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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.06.2026

Unterhaltsame Lektüre für den Sommer

Mordseeparty
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Das war mein zweiter Krimi aus der Borkum-Reihe von Emmi Johannsen und ich war gleich wieder drin und mit den Charakteren vertraut. Diesmal wird ein Toter auf einer Sanddüne, die von Robben bevölkert wird, ...

Das war mein zweiter Krimi aus der Borkum-Reihe von Emmi Johannsen und ich war gleich wieder drin und mit den Charakteren vertraut. Diesmal wird ein Toter auf einer Sanddüne, die von Robben bevölkert wird, aufgefunden. Und das kurz vor Caros vierzigstem Geburtstag.
Die beiden Hobby-Detektive Caro und Jan ermitteln wieder gemeinsam, unterstützen den ermittelnden Kommissar inoffiziell, und kommen dabei so manchem Insel-Geheimnis auf die Spur und sich auch näher. Die Auflösung zeichnete sich im letzten Drittel des Buches ab und wurde einer Miss Marple würdig im Kreis von Caros Geburtstagsgästen aufgelöst.
Neben der Kriminalhandlung lernt man Caros Familie näher kennen, die alle zur Geburtstagsparty anreisen.
Der Krimi ist in einer leichten, lockeren Sprache geschrieben und unterhält. Tiefgründiges sollte man nicht erwarten, dafür erhält man einen humorvollen, spannenden Roman, der Inselfeeling vermittelt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.06.2026

Poetisch und bildhaft und zugleich ein leises Drama

The Artist
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Zu Beginn der 1920er Jahre reist Joseph in die Provence um Edouard Tartuffe, „Tata“ zu interviewen. Er lernt dessen Nichte Ettie kennen, die ihn mit ihrer Art fasziniert und deren erwähnte Geheimnis zu ...

Zu Beginn der 1920er Jahre reist Joseph in die Provence um Edouard Tartuffe, „Tata“ zu interviewen. Er lernt dessen Nichte Ettie kennen, die ihn mit ihrer Art fasziniert und deren erwähnte Geheimnis zu ergründen ist.
Das Cover, wie ein Gemälde gehalten, macht sofort Lust auf Südfrankreich und passt perfekt zu dem Romanthema. Ich war sogleich neugierig.
Ich habe schon eine Weile kein so anregendes Buch mehr gelesen, ein Buch, welches mich durch Sprache, Ideenreichtum, Charaktere und der Geschichte selbst gefesselt hat.
Ich kam auch gleich gut in das Buch rein, fühlte mich mit der Erzählweise wohl. Die schon malerisch zu nennenden Beschreibungen sind gelungen und die Charaktere empfand ich als vielschichtig. Egal, ob es sich um die Schilderung der Persönlichkeiten oder um die Lebenserfahrungen der Einzelnen handelt, alles wird sehr glaubwürdig und fein moduliert dargeboten.
Da ist Edouard, der zunächst im Mittelpunkt steht und alles kontrollieren möchte, auch seine Nichte Ettie. Er lässt ihr wenig Freiraum. In diese Zweisamkeit stößt Joseph, der sich darauf einlässt, dem Maler Modell zu sitzen, um über ihn schreiben zu dürfen. Nach und nach entwickle sich dann die Beziehungen untereinander. Interessant wird es auch, als Besuch aus Amerika eintrifft. Ich würde zu viel vom Inhalt vorwegnehmen, wenn ich hier mehr über Ettie und ihren Weg zur Selbstverwirklichung mitteilte. Mich hat das Buch überrascht, berührt und auch fasziniert. Das Ende hat mir insgesamt gefallen, auch wenn es dann doch sehr rasch kam. Insgesamt ein empfehlenswerter Roman, der nachhallt, die Sinne anspricht und eine Weile präsent bleibt.

  • Einzelne Kategorien
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  • Handlung
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Veröffentlicht am 03.06.2026

Charmanter Lesespaß

Die Queen von Mayfair
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Der Roman spielt gegen Ende des Viktorianischen Zeitalters, 1898 in London. Quinn Le Blanc, gewiefte Hochstaplerin aus Leidenschaft und Nachfolgerin ihrer Mutter in diesem Metier, setzt sich zum Ziel in ...

Der Roman spielt gegen Ende des Viktorianischen Zeitalters, 1898 in London. Quinn Le Blanc, gewiefte Hochstaplerin aus Leidenschaft und Nachfolgerin ihrer Mutter in diesem Metier, setzt sich zum Ziel in nur fünf Tagen den Duke of Kendal zu umgarnen und ihn auszunehmen. Das knifflige Vorhaben erweist sich komplizierter als gedacht und Quinn mit ihrem Gefolge gerät an ihre Grenzen.
Das Buch hat mir viel Lesespaß bereitet. Es liest sich flüssig, die Protagonisten sind gut charakterisiert, so gut wie jeder trägt seine Geheimnisse in sich, die sich nach und nach offenbaren. Ich war angetan von der charmanten Gaunerin und habe ihre Handlungen gespannt verfolgt. Quinn gibt sich in ihrer Rolle undurchschaubar, aber auch die Familie des Dukes hatte viele verborgene Geheimnisse. Der historische Zeitraum ist gut eingefangen und detailreich beschrieben, ich konnte mir die Gewänder, die Quinn für ihre Maskerade angelegt und auch die Örtlichkeiten, an denen Feste abgehalten wurden, sehr gut vorstellen. Genau wie die dunklen Ecken, die auch nicht fehlen durften. Insgesamt war der Roman sehr reizvoll zu lesen, ohne dass man ahnte, wohin die Geschichte führen würde. Das Geschehen war wendungsreich und bot auch gegen Ende genügend Knalleffekte auf, um das Buch zufrieden zu schließen.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.06.2026

Leichte Balkonlektüre für den Sommer

Mord mit Schwips
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Romy Fuchs krempelt ihr Leben um. Nach ihrer Scheidung von Ben, Kommissar in München, gibt sie ihren Beruf als investigative Journalistin auf und kehrt in die Familien-Villa in ihrem Heimatdorf im bayrischen ...

Romy Fuchs krempelt ihr Leben um. Nach ihrer Scheidung von Ben, Kommissar in München, gibt sie ihren Beruf als investigative Journalistin auf und kehrt in die Familien-Villa in ihrem Heimatdorf im bayrischen Wald zurück. Dort arbeitet sie als Keramikkünstlerin. Als im exklusiven Seniorenheim auf Gut Luisenau, wo ihre Großtante lebt, ein Mord geschieht, erwacht ihr journalistischer Spürsinn aufs Neue. Und, welch ein Zufall, ihr Ex-Mann Ben wurde auf das Land versetzt, so dass beide wieder aufeinandertreffen. Eine Chance für die Zwei, wieder zusammenzufinden?
Das Cover verspricht zwar Lokalkolorit, die Erwartung wurde für mein Empfinden leider nicht ganz erfüllt und ist noch ausbaufähig, die eingestreuten Passagen lasen sich eher wie aus einem Lehrbuch entlehnt. Die besondere Atmosphäre der Region, finde ich, sollte verstärkt über die Charaktere entwickelt werden. Insgesamt fand ich das Buch gut lesbar, der Schreibstil ist flüssig, ich war schnell in der Geschichte drin. Gefallen haben mir als Stilmittel die kleinen, sparsam eingesetzten Rückblenden mit den Erlebnissen einzelner Personen wie beispielsweise Georg und Erika. Dadurch versteht man die Zusammenhänge und die Auslöser für bestimmte Ereignisse besser. Mir fiel es leider schwer mit den Protagonisten warm zu werden, beim Lesen fühlte ich immer etwas Distanz. Die Charaktere müssten sich in Folgebänden noch weiterentwickeln, denn auch wenn ich Sympathie für Romy und ihre Familie entwickeln konnte, fand ich Romy als gestandene Journalistin in ihrer Handlungsweise auch unreif und nicht sehr authentisch. Insgesamt eine nette Geschichte, die durchaus auch mit humorvollen Passagen punkten kann, die mich aber nicht vollständig überzeugt hat. Ich werde diese Reihe nicht weiterverfolgen.

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  • Handlung
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  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 02.06.2026

Auf Tour mit Rosi & Co.

Tote trinken keinen Riesling
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Reiseleiterin Rosi ist mit einer Busreisegruppe unterwegs auf der pfälzischen Weinstraße und wird dabei von ihren Freundinnen Olga und Monique begleitet. Bei einer Pause finden sie die junge Winzerin Anna ...

Reiseleiterin Rosi ist mit einer Busreisegruppe unterwegs auf der pfälzischen Weinstraße und wird dabei von ihren Freundinnen Olga und Monique begleitet. Bei einer Pause finden sie die junge Winzerin Anna tot auf. Rosi lebt im gleichen Ort wie die Verstorbene und verfügt daher über jede Menge Insiderkenntnisse. Klar, dass das Damentrio nicht anders kann, als neben den Untersuchungen durch die Polizei auch fleißig selbst mitzuermitteln.
Ein Cosy-Crime, der auch durch sein Lokalkolorit punktet. Man bekommt selbst Lust auf ein verlängertes Wochenende in der Weinregion Pfalz.
Die Autorin kenne ich bereits von ihren Mallorca-Krimis. Schon da hatte mir der Schreibstil sehr gefallen. Dieser Krimi ist schon aufgrund der unterschiedlich angelegten Charaktere ganz anders, liest sich jedoch genauso gut und bietet viele Momente zum Schmunzeln. Beim Lesen ist man gleich zu Beginn im Fall drin, denn der Mord lässt nicht lange auf sich warten. Der Krimi ist durchweg spannend, weist keine Längen auf und erstaunt durch einige Wendungen. Einige Verdächtige geraten ins Blickfeld, jedoch war mir bis zum Schluss nicht wirklich klar, wer schuldig war. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, jede(r) mit seiner persönlichen Geschichte und mit seinen eigenen Zielen, Vorstellungen vom Leben und Leben lassen. Besonders charmant finde ich die Hauptprotagonistinnen, die drei älteren Damen, die als Freundinnen munter ermitteln und nicht zu bremsen sind. Cosy-Crime vom Feinsten.

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