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Veröffentlicht am 09.12.2021

Warum wird das kleine Murmeltier einfach nicht müde?

Ich bin aber noch kein bisschen müde
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Die Murmeltiereltern sind verzweifelt, denn das kleine Murmeltier wird einfach nicht müde. Obwohl der Mond schon am Himmel steht, turnt das kleine Murmeltier munter herum. Darum beschließen Mama und Papa ...

Die Murmeltiereltern sind verzweifelt, denn das kleine Murmeltier wird einfach nicht müde. Obwohl der Mond schon am Himmel steht, turnt das kleine Murmeltier munter herum. Darum beschließen Mama und Papa die schlaue Eule zu fragen, sie kann aber leider nicht weiterhelfen. Am nächsten Abend ist es wieder wie immer und das kleine Murmeltier ist putzmunter und will eine Geschichte nach der anderen hören. Deshalb zieht der Murmelpapa am darauffolgenden Abend mit seinem Kind los und beschließt, alle Bewohner des Waldes nach ihren Einschlafritualen zu fragen. So kommt er zu den Fledermäusen, Bibern, Raben, Füchsen und vielen anderen Tieren und als er schließlich nur noch die Wölfe übrig sind und er diese trifft, ist das kleine Murmeltier doch endlich tief und fest eingeschlafen. Ab jetzt gehen sie jeden Abend gemeinsam spazieren und irgendwann ist dann auch immer der kleine Wirbelwind auf Papas Rücken eingeschlafen und die Eltern haben eine ruhige Nacht.

Anu Stohner spricht mit diesem Buch vielen Eltern aus der Seele, denn wer kennt dieses Problem nicht. Ihre Geschichte vom kleinen Murmeltier zeigt, dass niemand mit diesem Problem allein ist und dass es immer einen Weg gibt, um seine Kinder müde zu bekommen. Das Vorlesen der Geschichte ist dank der simplen Sprache flüssig möglich und macht Spaß.

Henrike Wilson illustriert wunderschön und hat die Geschichte perfekt mit ihren Bildern ergänzt. Diese kommen bei diesem großen Buchformat auch noch besser zur Geltung.

Meine vierjährige Tochter mag das Bilderbuch sehr, vorallem weil sie momentan selbst in einer Phase steckt, in der sie abends einfach nicht müde wird und noch tausend Dinge tun möchte. Außerdem sind Tiergeschichten sehr beliebt bei uns, was das Buch noch beliebter macht. Daher kann ich das Buch nur jedem empfehlen, der eine besondere und wunderschöne Einschlafgeschichte möchte

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Veröffentlicht am 09.12.2021

Lena gibt nicht auf...

Die kleine Puppenklinik
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Lena führt seit einiger Zeit den Familienbetrieb weiter, den ihr Urgroßvater vor hundert Jahren gegründet hat. Sie liebt ihre Arbeit als Puppenärztin und führt ihre kleine Puppenklinik in einem Münchener ...

Lena führt seit einiger Zeit den Familienbetrieb weiter, den ihr Urgroßvater vor hundert Jahren gegründet hat. Sie liebt ihre Arbeit als Puppenärztin und führt ihre kleine Puppenklinik in einem Münchener Hinterhof voller Stolz. Denn ihre tägliche Arbeit ist nicht nur das Reparieren von kaputten Puppen oder Kuscheltieren, sondern auch der Kontakt zu deren Besitzern. Nicht selten schauen nachmittags Kinder bei ihr vorbei, die ihr nicht selten ihre Sorgen und Nöte anvertrauen und auch für sie hat sie immer Zeit und liebt diese besonderen Begegnungen. Doch das alles soll ein Ende haben als ein chinesischer Investor das komplette Haus inklusive dem Hinterhof, in dem ihr kleinen Refugium liegt, kauft und ihr kündigt. Lena ist am Boden zerstört, aber ihre langjährige Mitarbeiterin Ekki, ihre beste Freundin Katja und der Geschäftsführer der Trattoria nebenan, Mateo, bringen sie dazu zu kämpfen. Außerdem ist da der Vater einer ihrer kleinen Freundinnen, der sie mehr interessiert, als sie es zulassen möchte...

Nelly Lewald schreibt so emotional, dass der Leser immer weiterlesen möchte. Denn sie schildert den Kampf um die kleine Puppenklinik und seine Niederschläge so eindrücklich, dass jeder mit Lena und ihren Freunden hofft und bangt. Auch die Liebesgeschichte passt gut in die Handlung.

Ich habe den Roman sehr gerne gelesen und war auch innerhalb kürzester Zeit damit fertig, weil ich vor Neugier immer weitergelesen habe. Leider war mir vieles zu vorhersehbar und ich habe das Ende schon lange zuvor erahnt. Aber ich kann das Buch trotzdem empfehlen, denn es macht Spaß und liest sich wunderbar.

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Veröffentlicht am 08.12.2021

Paul kann es gar nicht mehr erwarten...

Paul wartet auf Weihnachten
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Nur noch acht Tage bis Weihnachten und Paul will ein Bild malen, damit die Zeit schneller vergeht. Aber immer will Mama, dass seine kleine Schwester Lina mitmachen darf, dabei ist die doch noch viel zu ...

Nur noch acht Tage bis Weihnachten und Paul will ein Bild malen, damit die Zeit schneller vergeht. Aber immer will Mama, dass seine kleine Schwester Lina mitmachen darf, dabei ist die doch noch viel zu klein um ein Bild zu malen. So geht es Tag für Tag weiter, denn sie ist immer bei Paul und er muss sie mitmachen lassen, beim Schneemann bauen, beim Urwald erforschen und beim Plätzchen backen. Paul ist genervt, aber Mama sagt immer, wenn er Lina nicht mitmachen lässt, dann kommt der Weihnachtsmann mit den Geschenken nicht. Erst als Lina auf dem Weihnachtsmarkt plötzlich verschwunden ist, merkt Paul, wie sehr er seine kleine Schwester mag...

Stefanie Gerstenberg hat hier eine tolle Botschaft versteckt, denn gerade für die älteren Geschwister sind die jüngeren eine Last, doch eigentlich liebt man sie ja trotzdem und genau das vermittelt sie sehr gut. Während der acht Tage macht Paul lauter weihnachtliche Dinge und Lina darf ihm helfen, was eine weihnachtliche Stimmung aufkommen lässt. Gerade die sich wiederholenden Passagen am Anfang einer jeden Doppelseite sind eingängig und Kinder können diese schon nach kurzer Zeit mitsprechen.

Susanne Göhlich hat das Bilderbuch wunderschön illustriert und die Geschichte von Stefanie Gerstenberg perfekt abgerundet. Ihre Figuren sind zuckersüß und die gesamten Zeichnungen detailreich und deshalb spannend.

Meine vierjährige Tochter findet das Buch wunderbar und hat es schon sehr oft angeschaut. Auch sie wartet auf Weihnachten und findet viele der Sachen, die Paul tut toll und hat so wieder neue Beschäftigungsideen bekommen. Dass Paul so viel gemeinsam mit seiner Schwester und allein, ohne die Mutter, finde ich schön, denn so wird die Zeit mit seiner Schwester besonders und er wird sich später immer wieder daran erinnern. Gerade für Familien mit mehreren Kindern ist das Buch sehr gut geeignet!

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Veröffentlicht am 07.12.2021

Eine große Liebe in einer düsteren Zeit

Die Bucht der Lupinen
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Hamburg 2016: Anna lebt mit ihrem Freund Philipp in Hamburg und hadert mit sich und ihrer Beziehung, denn sie hat bisher nichts von dem erreicht, was sie sich immer erträumt hat. Der Tod ihrer Großmutter ...

Hamburg 2016: Anna lebt mit ihrem Freund Philipp in Hamburg und hadert mit sich und ihrer Beziehung, denn sie hat bisher nichts von dem erreicht, was sie sich immer erträumt hat. Der Tod ihrer Großmutter Lou, die auf Neufundland gelebt hat, reißt sie aus ihrem Alltag und lässt sie gemeinsam mit ihren beiden Schwestern Judith und Greta in die Heimat ihrer Oma reisen. Beim Ausräumen des Hauses tauchen immer wieder Erinnerungsstücke der Großmutter auf, mit denen sie nichts anzufangen wissen, denn leider hat Lou so gut wir nichts über ihre Vergangenheit erzählt.

Hamburg 1935: Louise lebt mit ihren Eltern und ihrer jüngeren Schwester Hannah in Eppendorf und erlebt eine geborgene Kindheit, denn ihr Vater ist ein gütiger Mensch und auch ihre Mutter erzieht mit liebevoller Strenge. Der Beruf des Arztes ermöglicht es dem Vater der Familie ein sorgloses Leben zu ermöglichen. Aber mit der Zeit wird immer deutlicher, dass sich alles ändern wird, denn der Nationalsozialismus und damit der Hass auf die Juden nehmen immer weiter zu und betreffen auch die jüdische Familie immer mehr. Aber Louise hat in Carl von Hohenstetten ein treuen Freund, der sich aus Religion nichts macht und seinem Vater trotzt, der großer Anhänger von Hitler ist.

Johanna Laurin schreibt sehr emotional und flüssig. Da die Handlung aus zwei Strängen besteht, die aber perfekt ineinander greifen und sich ergänzen, bleibt es immer spannend und der Leser schnell gefesselt. Schnell hat der Leser auch das Gefühl selbst Teil der Geschehnisse zu sein.

Von der ersten Seite an war ich mitten im Roman und konnte oft nicht mehr aufhören zu lesen. Auch diese düstere Zeit während des Nationalsozialismus und dem Zweiten Weltkrieg wird so eindrücklich geschildert, dass ich oft den Tränen nahe war. Aber auch die Liebe von Carl und Louise ist so tief und groß, dass sie auch in den schlimmsten Zeiten spürbar ist.

Mich hat dieser Roman so sehr überzeugt, dass er eindeutig zu einem Jahreshighlight für mich geworden ist!

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Veröffentlicht am 05.12.2021

Ein Weihnachtsroman und so viel mehr...

Zimtsternträume
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Hannah Anna lebt nun seit zwei Jahren in Stockholm und hat seit einem Jahr ihren eigenen kleinen Laden, die Hannah Anna Butik. Sie liebt das kleine Geschäft und wünscht sich sehr, dass es bald genug Gewinn ...

Hannah Anna lebt nun seit zwei Jahren in Stockholm und hat seit einem Jahr ihren eigenen kleinen Laden, die Hannah Anna Butik. Sie liebt das kleine Geschäft und wünscht sich sehr, dass es bald genug Gewinn abwirft um in eine bekanntere Gegend umzuziehen. Eines Tages steht der beste Freund ihres Bruders Rob in ihrem Laden und sie freut sich sehr, ihn wiederzusehen. Sie hat Nico seit vielen Jahre nicht mehr gesehen, obwohl sie ihn immer nett fand. Nach einigen kleinen Missverständnissen verstehen sie sich wieder so gut wie damals und können über vieles reden. Aber Hannah findet nie den Mut, ihm von ihrem Freund Albin zu erzählen, denn irgendwie merkt sie selbst, dass ihre Beziehung nicht mehr so ist, wie sie einmal war und Hannah fragt sich immer häufiger, ob sie denn noch glücklich ist. Diese Frage erledigt sich aber dann von selbst, als Albin ihr sagt, dass es vorbei ist, er ihren Laden, dessen Mietvertrag auf seinen Namen läuft für sich und sein neues Geschäft benötigt und sie ja jetzt wohl nichts mehr in Stockholm hält, weshalb sie wieder in ihr kleines Heimatdorf Middledip in England zurückkehren kann. Hannah ist am Boden zerstört, denn Albin ist gemein und unverschämt zu ihr, letztendlich geht sie aber wirklich wieder in ihre Heimat zurück, denn ihre Oma Nan Heather benötigt ihre Hilfe dringend. Was für ein Zufall, dass auch Nico gerade jetzt nach Middledip zurückkehrt.

Sue Moorcroft schreibt so fließend, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Obwohl die Protagonisten einige Probleme haben, ist der Roman niemals zu traurig oder niederschmetternd, dass der Leser nicht mehr weiterlesen möchte, sondern die zauberhafte Winter- und Vorweihnachtsstimmung bleibt während dem ganzen Buch bestehen.

Ich habe schon einige der Middledip-Bücher der Autorin gelesen und sie jedes Mal geliebt. So auch dieses Mal, denn die Romane haben immer Tiefgang, vermitteln aber trotzdem diese besondere Stimmung eines Weihnachtsromans. Einfach wunderschön und zauberhaft!

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