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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.11.2025

Tierisch spannend

Reggie Rabbit und der große Karottenraub
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In Reggie Rabbit und der große Karottenraub geht es um das Kaninchen Reggie, das mit seiner Familie im beschaulichen Klein Viechdorf lebt. Reggie ist noch Schüler, aber er hat große Träume: Er will Detektiv ...

In Reggie Rabbit und der große Karottenraub geht es um das Kaninchen Reggie, das mit seiner Familie im beschaulichen Klein Viechdorf lebt. Reggie ist noch Schüler, aber er hat große Träume: Er will Detektiv werden, so wie sein großes Vorbild, der berühmte Detektiv Fuchs. Während seine Familie darüber eher schmunzelt, glaubt immerhin Oma Lavendel fest an ihn.

Als im Hafen von Bärenburg eine ganze Schiffsladung Karotten verschwindet, ist Reggie sofort Feuer und Flamme. Zusammen mit der vorlauten neuen Mitschülerin Pieps beginnt er zu ermitteln. Pieps behauptet, die Karotten seien nachts einfach in die Luft geflogen und so machen sich die beiden auf eine abenteuerliche Spurensuche, die sie tief in die Stadt führt und mitten hinein in ein richtiges Verbrechen.

Ich fand die Geschichte total unterhaltsam. Reggie ist ein sympathischer kleiner Held, der mutig, neugierig und manchmal wunderbar naiv durchs Abenteuer stolpert. Pieps sorgt mit ihrer quirligen Art für jede Menge Chaos, und gerade dieses ungleiche Duo macht den Reiz aus. Die Handlung ist spannend, witzig und clever erzählt; mit einer richtig schönen Portion Krimifeeling, aber immer kindgerecht.

Besonders cool fand ich, wie abwechslungsreich das Buch gestaltet ist. Es wechselt zwischen Fließtext, Comic-Seiten und kleinen Illustrationen... das sorgt für Tempo und macht das Lesen richtig kurzweilig. Auch der schwarz-weiß-rote Zeichenstil fällt auf und verleiht der Geschichte einen ganz eigenen Look.

Reggie und Pieps sind ein tolles Duo; total unterschiedlich, aber genau das funktioniert. Für Kinder ab etwa acht Jahren ist das Buch perfekt: spannend, lustig und mit einer guten Portion Teamgeist. Ich hoffe sehr, dass es mit Reggie weitergeht, denn das war bestimmt nicht sein letzter Fall.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Ein magischer Reichenauftakt voller Musik und Freundschaft

Magic Music, Band 1 - Der rätselhafte Rückwärtszauber
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Tristan und seine Mutter Betty verbringen ihren Urlaub im kleinen Küstenstädtchen Glennyfey in Irland... zumindest ist das der Plan. Doch anstatt auszuspannen, muss Betty als Ghostwriterin weiterarbeiten, ...

Tristan und seine Mutter Betty verbringen ihren Urlaub im kleinen Küstenstädtchen Glennyfey in Irland... zumindest ist das der Plan. Doch anstatt auszuspannen, muss Betty als Ghostwriterin weiterarbeiten, und Tristan bleibt viel Zeit, um die Gegend auf eigene Faust zu erkunden. Dabei trifft er auf Mel, ein quirliges, selbstbewusstes Mädchen, das ihn kurzerhand zu ihrem neuen Bandmitglied erklärt; obwohl Tristan gar kein Instrument spielen kann. Zum Glück kennt Mels Opa sich bestens mit Musik aus und hilft ihm nicht nur mit einer Gitarre, sondern auch mit einem geheimnisvollen Zettel, auf dem ein Liedtext steht. Was als harmloser Versuch beginnt, ein zerbrochenes Instrument zu retten, wird schnell zu einem magischen Abenteuer, das Glennyfey ganz schön auf den Kopf stellt.

Der Autor erzählt mit viel Witz, Fantasie und Herz von Freundschaft, Mut und Musik. Die Geschichte liest sich flüssig, hat viele humorvolle Momente und immer wieder kleine Überraschungen. Besonders schön ist, dass das Buch weder typisch „Mädchen-“ noch „Jungsbuch“ ist. Tristan und Mel ergänzen sich perfekt, und beide sind starke, sympathische Charaktere.

Die Handlung bleibt bis zum Schluss spannend, mit kleinen Rätseln, magischen Momenten und einer Prise Irland-Flair, die man richtig spüren kann. Ich finde es toll, dass die Geschichte in einem so lebendigen Setting spielt; mit viel Tradition, freundlichen Menschen und dieser besonderen Atmosphäre, die Irland einfach ausstrahlt.

Auch optisch ist das Buch sehr gelungen: Die Schrift ist angenehm groß, sodass es sich gut lesen lässt, und die Schwarz-Weiß-Illustrationen lockern das Ganze auf. Sie fangen die Stimmung wunderbar ein...mal lustig, mal geheimnisvoll, immer passend. Ich würde sagen, das Buch eignet sich perfekt für Kinder ab etwa acht Jahren, die schon etwas längere Texte lesen können.

Ein schöner Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht! Denn das Buch der Barden verspricht noch viele weitere magische Melodien und Abenteuer und ich bin sicher, Tristan und Mel haben noch einiges vor sich.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Ordnung trifft Chaos

Ete Petete & Tohu Wabohu - Gegensätze ziehen sich an
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In Ete Petete & Tohu Wabohu treffen zwei völlig gegensätzliche Welten aufeinander und genau das macht den Charme dieses Bilderbuchs aus. Ete Petete lebt mit ihrem Pudel Pico Bello in einer gepflegten Villa ...

In Ete Petete & Tohu Wabohu treffen zwei völlig gegensätzliche Welten aufeinander und genau das macht den Charme dieses Bilderbuchs aus. Ete Petete lebt mit ihrem Pudel Pico Bello in einer gepflegten Villa mit ordentlich gestutztem Garten, poliertem Porzellan und perfekt geordnetem Alltag. Alles hat seinen Platz, alles läuft nach Plan. Doch als der neue Nachbar Tohu Wabohu auftaucht... bärtig, herzlich-chaotisch und mit seiner Katze Ramazamba im Gepäck, wird Etes perfekte Welt gehörig durcheinandergewirbelt.

Was folgt, ist eine warmherzige Geschichte über Unterschiede, Vorurteile und das Loslassen von starren Vorstellungen. Anfangs prallen die Lebensstile aufeinander, aber nach und nach merkt Ete, dass es sich lohnt, über den eigenen Schatten zu springen und das Leben manchmal erst dann bunt wird, wenn man die Kontrolle ein bisschen lockert.

Die Geschichte spielt wunderbar mit Klischees: schon die Namen sind ein kleiner Geniestreich, und auch die Illustrationen unterstreichen den Kontrast zwischen Ordnung und Chaos. Während Etes Welt in edlen, kühlen Farben gehalten ist, sprüht Tohus Seite nur so vor Farbe und Energie. Das sorgt für tolle visuelle Gegensätze, die Kinder sofort verstehen und einordnen können.

Der Text ist in einer leichten Reimform geschrieben, was beim Vorlesen Spaß macht und einen schönen Rhythmus bringt. An manchen Stellen merkt man allerdings, dass die Reime etwas „gebaut“ wirken; hier steht der Reim manchmal etwas über dem natürlichen Sprachfluss. Das stört den Lesespaß nur minimal, fällt aber Erwachsenen beim Vorlesen auf.

Insgesamt ist Ete Petete & Tohu Wabohu ein farbenfrohes, charmantes Bilderbuch mit einer klaren Botschaft: Anderssein ist nichts Schlechtes; manchmal macht gerade das Leben mit kleinen Ecken und Kanten es erst richtig schön. Kinder können der Geschichte leicht folgen, lachen über die Gegensätze und verstehen die Botschaft schnell.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Kurzweilig und informativ!

WAS IST WAS Training für den Mond
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Dieses Buch hat uns richtig begeistert! Geschrieben aus der Sicht des ESA-Astronauten Matthias Maurer nimmt es die Leserinnen und Leser in Comicform mit auf eine spannende Reise durch das harte Training, ...

Dieses Buch hat uns richtig begeistert! Geschrieben aus der Sicht des ESA-Astronauten Matthias Maurer nimmt es die Leserinnen und Leser in Comicform mit auf eine spannende Reise durch das harte Training, das nötig ist, um überhaupt in die Nähe einer Mondmission zu kommen. Dabei wird schnell klar: Hier wird nichts dem Zufall überlassen!

Besonders spannend fanden wir, dass die Astronautinnen und Astronauten auf ihrer Vorbereitung eine richtige Weltreise unternehmen; von den Lofoten in Norwegen über Lanzarote, wo Gesteinsproben gesammelt werden, bis hin zum Johnson Space Center in den USA. Überall warten neue Herausforderungen und echte Expertinnen und Experten, die das Training begleiten.

Das absolute Highlight ist für uns das Luna-Trainingszentrum mit der nachgebauten Mondoberfläche. Diese Idee, auf der Erde ein Stück Mond zu erschaffen, ist einfach faszinierend.

Das Buch ist spannend, informativ und trotzdem leicht zu lesen; eine perfekte Mischung aus Comicgeschichte und Sachwissen. Man merkt auf jeder Seite, wie viel Leidenschaft und echtes Raumfahrtwissen hier steckt. Mein Sohn hat das Buch regelrecht verschlungen und dabei ganz nebenbei jede Menge gelernt. Ein großartiges Buch für alle kleinen (und großen) Weltraum-Fans und zukünftigen Astronauten!

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Veröffentlicht am 22.10.2025

Frech, clever und ein cooler Vibe

Robin the Hood – Wie klaut man eine Stadt?
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Robin ist kein gewöhnlicher Junge; er stammt aus einer echten Diebesdynastie! Seine Eltern genießen ihr Luxusleben auf einer Jacht, während Robin mit seiner schlagfertigen, abenteuerlustigen und ein bisschen ...

Robin ist kein gewöhnlicher Junge; er stammt aus einer echten Diebesdynastie! Seine Eltern genießen ihr Luxusleben auf einer Jacht, während Robin mit seiner schlagfertigen, abenteuerlustigen und ein bisschen verrückten Loretta lebt. Gemeinsam planen sie clevere Aktionen, bei denen Robin lieber trickst und täuscht, statt Gewalt anzuwenden. Doch im Gegensatz zu seinen Eltern will er das alte Robin-Hood-Motto wieder ernst nehmen: den Reichen nehmen und den Armen geben. Dabei stolpert er von einem verrückten Plan in den nächsten; inklusive E-Scooter-Verfolgungsjagden, gefälschten Pässen und jeder Menge Chaos.

Schon der Titel hat mich sofort neugierig gemacht und genau so frech und verspielt ist auch die Geschichte selbst. Statt eines klassischen Helden mit Bogen gibt’s hier einen modernen Robin mit Köpfchen, Humor und einer großen Portion Selbstironie. Er ist kein makelloser Held, sondern ein sympathischer Chaot, der einfach das Richtige tun will, aber eben auf seine ganz eigene Art.

Besonders cool finde ich die Kombination aus Text und Comic. Die gezeichneten Szenen sind nicht bloß Beiwerk, sondern transportieren Action und Witz perfekt. Man hat beim Lesen wirklich das Gefühl, mitten in einem animierten Film zu stecken. Gerade für Kinder (und Erwachsene mit Spaß an frechen Geschichten) ist das eine super Mischung.

Loretta ist mein persönlicher Lieblingscharakter. Sie ist eine Mischung aus Trainerin, Lehrerin und bester Freundin, die alles im Griff hat, außer ihre Spinnenphobie. Sie bringt Herz, Humor und Power in die Geschichte, und das Zusammenspiel zwischen ihr und Robin ist einfach großartig.

Die Geschichte liest sich schnell, ist witzig, überraschend und hat trotzdem eine Botschaft: Es geht um Verantwortung, Gerechtigkeit und den Mut, seinen eigenen Weg zu gehen. Aber das Ganze wird mit so viel Witz erzählt, dass es nie belehrend wirkt.

Insgesamt ein modernes Robin-Hood-Abenteuer voller Humor, Tempo und Herz. Die Mischung aus Text und Comic macht das Buch lebendig und kurzweilig. Perfekt für Kinder ab 10, aber auch für alle, die beim Lesen gerne schmunzeln.

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