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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.05.2026

Bekannte Geschichte, modern umgesetzt

West of Wicked. Folge deinem Verlangen
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Wow, was ein Cover! Dazu ein toller Farbschnitt und eine Geschichte, die mich, sowohl vom Klappentext als auch von der Leseprobe her, gleich abgeholt hat. Denn die Geschichte des Zauberers von OZ hat mich ...

Wow, was ein Cover! Dazu ein toller Farbschnitt und eine Geschichte, die mich, sowohl vom Klappentext als auch von der Leseprobe her, gleich abgeholt hat. Denn die Geschichte des Zauberers von OZ hat mich schon immer begeistert. Daher musste ich das Buch auch unbedingt haben. Nur, ich nehme es gleich vorweg, hat es mich nicht ganz so gecatcht, wie erhofft.
Dorothy wächst bei Adoptiveltern auf einer Farm in Kansas auf. Sie hat einen Freund, mit dem sie aufgewachsen ist und der auf der Nachbarsfarm lebt. Alle gehen davon aus, dass die beiden heiraten werden. Ein heftiger Wirbelsturm zieht auf, sie kann sich nicht mehr in den Bunker retten und wird mit ihrem Hund Toto vom Tornado gepackt. Sie kommt in OZ an und sucht den Weg nach Hause.
Bezogen auf den Schreibstil liest sich das Buch leicht und flüssig. Nikki St. Crowe wechselt zuweilen von der Ich-Form in den Erzählermodus, daran muss man sich gewöhnen und ich fand auch, dass es letztendlich gut passte. Bei einer Romantasy hätte ich zwar grundsätzlich einen höheren Anteil an erotischen Szenen erwartet, ich habe dies jedoch auch nicht vermisst. Die bekannten Figuren aus OZ trifft man wieder, die Charaktere wurden einen Touch dunkler und mysteriöser interpretiert, aber durchaus stimmig. Wem man wirklich vertrauen kann, erschließt sich nicht gleich.
Die ersten Kapitel haben richtig Spaß beim Lesen gemacht, leider las sich der Mittelteil über Passagen hin etwas zäh, man musste sich quasi durchkämpfen und zum Weiterlesen selbstmotivieren. Ich war dann froh, dass ich drangeblieben bin, denn der Schluss hat wieder einiges wettgemacht. Nur den bösen Cliffhanger am Ende habe ich so auch nicht erwartet.

Fazit: ein über weite Strecken gut zu lesendes Buch, welches den hohen Erwartungen leider nicht vollständig gerecht wird.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Kochen macht glücklich

Maries Glücksküche – Die Schule am Meer
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Marie zieht mit ihrer Familie nach Südfrankreich, weil ihre Mutter dort eine Stelle als Köchin in der Schule annimmt. In dem kleinen Ort am Meer lebt auch ihre französische Großmutter, die eine ganz besondere ...

Marie zieht mit ihrer Familie nach Südfrankreich, weil ihre Mutter dort eine Stelle als Köchin in der Schule annimmt. In dem kleinen Ort am Meer lebt auch ihre französische Großmutter, die eine ganz besondere Kochkunst beherrscht. Während sich ihr älterer Bruder schnell gut einlebt, fällt Marie der Start noch etwas schwer. Als ihre Großmutter anfängt, Marie in das Familiengeheimnis einzuweihen, ändert sich alles.
Ein farbenfrohes Cover lenkt gleich den Blick auf das Buch. Dazu kommen schöne schwarz-weiße Illustrationen im Buch. Schriftsatz und Kapitellänge sind für die Altersgruppe passend. Die Geschichte ist eingängig. Marie ist von Beginn an sympathisch - wie ihre ganze Familie. Das Buch liest sich kurzweilig und einige französische Begriffe sorgen für Lokalkolorit. Ebenso die Szene auf dem Wochenmarkt trägt zum Frankreich-Feeling bei. Die vielen kleinen Ideen einschließlich der Rezepte am Buchende sorgen auch für viel Lesespaß. Kindern wird es nicht langweilig werden, da viel in rascher Folge passiert. Maries neue Freundin Coco wird wichtig für sie und beide zusammen geben bald ein gutes, eingeschworenes Team ab. Von den übrigen Charakteren spielt vor allem Oma Aveline eine wichtige Rolle. Der Schluss bildet einen schönen und familientauglichen Ausklang für die Geschichte. Für sich gesehen ist die Geschichte erst einmal abgeschlossen, aber das Buch schreit einfach nach einer Fortsetzung! Ich werde demnächst auch mal mit den Kräutern tanzen, vielleicht hilft es ja, beim Kochen eine besondere Note zu "zaubern". Eine liebenswerte Geschichte, besonders passend für die Sommerferien!

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Exorbitant gut

Die Känguru-Rebellion (Die Känguru-Werke 5)
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Ich kenne alle Vorgängerbände und konnte auch bereits meinen Neffen dafür begeistern! Ein aufrührerisches Cover in Pink, mit dem Känguru in Pose, das ist schon ein echter Hingucker. Und schon der Einstieg, ...

Ich kenne alle Vorgängerbände und konnte auch bereits meinen Neffen dafür begeistern! Ein aufrührerisches Cover in Pink, mit dem Känguru in Pose, das ist schon ein echter Hingucker. Und schon der Einstieg, die Frage nach der Weltlage, und der Antwort „Fang doch nicht gleich mit so ’nem Downer an. So würdest du doch auch nicht dein neues Buch beginnen“ Doch, genauso!
Die Anmerkungen treffen auf den Punkt, es steckt viel an Wahrheiten in den bemerkenswert gut formulierten Texten. Ich bedauere es sehr, dass gerade die Menschen, die es nötig hätten sich mit diesen Ausführungen zu befassen, das Buch leider nicht lesen werden. Marc-Uwe Kling geht nicht zimperlich vor, gerade das gefällt mir. Bei den vielen Wahrheiten sollte man beim Lesen immer mal eine Pause machen, um alles für sich selbst einzuordnen. Sonst würden einige Gedanken in der Flut untergehen. Von daher haben mich auch einige Redundanzen nicht gestört, denn viele Gedankengängen sind eine Wiederholung wert. Ich habe die Lektüre mit den entstandenen Bildern, die sich beim Lesen im Kopf breit gemacht haben, genossen und mich dabei auch amüsiert. Und dies in dem Wissen, dass viele Realitäten nicht zum Lachen sind.
Bei den vielen Faktenfeinden (sehr treffender Begriff) braucht die Welt gerade dieses Buch und eine Känguru-Rebellion! Ich bin dabei!

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Fleischlos verführt

Hessisch vegetarisch
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Mir gefiel auf Anhieb das Cover mit der Geröstel-Pfanne mit Pilzen, welches gleich Appetit macht.
Jedes Rezept wird mit einem ganzseitigen Bild illustriert, so dass man eine gute Vorstellung von dem Gericht ...

Mir gefiel auf Anhieb das Cover mit der Geröstel-Pfanne mit Pilzen, welches gleich Appetit macht.
Jedes Rezept wird mit einem ganzseitigen Bild illustriert, so dass man eine gute Vorstellung von dem Gericht erhält. Zutaten, Zubereitungsschritte, benötigtes Material und Anrichte-Tipps sowie vegane Varianten zum Rezept sind übersichtlich aufbereitet. Zusätzlich werden Zusatzinfos über den „Gut zu Wissen“-Punkt vermittelt.
Es werden jeweils 10 Rezepte für Vorspeisen, Hauptgerichte und Dessert vorgestellt, so dass eine gewisse Variationsbreite gegeben ist. Die Neuinterpretation traditioneller Gerichte ist modern und gelungen, auch Freunde der klassischen Zubereitungsart werden Geschmack daran finden.
Das Inhaltsverzeichnis mit den Bildkacheln vermittelt einen ersten Eindruck von den Gerichten und ist sehr übersichtlich. Ich als Nichtvegetarierin sehe hier leckere Möglichkeiten zur Erweiterung meiner Speisekarte, denn nicht nur Vegetarier finden hier einige Anregungen, vor allem die Dessert-Vorschläge haben mir gut gefallen! Auch ein schönes Geschenk als Mitbringsel.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Albtraumhaftes Geschehen und fast jede(r) verfolgt seine eigenen Ziele

Missing Page - Tödliche Worte
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Zum Inhalt:
Antonia, genannt Toni, nimmt in Schottland an einem Schreibworkshop eines erfolgreichen, aber exzentrischen Autors teil. Außer ihr sind fünf weitere jugendliche Teilnehmer - und abgesehen von ...

Zum Inhalt:
Antonia, genannt Toni, nimmt in Schottland an einem Schreibworkshop eines erfolgreichen, aber exzentrischen Autors teil. Außer ihr sind fünf weitere jugendliche Teilnehmer - und abgesehen von dem Hausherrn - noch vier Bedienstete auf dem Anwesen zugegen. Der Autor, Richard Giffard, weckt Erwartungen, denn er will sein gesamtes Vermögen dem überzeugendsten Schreibtalent unter den jugendlichen Aspiranten vermachen.
Ein Sturm zieht auf, sie werden von der übrigen Welt abgeschnitten. Seltsame Erscheinungen, ein Einbruch und weitere zunächst nicht zu erklärende Vorkommnisse bis hin zu einem Todesfall schaffen eine Atmosphäre voller Misstrauen. Für Schlafwandlerin Toni verwischen, nicht zuletzt auch aufgrund ihrer Alpträume, Traum und Wirklichkeit. Letztendlich fängt sie an, an ihrer eigenen Wahrnehmung zu zweifeln.

Meine Meinung:
Adressiert an die Leserinnen und Leser von Y/A-Literatur kann der Thriller durchaus Begeisterung bei der älteren Generation auslösen, denn wer Lust am Miträtseln hat, ist bei diesem Buch richtig. Es braucht einen Moment, bis man sich mit den Protagonisten vertraut gemacht hat, aber wenn man in der Geschichte angekommen ist, will man mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Katie Kentos Schreibstil ist locker und flüssig, sie fängt die unterschiedlichen Charaktere gut ein und versteht es, uns die Personen nahe zu bringen. Besonders gut gelingt dies bei Toni, die im Mittelpunkt steht und aus deren Sicht uns die Handlung erzählt wird. Sehr gut gelungen ist die Verbindung zwischen Toni und ihrer toten Mutter, zu der sie den inneren Dialog sucht. Ihre Mutter war Kommissarin und so versucht Toni sich als Ermittlerin auf ihren Spuren. Ja, viel von Tonis Handeln wird bestimmt von dem Andenken an ihre Mutter.
Das Buch punktet zudem durch die über weiten Strecken erhaltene Spannung und die unterschiedlichen Motivlagen, die die Leserschaft immer wieder auf vermeintlich eindeutige Spuren führen. Die zarte Liebesbeziehung spielt zwar eine Rolle, aber dominiert nicht die Handlung, ist wohldosiert. Da ich keine Freundin von Liebesromanen bin, ist mir dies positiv aufgefallen. Am Ende überrascht die Auflösung. Mit während des Lesens nicht angedachten Verbindungen und in der Manier eines Hercule Poirot wird uns das Ergebnis präsentiert, welches mich zufrieden das Buch beiseite legen ließ. Dazu trug auch der gelungene Epilog am Ende bei. Bleibt noch zu erwähnen, dass das Buch optisch auch ein Highlight ist.

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