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Veröffentlicht am 01.11.2024

Alles nur ein Traum?! - Wikingerjunge Alfred und sein Onkel Ragnar in einem fantastischen nordischen Winterabenteuer

Die Winterschwestern
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Passend zum baldigen Winterbeginn versüßt der aktuelle Kinderroman "Die Winterschwestern" die bevorstehende dunkle Jahreszeit mit einem eben solchen Szenario aus dem hohen Norden.

Nordische Mythologie ...

Passend zum baldigen Winterbeginn versüßt der aktuelle Kinderroman "Die Winterschwestern" die bevorstehende dunkle Jahreszeit mit einem eben solchen Szenario aus dem hohen Norden.

Nordische Mythologie meets märchenhaftes Setting trifft es wohl am ehesten, um das Werk von Jolan C. Bertrand zu charakterisieren. Gewürzt wird das ganze mit einer Vielzahl von fantastischen Elementen, die mich als Leser dann schnell verzauberten und in den Bann zogen.

Mittelpunkt der Geschichte ist der 10-jährige Wikingerjunge Alfred und sein Onkel Ragnar. Alfred hat am ehesten den Schalk im Nacken und könnte vielleicht auch ein Bruder von Michel aus Lönneberga sein. Treibt er doch sehr gerne allerlei Schabernack, um seine Liebsten und Freunde um sich herum zu foppen.

Als Alfreds Onkel Ragnar dann fast Hals über Kopf das Dorf verlässt, um die diebischen Trolle aufzuspüren beginnt ein sehr fantastisches Abenteuer, in dem beide unter anderem auch mit den beiden Winterschwestern Bekanntschaft machen.

Wie das Cover bereits außen erahnen lässt sind immer wieder auch im Inneren des Buches bunte Illustrationen eingebunden, welche die Charaktere erst richtig zum Leben erwecken und die eigentliche Storyline gekonnt aufgreifen. Für diese zeichnet der sehr talentierte Illustrator Chevalier Gambette verantwortlich.

Einmal in den winterlichen Bann und den zugehörigen Wald hineingezogen, kann man sich dem unheimlichen Sog der Geschichte nicht mehr entziehen. So wähnte ich mich Seite an Seite mit Alfred und Ragnar und mochte deren Begegnungen mit sehr mystischen Wesen und nordischen Gottheiten.

Summa summarum bieten "Die Winterschwestern" kurzweilige und vor allem spannende Lesestunden im winterlichen Setting, garniert mit zahlreichen fantastischen Elementen aus der nordischen Mythologie. Ein Kinderbuch, das gerade jetzt in die kalte und dunkle Jahreszeit passt und vielleicht auch die Zeit bis Weihnachten verkürzen kann.

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Veröffentlicht am 24.10.2024

Außen hui und innen ... magisch?

Kingdom of Lies
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Die limitierte Erstausgabe von "Kingdom of Lies - Ein Hof so grausam und schön" mit dem optisch ansprechenden Farbschnitt machte mich zunächst aufmerksam auf den Auftakt der neuen Romantasy-Buchreihe "Kingdom ...

Die limitierte Erstausgabe von "Kingdom of Lies - Ein Hof so grausam und schön" mit dem optisch ansprechenden Farbschnitt machte mich zunächst aufmerksam auf den Auftakt der neuen Romantasy-Buchreihe "Kingdom of Lies" von Stacia Stark.

Macht die Autorin ihrem Nachnamen alle Ehre und legt hier einen fulminanten und starken Start hin?

Ich bin nach der Lektüre echt zwiegespalten zum Inhalt des Buches und mich konnte der Plot dann leider nicht gänzlich überzeugen.

Zu Beginn des Romans ist man sehr schnell mittendrin im Geschehen, ohne groß zu wissen, wo man sich genau befindet und auch die unterschiedlichen Personen machten mir etwas mehr als sonst zu schaffen. Dort hätte ich mir persönlich dann vielleicht ein Personenverzeichnis im Buch gewünscht, um hier schneller einen groben Überblick zu bekommen.

Die Storyline selbst ist sicherlich nicht wirklich neu, aber dennoch in Teilen zumindest sehr raffiniert erzählt. Die manchmal noch ziemlich unbedarfte Protagonistin Prisca besitzt magische Fähigkeiten, von denen sie zwar weiß, aber genau diese magischen Fähigkeiten noch nicht richtig lenken und einsetzen kann. Diese Fähigkeiten dürfte Prisca allerdings gar nicht mehr besitzen, da diese quasi mit der Geburt den Göttern des Königreichs vorbehalten sind. Prisca muss dann vor den Schergen des Königs urplötzlich fliehen, um sich und ihre magischen Kräfte zu schützen. Eine Flucht auf Leben und Tod beginnt.

Genau diese urplötzliche Flucht hatte dann für mich persönlich Höhen und Tiefen. Hier hätte ich mir beispielsweise als grafische Unterstützung ganz vorne im Buch eine Landkarte gewünscht, um den Weg der Hauptprotagonistin auch grafisch verfolgen zu können. Wieso diese Karte, welche übrigens auf Amazon (wahrscheinlich aus der englischen Ausgabe des Buches) im Anschnitt zu sehen ist, fehlt, wissen leider wohl nur die Götter bzw. die Verantwortlichen des Verlags selbst.

Über weite Teile des Plots hätte ich mir persönlich auch sehr viel mehr Drive und vor allem auch mehr Spannung gewünscht. Manchmal dümpelt die Geschichte einfach so dahin und ich dachte mir einfach nur "Mädel (Pricsca) mach bitte mal hinne" sonst wird das mit uns nichts.

Stacia Stark geht bei der Erzählung sehr behutsam vor und baut auch die Charakteren sehr detailliert auf, ohne gleich anfänglich zuviel zu verraten. So werden nach um nach immer wieder wichtige Details in die Geschichte eingearbeitet, welche die Handelnden dann immer besser charakterisieren.

Die äußerst bildhafte Sprache erzeugte bei mir schnell die entsprechenden Bilder im Kopf, die bis zum Schluss dann weiter liefen.

Alles in allem ein für mich solider Auftakt, der für mich dann zumindest in Teilen eher wie ein Prequel zur eigentlichen Story wirkt. Die ganze Tragweite dieser neuen Romantasy-Buchreihe wird man meiner Meinung nach erst mit den nächsten Folgebänden dann richtig wertschätzen können.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Noch einmal kurz Luft holen und dann ganz tief (bis auf 11.000 Meter) in die Ozeane abtauchen

Tiefsee-Monster
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Mag der Titel und das Cover des Kindersachbuches "Tiefsee-Monster - Sonderbare Meeresbewohner und ihre Geheimnisse" von Matt Ralphs vielleicht noch etwas furchteinflößend daher kommen, so haben Leseinteressierte ...


Mag der Titel und das Cover des Kindersachbuches "Tiefsee-Monster - Sonderbare Meeresbewohner und ihre Geheimnisse" von Matt Ralphs vielleicht noch etwas furchteinflößend daher kommen, so haben Leseinteressierte hoffentlich keine Berührungangst. Es lohnt sich, das geniale Buch mit seinen Kindern zu lesen.

Wir als Familie saugen quasi alles was mit und in der Natur sowie den entsprechenden Lebensräumen zu tun hat auf wie ein trockener Schwamm.

So war für uns glasklar, dass wir das Abenteuer wagen wollen, um mit Matt Ralphs in die großteils noch unerforschte Tiefsee tief ein- und danach auch bis auf 11.000 Meter abzutauchen. Ja, wir müssen verrückt sein!

Das Buch macht einfach Lust darauf, unseren wunderbaren Planeten aus einer ganz anderen und vor allem nicht alltäglichen Perspektive zu erkunden und kennenzulernen. Die wahren Wunder der Natur verstecken sich dann vielleicht gerade in den entlegenen Weiten der Tiefsee. Dort wo eben wir Menschen nicht so ohne Weiteres hingelangen.

Das Buch gibt einen ganz kleinen Vorgeschmack darauf, welche Überlebenskünstler dort dann ihr natürliches Habitat haben. Das Sachbuch nennt die Bewohner dort tief unten in den Ozeanen dann Tiefseemonster. Vom Aussehen her mag man sich vordergründig vielleicht erschrecken, aber der Name Tiefseemonster ist unserer Meinung nach viel zu abwertend gewählt. Wir nennen die Lebewesen dort dann lieber "Wunder der Natur" bzw. "Überlebenskünstler", denn man muss sich nur ausdenken welch kluge Organismen dahinter stecken müssen, um in dieser unwirtlichen Gegend dann (über)leben zu können.

Von der Machart her erinnert uns das Buch an unsere eigene Kindheit und die damalig sehr beliebten Was ist Was-Bücher, die auch unheimlich viel Wissen kindgerecht und spielerisch vermittelt haben. Die "Tiefseemonster" hier kommen eben mit genau so viel interessanten Fakten um die Ecke, die unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Zoologischen Institut der Universität von Cambridge entstanden sind. Die bunten Illustrationen von Kaley McKean sind dabei allerdings das Herzstück des Buches und gehen eine geniale Symbiose mit den Texten dazu ein. Man wähnt sich wirklich fast Auge in Auge mit den Überlebenskünstlern der Tiefsee. So ein farbenprächtiges Buch haben wir schon lange nicht mehr in Händen halten dürfen.

Der Buchinhalt lädt gerade dazu ein, das Buch immer wieder zur Hand zu nehmen und die für uns noch wenig entdeckten Meeresbewohner näher kennenzulernen. Man möchte fast förmlich Kapitän Nemo herbeirufen, er solle seine Nautilus auf Vordermann bringen, um dann mit ihm in die ungeahnten Tiefen der Weltmeere vorzustoßen.

Für uns ist das Werk eine echte Leseperle in 2024, die unseren wunderschönen Planeten ins rechte Licht rückt. Wenn das vorliegende Sachbuch vielleicht als Kernzielgruppe vor allem Kinder ab 8 Jahren ansprechen soll, haben Erwachsene auch unheimlich viel Spaß daran, die "Tiefseemonster" zu entdecken.

Schließen möchten wir unsere Rezension mit einem wichtigen Zitat aus dem Nachwort zum Buch, das uns ganz besonders am Herzen liegt.

"Wir Menschen haben die Aufgabe, uns um unseren Planeten zu kümmern - schließlich ist er das einzige Zuhause, das wir alle haben. Deshalb müssen wir alles tun, um diese einzigartigen Geschöpfe der Tiefe zu schützen."

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Veröffentlicht am 16.10.2024

Umwelt-/Klimaaktivisten außer Rand und Band

Broken Crystal
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Tobias Miller schlägt mit seinem aktuellen Thriller "Broken Crystal" ein neues Kapitel auf.

Ich kannte bereits den Autor zuvor durch andere Thrillerbücher, mit denen er mich gut unterhalten hatte.

Der ...

Tobias Miller schlägt mit seinem aktuellen Thriller "Broken Crystal" ein neues Kapitel auf.

Ich kannte bereits den Autor zuvor durch andere Thrillerbücher, mit denen er mich gut unterhalten hatte.

Der eigentliche Plot seines aktuellen Projekts klingt unheimlich spannend und auch hochaktuell. Dreh- und Angelpunkt der Story ist eine Umwelt-/Klimaaktivistengruppe namens Eternal Earth Group, die unser aller Zukunft sichern wollen und dazu auch vor extremen Aktionen nicht Halt machen - so weit so gut.

Mastermind hinter dieser Verbindung ist, die aus einer wohlhabenden Industriellenfamilie stammende, Crystal McCray. Die Familie ist alles andere als begeistert von den Ambitionen ihrer Tochter und möchte sie von der Klimaaktivistengruppe lieber heute als morgen wieder zurück gewinnen.

Auf diesen speziellen Job wird ein erfahrener Legionär angesetzt, der sich eigentlich zur Ruhe setzen wollte. Nun nimmt er diesen für sich "letzten" Auftrag an, um die gutbetuchte Tochter aus den Fängen der Klimaaktivisten zu retten. Dafür wird der Fast-Ruheständler in die Klimaaktivistengruppe eingeschleust und ist ziemlich schnell mittendrin statt nur dabei.

Der Thriller beginnt auch bereits sehr spannend mit einem längeren Prolog.

Ich hatte auch sehr hohe Erwartungen an das Werk, welche leider nicht gänzlich erfüllt wurden.

Die Geschichte selbst wird aus der Sichtweise eines Informanten, der selbst als Legionär (eher wahrscheinlich ein Söldner) beschrieben wird, erzählt. Dieser unbekannte Mister X wird aktuell vom FBI verfolgt und gesucht. Er konnte dem Massen(selbst)mord der Umweltaktivisten entfliehen und packt nun gegenüber einem Medienvertreter aus. Sein Ziel ist es, seine Sicht der Dinge zu schildern, damit diese möglichst öffentlichkeitswirksam publiziert werden.

Will er sich mit seinen Ausführungen vielleicht, von manchmal auch sehr verstörenden Vorkommnissen, nur rein waschen?

Wie gesagt, von der Ausgangslage her hatte ich hier mit einem sehr mitreißenden und spannenden Thriller gerechnet. Extrem kurzweilig erzählt ist "Broken Crystal" auf alle Fälle vom Anfang bis zum Ende.

Leider hielt mich die hier gewählte Erzählperspektive immer wieder zu stark auf Distanz, als dass ich mich komplett in die Gemengelage fallen lassen konnte. Einige Protagonisten sind für mich dann leider auch viel zu stereotyp und zu eindimensional gezeichnet. Mir waren die einzelnen Schicksale über weite Strecken herzlich egal und so konnte ich mich auch mit den unterschiedlichen Handelnden nie richtig identifizieren.

Gewünscht hätte ich mir vielmehr unterschiedliche Erzähl-Perspektiven (aus Sicht der jeweils Handelnden), die dann die richtige Würze und auch noch mehr Spannung in den Plot hätten bringen können.

Die Story selbst hat unheimlich viel Potenzial, die sie für mich persönlich leider nie so richtig auszuspielen vermag. So blieb der Thriller für mich zwar kurzweilig zu lesen, allerdings fehlte mir leider die enge Bindung an die verschiedenen Charaktere sowie die Handlung selbst.

Summa summarum ein Thriller, der mich leider nie so richtig packen konnte und daher für mich persönlich auch eher blass blieb.

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Veröffentlicht am 12.10.2024

Ein bisschen Lafer in die heimische Küche holen

L wie Lafer
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Das aktuelle Kochbuch vom bekannten Sterne- und TV-Koch Johann Lafer "L wie Lafer - 100 Lieblingsgerichte" kommt bereits von außen sehr opulent und eindrücklich daher.

Lafer präsentiert hier seine ganz ...


Das aktuelle Kochbuch vom bekannten Sterne- und TV-Koch Johann Lafer "L wie Lafer - 100 Lieblingsgerichte" kommt bereits von außen sehr opulent und eindrücklich daher.

Lafer präsentiert hier seine ganz persönlichen Favoriten und stellt seinen Jüngern und anderen passionierten Hobbyköchen die 100 persönlichen Lieblingsrezepte zum Nachkochen vor.

Inspiration enthält das Kochbuch allemal genug und auch für verschiedenste Gaumenfreuden ist gesorgt, egal ob süß oder pikant hier kommt wirklich jeder auf den Geschmack. Auch die internationale Küche sowie deren Einflüsse sind in diesem Werk hier gut vertreten.

Ausgehend von verschiedensten Suppenspezialitäten über Kleine Gerichte, Fisch, Fleisch, Vegetarische Gerichte bis hin zu Desserts und Gebäck werden hier die unterschiedlichsten Gänge bedient.

Nach einem kurzen Grußwort kommt das Kochbuch dann gleich auf den Punkt, indem es ohne Umschweife gleich Lafers einzelne Lieblingsrezepte präsentiert.

Die Rezepte selbst sind, wie in Kochbüchern üblich, sehr übersichtlich präsentiert. Ein überaus leckeres Vorschaubild des fertigen Gerichts lässt bereits fast förmlich den Speichel im Mund zusammenlaufen. Neben den einzelnen benötigten Zutaten sind auch die einzelnen Zubereitungsschritte bis zum lukullischen Ziel niedergeschrieben. Was mir hier zur groben Orientierung allerdings fehlte ist eine etwaige Zeitangabe für die gesamte Zubereitung der unterschiedlichen Gerichte.

Wieso man dann beispielsweise die klare Ochsenschwanzsuppe als "Clear Oxtailsoup" betitelt ist mir leider schleierhaft. Auch die unterschiedlichen Schriftarten in der Rezeptheadline sind für mich irgendwie eher verwirrend. Hier hätte ich mir persönlich ein stringente durchgängige Linie gewünscht.

Ab und zu werden die einzelnen Zubereitungsschritte auch nochmals durch Einzelbilderstrecken ergänzt, so dass hoffentlich beim Nachkochen dann überhaupt nichts schief geht.

Meinen persönlichen Geschmack hat Lafer leider nicht in allen verschiedenen Rubriken komplett getroffen. Versöhnt hat er mich allerdings mit den sehr leckeren Rezeptideen zu den verschiedenen süßen Sünden am Ende des Buches.

Summa summarum ein variantenreiches Kochbuch, das man sich denke ich bewusst aussuchen muss, um nachher nicht vom Gros der Rezepte enttäuscht zu werden. Einfach vielleicht vorher kurz checken, inwieweit die Rezepte dem eigenen Geschmack und den Kochvorstellungen entsprechen.

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