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Veröffentlicht am 05.06.2020

Rasante Urban-Fantasy

The Frost Files - Letzte Hoffnung
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Beschreibung

Durch ihre psychokinetischen Fähigkeiten wurde Teagan Frost Teil zu einem wertvollen Mitglied einer geheimen und bunt zusammengewürfelten Regierungstruppe. So lange Teagan sich nichts zu ...

Beschreibung

Durch ihre psychokinetischen Fähigkeiten wurde Teagan Frost Teil zu einem wertvollen Mitglied einer geheimen und bunt zusammengewürfelten Regierungstruppe. So lange Teagan sich nichts zu Schulden kommen lässt und die mysteriösen Aufträge erfüllt, die unter keinen Umständen Aufsehen erregen dürfen, beschützt sie die Regierung vor Denjenigen, die sie aufschneiden und die genetische Herkunft ihrer paranormalen Fähigkeiten erforschen wollen.

Als ein Auftrag unerwartete Schwierigkeiten mit sich bringt und Teagan mit ihrer Teamkollegin Annie aus dem 82. Stockwerk eines Firmen-Hochhauses springt, wird am nächsten Tag der Chef einer Textilfirma, durch Stahlstangen erdrosselt, aufgefunden. Als Mörder kommt eigentlich nur Teagan mit ihrer Gabe in Frage, doch über eine solch mächtige Kraft verfügt sie nicht. In den nächsten 22 Stunden versucht sie ihre Unschuld zu beweisen und denjenigen aufzuspüren, der zum Mörder wurde.

Meine Meinung

Ich liebe Geschichten über Charaktere mit paranormalen Fähigkeiten und besonders dann, wenn diese dann auch noch in eine solch turbulenten Verpackung gesteckt daherkommen, wie Jackson Fords »The Frost Files – Letzte Hoffnung«. Im englischen Original ist der rasante Urban Fantasy Roman unter dem Titel »The Girl Who Could Move Sht With Her Mind« erschienen, welcher genau wie das Originalcover viel besser zum Inhalt der Story passt.

Jackson Ford wirft seine Leser
innen direkt in die Handlung, was sogleich den Spannungsbogen auf die Spitze treibt. Danach beschäftigt sich der Autor, der bereits unter seinem Realnamen Rob Boffard einige Science Fiction Romane veröffentlichte, mit dem Aufbau der Geschichte und führt die Mitglieder der ultra- geheimen Einsatztruppe der US-Regierung, die unter dem Deckmantel einer Umzugsfirma »China Shop« agieren, ein. Die ungleiche Gruppe besteht aus dem Organisationstalent Paul, der im Rollstuhl sitzenden und kriegserfahrenen Hackerin Reggie, der robusten Annie mit krimineller Vergangenheit und dem mexikanischen Fahrer Carlos.

Teagan Frost ist durch die Gen-Experimente ihrer verstorbenen Eltern als einziger Mensch zur Psychokinese (PK) fähig, sie kann alle nicht organischen Dinge, sofern diese nicht zu schwer sind, erspüren und bewegen und ist damit das wertvollste Mitglied der Einheit. Durch ihre Fähigkeit rückt sie nach einem Einsatz jedoch als Mörderin in den Fokus und obwohl sie nicht über die Kraft für eine solche Tat verfügt, muss sie ihr Team erst davon überzeugen unschuldig zu sein. Es muss also noch jemanden mit wesentlich stärkeren PK Kräften geben, und diesen Jemand gilt es in nur 22 Stunden aufzuspüren. Eine rasante Jagd quer durch Los Angeles nimmt ihren Lauf, dabei spielen nicht nur Verstrickungen großer Firmen- und Regierungsangelegenheiten eine Rolle, sondern auch gefährliche Gangs wie die Crisps und Bloods und die Vernetzung auf der Straße durch Obdachlose.

Die Hauptprotagonistin Teagan ist keine Superheldin im herkömmlichen Sinne und möchte am liebsten ein ganz gewöhnliches Leben führen, ohne ständig von dem guten Willen der Regierungsbeamte abhängig zu sein und andauernd der Gefahr, von jemanden aufgeschnitten zu werden, zu schweben. Außerdem ist sie auch nicht eine grazile Schönheit mit Gardemaß wie es Wonder Woman oder Black Widow sind. Das Teagan anders ist beweist sie auch mit ihrem gossenhaften Slang, ihrer Vorliebe für Essen in allen Variationen und dem Traum eines Tages ein eigenes Restaurant zu eröffnen.

Neben der polarisierenden Teagan bleiben ihre Mitstreiter leider alle etwas blass, doch ich bin überzeugt davon das sich dies noch ändern wird, schließlich ist »Letzte Hoffnung« erst der Auftakt zur Reihe »The Frost Files«.

Fazit

Packende Fantasy im X-Men Stil, die mit einer frechen Superheldin und Ghetto-Slang für frischen Wind sorgt.

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Veröffentlicht am 04.06.2020

Ein herrlich lustiger Comic

Hexen hexen
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Der walisische Schriftsteller Roald Dahl, der von 1916 bis 1990 lebte und dessen Werke in über 60 Sprachen übersetzt wurden, ist für seine fantasievollen Kinderbücher wie z. B. »Charlie und die Schokoladenfabrik« ...

Der walisische Schriftsteller Roald Dahl, der von 1916 bis 1990 lebte und dessen Werke in über 60 Sprachen übersetzt wurden, ist für seine fantasievollen Kinderbücher wie z. B. »Charlie und die Schokoladenfabrik« (engl. »Charlie and the Chocolate Factory«), »Matilda« (engl. »Matilda«) und »Sophiechen und der Riese« (engl. »The BFG«) uvm. berühmt. Die meisten seiner Kinderbücher haben es sogar als Filmadaptionen namhafter Regisseure wie Tim Burton, Steven Spielberg und Robert Zemeckis mit Starbesetzung (Johnny Depp als Willy Wonka, Danny DeVito als Harry Wurmwald) auf die große Kinoleinwand geschafft.

Der Film zu »Hexen hexen« lief 1990 in den deutschen Kinos und wird mit einer Neuverfilmung mit Anne Hathaway als Großhexe und Octavia Spencer als Großmutter unter dem Titel »The Witches« voraussichtlich Ende des Jahres 2020 ein Revival erleben.

Die französische Illustratorin Pénélope Bagieu hat sich ebenfalls der urkomischen und teilweise ganz schön gruseligen Kindergeschichte angenommen und daraus einen Comic kreiert, der auch Erwachsene hervorragend zu unterhalten weiß. Ich habe mich direkt in die fantasievolle Geschichte über einen Waisenjungen, seine supercoole Oma und den Kinder hassenden Hexen, die sich nur durch ein paar Merkmale von normalen Frauen unterscheiden.

Die kettenrauchende Oma mit den fliederfarbenen Haaren ist der Star des Comics und wird von Pénélope Bagieu ganz herrlich in Szene gesetzt. Trotz ihrer kleinen Körpergröße und den dicken Brillengläsern sieht sie die Welt mit offenen Augen und steht ihrem Enkel in der schweren Zeit nach dem Verlust seiner Eltern bei. Damit er sich vor weiteren Gefahren schützen kann, erzählt sie ihm eine Geschichte über Hexen, die tatsächlich existieren und woran er diese erkennen kann.

Durch Zufall wird der Junge Zeuge einer Hexenversammlung und bekommt den teuflischen Plan der Großen Hochhexe zu Ohren, als diese ihren Mithexen erklärt, wie sie alle Kinder vernichten will, indem sich diese mit einer geheimen Formula 86 versetzten Süßigkeiten in Mäuse verwandeln. Die Hexen entdecken allerdings den kindlichen Mithörer und verwandeln ihn sofort in eine Maus.

»Hexen hexen« entwickelt sich nach und nach zu einer abenteuerlichen Geschichte mit jeder Menge Action und gruseligen Hexen, deren Plan es zu vernichten gilt. Gemeinsam mit einer Mäuse-Freundin und der Hilfe seiner Oma gelingt es dem mutigen Mäuse-Jungen den Spieß herumzudrehen, was zu einer herrlichen Slapstick-Szene in der Hotelküche führt. Bagieus cartooneske Illustrationen fügen sich perfekt in die kreative Geschichte Dahls ein und in ihren Panels beweist die Zeichnerin immer wieder ein gutes Händchen für Perspektivwechsel. Trotz ein paar kleinerer Änderungen bleibt Pénélope Bagieu recht nahe an der Originalgeschichte und verleiht dieser, gerade im Hinblick auf Gleichberechtigung, einen moderneren Anstrich.

Dieser Kindergeschichte lässt sich in den leicht verständlichen Panels ohne Probleme folgen und eignet sich daher für alle Leser*innen, die gerne eine humorvolle Hexengeschichte mit herzlichen Charakteren lesen möchten und den Einstieg in die Welt der Comics wagen möchten.

Fazit

Die originelle Hexengeschichte von Roald Dahl bekommt in der Comicadaption von Pénélope Bagieu ein etwas moderneres Gewand verpasst und unterhält mit ihren feinen Zeichnungen famos!

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Veröffentlicht am 04.06.2020

Ein wichtiger Roman #GegendasVergessen

Die verlorene Tochter der Sternbergs
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Beschreibung

Das Ehepaar Sternberg führt ein gutes Leben in Berlin bis das Leben für die jüdische Bevölkerung in der Stadt zunehmend schwieriger wird. Amanda ist dazu gezwungen ihren geliebten »Büchergarten« ...

Beschreibung

Das Ehepaar Sternberg führt ein gutes Leben in Berlin bis das Leben für die jüdische Bevölkerung in der Stadt zunehmend schwieriger wird. Amanda ist dazu gezwungen ihren geliebten »Büchergarten« zu schließen und als selbst ihr Ehemann, ein angesehener Kardiologe, in ein Arbeitslager gesteckt wird, muss sie ihre kleine Familie in Sicherheit bringen.

Die Mutter entschließt sich dazu, ihre Töchter zu retten und diese mit der MS St. Louis nach Kuba zu ihrem Onkel zu schicken, doch am Hamburger Hafen kann sich Amanda nicht von der kleinen, erst dreijährigen Lina trennen, und vertraut nur das Schicksal der sechsjährigen Viera einem Ehepaar an. Ihre eigene Flucht führt sie zu Freunden nach Frankreich in die Ortschaft Oradour-sur-Glane. Selbst in dieser ländlichen Abgeschiedenheit sind Amanda und Lina nicht lange vor den Nationalsozialisten sicher…

Meine Meinung

Bücher, Filme, Dokumentationen und Gedenkstätten über die schrecklichen Gräueltaten während des Zweiten Weltkrieges interessieren und begleiten mich schon seit dem Geschichtsunterricht an der Schule und sind ein wichtiges Mittel, um uns die Auswüchse einer Diktatur, die neben den unzähligen Kriegsopfern auf dem Schlachtfeld weitere Millionen Opfer durch den Holocaust forderte, nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Armando Lucas Correa hat in Gedenken an all die jüdischen Familien, die durch den Zweiten Weltkrieg auseinander gerissen wurden und schreckliches Leid ertragen mussten seinen Roman »Die verlorene Tochter der Sternbergs« geschrieben. In dieser Geschichte erzählt er von einer jüdischen Ehefrau und Mutter, die durch die Bücherverbrennungen zunächst ihren geliebten »Büchergarten« schließen muss und wenig später ihren Mann verliert.

Correa greift in der Ausschmückung seines Settings die zeichnenden Ereignisse für die Bevölkerung von Kriegsbeginn insbesondere der Judenverfolgung auf und projiziert damit direkt die Bilder von brennenden Bücherbergen, lodernden Synagogen und die zersplitterten Fenster der jüdischen Geschäfte auf das innere Auge seiner Leserinnen. In Berlin ist es für Amanda und ihre beiden kleinen Töchter nicht mehr sicher, und so schickt sie die gerade einmal sechsjährige Viera mit der MS St. Louis, und der Hoffnung auf ein besseres Leben, auf eine ungewisse Reise nach Kuba, während sie kurzerhand beschließt, die erst dreijährige Lina mit sich nach Frankreich zu nehmen. Das Schicksal meint es nicht gut mit der verzweifelten Frau, denn auch in der ländlichen Abgeschiedenheit von Oradour-sur-Glane, das zweiundzwanzig Kilometer von Limoges und über zweihundert Kilometer südöstlich von Bordeux gelegen ist, sind sie nicht von der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten sicher.

Das Schicksal führt Amanda und Lina in ein Arbeitslager voller Entbehrungen und Angst und noch einmal geht die mutige Mutter mit allem, was ihr möglich ist, das Wagnis ein, ihre noch verbliebene Tochter vor dem NS-Regime zu schützen und ihr zur Flucht zu verhelfen. Ab diesem Zeitpunkt ist für Lina das Leben als eine Sternberg vorüber, denn zu ihrem eigenen Schutz wird sie als Élise bei der befreundeten französischen Familie aufgenommen.

Dem Autor gelingt es mit seinem unverschnörkelten Erzählstil die bedrückende Atmosphäre der Kriegsjahre heraufzubeschwören und die schrecklich ausweglose Lage der jüdischen Bevölkerung aufs Tablo zu bringen. Die Sternbergs existierten zwar nicht, werden in diesem Roman aber glaubhaft zum Sinnbild für Millionen anderer Familien, die durch die Schrecken und Gräuel des Zweiten Weltkrieges auseinander gerissen wurden, denn Correa hat gut recherchiert und somit eine authentische Story konstruiert, wie sie tatsächlich hätte passieren können.

Der Roman wird zu einem Teil aus der Perspektive von Amanda erzählt, als diese dazu jedoch nicht mehr fähig ist schlüpfen die Leser
innen in die Haut der kleinen Lina, die für ihr zartes Alter jedoch etwas zu unkindlich wirkt. Klar lässt der Krieg Kinder schneller erwachsen werden, doch in meinen Augen hätte man hier einen deutlicheren Unterschied zur Perspektive ihrer Mutter erspüren müssen.

Fazit

»Die verlorene Tochter der Sternbergs« ist ein empfehlenswerter wie auch berührender Roman für alle, die sich für die Schrecken des Zweiten Weltkrieges insbesondere des Holocaust und seiner Auswirkung auf jüdische Familien interessieren und diese Zeit nicht in Vergessenheit geraten lassen wollen.

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Veröffentlicht am 04.06.2020

Ein Kracher!

Deadpool vs. Black Panther
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In »Deadpool vs. Black Panther: Für eine Handvoll Vibranium« zeigt Daniel Kibblesmith eindrucksvoll was passiert, wenn ein rotzfrecher Antiheld daherkommt und auf einmal zu verklickern versucht, dass er ...

In »Deadpool vs. Black Panther: Für eine Handvoll Vibranium« zeigt Daniel Kibblesmith eindrucksvoll was passiert, wenn ein rotzfrecher Antiheld daherkommt und auf einmal zu verklickern versucht, dass er ein Stück des wertvollsten Rohstoffes der Welt für die Heilung eines seiner Opfer benötigt und dabei auf den stolzen und zumeist klug handelnden König Wakandas trifft.

Vor dem hoch entwickelten Setting des afrikanischen Landes Wakanda entbrennt zwischen Deadpool und Black Panther eine handfeste Prügelei, als der ehemalige Söldner Wade Wilson versucht ein Stück des Vibraniums zu stehlen. Natürlich nur mit den besten Vorsätzen und ganz in Deadpool-Manier, mit jederzeit einem flotten Spruch auf den maskierten Lippen.

In den Panels nimmt Ricardo Lopez Ortiz die Action aus diesem mitreißenden Zweikampf auf, und jagt die Helden der Geschichte durch die Handlung. Die kurzweilige und spannende Storyline hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn in meinen Augen Deadpool in dieser Geschichte eine deutlich bessere Figur abgibt als König T’Challa in seinem Raubkatzenkostüm.

Fazit

Ein kurzweiliges wie auch unterhaltsames Superhelden-Comic-Abenteuer!

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Veröffentlicht am 04.06.2020

Ein hypnotisierendes Comic-Werk über den Weg von David Bowie zur Kunstfigur Ziggy Stardust.

Bowie
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In den letzten Jahren liefen mit »Bohemian Rhapsody« und »Rocketman« erfolgreiche Biopics in den Kinos und brachten den Zuschauerinnen das Leben von den Rock Legenden »Queen« insbesondere ihres Frontmans ...

In den letzten Jahren liefen mit »Bohemian Rhapsody« und »Rocketman« erfolgreiche Biopics in den Kinos und brachten den Zuschauerinnen das Leben von den Rock Legenden »Queen« insbesondere ihres Frontmans Freddie Mercury und Popstar Elton John näher. In diesen Reigen außergewöhnlicher Musiker kann sich der 2016 verstorbene David Bowie einreihen, zu dem es dieses Jahr ebenfalls ein Biopic mit Johnny Flynn in der Hauptrolle und unter dem Titel »Stardust« geben soll. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie ist jedoch noch kein Starttermin bekannt. Dafür gibt es seit Mitte April ein solches Werk im Comic-Format mit einem wunderbaren Vorwort des großen Bowie Fans Neil Gaiman.

Der biographische Comic über das wandelbare Pop-Chamäleon David Bowie, der am 8. Januar 1947 unter dem bürgerlichen Namen David Robert Jones in London geboren wurde, beginnt mit einem Konzertausschnitt vom 3. Juli 1973, bei dem Bowie sein Alter Ego Ziggy Stardust im Londoner Hammersmith Odeon sterben lässt und somit eine Ära abschließt, um sich für neue Wandlungen zu öffnen.

Im Folgenden wagen Michael Allred (ebenfalls ein großer Bowie Fan) und Steve Horton, die Schreiber dieser opulenten Bowie Comicgraphie, einen Rückblick zu den Anfängen des Künstlers und entführen die Leser
innen in die 60er und 70er Jahre, um die Entstehung von Ziggy Stardust mit den eindrucksvollen Zeichnung von Michael Allred, die von seiner Frau Laura Allred mit satten und zur Zeit passenden Farben koloriert wurden, zu bebildern.

Der Durchbruch gelang David Bowie 1971 mit »Hunky Dory«, das erste Album das er für die Plattenfirma RCA Records aufnahm und von vielerlei popkulturellen Einflüssen geprägt wurde. Der Weg zur wahren Glam Rock Stilikone war bereitet und verfestigte sich mit den kommenden Platten »The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars« (1972), »Aladdin Sane« (1973), »Pin Ups« (1973) und »Diamond Dogs« (1974). Diese und noch ettliche weitere bekannten Daten und Fakten wurden von Michael Allred und Steve Horton in »Bowie – Sternenstaub, Strahlenkanonen und Tagträume« zusammengetragen. Somit dürfen eingefleischte Fans also keine neuen Erkenntnisse erwarten, sondern eher ein Nachschlagewerk, das die Atmosphäre um die wilden 60er und 70er Jahre insbesondere der Essenz des Glam Rock gekonnt einfängt.

Vor diesem Comic war mir, obwohl ich Bowies Musik sehr gerne mag und mich Songs wie »Space Oddity«, »Life on Mars?« und »Moonage Daydream« mit ihrem fast schon außerirdischen und experimentellen Charme faszinieren, nicht sehr viel über den Ausnahmekünstler und Grenzensprenger David Bowie bekannt. Daher war das Lesen von »Bowie – Sternenstaub, Strahlenkanonen und Tagträume« für mich eine rasante Achterbahnfahrt, die eine Bilderflut ganz im Retrostil bereit hiel und mit unglaublicher Detailverliebtheit sowie der prachtvollen Koloration besticht.

Teilweise droht das Lettering mit einem Überfluss an Namen zu anderen Künstlern und Wegbegleitern sowie Konzertterminen zu erschlagen. Darüber kann ich allerdings getrost hinwegsehen, denn falls mich etwas mehr interessiert nehme ich solche Einflüsse gerne zum Anlass nachzuschlagen und mich noch weiter zu belesen. Ganz anders sieht es natürlich mit großen Bekannten aus der Zeit des Rock ’n’ Roll wie z. B. Freddie Mecury, Elton John, Alice Cooper uvm. aus, die ebenso in den Panels auftauchen wie Bowies Frauen.

Michael Allreds grandiose Illustrationen, die durch atemberaubender Splashpages, eine besonders starke Sogwirkung entfalten, lassen das Kunstobjekt David Bowie, der sich immer wieder in so vielen Facetten präsentierte und neu erdachte, lebendig werden. Konzerte, Plattencover, Filme in denen Bowie als Schauspieler mitwirkte, Designer die seinen Stil beeinflussten – das alles wird in prächtigen Panels aufbereitet, welche durch ihre unterschiedliche Darbietungsformen zum ausgiebigen Betrachten und Entdecken einladen.

Dieser Comic ist Liebe auf den ersten und auch letzten Blick, denn zu den detaillierten Illustrationen lässt auch das Nachwort durchblicken, dass es sich bei diesem Werk um ein Buch von Fans für Fans, und solche die es noch werden wollen, handelt. Es würde mich wahnsinnig freuen, wenn es tatsächlich noch einen weiteren Comic aus der Zeichenspitze von Allred geben würde, denn hier wurde nur ein Bruchteil des Lebens und musikalischen Wirkens Bowies eingefangen.

Fazit

So berauschend und glamourös wie die Stil- und Popikone selbst, liefern Michael Allred, Steve Horton und Laura Allred mit »Bowie – Sternenstaub, Strahlenkanonen und Tagräume« ein hypnotisierendes Comic-Werk über den Weg zur Kunstfigur Ziggy Stardust.

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