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Veröffentlicht am 22.05.2026

Möhrchens neuer Freund Rudi

Grimm und Möhrchen düsen los
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Grimm und Möhrchen treffen am Abend einen Mann in blauer Latzhose am Zaun zum Nachbargarten. Grimm erklärt dem kleinen Zesel, dass das ihr Nachbar Rudi ist. Rudi hat eine eigene Tankstelle und kann auch ...

Grimm und Möhrchen treffen am Abend einen Mann in blauer Latzhose am Zaun zum Nachbargarten. Grimm erklärt dem kleinen Zesel, dass das ihr Nachbar Rudi ist. Rudi hat eine eigene Tankstelle und kann auch gut an Autos schrauben. Als er Möhrchen die Tankstelle und den dazugehörigen Shop zeigt, ist er begeistert. Denn neben Lollis kann man dort alles mögliche kaufen und auch die Waschanlage für Autos ist unheimlich, aber auch echt toll. Schade nur, dass Grimm gar kein Auto besitzt, das er in der großen Anlage waschen kann. Doch da kommt den beiden Freunden Grimm und Rudi eine Idee und der Tankstellenbesitzer macht sich ans Werk. Nach einigen Tagen kommt dabei ein kleiner Flitzer mit Lenkrad und Pedalen für Möhrchen heraus, der sich gleich darauf auf große Fahrt rund um die Tankstelle begibt.

Stephanie Schneider und Stefanie Scharnberg haben sich nun an eine neue Reihe rund um Grimm und Möhrchen gewagt. Diesmal richten sich die Abenteuer an Erstleser ab sieben Jahren. Diese bestehen aus großer, leicht verständlicher Sprache mit kurzen Sätzen. Zudem sind die Illustrationen gewohnt bunt und unterhaltsam. Nach jedem der vier Kapitel gibt es zudem noch ein Rätsel zu lösen, womit das Gelesene vertieft wird und die Lesenden mitmachen können.

Bei uns wird jedes Abenteuer von Grimm und Möhrchen, das neu erscheint, von Jubelstürmen begrüßt. Weshalb meine Tochter auch dieses Buch innerhalb kürzester Zeit bereits mehrmals gelesen hat und wieder einmal vollkommen hingerissen war. Daher bekommt das Buch natürlich die allerbeste Bewertung, die wir vergeben können und freuen uns auf noch viele weitere Bände.

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Veröffentlicht am 21.05.2026

Das Morden geht weiter...

Die Tiefe: Verblendet
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Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt steckt immer noch mitten in den Ermittlungen rund um den Mord der Familie auf der Segeljacht. Er konnte zwar gemeinsam mit seiner Kollegin und Freundin Mascha Krieger ...

Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt steckt immer noch mitten in den Ermittlungen rund um den Mord der Familie auf der Segeljacht. Er konnte zwar gemeinsam mit seiner Kollegin und Freundin Mascha Krieger einen Trittbrettfahrer ermitteln und hinter Gitter bringen, aber der Vierfachmörder der Familie fehlt immer noch. Zudem sind noch weitere Leichen aufgetaucht und ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Morden noch nicht geklärt. Tom, Mascha und alle ihre Kollegen ermitteln auf Hochtouren, aber auch in ihrem Privatleben steht die Zeit nicht still und gerade bei Mascha geht es alles andere als beschaulich zu.

Karen Sander knüpft mit diesem zweiten Band der Trilogie nahtlos an den Vorgängerteil an. Somit befinden sich die Leser*innen direkt wieder mitten im Geschehen und werden nicht von langen Einleitungskapiteln ausgebremst. Daher ist es ratsam, die einzelnen Bände der Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen, wohingegen die drei Trilogien rund um die beiden Ermittler auch einzeln gelesen werden können. Durch viele Orts- und Perspektivwechsel erhält die Handlung eine Vielschichtigkeit, die für noch mehr Spannung sorgt.

Diese Reihe hat mich vollkommen in ihren Bann gezogen und ich kann beim Lesen alles um mich herum vergessen. Denn der Mordfall der Familie zieht sich durch alle drei Bände und bringt so manche Wendung der Ereignisse mit sich. Es faszinert und begeistert mich sehr, wie die Autorin eine solche Spannung aufbaut und dennoch nie übertreibt oder ins unrealistische abrutscht. Nun bin ich wirklich neugierig auf den dritten und leider schon letzten Band, denn bisher habe ich tatsächlich noch nicht wirklich eine Idee, wer hinter alldem stecken könnte...

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Eine Sonnenblume wächst

Schau mal, wie ich wachse! Vom Samenkorn zur Blume
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Als ein Vogel ein Samenkorn einer Sonnenblume verliert und es auf den Boden fällt, keimt im nächsten Jahr eine neue Blume daraus. Im Lauf der Monate wächst sie immer weiter und wird zu einer großen Sonnenblume ...

Als ein Vogel ein Samenkorn einer Sonnenblume verliert und es auf den Boden fällt, keimt im nächsten Jahr eine neue Blume daraus. Im Lauf der Monate wächst sie immer weiter und wird zu einer großen Sonnenblume mit einer prächtigen Blüte. Im Herbst beginnt sie langsam zu welken und die Vögel picken sich die Samen heraus. Als wieder ein Samenkorn auf den Boden fällt, beginnt der Kreislauf erneut und auch im nächsten Jahr wird es wieder eine neue Sonnenblume geben.

Die Autorin Lesley Sims hat gemeinsam mit den Illustrationen von Kaly Quarles ein sehr informatives und wunderschönes Pappbilderbuch über den Jahresverlauf und die Entwicklung einer Sonnenblume erschaffen. So zeigt sie sehr detailiert, wie die Blume heranwächst, sogar die Keimblätter, die später welk werden und abfallen, werden erwähnt. Da die Texte kurz und in kindgerechter Sprache verfasst wurden, sind sie problemlos für Kinder ab drei Jahren geeignet.

Dieses Bilderbuch hat mich sofort begeistert. Denn meine Kinder und ich waren immer gerne im Garten und haben dabei auch schon viele Pflanzen selbst herangezogen. Da hätte ich mir immer ein solches Buch gewünscht. Daher freue ich mich aber jetzt umso mehr darüber und werde es mit Sicherheit so manches Mal verschenken.

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Karlas Rückkehr nach Lüttenbü

Fäden des Glücks
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Karla hat in ihrer Kindheit jedes Jahr ihre Ferien im baufälligen Gutshaus in Lüttenbü verbracht. Dieser Ort war die einzige Konstante in ihrem Leben, denn aufgrund des Jobs ihres Vaters musste die Familie ...

Karla hat in ihrer Kindheit jedes Jahr ihre Ferien im baufälligen Gutshaus in Lüttenbü verbracht. Dieser Ort war die einzige Konstante in ihrem Leben, denn aufgrund des Jobs ihres Vaters musste die Familie häufig umziehen. Mit Bruna und deren Bruder Rasmus verbindet sie deshalb die glücklichsten Sommer ihres Lebens - bis ein Streit alles zerstört. Doch nun, nach dreizehn Jahren, in denen sie nie mehr dort war, muss Karla sich um das Gutshaus kümmern. Schließlich hat sie das alte Haus vor zwei Jahren von ihrem Vater geerbt und muss sich nun endlich um die notariellen Angelegenheiten kümmern. Das passt auch leider gut in ihren Terminplaner, denn die plötzliche Kündigung ihres Jobs hat ihr viel Zeit verschafft - allerdings fehlt nun auch die Einkommensquelle, um das Gutshaus wieder so herzurichten, damit sie es verkaufen kann. Aber möchte sie es überhaupt noch loswerden, nachdem sie einige Zeit in den alten Gemäuern verbracht hat, die so viele Erinnerungen in sich tragen und auch wieder eine Verbindung zu Rasmus haben entstehen lassen?

Marit Warncke erzählt sehr emotional und berührend über Karlas Rückkehr an einen Ort ihrer glücklichsten Momente. Schnell wird spürbar, wie Karla entschleunigt und den Stress ihrer stressigen Arbeit abschüttelt. Diese Wandlung ist wunderbar zu sehen und sorgt auch für Entspannung bei den Leser*innen. Ebenso bindet die Autorin ihre Liebe für Innendesign und das Nähen in die Handlung mit ein und baut so eine großartige Wohlfühlatmosphäre auf.

Ich bin beim Lesen nur so durch die Seiten geflogen und hatte eine wunderschöne Lesezeit. Der Erzählstil von Marit ist lockerleicht, unterhaltsam und dennoch packend. Da ich selbst gern nähe, kann ich die Leidenschaft und Hingabe von Karla nachvollziehen, hätte mich am liebsten selbst sofort an die Nähmaschine gesetzt und auch einen Kissenbezug im Pfingstrosendesign genäht.

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Ein ganz besonderer Roadtrip

Umweg zum Sommer
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Martins Leben ist gerade geprägt von Geldproblemen und fehlender Inspiration für neue Songs. Denn der Chartstürmer hatte in den Nullerjahren einen Hit, der ihm zu großem Ruhm verholfen hat, konnte aber ...

Martins Leben ist gerade geprägt von Geldproblemen und fehlender Inspiration für neue Songs. Denn der Chartstürmer hatte in den Nullerjahren einen Hit, der ihm zu großem Ruhm verholfen hat, konnte aber keinen zweiten nachlegen und ist so wieder in Vergessenheit geraten. Dennoch hat Martin sein Leben der Musik verschrieben und muss deshalb auch den Gig als Aushilfsbassist einer anderen Band annehmen. Obwohl er bereits 49 Jahre alt ist, hat er kaum Geld und lebt immer noch in seiner Studentenbude. Als seine Freundin Sophie auch noch Schluss macht, hat er das Gefühl, wieder bei Null starten zu müssen. Als aber nun seine Schwester Nicole aufgrund eines Burnouts eine Therapie in Bayern antreten muss, hat er automatisch die Verantwortung für ihren Sohn Karl. Für Martin droht der Gig in Portugal ins Wasser zu fallen - höchstens er fährt einfach und erzählt seiner Schwester nichts davon. Das ist der Beginn eines ganz besonderen Roadtrips, der für so manchen unvergesslichen Moment für Martin und Karl sorgt.

Stefan Kulmann hat hier einen unterhaltsamen, kurzweiligen Sommerroman geschaffen, der teilweise nachdenklich stimmt, aber auch mit so mancher Situation zum Schmunzeln aufwartet. Die Reise führt Onkel und Neffe durch die Schweiz, Italien, Frankreich, Spanien und Portugal und schon allein durch die wechselnde Kulisse dieser südeuropäischen Länder kommt Urlaubsstimmung auf. Da sich der Erzählstil des Autors flüssig liest, fliegen die Seiten nur so dahin.

Obwohl ich anfangs ein paar Schwierigkeiten mit dem Einstieg in die Handlung hatte und erst im zweiten Drittel in einen stetigen Lesefluss gefunden habe, konnte ich letztlich den Roman sehr genießen und in die besondere Atmosphäre eintauchen. Da mir beide Protagonisten im Lauf der Geschichte immer mehr ans Herz gewachsen sind, war ich mit dem Ende sehr zufrieden und fand es perfekt gelungen.

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