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Veröffentlicht am 24.02.2025

Erste Schritte in die Welt der Fantasy

Die Bibliothek der Wahren Lügen
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Die Bibliothek der Wahren Lügen von Jesús Cañadas, erschienen im Coppenrath Verlag am 3. Februar 2025.

Oskar hat ein schwieriges Leben: Sein Vater ist verstorben, seine Mutter sitzt im Rollstuhl, und ...

Die Bibliothek der Wahren Lügen von Jesús Cañadas, erschienen im Coppenrath Verlag am 3. Februar 2025.

Oskar hat ein schwieriges Leben: Sein Vater ist verstorben, seine Mutter sitzt im Rollstuhl, und ihr neuer Freund zieht ein, den Oskar nicht mag. In der Schule wird er gemobbt und nur die Ozymandias-Calavera-Buchreihe seines verstorbenen Vaters gibt ihm Halt. Eines Tages gewinnt er ein Stipendium für einen Fantasy-Schreibkurs bei Simon Bruma, dem Autor der Reihe.

Die Geschichte wird aus Oskars Perspektive erzählt und zeichnet sich durch lebendige Charakterdarstellungen aus. Obwohl sich die Erzählung an Kinder ab 11 Jahren richtet, behandelt sie ernste Themen wie Mobbing.

Neben den Schreiblektionen ist es Oskars Aufgabe, ein Heilmittel für die kranke Tochter seines Gastgebers zu finden. Die Welt, in die Oskar und November, die Tochter des Autors, eintauchen, ist von Gewalt geprägt und folgt den Regeln der Magie und des Rechts des Stärkeren. Oskars Waffen sind dabei Füller und Notizheft, Fähigkeiten, die mächtiger sein können als ein Schwert, wenn man lernt, sie richtig einzusetzen.

Das Buch bietet vielfältige Facetten und ist unterhaltsam zu lesen, wenn man bereit ist, sich auf dessen magische Elemente einzulassen.

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Enttäuschend

Die blaue Stunde
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Die blaue Stunde von Paula Hawkins, erschienen im dtv Verlag am 9. Januar 2025.

In einer Ausstellung mit Skulpturen der Künstlerin Vanessa Chapman entdeckt ein forensischer Anthropologe, dass die Beschriftung ...

Die blaue Stunde von Paula Hawkins, erschienen im dtv Verlag am 9. Januar 2025.

In einer Ausstellung mit Skulpturen der Künstlerin Vanessa Chapman entdeckt ein forensischer Anthropologe, dass die Beschriftung eines der Kunstwerke fehlerhaft ist. Statt einer Rippe eines Tieres, identifiziert er eine menschliche Rippe. Es ist natürlich völlig unmöglich die Skulptur bis zur Klärung weiterhin auszustellen und der Kurator James Becker von der Fairburn-Stiftung muss sich der Sache annehmen. Er ist seit seiner Kindheit ein Fan der inzwischen verstorbenen Künstlerin und muss sich für die Fairburn-Stiftung mit der Nachlassverwalterin der Kunstschätze, die die Stiftung geerbt hat, auseinandersetzen.

Paula Hawkins Protagonisten sind wie bei ihr üblich, eher auf der unangenehmen Seite angesiedelt. Man kann es als eigensinnig bezeichnen, ich halte sie aber für Narzissten, die um sich selbst kreisen und gesellschaftliche Normen brechen wollen, weil es ihnen gerade in den Kram passt. Dabei ist man von einem Schwarm schöner Menschen umgeben bis auf die Weggefährtin von Vanessa. Grace Haswell die zwar das Haus der Künstlerin geerbt hat, nicht aber die Kunstwerke und die Aufzeichnungen dazu. Grace ist dick und hässlich und umsorgte die Künstlerin so lange, wie diese es zugelassen hat und das ohne Grace besser zu behandeln wie eine Zugefrau.

Genau an dem Punkt fand ich die Geschichte etwas plump. Schöne Menschen dürfen exzentrisch bis zum Umfallen sein, aber eine dicke, hässliche, ungeliebte Frau, die nebenbei auch noch praktizierende Ärztin ist, wird als dumm und langweilig dargestellt. Frau Hawkins, das hätten sie besser gekonnt. So springt der Roman von der düsteren Stimmung auf der Insel immer wieder in den Tagebucheinträgen in die eigentlich geistlose Welt der mehr oder weniger Reichen und berühmten, wo man fast das Gefühl hat, dass sie ein Recht auf ein glückliches Leben von uns Normalbevölkerung zugestanden bekommen müssen.

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Gut, aber völlig überfrachtet mit aktuellen Themen

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben
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Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben von Anika Decker, erschienen im dtv am 9. Januar 2025.

Nina, 49 Jahre alt und sieht das als Problem an, hat zwei erwachsene Kinder, die auf ...

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben von Anika Decker, erschienen im dtv am 9. Januar 2025.

Nina, 49 Jahre alt und sieht das als Problem an, hat zwei erwachsene Kinder, die auf eigenen Füßen stehen und einen Job, mit dem sie kaum ihr Leben finanziert bekommt, der sie auch nicht wirklich erfüllt, wo sie aber wenigstens den ganzen Tag mit ihrer besten Freundin zusammen ist. Nina hat sich von ihrem Mann scheiden lassen, als sie ihn mit einer sehr jungen Influencerin in ihrem Ehebett vorgefunden hat. Blöd nur, dass sich der Ehemann Dank Ehevertrag und angeblichem Bankrott außerstande sieht, ihr wenigstens für die Ehejahre einen finanziellen Ausgleich zu zahlen. Auf der Geburtstagsparty der Zwillinge, die ihr Ex-Mann mit der Influencerin hat, lernen wir ihre chaotische Familie und einen viel zu jungen eventuellen neuen Freund kennen.

Worum geht es im neuen Roman der Autorin. Um vieles. Anika Decker hat da quasi einmal alles, was da gerade so IN ist aufgesaugt und zu einer bunten Geschichte verrührt. Da wird fast jedes Klischee bedient, Frauen haben noch immer jünger als Männer in der Beziehung zu sein und keiner kümmert sich darum, wenn die neue Frau jünger als die eigenen Kinder sind, aber wehe, wenn der neue Freund der Mutter eben nicht die entsprechende Reife mit ergrauendem Jahr vorweisen kann. Dann auch ein wenig MeToo mit entsprechenden Versuchen alles unter den Teppich zu kehren, auch wenn man dazu das Leben der belästigten Frauen versauen muss. Queer muss selbstverständlich auch abgehakt werden, genau wie Migrationshintergrund, Kindererziehung im 21. Jahrhundert und natürlich die schwierige Kindheit nach dem frühen Tod des Vaters, wo die Mutter dann die Kinder sich selbst überlässt, um für einen Sommer auf den Selbstfindungstrip zu gehen.

Eigentlich ist die Grundidee gut und auch lustig. Der Start des Romans versprach viel, was sich dann aber als Anhäufung menschlicher Baustellen herausstellte.

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Sagenhafter Spannungsaufbau

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder? von Emily Rudolf, erschienen im FISCHER Scherz Verlag am 29. Januar 2025. Als Hörbuch gelesen von Oliver Kube und Anne Düe, erschienen als ungekürzte ...

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder? von Emily Rudolf, erschienen im FISCHER Scherz Verlag am 29. Januar 2025. Als Hörbuch gelesen von Oliver Kube und Anne Düe, erschienen als ungekürzte Ausgabe im Aragon Verlag am 01.01.2025.

Fünf alte Freunde treffen sich in einem abgelegenen Nobelrestaurant, um zusammen ein Krimi Dinner zu spielen, wie sie es früher getan haben, als sie noch sechs Freunde gewesen sind. Schnell wird klar, dass die Spiel Box, die das Krimi Dinner enthält, parallelen zu jenem Tag zieht, als Maria, die beste Freundin von Hanna, spurlos verschwunden ist. Während der Ton am Tisch immer schärfer wird, zieht ein Sturm auf und der Wirt, einer der Spieler, schickt das Personal nach Hause.

Ich bin etwas nervös geworden, als ich verstanden habe, dass die fünf Protagonisten nicht nur ihren eigenen Namen, sondern auch einen Spielcharakternamen hatten. Diese Unsicherheit war völlig unbegründet. In der Phase, wo gespielt wird, wird immer der Name des Spielers zusätzlich zu seiner Rolle genannt.

Vom Start her erfährt man, dass etwas nicht mit der Gruppe stimmt und sie im Prinzip teilweise eher als Feinde, denn als Freunde auftreten. Im Laufe des Abends entsteht eine düstere Stimmung und bald wirkt jeder verdächtig, was sich nicht unbedingt nur auf das Gesellschaftsspiel bezieht. Die Persönlichkeiten der Spieler werden bis fast ins letzte Eckchen durchleuchtet, was nicht immer dazu beiträgt jemanden sympathisch zu finden. Da die Geschichte von vielen Blickwinkeln erzählt wird, erfahren wir beim guten zuhören/lesen, immer noch ein Stückchen mehr was sich wirklich ereignet hat. In der Hörbuchversion machen Oliver Kube und Anne Düe einen wirklich ausgezeichneten Job, indem sie den Personen wirklich Leben einhauchen. Man ist fast schon mit dabei, wenn Spannung aufgebaut wird, dass die Nerven vibrieren. Klare Kaufempfehlung.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Geheimnisse

Das Mörderarchiv: Der Tod, der am Dienstag kommt
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Das Mörderarchiv. Der Tod, der am Dienstag kommt von Kristen Perrin, gelesen von Anne Düde, erschienen im Argon Verlag am 28.01.2025.

Bei einem Morgenspaziergang trifft Annie die Wahrsagerin, die ihrer ...

Das Mörderarchiv. Der Tod, der am Dienstag kommt von Kristen Perrin, gelesen von Anne Düde, erschienen im Argon Verlag am 28.01.2025.

Bei einem Morgenspaziergang trifft Annie die Wahrsagerin, die ihrer Tante so viel Kummer bereitet hat. Peony Lane erzählt ihr, dass sie Olivia umgebracht hat. Kurze Zeit später wird Peony Lane tot im Gewächshaus von Annie gefunden. Immer mehr Dinge findet die junge Frau raus, die darauf hindeuten, dass es um einen Autounfall geht, der schon länger her ist und wo ihre Tante sicher Informationen gesammelt hat.

Diesmal viel es mir etwas schwerer den Sprüngen in der Geschichte zu folgen. Es gibt zwei Erzählstränge. Einer aus der Sicht von Annie und dann noch die Nachforschungen die ihre Tante angestellt hatte. Annie stellt fest, dass die Tagebücher ihrer Tante ein beliebtes Objekt bei den Stadtbewohnern sind, die damit rausfinden wollen, ob sie in die Ermittlungen der toten Tante eingeflossen sind.

Auch der zweite Fall hat mir wieder gut gefallen. Es ist spannend und langsam klären sich die Verhältnisse untereinander auch auf. Ich freue mich, dass es scheinbar noch einen weiteren Band geben soll.

Anne Düde hat gut gelesen und den Personen Leben eingehaucht.

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