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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.07.2024

Spannender Krimi

Blutroter Main
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Dies ist der zweite Teil mit der Kommissarin Mira Streitberg. Wenn man den ersten Teil gelesen hat, kennt man die Kollegen schon, aber wenn nicht, kommt man glaube ich trotzdem ganz gut rein.

Der Schreibstil ...

Dies ist der zweite Teil mit der Kommissarin Mira Streitberg. Wenn man den ersten Teil gelesen hat, kennt man die Kollegen schon, aber wenn nicht, kommt man glaube ich trotzdem ganz gut rein.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Protagonisten gut beschrieben. Es sind sympathische und unsympathische Charaktere dabei, auch manche, die man noch gar nicht einordnen kann. Im Laufe der Geschichte passiert so einiges, ohne dass man sich einen Reim drauf machen kann. Es gibt Verdächtige aber doch nicht so eindeutig, als dass die Fälle schnell gelöst werden könnten. Mira und ihr Team müssen da ganz schön vielseitig ermitteln, um alle Fäden zusammenzuführen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es von vorne bis hinten spannend und nicht gleich offensichtlich war. Auch die Beziehung zwischen Mira und Nils wurde zwar immer mal erwähnt, blieb aber doch relativ im Hintergrund. So gefällt mir das, wenn es zwar private Hintergründe gibt, die aber nicht über den Kriminalfall gestellt werden. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 31.07.2024

Schlechte Zeiten für Frauen

Im Nordwind
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1912 waren nicht gerade gute Zeiten für Frauen. Männer durften sie schlagen, sie aber nicht zurückschlagen, um sich zu wehren. Scheiden lassen geht gar nicht, und wenn ausnahmsweise doch, bleibt das Kind ...

1912 waren nicht gerade gute Zeiten für Frauen. Männer durften sie schlagen, sie aber nicht zurückschlagen, um sich zu wehren. Scheiden lassen geht gar nicht, und wenn ausnahmsweise doch, bleibt das Kind selbstverständlich beim Mann, weil die Frau es ja nicht allein ernähren kann. Und diese Unterdrückung geht ja noch jahrzehntelang weiter, wie man weiß. Egal, in welcher sozialen Schicht man lebt...

Alice Bloom hat so ein prügelndes Exemplar und möchte sich scheiden lassen. In der Sozialsprechstunde trifft sie auf den Anwalt John Reeven, der sie vertreten soll. Irgendwie spürt man schon beim Lesen das Knistern im Raum...

Miriam Georg versteht es wunderbar, ihren Charakteren Leben einzuhauchen, ohne zu übertreiben. Alles ist nachvollziehbar, sei es der aufopfernde Bruder von Alice, oder der leichtlebige Bruder von John in einer unglücklichen Ehe. Aber auch die Nachbarschaft von Alice konnte ich mir beim Lesen richtig gut vorstellen.

Etwas verwirrt war ich dann jedoch, als es einen Zeitsprung zurück ins Jahr 1896 gab. Mit dem Mädchen, welches in Ich-Form erzählt, konnte ich anfangs so gar nichts anfangen, wurde aber nach und nach schlauer, je häufiger die Zeitsprünge kamen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Auch wenn es nicht so spannend wie ein Krimi ist, hat mich doch die Handlung rund um Alice und John in den Bann gezogen. Mit über 500 Seiten war das für mich nach längerer Zeit mal wieder ein "dicker Wälzer", den ich aber ratzfatz durchgelesen hatte. Und nun warte ich gespannt auf die Fortsetzung...

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Veröffentlicht am 14.06.2024

Nicht so gut wie die ersten beiden Teile

Akte Nordsee - Das schweigende Dorf
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Nachdem mir die ersten beiden Teile sehr gut gefallen haben, war ich hier ein klein wenig enttäuscht. Nach einem spannenden Prolog flachte die Geschichte sehr ab und anstatt in einen spannenden Mordfall ...

Nachdem mir die ersten beiden Teile sehr gut gefallen haben, war ich hier ein klein wenig enttäuscht. Nach einem spannenden Prolog flachte die Geschichte sehr ab und anstatt in einen spannenden Mordfall zu münden, zog sich die Geschichte mit viel privatem Geplänkel ein wenig in die Länge. Ein wenig nervig fand ich diesmal Oma Greetje, die ständig versuchte, Fentje zu verkuppeln. Eigentlich mochte ich sie bisher sehr gerne, weil es eine patente Frau ist.
Die Beziehung zwischen Fentje und Niklas ist auch im dritten Teil alles andere als klar, da hätte ich mir mehr gewünscht. Fällt wahrscheinlich jemandem, der die ersten beiden Teile nicht gelesen hat, nicht so auf.
Alles in allem ist das Buch sehr gut und flüssig geschrieben, das Cover fügt sich wunderbar in die Reihe ein. Auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, irgendwie konnte ich mir die schweigsamen Bewohner von Helenendeich gut vorstellen. Der Schluss wurde dann wieder etwas spannender und barg noch einige Überraschungen, so dass ich dann doch noch 4 Sterne vergeben konnte. Ich hoffe auf einen vierten Teil, der wieder spannender wird und wo Fentje und Niklas endlich mal aufeinander zugehen und sich ihre Liebe gegenseitig eingestehen.

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Veröffentlicht am 18.04.2024

Die Vergangenheit holt einen irgendwann ein...

Potsdamer Intrigen
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Dieser mittlerweile 5. Teil um Enne Lilienthal las sich wieder sehr spannend. Zwei Morde und das Rätsel, ob und wie sie zusammenhängen. Hier wird viel DDR-Vergangenheit in die Geschichte eingeflochten, ...

Dieser mittlerweile 5. Teil um Enne Lilienthal las sich wieder sehr spannend. Zwei Morde und das Rätsel, ob und wie sie zusammenhängen. Hier wird viel DDR-Vergangenheit in die Geschichte eingeflochten, was mir sehr gut gefiel. Auch die Charaktere waren sehr lebendig beschrieben, so dass ich mir gut vorstellen konnte, wie manche Gespräche und Diskussionen abliefen. Da gab es schon den einen oder anderen Disput zwischen Kollegen oder auch in der Familie. Für mich war das Buch nicht nur wegen der schönen Beschreibungen von Potsdam schön zu lesen. Auch wurde mir erst ganz zum Schluss klar, wie alles zusammenhing und wer nun wirklich der Täter war. Verdächtige gab es zwischendurch einige...

Das Buch kann man auch ohne Kenntnis der Vorgänger lesen. Mir war bisher auch nur Band 4 bekannt, bin aber schnell in die Geschichte reingekommen und hatte auch mit den Personen keine Schwierigkeiten.

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Veröffentlicht am 09.04.2024

Historisches am Rhein

Loreley - Die Frau am Fluss
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Wie man auf dem Cover schon erahnen kann, ist dies ein historischer Roman, in diesem Fall aus dem 19. Jahrhundert. Die Hauptfiguren sind Julie und Johann, die beide einen schweren Start ins Erwachsenenleben ...

Wie man auf dem Cover schon erahnen kann, ist dies ein historischer Roman, in diesem Fall aus dem 19. Jahrhundert. Die Hauptfiguren sind Julie und Johann, die beide einen schweren Start ins Erwachsenenleben haben.

Susanne Popp erzählt hier sehr flüssig und anschaulich die Geschichte der beiden, die nach einigen Schicksalsschlägen aufeinander treffen. Rund um die Geschichte erfährt man dann noch ein paar nützliche bzw. wissenswerte Details. So kommt hier der Anfang der Rheinbegradigungen vor, aber auch die Tücken und Gefahren der Schifffahrt, bis hin zu den Anfängen der Dampfschifffahrt auf dem Rhein. Versüßt wird das Ganze noch mit damals real existierenden Personen, die geschickt in die Geschichte eingeflochten wurden.

Verzichtet wurde hier auf übermäßige Gefühlsduseleien, so dass der Roman nicht ins Kitschige abdriftete. Allerdings gab es auch kein Happy End sondern im Gegenteil ein recht offenes Ende, was auf den zweiten Teil, der im Herbst rauskommen soll, hoffen lässt.

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