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Veröffentlicht am 19.07.2025

Turbulenter und spannender Fall mit Mädchen mit Charakter

Midwatch – Schule der unerwünschten Mädchen
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Ein tolles Cover, welches gleich an Steampunk denken lässt. Anstelle der gängigen schwarzen Schrift wurde für den Text ein Blauton verwendet, in dem auch die vielen tollen und detaillierten Illustrationen ...

Ein tolles Cover, welches gleich an Steampunk denken lässt. Anstelle der gängigen schwarzen Schrift wurde für den Text ein Blauton verwendet, in dem auch die vielen tollen und detaillierten Illustrationen gehalten sind, die mir gleich gut gefallen haben. Der Schreibstil liest sich sehr gut, es passiert viel, und passt auch für die angesprochene Altersgruppe, genau wie Kapitellänge und Schriftsatz.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Maggie Fishbone, ein Mädchen, welches in einem Waisenhaus aufwuchs. Aus dem soll sie jetzt aufgrund ihres unerhörten Verhaltens in eine Art Besserungsanstalt wechseln - in das Institut für unerwünschte Mädchen. Dort trifft sie auf weitere Mädchen, denen es ähnlich geht wie ihr selbst. Überraschenderweise ist dort alles anders, als es den Anschein hat. Gelehrt wird das, was nützlich ist und Spaß macht, vor allem dann, wenn man zu einer Nachwuchsermittlerin herangezogen wird.
Zunächst lernt man in dem Buch die handelnden Personen kennen. Deren individuelle Charakterisierung in der Geschichte ist weitgehend geglückt, dabei wird Wert auf die Stärken der einzelnen und die Zusammenarbeit im Team gelegt. Etwas mehr Tiefe würde den Hauptprotagonisten jedoch nicht schaden. Die Handlung gewinnt an Fahrt, die von Judith Rossell entwickelte Geschichte ist spannend, aber nicht zu dramatisch. Die auftretenden Bösen sind auch nicht zu böse und ein wenig Gruselfaktor kommt im Verlauf auch noch dazu. Man will das Buch fast nicht aus der Hand legen.
Gut gefallen haben mir auch die eingestreuten Auszüge aus dem Buch der Schulleiterin Miss Mandelay, kurios und witzig. Allein das Cover macht Lust, das Buch aus dem Regal zu nehmen. Und wenn man das dann macht, wird man beim Lesen nicht enttäuscht, es wird keine Seite langweilig. Leseempfehlung, sowohl für Mädchen als auch für Jungs.

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Veröffentlicht am 18.07.2025

Mord und Magie im Prater

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4)
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Im Wiener Praterviertel findet 1896 eine Zauberassistentin während einer Vorstellung den Tod - ein Fall für Inspektor Leopold von Herzfeldt. Nunmehr getrennt von Leopold arbeitet Julia als Reporterin und ...

Im Wiener Praterviertel findet 1896 eine Zauberassistentin während einer Vorstellung den Tod - ein Fall für Inspektor Leopold von Herzfeldt. Nunmehr getrennt von Leopold arbeitet Julia als Reporterin und wird Zeugin des Vorfalls. Weitere Morde folgen und beide versuchen zunächst getrennt die Fälle aufzuklären. Auch Totengräber Augustin Rothmayer hat einen Fall, er will betrügerischen Bestattungsunternehmen auffliegen lassen. Daneben kümmert er sich weiter um seine Pflegetochter Anna, die inzwischen ihre eigenen Wege geht. Letztendlich arbeiten Leopold und Augustin zusammen und auch Julia trägt ihren Teil zur Aufklärung bei.
Dies ist inzwischen der vierte Fall des Wiener Trios und er hat mich erneut begeistert. Auf jeden Fall empfehle ich die Bücher von Beginn an zu lesen, da man sonst die Entwicklung der Charaktere mit allen Facetten aus deren Privatleben nicht angemessen folgen kann.
Oliver Pötzsch ist wieder ein historischer Krimi gelungen, der einen nicht loslässt. Sein Schreibstil ist flüssig und atmosphärisch, wirkt dennoch ausgesprochen leicht - er kann Ge-schichten so erzählen, dass man regelrecht darin eintaucht. Seine Protagonisten werden stimmig charakterisiert und entwickeln sich auch in der Serie weiter, genau wie das Beziehungsgeflecht der Personen untereinander. Der Autor nimmt einen mit in eine Zeit des Umbruchs. Wissenschaft und Technik sind auf dem Vormarsch, davon profitiert auch die Kriminalistik. Die neuen Erkenntnisse stehen im Widerspruch zu alten Überzeugungen, die nur langsam aufgeweicht werden können. Die Aufklärung der Kriminalfälle bleibt bis zum Ende offen und spannend, die Erzählstränge, die sich mit dem Privatleben beschäftigen, runden alles gelungen ab. Ich hoffe auf weitere Fälle aus dem historischen Wien!

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Literarisches Lesestück für interessierte Kids

Der Sommer der unmöglichen Dinge
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Ferris, so benannt nach dem Riesenrad (auf Englisch Ferris Wheel), unter dem sie geboren wurde, erlebt während ihrer Ferien mit ihrer Familie einen seltsamen Sommer, der sie auf Trab hält und einige Veränderungen ...

Ferris, so benannt nach dem Riesenrad (auf Englisch Ferris Wheel), unter dem sie geboren wurde, erlebt während ihrer Ferien mit ihrer Familie einen seltsamen Sommer, der sie auf Trab hält und einige Veränderungen für alle bedeutet.
Die Geschichte, deren Handlung wahrscheinlich in den 80ern angesiedelt ist, macht es nicht leicht, sie zu bewerten. Als Erwachsene fand ich sie schön zu lesen, fand mich gut rein und hatte auch Spaß daran, den Wortschatzerweiterungen der Lehrerin Mrs Mielk zu folgen, die Ferris und ihr Freund Billy verinnerlicht haben. Es ist eine sehr nachdenkliche, literarische Geschichte, in der ein ganz eigener Klang mitschwingt und die sowohl Lachen als auch Weinen zulässt. Ich fand, dass das Buch einen roten Faden hatte und zum Ende auch rund erschien.
Ich habe aber meine Zweifel, ob das Buch für Kinder ab 10 Jahren taugt, denn ob sie den roten Faden in der Handlung entdecken werden, ist nicht gewiss. Es wird zwischen den Protagonisten gesprungen, die Persönlichkeiten und die Beziehungen untereinander werden nur angerissen, ohne tieferzugehen. Das Warum der Handlungen wird nicht wirklich hinterfragt. Alles geht einfach seinen Gang. Mit den Verlusten nachstehender Personen wird nicht erkennbar umgegangen, sie werden nicht richtig verarbeitet. Auch die Gründe für Pinkys Wandlung, Ferris jüngerer psychopathischer Schwester, sind nur zu erahnen.
Von daher bin ich zwiegespalten, ob ich dieses Buch, jenseits des derzeitigen Mainstreams, als Kinderbuch empfehlen kann. Für fortgeschrittene junge Leseratten ja. Es ist einfach mal etwas Anderes. Auch wenn mir das Buch gut gefallen hat, kann ich von daher keine echte Leseempfehlung aussprechen und vergebe nur drei von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 29.05.2025

Vergnüglicher Lesestoff mit genialen Illustrationen

Krakadu
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Das Cover fällt gleich auf und macht neugierig auf eine lustige Geschichte. Britta Sabbag lässt von einem Tiefseereporter kleine, witzige Episoden aus dem Zusammenleben von Krake Kradadu und dem Professor ...

Das Cover fällt gleich auf und macht neugierig auf eine lustige Geschichte. Britta Sabbag lässt von einem Tiefseereporter kleine, witzige Episoden aus dem Zusammenleben von Krake Kradadu und dem Professor Seestern berichten. Sie bringt dabei geniale kleine Wortspiele ein: So musizieren Jimmy Fängtnix und Ella Fischgerald auf der Geburtstagsfeier von Grönehaier, dem Grönlandhai und die Meeresbewohner gehen zum Einkaufen zu ALGI Sea. Schmunzeleffekte stellen sich daher beim Lesen laufend ein. Wobei die Kinder mit einigen Begriffen sicher noch nicht so viel verbinden können, aber die Erwachsenen beim Vorlesen ihren Spaß haben werden. Eine kurze, kritische Note in Bezug auf den Umweltschutz findet sich beim Sinnieren über den ph-Wert der Unterwasserwelt.
Die kurzen, vorlesegeeigneten Episoden werden von Lisa Nollenberger genial illustriert. An den großformatigen Zeichnungen kann man sich nicht sattsehen, es gibt viel zu entdecken und das Verweilen beim Betrachten lohnt.
Ein tolles Kinderbuch mit hohem Spaßfaktor, welches Grundschulkindern und ihren Eltern Vergnügen bereiten wird.

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Veröffentlicht am 30.04.2025

Es geht heiß her bei der Feuerwehr

Devil's Kitchen
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Bei einem Elite-Trupp der New Yorker Feuerwehr ist nicht alles so, wie es den Anschein hat. Sie bekämpfen zwar Brände, schrecken aber auch nicht vor Brandlegung zurück, wenn sie sich dadurch Vorteile auf ...

Bei einem Elite-Trupp der New Yorker Feuerwehr ist nicht alles so, wie es den Anschein hat. Sie bekämpfen zwar Brände, schrecken aber auch nicht vor Brandlegung zurück, wenn sie sich dadurch Vorteile auf ihren Raubzügen verschaffen können. Und wie sieht es mit Mord aus? Die private Ermittlerin Andy Nearland, wie sie sich bei ihrem Undercover-Einsatz nennt, will hier Licht ins Dunkle bringen und arbeitet mit Ben, einem der Teammitglieder, als dessen vorgebliche Freundin zusammen. Ben hat damit verbunden selbst ein persönliches Interesse an ihren Nachforschungen, hat er doch letztendlich den Stein ins Rollen gebracht.
Als ich den Prolog las, dachte ich zunächst, dass zu viel vorweggenommen werden würde. Aber dem ist nicht so, der Spannungsbogen bleibt sehr lange erhalten, ohne dass der Schluss zu offensichtlich ist. Und der Schreibstil liest sich einfach gut, wie man es von der Autorin kennt.
Der Krimi hat viel Thrill, die Story fesselt und unter den Protagonisten sind vielfältige, bunte Charaktere vertreten. Jeder hat seine persönliche Bürde zu tragen, die einzelnen Lebensgeschichten verdeutlichen, warum sich dieser Trupp zusammengefunden hat, zu einem Team mit kriminellen Ambitionen, die durchaus auch zum Erfolg führen. Andy muss sich behaupten, erst um ihren Platz in der Crew finden, um dann selbst erfolgreich ihr Ziel zu erreichen. Aber auch ihr Lebensweg war alles andere als einfach. Es fällt ihr schwer, Menschen zu vertrauen und daher weiß sie auch nicht, ob sie sich auf Ben einlassen kann.
Ein Stern Abzug, weil die Geschichte doch insgesamt nicht sehr glaubwürdig rüberkommt. Reizvoll ist sie allemal, für mich gute und spannende Lektüre für die heißen Sommertage!

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