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Veröffentlicht am 23.02.2022

Kinder in ihrer ganzheitlichen Entfaltung unterstützen

Spielend in die Kraft
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Armgard und Hajo Schörle gelingt mit ihrem Buch "Spielend in die Kraft: Über das Erfinden stärkender Spiele und Geschichten in Therapie und Pädagogik" ein unheimlich praxisorientiertes Buch zum äußerst ...

Armgard und Hajo Schörle gelingt mit ihrem Buch "Spielend in die Kraft: Über das Erfinden stärkender Spiele und Geschichten in Therapie und Pädagogik" ein unheimlich praxisorientiertes Buch zum äußerst wichtigen Thema, wie sich Kinder in ihrer Fantasie, Kreativität, Kraft und Freiheit dann voll entfalten können.

Theorie und Praxis sind in diesem Buch sehr eng miteinander verwoben und haben sehr häufig einen fließenden Übergang. Ich finde dies vom Konzept her sehr passend. Die Anwendung bzw. Umsetzung der einzelnen möglichen Elemente ist überwiegend einfacher Natur und bedarf nicht allzu viel Vorbereitungszeit bzw. sehr viel exotisches Material dazu.

So soll es aus meiner persönlichen Sichtweise auch sein - ein Praxisbuch, dass sehr gut in die Umsetzung einführt und dabei unterstützt neue Wege und Ideen zu entwickeln.

Die Struktur der anfänglichen Gliederung gefällt mir durchweg gut. Auch die seitliche Farbmarkierung geben dem Buch eine gute Orientierung beim Nachschlagen. So muss ein solches Buch dann einfach sein - Look & Feel einfach top.

Beim ersten Durchblättern fallen dann die farbigen Illustrationen wie auch die Fotos ins Auge. Beide finde ich dann auf den ersten Blick gelungen und dienen als "Störer" zwischen den vertiefenden Texten.

Die eingestreuten Zitate bzw. Gedichte haben es dann echt in sich und passen wie die Faust aufs Auge.

Dem Kind wird jeweilig auf Augenhöhe begegnet, was mir beispielsweise sehr wichtig ist. Es wird schlussendlich jeweilig dort abgeholt, wo es gerade steht (also nicht mit dem SUV wenn ihr wisst was ich meine). Dem Kind werden Freiräume eingeräumt bzw. Freiheiten gegeben, um sich selbst dann kennenzulernen, sich auszuprobieren und mit anderen Kindern auch zu interagieren.

Das Buch schärft dann finde ich nochmals die eigenen Sinne darauf, dem Kind diese Freiräume auch einzuräumen, um sich wirklich selbst entfalten zu können.

Die praktischen Spiel- und Erzählanregungen sind für mich dann wirklich die Highlights des Buches. Denn hier kommt man sehr schnell in die Interaktion mit den Kindern und darum geht es ja dann vor allem - ins Tun kommen.

Geht man die einzelnen dargebotenen Möglichkeiten durch, merkt man erstmal mit welchen einfachen Mitteln Kinder dann in Aktion gesetzt werden können und ihre Fantasie angeregt werden kann.

Die außerdem im Buch enthaltenen Geschichten finde ich persönlich durchweg sehr passend für Kinder zum Vorlesen oder eben auch selbst erleben. Sie beinhalten sehr schöne Gleichnisse, über die man sich dann mit dem Kind bei Bedarf auch austauschen kann.

Als Ideengeber ist das Buch wirklich Gold wert. Und das Buch zeigt schön auf, dass man dann selbst mit geringen Mitteln die Kreativität und Fantasie der eigenen Kinder fördern kann.

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Veröffentlicht am 21.02.2022

Je oller, desto doller! - Leg dich nicht mit Tante Jutta und ihrer Gang an!

Rate mal, wer hier spricht
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Der Autorin Christa Laas gelingt mit ihrem Buch "Rate mal, wer hier spricht" ein sehr kurzweiliger Roman rund um Tante Jutta, ihrem Neffen Manuel und ihren beiden Freundinnen Bärbel und Elke, die einen ...

Der Autorin Christa Laas gelingt mit ihrem Buch "Rate mal, wer hier spricht" ein sehr kurzweiliger Roman rund um Tante Jutta, ihrem Neffen Manuel und ihren beiden Freundinnen Bärbel und Elke, die einen richtigen Coup austüfteln. Der Coup soll Paula aus der Patsche helfen, die urplötzlich eine Eigenbedarfskündigung am Hals hat und ihr trautes Heim verlassen soll. Einen Anwalt kann sich Paula leider nicht leisten. Woher das Geld nehmen, wenn nicht stehlen. Aber Tante Jutta hat einen ausgeklügelten Plan und eine Menge blühende Phantasie oder doch eher kriminelle Energie!?

Soviel sei zur eigentlichen Story hier verraten. Nicht mehr aber auch nicht weniger!

Die Handlung selbst hat viel Charme und Witz. Sie lässt einen selbst aber an der ein oder anderen Stelle dann auch nachdenken.

Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und kurzweilig. Die doch recht kurzen Kapitel tun ihr übriges dazu und lassen einen regelrecht durch das Buch fliegen - ganz ohne Flügel und Red Bull.

Wer gerne richtige Typen aus dem echten Leben kennenlernen will, wie Du und Ich und eine Tante, die Recht und Gesetz auf ihre eigene Art auslegt, der wird hier gut bedient.

Aber bitte nicht nachmachen liebe Leseinteressierte!

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Veröffentlicht am 08.02.2022

Diagnose Krebs und die eigene Welt steht plötzlich Kopf!

Sonnenkind und Schattenkrieger
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Dem Autor Bodo Staudacher gelingt mit "Sonnenkind und Schattenkrieger" ein sehr authentisches und mutmachendes Buch.

Der Autor selbst bekommt die Krebsdiagnose während der Anfangszeit der Coronapandemie ...

Dem Autor Bodo Staudacher gelingt mit "Sonnenkind und Schattenkrieger" ein sehr authentisches und mutmachendes Buch.

Der Autor selbst bekommt die Krebsdiagnose während der Anfangszeit der Coronapandemie im Frühjahr 2020 und urplötzlich steht das eigene Leben dann komplett Kopf.

Das Buch liest sich sehr flüssig und man wähnt sich fast auf Du und Du mit dem Autor. Abwechselnd lässt der Autor sein Leben im Buch Revue passieren um dann wieder zur Zeit der Krebsdiagnose bzw. -behandlung zurück zu kommen.

Bodo schildert in seinem Buch sehr eindrücklich und nah seinen persönlichen Weg durch diese existenzbedrohende Krisensituation. Die einzelnen Kapitel sind überwiegend kurzer Natur und sehr authentisch geschrieben. Man erhält sehr viele private Einblicke in das Seelenleben des "Patienten Staudacher" und kann nachvollziehen, was einen solche Diagnose mit einem macht.

Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, zeigt es doch, dass die Krebsdiagnose nicht das Lebensende bedeuten muss. Denn ganz ehrlich, hört man das Wort Krebs verbindet man dies wohl als allererstes mit dem Tod. Mit passenden auf den jeweiligen Patienten abgestimmten Therapien kann sich das zunächst tragische Schicksal dann auch zum Guten hin wenden und der Krebs auch besiegt werden.

Erst eine solch existenzielle Situation zeigt uns, wie auch Bodo im Buch sehr schön beschreibt, wer oder auch was uns dann im realen Leben wirklich wichtig ist. Darüber sollten wir uns dann wohl sehr viel früher Gedanken machen und nicht erst eine lebensbedrohende Krise abwarten.. Dafür ist das eigene Leben dann einfach viel zu kurz und kostbar.

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Veröffentlicht am 30.01.2022

Die Bewahrung des reichen Artenschatzes unseres Heimatplaneten verpflichtet uns zum Handeln - Eine Hommage an die Fauna unserer Mutter Erde

Tiere
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Gerade als ich das Buch "Tiere" von Ingrid Newkirk gelesen habe entbrennt ein gerichtlicher Streit über die "Entnahme" (oder nennen wir die Tat einfach beim Namen - der Wolf soll durch Abschuss getötet ...

Gerade als ich das Buch "Tiere" von Ingrid Newkirk gelesen habe entbrennt ein gerichtlicher Streit über die "Entnahme" (oder nennen wir die Tat einfach beim Namen - der Wolf soll durch Abschuss getötet werden) eines "Problemwolfes" in Oberbayern, wogegen der Bund Naturschutz und die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe sich gewehrt haben.


Hier zeigt sich bereits sehr eindrücklich, dass wir wohl mit all den Jahren der menschlichen Evolution dann verlernt haben gemeinschaftlich mit den wilden Tieren zu leben und sie zu respektieren.


Der Mensch selbst stellt sich ja sehr gerne an die Spitze der Evolution bzw. sieht sich selbst als die Krone der Schöpfung. Ohne wenn und aber ziehen wir unseren Egotrip durch und machen uns kaum mehr Gedanken um unsere Mitgeschöpfe. Dass die Tiere dann darunter leiden, versteht sich leider von selbst.


Das Buch sehe ich als Hommage an die vielen Arten dieser Welt, die einzigartig und auch schützenswerte sind und den Kreislauf des Lebens dann unheimlich bereichern. Die Autorin zollt den Tieren dann endlich den Respekt, den sie verdienen.


Das Buch gliedert sich in zwei Teile.


Der erste Teil konzentriert sich auf bestimmte Fähigkeiten der Tiere, wie sie beispielsweise kommunizieren oder navigieren.


Der zweite Teil befasst sich dann, wie wir Menschen mit unseren alltäglichen Entscheidungen (z.B. Fleischkonsum, Kauf von Kosmetik etc.) dann den Tieren schaden oder auch bewusst helfen können, indem wir unsere Entscheidungen wohl überlegen. Er gibt dann Aufschluss darauf, wie wir den Tieren in unserem Alltag dann mehr Respekt zollen können.


Als Natur- und Tierdokumentationsnerd war für mich das Lesen des Buches eine sehr große Freude und es bereicherte meinen eigenen Wissensschatz. Trotz, dass ich bereits sehr viele Details bezüglich der enormen Fähigkeiten der Tiere durch die Dokumentationen wusste, waren auch für mich hier und da einige Neuigkeiten mit dabei. Der zweite Teil öffnete mir dann sehr schön selbst die Augen, wie oft wir im stressigen Alltag uns dann vom Autopilotenmodus (ver)leiten lassen und unsere Entscheidungen dann nicht unbedingt umwelt- oder auch tierfreundlich sind.


Ein alles in allem gut strukturiertes Sachbuch, das nachdenklich macht und uns unsere Verantwortung für unser Verhalten vor Augen führt.


Schließen möchte ich meine Rezension mit einem Zitat von David Attenborough.


“The fact is that no species has ever had such wholesale control over everything on earth, living or dead, as we now have. That lays upon us, whether we like it or not, an awesome responsibility. In our hands now lies not only our own future but that of all other living creatures with whom we share the earth.”

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Veröffentlicht am 11.12.2021

Saisonal kochen ohne viel Chichi - Tolle vegane Rezeptinspirationen für jede Jahreszeit

Simply Vegan
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Was meine Oma bereits wusste und auch beim Kochen dann beherzigte wird im Kochbuch "Simply Vegan" wieder ins Gedächtnis gerufen - saisonal zu kochen.

Ja es ist jetzt nicht wirklich eine richtige Neuheit ...

Was meine Oma bereits wusste und auch beim Kochen dann beherzigte wird im Kochbuch "Simply Vegan" wieder ins Gedächtnis gerufen - saisonal zu kochen.

Ja es ist jetzt nicht wirklich eine richtige Neuheit aber Hand aufs Herz war von uns kocht noch wirklich saisonal? Ich behaupte jetzt einfach mal, dass viele von uns das Warenangebot der Supermärkte gerne nutzen und eben alles zu jedem Zeitpunkt dann auch konsumieren - insbesondere im Lebensmittelbereich. Ob gerade dafür dann Erntesaison ist oder nicht, spielt für uns alle nahezu keine Rolle mehr. Da nehme ich mich ganz persönlich dann auch nicht aus davon.

Das Kochbuch legt den Fokus dann sehr viel mehr auf saisonale vegan Gerichte und gliedert sich dahingehend dann in die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter auf.

Insgesamt präsentieren die beiden Autoren 100 schmackhafte Rezepte für die kochlöffelschwingenden Kreativen zuhause.

Die Rezepte gefallen mir persönlich sehr gut. Einerseits gelingen die Gerichte echt easy und man braucht auch nicht irgendwelche exotischen Zutaten in homöopathischen Mengen. Dies kommt mir dann persönlich sehr entgegen, da ich ganz gerne ehrliche Gerichte ohne viel Chichi zubereite und auch meinen Gästen anbieten möchte.

Der geforderte Zeitaufwand für die Gerichte hält sich auch echt in Grenzen, so dass auch Berufstätige nach der Arbeit noch genügend Zeit haben ein leckeres Gericht zu zaubern und nicht zur Conveniencevariante greifen müssen.

Bereits jetzt freue ich mich auf die noch kommenden Jahreszeiten Frühling und Sommer. Die entsprechenden Seiten mit den ausgewählten Rezepten sind bereits bei mir im Buch mit einem Post-it dezent markiert.

Insgesamt ein tolles Kochbuch mit schmackhaften veganen Rezeptideen.

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