon keine "leichte Kost" und man muss sich darauf einlassen. Es ist auch eher ein dramatisches Psychogramm, eher Psychothriller, als ein Roman. Oder gar ein Horrorroman. Die Hautpfigur Ji-won leidet unter der Trennung der Eltern, sie hat keine Freunde, ist einsam und, als die Mutter einen neuen Mann kennenlernt, der zudem auch noch ein "Weißer" ist, nicht zur koreanischen Gesellschaft in L.A. gehört, kippt Ji-wons Welt auf eine recht unorthodoxe Art und Weise, wie man so sagt.

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