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Veröffentlicht am 04.05.2025

Mysteriöser Thrill

Die Bucht
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Das Cover und der Klappentext von Liz Webb's "Die Bucht" hat mich direkt angesprochen.
Nancy geht mit ihrem Lebensgefährte Calder auf seine Heimatinsel zurück. Die beiden wollen einen Neuanfang wagen ...

Das Cover und der Klappentext von Liz Webb's "Die Bucht" hat mich direkt angesprochen.
Nancy geht mit ihrem Lebensgefährte Calder auf seine Heimatinsel zurück. Die beiden wollen einen Neuanfang wagen und haben London verlassen. Die kleine Schiefer-Insel hat nur wenige Einwohner und liegt an der Westküste Schottlands. Fast alle jungen Leute haben die Insel verlassen, sobald sie alt genug waren und sind hinaus in die "weite Welt". Auch Calder und sein bester Freund haben die Insel verlassen. Calder liebt das Meer und fährt immer wieder mit dem Boot raus. Eines Tages wird Calder leblos aus dem Wasser gezogen. Mit Herzmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung schaffen sie es, ihn an Land zu bringen, wo er mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus aufs Festland gebracht wird. Nancy fliegt natürlich mit und ist davon überzeugt, dass Calder tot ist.
Wie durch ein Wunder und mit Hilfe der Medizin hat Calder jedoch überlebt. Allerdings hat er sich sehr verändert. Er ist nicht mehr der Mann, den Nancy geliebt hat und heiraten wollte.
Und dann... überschlagen sich die Ereignisse...
Mir hat besonders die düstere Atmosphäre gefallen, die Liz Webb gezeichnet hat. Durch ihren Schreibstil kann der Lesende sich gut auf das Buch einlassen.
Auch die Wendungen haben mich überzeugt. Ich gebe hier sehr gern 5 von 5 Sternen und werde bestimmt noch einige Bücher von ihr lesen.

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Echt spannend

Der Wolf im dunklen Wald
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Sia Pionteks zweites Buch "Der Wolf im Wald" mit der Polizistin Carla Seidel und ihrer Tochter Lana beginnt gleich wieder so spannend, wie es nach dem ersten Band zu erwarten war.
Das Cover fand ich direkt ...

Sia Pionteks zweites Buch "Der Wolf im Wald" mit der Polizistin Carla Seidel und ihrer Tochter Lana beginnt gleich wieder so spannend, wie es nach dem ersten Band zu erwarten war.
Das Cover fand ich direkt ansprechend und es passt von Stil her sehr gut zu dem Vorgängerbuch.
Während einer Hetzjagd wird einer der Teilnehmer mit sieben Messserstichen ermordet im Wald gefunden. Da schon die ersten drei Stiche tödlich waren, gehen Carla und ihre Kollegen von einer Tat voller Wut aus.
In der Nacht vor der Jagd war Lana, die Tochter von Carla mit Fabian (Sohn des Gutsbesitzers, der die Jagd organisiert hat) auf einem Hochsitz um die Tiere zu beobachten. Die beiden sind jedoch noch vor Beginn der Jagd aus dem Wald und Lana ist nach Hause gefahren.
Was Lana anfangs noch nicht weiß, Fabian ist, nachdem er einen Streit zu Hause zwischen seinen Eltern mitbekommen hat, wieder zurück in den Wald.
Auch bei diesem Fall hilft Lana ihrer Mutter wieder bei den Ermittlungen und sie kommt dem Täter unerwartet näher als gedacht.
Lana hat heimlich Kontakt zu ihrem Vater, was Carla gar nicht so gut findet, da er sich recht übel während der Ehe behandelt hat und sie ein Kontaktverbot erwirkt hat. Dieser Fall bringt Carla sehr an ihre Grenzen und erinnert sie an Dinge, die sie damals in der Ehe ertragen musste.
Sia Piontek hat einen spannenden Thriller geschrieben, der den Lesenden direkt mitnimmt und sie schafft es, dass man das Buch eigentlich gar nicht aus der Hand legen mag.
"Der Wolf im Wald" kann unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden.
Gern gebe ich hier 5 Sterne und hoffe, dass noch weitere Bände mit Carla und Lana folgen.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Marc Raabe in Bestform

Die Nacht (Art Mayer-Serie 3)
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"Die Nacht" ist das dritte Buch mit Art Mayer und Nele Tschaikowski. Wie die vorherigen Bücher, einfach nur Spannung pur.
Die kleine Milla, die mit ihrer dementen Oma eine Etage unter Art wohnt, vermisst ...

"Die Nacht" ist das dritte Buch mit Art Mayer und Nele Tschaikowski. Wie die vorherigen Bücher, einfach nur Spannung pur.
Die kleine Milla, die mit ihrer dementen Oma eine Etage unter Art wohnt, vermisst ihre Mutter Dana. Art, der Mila sehr gern mag, hat immer noch nicht die Suche nach Dana aufgegeben und bittet einen hochrangigen Politiker um Hilfe. Kurz nachdem er seine Bitte vorgebracht hat, erhält er eine Nachricht mit einem Standort...
Nele, immer noch in Elternzeit, vermisst die Polizeiarbeit und unterstützt Art bei der Suche nach Dana. Und die beiden stechen in ein Wespennest, als sie in einer verlassenen Wohnwagensiedlung den Körper eines brutal ermordeten Richters finden.
Marc Raabe schafft es wieder, den Lesenden zu fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loszulassen. "Die Nacht" erzählt immer wieder auch aus der Vergangenheit, der Jugend von Dana, die in der Wohnwagensiedlung groß geworden ist.
Mit gut gesetzten Cliffhangern und Wendungen, mit denen man nicht rechnet, nimmt er uns mit auf die Suche nach der Wahrheit.
Die kleine Milla spielt eine zentrale Rolle in diesem Buch und Marc Raabe nimmt uns auch emotional mit, als Milla auch verschwindet.
Ich hoffe, dass noch weitere Bücher mit Art, Nele und Milla folgen und gebe hier sehr sehr gern 5 Sterne.
Danke an Marc Raabe für die spannenden Stunden

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Alle für einen, einer für alle

Um jeden Preis
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Mein erstes Buch von Hera Lind. Mich hat der Klappentext und das Cover angesprochen.
Das Motto: "Alle für einen, einer für alle" zieht sich durch das ganze Buch. Es ist die Lebensgeschichte von Lydia, ...

Mein erstes Buch von Hera Lind. Mich hat der Klappentext und das Cover angesprochen.
Das Motto: "Alle für einen, einer für alle" zieht sich durch das ganze Buch. Es ist die Lebensgeschichte von Lydia, die einst in der Ukraine lebte, dann mitsamt Familie verschleppt wurde in ein Arbeitslager nach Sibirien, von dort aus der Gefangenschaft entkommen ist. Immer wieder müssen sie den Ort wechseln, schaffen es aber, zusammenzubleiben. Meistern gemeinsam Hungersnöte, Krankheiten, verlieren Haus, Hof und Vieh, alles was sie haben, bauen sich ein neues Heim auf, nur um es wieder zu verlieren.
Das ist eine tragische, aber wohl wahre Geschichte, die den Lesenden mitnimmt. Mich hat die Liebe zueinander, der Zusammenhalt emotional total berührt. Da die Autorin sehr realistisch schreibt, hat man mit ihnen gelitten und sich auch gefreut, wenn etwas Positives geschehen ist. Auch, wie die erste Zeit in Deutschland beschrieben ist, einfach toll realistisch.
Ich denke, das ist zwar das erste Buch von Hera Lind, aber bestimmt nicht das letzte, welches ich gelesen haben bzw. lesen werde.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Wunderbare Reise zur historischen Brücke von London

Die Brücke von London
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"Die Brücke von London" ist das Debüt von Julius Art und er nimmt uns mit ins London 1749, auf die London Bridge.
Juliana übernimmt von ihrem verstorbenen Ehemann das Tuchgeschäft, welches sich mitten ...

"Die Brücke von London" ist das Debüt von Julius Art und er nimmt uns mit ins London 1749, auf die London Bridge.
Juliana übernimmt von ihrem verstorbenen Ehemann das Tuchgeschäft, welches sich mitten auf der London Bridge in einem ehemaligen Kirchgebäude befindet. Das Geschäft läuft mehr schlecht als recht, als sie auch noch erfährt, dass ihr Ehemann eine hohe Summe an Spielschulden gemacht hat, die sie jetzt begleichen soll.
Alder, ein Junge auf der Flucht vor seinen Verfolgern, die er bestohlen hat, klaut ein Boot und kentert, direkt unter der Brücke. Juliana zieht ihn am Schopf heraus und päppelt ihn wieder auf.
Es soll noch eine weitere Brücke mit Geschäftsräumen gebaut werden, wo sich schon jetzt zeigt, dass diese Geschäfte eine große Konkurrenz für die Händler auf der London Bridge sein werden. Juliana wird kreativ.
Wie kreativ sie wird, was Oliver, der Angestellte bei der Brückenverwaltung, Alder und seine Freunde damit zu tun haben, das möchte ich nicht verraten, aber es wird spannend.
Immer wieder springen wir zur Zeit des Brückenbaus 1002 zurück. Hier lernen wir Eldrid und ihre Schwester Sibilla kennen. Sibilla lebt in einer Hütte im Wald und ist eine Heilerin. Sibilla warnt Eldrid vor einem Unglück, an dem auch ihr Mann beteiligt sein kann, wenn er zur falschen Zeit am falschen Ort ist und was passiert, Sibilla soll als Hexe verurteilt werden, als Unglücksbringerin.
Julius Art schafft es hervorragend, beide Erzählstränge miteinander zu verbinden und die Spannung durchweg aufrecht zu erhalten. Dazu hat er ganz toll die einzelnen Charaktere gezeichnet, dass der Lesende den ein oder anderen sehr mag und mit ihm mitlebt und -erlebt.
Der Schreibstil zieht den Lesenden direkt auf die Brücke und wir sehen die Bilder, die Geschäfte und das geschäftige Treiben direkt vor unserem inneren Auge.
Ich bin hin und weg von "Die Brücke von London" und kann sagen, ich habe einen neuen Lieblingsschriftsteller gefunden und hoffe, bald mehr von ihm zu lesen.
Sehr gern gebe ich hier 5 von 5 Sternen.

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