Profilbild von Esther

Esther

Lesejury Profi
offline

Esther ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Esther über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.11.2018

Eine klare Kaufempfehlung

Mit kleinem Gepäck
0

Buchrezension: Mit kleinem Gepäck von Tamina Kallert
-Rezensionsexemplar-

Autorin: Tamina Kallert

Erscheinungstag: 24.9. 2018

Verlag: Gütersloher Verlagshaus

Seitenzahl: 224 Seiten

ISBN: 978-3-579-08720-7

Kosten: ...

Buchrezension: Mit kleinem Gepäck von Tamina Kallert
-Rezensionsexemplar-

Autorin: Tamina Kallert

Erscheinungstag: 24.9. 2018

Verlag: Gütersloher Verlagshaus

Seitenzahl: 224 Seiten

ISBN: 978-3-579-08720-7

Kosten: 20 Euro






Inhalt:



Tamina Kallert, Moderatorin der bekannten Sonntagsabend Sendung "Wunderschön" im WDR, berichtet in ihrem Buch über schöne, manchmal auch traurige, skurile und lustige Reiseerlebnisse.

Im Buch nimmt sie uns mit hinter die Kulissen, man erfährt wie so eine Sendung ensteht. Angefangen bei der Planung und Recherche der Sendung, über die Ausarbeitung des Drehbuchs und dem letztendliche Realisation dessen. Bei der Zusammenarbeit im Team sind der Teamspirit, das aufeinander eingehen und Kompromisse finden von elementarer Bedeutung.

Tamina Kallert erzählt sehr persönliche Geschichten aus ihrem Leben und über Dinge, die so in der Sendung "Wunderschön" nicht zu sehen sind. Sie erzählt wie sie überhaupt zum Fernsehen gekommen ist und wie aus ihr die Person geworden ist, die sie heute ist.


Meinung:



Die Sendung Wunderschön liebe ich sehr und mag auch Tamina Kallert schon immer furchtbar gerne. Sie ist authentisch und sehr sympathisch. Aufgrund dessen, war ich sehr neugierig auf ihr Buch und es hat mich nicht enttäuscht, im Gegenteil ich fand es super schön.

Beim Lesen hat man den Eindruck man sitzt mit Tamina bei einem Kaffee zusammen und sie erzählt von ihrem Leben, was ihr wichtig ist und vom Reisen. Ein herrlich unkompliziertes, authentisches und mitreißendes Buch. Nicht nur die kurzweiligen Geschichten über ihre Reisen, sondern vor allem ihre Einstellung zum Leben hat mich sehr angesprochen. Ich habe mich in vielem wieder gefunden. Dieses Buch gibt viele Anhaltspunkte zum Nachdenken. Wichtige Punkte in dem Buch waren mir : positives Denken, Flexibilität, Durchsetzungsfähigkeit, Weltoffenheit, Dankbarkeit, Anpassungsfähigkeit, Achtsamkeit, den eigenen Platz im Leben finden, Neugierde, Spontanität, Entdeckerfreude, Selbstentdeckung, Ehrgeiz, Verantwortung und Vertrauen ins Leben. Ich könnte noch mehr Punkte aufzählen. Für mich ist es ein Buch, welches man nicht nur einmal liest, sondern immer wieder zur Hand nimmt und Dinge nachschmökert. Man könnte sich einzelne Zeilen markieren bzw. kennzeichnen, sodass man sie schneller wieder findet, wenn man es braucht.

Das Buch ist kein Reisefüher oder dergleichen, sondern viel mehr ein Buch, das Lust macht sich sein Leben lang auf Reisen zu begeben,ob räumlich oder persönlich. Denn nichts ist wichtiger, als persönliche Entwicklung und immer neugierig bzw. offen auf das Leben zu sein.


Fazit:



Ein absolut schönes lesenswertes Buch, das Lust macht aufs Reisen und darauf immer neugierig, weltoffen und spontan jeden neuen Tag im Leben zu beginnen. Dieses Buch wird man immer wieder zur Hand nehmen und darin schmökern. Ein fünf Sterne Buch!




Veröffentlicht am 25.11.2018

Absolute Empfehlung

Der Hexenjäger
0

Buchrezension: Der Hexenjäger von Astrid Fritz

-Rezensionsexemplar-


Autorin: Astrid Fritz

Erscheinungstag: 20.11.2018

Verlag: Rowohlt Verlag

Seitenanzahl: 446 Seiten

ISBN:978-3-499-27467-1

Kosten: ...

Buchrezension: Der Hexenjäger von Astrid Fritz

-Rezensionsexemplar-


Autorin: Astrid Fritz

Erscheinungstag: 20.11.2018

Verlag: Rowohlt Verlag

Seitenanzahl: 446 Seiten

ISBN:978-3-499-27467-1

Kosten: 9,99 Euro



Inhalt:



Wir befinden uns in Schlettstadt im Elsass im Jahr 1484. Die Mutter der Krämerstochter wird tot im Hof des Hauses gefunden. Bruder Heinrich, päpstlicher Inquisitor und Prior des hiesigen Predigerklosters erscheint, um Trost zu spenden. Geradezu väterlich umsorgt er die junge Susanna und kümmert sich um sie. Doch bald wird diese Fürsorge wahnhaft und lässt Susanna nicht mehr aus den Augen. Schon ihre Mutter Margarethe hat er zu Kinder - bzw. Jugendtagen verehrt. Er steigert sich vom Hass auf die Frauen in den Hexenwahn herein. Nun merkt Susanna zu spät, dass auch sie in Gefahr ist und sich vor Heinrich in Acht nehmen muss.


Meinung:



Nach ihren großen Erfolgen mit Die Hexe von Freiburg, Die Tochter der Hexe und Die Vagabundin gibt es von Astrid Fritz erneut einen fesselnden historischen Roman.

Das Cover find ich super stimmungsvoll bzw. gelungen in Farben, Motiv und dem hervorgehobenen Titel.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Susanna erzählt und man kann ihr sehr gut folgen, ist sehr schnell in der Geschichte drin und fiebert mit.

Die Protagonistin Susanna ist mir sehr sympathisch und vor allem authentisch. Gleich zu Beginn trauert man mit Susanna mit, als ihre Mutter stirbt. Jetzt muss ich vorsichtig sein nicht zu viel zu erzählen Auch im Fortgang des Buches kann man ihre Gefühle, Gedankengänge und Handlungen sehr gut verstehen und gerade weil es aus ihrer Perspektive heraus geschrieben ist, ist man mittendrin statt nur dabei.

Der Protagonist Bruder Heinrich, der sich vom kleinen unterdrückten Jungen, zum Frauenhasser und letztendlich zum wahnhaften Hexenjäger entwickelt, wird super erzählt. Die Rückblicke in Heinrichs Kindheit sind sehr aufschlussreich und lassen die Entwicklung von Heinrich besser nachvollziehen.

Die Spannung nimmt im Verlauf immer mehr zu, es wird immer dramatischer und man will wirklich Susanna gerade zu vor Unheil beschützen, indem man ihr Ratschläge gibt.

Der Schreibstil ist klasse, man kann gut folgen, ist schnell im Geschehen drin und ich hatte großen Spaß beim Lesen des Buches.



Fazit:



Ein fesselnder, packender, stimmungsvoller und schöner historischer Roman über Susanna und den Inquisitor Bruder Heinrich. Das Buch bekommt von mir vier Sterne!!!







Veröffentlicht am 25.11.2018

Absolute Empfehlung

Offener Brief an die Tiere und alle, die sie lieben
0

Buchrezension: Offener Brief an die Tiere und alle, die sie lieben von Frederic Lenoir

Autor: Frederic Lenoir

Die Originalausgabe erschien unter dem Titel Lettre ouverte aux animaux (et a ceux qui les ...

Buchrezension: Offener Brief an die Tiere und alle, die sie lieben von Frederic Lenoir

Autor: Frederic Lenoir

Die Originalausgabe erschien unter dem Titel Lettre ouverte aux animaux (et a ceux qui les aiment) bei Librairie Artheme Fayard Paris.

Aus dem französischen übersetzt von Ute Kruse- Ebeling

Erscheinungstag: 28.9.2018

Verlag: Reclam Verlag

Seitenanzahl: 144 Seiten

Kosten: 18 Euro






Inhalt:



Der bekannte Wissenschaftler und Schriftsteller Frederic Lenoir richtet sich in Briefform an die Tiere und erklärt, warum wir Tiere mal verhätscheln und mal schlachten, was den Menschen nun eigentlich vom Tier unterscheidet, was die Philosophen zu dem Thema zu sagen haben und warum Katzen vorausahnen, wann ihr Halter nach Hause kommt. Es geht dann auch darum was es in der heutigen modernen Welt es für Möglichkeiten gibt, die Tiere besser zu schützen und anzuerkennen. Das Verhältnis zwischen Mensch und Tier gilt es zu verbessern.


Meinung:



Frederic Lenoir, Religionswissenschaftler, Soziologe und Schriftsteller, ist mit Offener Brief an die Tiere und alle, die sie lieben ein Bestseller in Frankreich gelungen. Endlich ist jetzt im September 2018 die deutsche Übersetzung im Reclam Verlag erschienen.

Das Buch behandelt ein Thema, was mir persönlich sehr am Herzen liegt. Der Tierschutz wird zu wenig behandelt bzw. sollte dieser viel mehr in den Blickpunkt des Interesses gelangen.

Das Cover zeigt einen Schimpansen und ist in Brauntönen gehalten. Ein sehr passendes stimmiges Cover, eben auch weil zu Beginn im Buch darauf eingegangen wird, dass der Mensch vom Affen abstammt.

Interessant war, wie es dazu kam, dass der Mensch, die Tiere gezähmt hat und sie für Ackerbau etc. genutzt hat und wie sich schließlich eine Ausbeutung entwickelt hat. Es wird erörtert ob Tiere nichts weiter als Sachen sind, ob wir wirklich so unterschiedlich sind, unsere Eigenheiten, wie wir von der Ausbeutung zum Schutz der Tiere kommen, dass wir alle kämpfen müssen darum und wie wir das umsetzen können. Ich habe dieses Buch zusammen mit meinem Freund gelesen und es hat uns zum darüber sprechen bzw. diskutieren gebracht. Wir sind beide schon Tierfreunde, aber es gilt immer wieder darüber nachzudenken und zu hinterfragen, wie wir uns gegenüber den Tieren verhalten, was man machen kann, um sie zu unterstützen und zu respektieren. Respektieren ist zu wenig, man sollte sie wertschätzen, nicht unterschätzen und so behandeln wie wir selbst auch behandelt werden wollen. Ein Thema was viel mehr diskutiert werden muss!!!

Sprachlich ist es gut zu folgen und zu verstehen, auch wenn es ein wenig philosophisch bzw. umständlich geschrieben ist.

Zwischendurch sind immer wieder passende Zitate von berühmten Forschern, Dichtern, Philosophen, Historikern, Denkern, Mönchen, Ärzten und Schriftstellern. Das gefiel mir sehr gut, denn so war immer Raum zum Nachdenken.


Fazit:



Ein empfehlenswert zu lesendes Buch für jeden. Jedes Tier ist ein wertzuschätzendes, empfindsames, liebenswertes und schützenswertes Wesen. Wir alle sollten alles dafür tun, dass Tiere gut behandelt werden und nicht ausgebeutet. Sie wollen genauso behandelt werden, wie man selbst behandelt werden möchte. Ein jeder sollte darüber nachdenken bzw. anfangen danach zu handeln.

Für mich ein vier Sterne Buch, inhaltlich sogar fünf Sterne, aus sprachlichen Gründen am Ende vier Sterne.



Veröffentlicht am 25.11.2018

Absolute Empfehlung

Mudbound – Die Tränen von Mississippi
0

Buchrezension : Mudbound- Die Tränen des Mississippi

-Rezensionsexemplar-


Autorin: Hillary Jordan

Aus dem Amerikanischen von Karin Dufner

Erscheinungstag : 2.11. 2017

Verlag: Pendo Verlag in der ...

Buchrezension : Mudbound- Die Tränen des Mississippi

-Rezensionsexemplar-


Autorin: Hillary Jordan

Aus dem Amerikanischen von Karin Dufner

Erscheinungstag : 2.11. 2017

Verlag: Pendo Verlag in der Piper GmbH

Seitanzahl: 384 Seiten

ISBN: 978-3-86612-456-1

Kosten: 15 Euro




Inhalt :


Wir befinden uns am Mississipi 1946. Laura McAllan zieht mit ihrem Ehemann Henry McAllan auf eine Baumwollplantagenfarm. Begeistert ist sie sie nicht von der Stadt aufs Land zu ziehen und ihre Lebensumstände ändern sich radikal. Auf der Farm gibt es weder fließendes Wasser noch Strom. Die Farm wird von den Einwohnern "Mudbound", "Schlammflucht "genannt. Sobald es regnet, verwüsten Schlammmassen das Land und schneiden sie von der Außenwelt ab.

Die McAllans haben mehrere Pächterfamilien. Eine von ihnen ist die afroamerikanische Familie Jackson. Florence Jackson arbeitet für Laura im Haushalt und hilft ihr, wo sie nur kann. Laura ist hin und hergerissen zwischen freundschaftlichen Gefühlen, die sich bald zu Florence entwickeln und Standesunterschieden. Florence ist mutig, nicht auf den Mund gefallen und weiß sich zu behaupten, aber Missstände wagt sie sich auch nicht zu nennen. Hap, Florence Mann, ist ein fleißiger und tüchtiger Pächter, der aber auch immer wieder durch die Umstände an seine Grenzen gerät.

Der Vater von Henry McAllan wohnt auch mit auf der Farm (genannt "Pappy") und ist ein furchtbarer Mensch, der alle terrorisiert, insbesondere Laura und bei dem der Rassenhass gegen Farbige stark ausgeprägt ist. Jamie, der jüngere Bruder von Henry, kehrt dann aus dem Krieg zurück und kann die Eindrücke nur schwer verarbeiten. Auch Ronsel, der Sohn der Jacksons, kehrt aus dem Krieg zurück und kann sich nur schwer wieder an die Gegebenheiten anpassen. In dieser angspannten Situation freunden sich die beiden an und es kommt zur absoluten Tragödie.


Meinung:



Hillary Jordans Debütroman "Mudbound- Die Tränen des Mississippi" wurde in 15 Sprachen übersetzt und verfilmt.

Die Südstaatengeschichte über die Rolle der Frau in den 40 er Jahren, Familiekonstellationen, über Ausgrenzung und Rassenhass gegen Farbige und über die schwierige Lage der Farmer hat mir sehr gut gefallen und hat sich super lesen lassen.

Das Cover ist super schön in mintgrün mit der Baumwollpflanze. Sehr ansprechend gestaltet

Die Spannung wird langsam aufgebaut und anfangs wusste ich nicht so ganz, wo das ganze hinführt. Ich dachte an eine Familiengeschichte in den 40er Jahren, aber was sich dann daraus entwickelt hat, war trotz Klappentext für mich nicht absehrbar und furchtbar. Nicht nur die Rolle der Frau in den 40er Jahren, sondern vor allem der Rassismus gegen Farbige hat mich zutiefst wütend, nachdenklich gemacht und erschüttert. Im ganzen Buch zieht sich dieser durch und ist immer Thema. Rassismus ist ein wichtiges Thema und immer aktuell. Jeder sollte sich damit auseinandersetzen und grade deswegen ein absolut lesenswertes Buch. Die Dramatik und Tragödie, mit der ich nicht gerechnet habe, ist dann so beklemmend und furchtbar, aber nicht unrealistisch oder übertrieben, sodass dieses Buch mich nachhaltig beschäftigt hat und zum nachdenken anregt.

Die Charaktere sind authentisch und nachvollziehbar dargestellt. Das Buch ist aus allen Perspektiven geschrieben, jeder Protagonist kommt zu Wort. Das fand ich super, man kann die Lage aus jeder Sicht ergründen.

Die Protagonistin Laura ist als Frau in den 40er Jahren sehr gut dargestellt. Man muss die Zeit berücksichtigen, zu dieser Zeit war es üblich, dass die Frau sich dem Mann untergeordnet hat und gehorsam sein musste. Im heutigen Kontext natürlich, wo Mann und Frau gleichberechtigt sind ( oder sein sollten) wäre es nicht verständlich. Laura war ja auch froh, dass sie noch einen Mann bekommen hat. Damals war es ein Drama so spät zu heiraten und heute nicht unnormal. Das sie Schwierigkeiten hat sich an die neuen Lebensumstände anzupassen bzw. dort glücklich zu sein, kann man vollends nachvollziehen. Auch die Gewissenskonflikte in die sie gerät im Verlauf des Buches sind mehr als verständlich. Mehr kann man da nicht sagen, weil sonst würde man zuviel verraten. Die Figur des Henry ist auch gut dargestellt, wobei ich nicht verstehen kann warum er unbedingt auf die Farm wollte, auch wenn es familiäre Beweggründe gibt.

"Pappy" ist ein Protagonist, den man als Leser furchtbar findet, aber spielt für das Buch eine herausragende Rolle und grade in jener Zeit war er wohl mit seiner rassistischen Sichtweise kein Einzelfall. Jamie, Lauras Schwager, der aus dem Krieg zurückkehrt und mit seinen Erlebnissen nicht fertig wird, ist eine tragische Figur.

Die Jacksons als Pächerfamilie sind gut beschrieben und authentisch. Florence als starke Frau, die sich nicht unterkriegen lasst, ist mir sehr sympathisch aufgrund ihrer Charaktereigenschaften. Hap, der fleißige Mann, der für seine Familie alles tut und eigenes Land möchte ist auch sehr authentisch. Ronsel, dem es schwerfällt nach dem Krieg sich wieder einzugewöhnen, ist mir als Protagonist auch sehr wichtig. Man kann verstehen, wie schwer es für ihn sein muss.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, man konnte das Buch sehr gut lesen und die verschiedenen Perspektiven waren toll.

Ich hab das Buch sehr gerne gelesen, die Wendung im Buch war tragisch und schlimm, aber das Buch hat mich so nachhaltig beeindruckt und beschäftigt. Eine Leseempfehlung für euch


Fazit:



Eine bewegende, dramatische, tragische und nachhaltig beeindruckende Südstaatengeschichte. Ein lesenswertes tolles Buch, was ich mit vier Sternen bewerten möchte.

Veröffentlicht am 23.11.2018

Absolute Empfehlung

Die Suche
0

Buchrezension : Die Suche von Charlotte Link


-Rezensionsexemplar-


Autorin : Charlotte Link

Erscheinungstag: 1.10.2018

Verlag: blanvalet Verlag

Seitenanzahl: 656 Seiten (gebundenes Buch)

ISBN: ...

Buchrezension : Die Suche von Charlotte Link


-Rezensionsexemplar-


Autorin : Charlotte Link

Erscheinungstag: 1.10.2018

Verlag: blanvalet Verlag

Seitenanzahl: 656 Seiten (gebundenes Buch)

ISBN: 978-3-7645-0442-7

Kosten: 24 Euro




Inhalt:



In den Hochmooren Nordenglands wird die Leiche der 14jährigen Saskia Morris gefunden. Diese ist ein Jahr zuvor verschwunden. Nun wird die ebenfalls 14 jährige Amelie Goldsby vermisst, die plötzlich verschwunden ist, nachdem die Mutter nur kurz das Auto verlässt, um einzukaufen. Kate Linville (Detective Sergeant von Scotland Yard in London) wird in den Fall verwickelt, wobei sie eigentlich nicht zuständig ist. Sie ist in der Gegend um Scarborough um ihr Elternhaus zu verkaufen. Sie mietet sich in die Pension der Goldsbys ein und bekommt die prekäre Situation direkt mit. Eigentlich will sie die Finger von dem Fall lassen, da es ja auch nicht ihr Fall ist. Zuständig für den Fall ist Detective Chief Inspector Caleb Hale, der stark unter Druck gerät, weil in den Medien schnell von einem Hochmoorkiller die Rede ist. Die Suche nach den verschwundenen Mädchen spitzt sich immer mehr zu und dann verschwindet noch ein Mädchen ...


Meinung:


Charlotte Link hat wieder einen fesselnden Krimi geschrieben nach den letzten Bestsellern Die Betrogene und Die Entscheidung.

Das Buch hat eine schöne und hochwertige Aufmachung. Das Cover hat mich gleich angesprochen. Es vermittelt eine düstere, geheimnisvolle und dramatische Stimmung. Auch der Titel verspricht einiges.

Zu Beginn wird die Spannung langsam aufgebaut und es hat ein paar Längen, aber ab Mitte des Buches wird der Spannungsbogen immer dramatischer und die Lage spitzt sich immer mehr zu. Man fiebert richtig mit und kann garnicht mehr aufhören zu lesen. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und sie war spannend erzählt. Das Verschwinden von jungen Mädchen ist ohnehin schon Grundlage für eine dramatische Geschichte, aber Charlotte Link versteht es, falsche Fährten zu legen und die Ermittlungen bis zum Ende so offen zu halten, dass man nicht weiß wer der Täter ist. Die verzweifelte Suche nach den verschwundenen Mädchen,die Lage die sich immer mehr zuspitzt und an Dramatik zunimmt lässt einem beim Lesen nicht los und man kann nicht mehr aufhören zu lesen. Die Auflösung war für mich nicht absehbar und war völlig überraschend.

Kate Linville als eine der Hauptprotagonisten war mir gleich sympathisch bzw. ich konnte ihre Gedankengänge und Gefühle stark nachvollziehen. Die Beziehung zum Elternhaus, das für sie mit soviel Gefühlen verbunden ist, die Einsamkeit ohne Partner mit dem Wunsch auch einen Partner an der Seite zu wissen und der Wunsch nach Anerkennung und Respekt waren für mich sehr nachvollziehbar. Sie ist mit Leib und Seele Polizistin, was sie als Ermittlerin für mich sehr sympathisch macht.

Die Person Kate Linville wird sehr ausführlich und genau beschrieben, auch ohne den Vorgängerroman gelesen zu haben, bekommt man eine sehr genaue Vorstellung der Kate Linville.

Caleb Hale hätte genauer beschrieben werden können, man will doch mehr erfahren, was in ihm vorgeht. Ich weiss aber nicht, ob das nicht Bestandteil des Vorgängerromans ist. Caleb Hale lernt man als Ermittler kennen, der seinen Job auch nicht nur als Beruf sieht, sondern als Berufung. Die Suche nach den verschwundenen Mädchen nimmt ihn sehr mit, was durchaus sehr verständlich ist.

Weder Caleb Hale noch Kate Linville sind "perfekt", aber grade das macht sie für mich sehr sympathisch, sie sind menschlich, haben Ecken und Kanten, was sehr authentisch wirkt.

Es wird auch aus Sicht des Täter geschrieben, was ich genial fand, die Gedankengänge bzw. Gefühle des Täters zu erforschen fand ich genial. Es wird aus mehreren Perspektiven geschrieben, alle kommen zu Wort, Täter, Opfer und Ermittler. So bekommt man einen runden Blick über alle Perspektiven.

Der Schreibstil von Charlotte Link ist toll, man kann sehr flüssig lesen und wird mitgenommen auf die verzweifelte Suche nach den Mädchen, die Dramatik ist spürbar, was sehr wichtig in dem Zusammenhang ist.


Ich hatte beim Lesen viel Spaß, die Geschichte gefiel mir unheimlich gut, auch die Wendung in der Mitte des Buches und die Auflösung war genial. Ich hatte nicht damit gerechnet.


Fazit:


Ich kann das Buch sehr empfehlen, mir hat es unwahrscheinlich gut gefallen, die Dramatik in der Geschichte war toll und man hat sehr mitgefiebert. Das Ende war auch nicht absehbar, kurz um für mich ein fast fünf Sterne Buch, viel hat nicht gefehlt, ich vergebe 4,5 Sterne für die Suche von Charlotte Link.