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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.08.2026

Auf dieser Seereise wäre ich auch gerne...

Mörderisch verstrickt – Ein Fall für die Strickcrew
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Ich habe mich sehr gefreut, wieder zur Strickcrew rund um Mette zurückzukehren. Nachdem mir bereits der erste Band gefallen hat, war ich gespannt, welches Abenteuer die sympathische Truppe dieses Mal erwartet. ...

Ich habe mich sehr gefreut, wieder zur Strickcrew rund um Mette zurückzukehren. Nachdem mir bereits der erste Band gefallen hat, war ich gespannt, welches Abenteuer die sympathische Truppe dieses Mal erwartet. Und diesmal geht es tatsächlich weit hinaus aufs Meer: Die Strickcrew begibt sich auf eine Strickreise über die Färöer nach Island. Aus Wolle, Wellness und schönen Landschaften wird allerdings ziemlich schnell ein Fall für die Hobbyermittler, als ein mysteriöser Todesfall an Bord passiert.

Besonders schön fand ich wieder das Zusammenspiel der unterschiedlichen Charaktere. Mette und ihre Mitstreiter sind einfach eine liebenswerte Truppe, bei der man das Gefühl bekommt, selbst mit dabei zu sein. Jeder bringt seine eigenen Macken und Fähigkeiten mit, und gerade das sorgt für viele unterhaltsame Momente.

Die Kulisse hat mir ebenfalls richtig gut gefallen. Die Reise durch die nordische Landschaft mit ihren Fjorden und der Weite des Meeres bildet einen tollen Gegensatz zu dem Verbrechen, das sich an Bord ereignet. Dadurch entsteht eine gemütliche, aber gleichzeitig spannende Atmosphäre.

Natürlich darf bei einem Cosy Crime auch der Humor nicht fehlen, und davon gibt es reichlich. Der Kriminalfall selbst ist nicht unbedingt etwas für Leser, die einen hochspannenden und brutalen Thriller erwarten. Hier stehen eindeutig die sympathischen Figuren, das Miteinander und die Wohlfühlatmosphäre im Vordergrund. Für mich passt das aber genau zum Konzept der Reihe. Kein blutrünstiger Krimi, sondern genau die richtige Lektüre für einen entspannten Lesetag – am besten mit einer Tasse Tee und einem Wollknäuel in Reichweite.

Ein schönes Extra sind die Strickanleitungen, die am Ende des Buches zu finden sind. Sie passen wunderbar zum Thema und machen den Roman zu etwas Besonderem.Das eine oder andere werde ich bestimmt im Winter mal ausprobieren.

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Veröffentlicht am 24.07.2026

Irrungen und Wirrungen

Du schon wieder
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Dies ist ein humorvoller, turbulenter Roman, der zeigt, dass die Vergangenheit manchmal schneller zurückkehrt, als einem lieb ist. Als die Kardiologin Fanny ausgerechnet ihren Ex-Mann Dustin als Patienten ...

Dies ist ein humorvoller, turbulenter Roman, der zeigt, dass die Vergangenheit manchmal schneller zurückkehrt, als einem lieb ist. Als die Kardiologin Fanny ausgerechnet ihren Ex-Mann Dustin als Patienten in der Notaufnahme wiedertrifft, gerät ihr geordnetes Leben gehörig ins Wanken – und damit beginnt eine Geschichte voller Chaos, Herzklopfen und unerwarteter Wendungen.

Besonders gut gefallen hat mir Fanny als Protagonistin. Sie ist sympathisch, schlagfertig und herrlich menschlich. Ihre inneren Konflikte zwischen Vernunft und alten Gefühlen wirken glaubwürdig und machen sie zu einer Figur, mit der man gerne mitfiebert. Auch die übrigen Charaktere sind lebendig gezeichnet und sorgen mit ihren Eigenheiten immer wieder für witzige und emotionale Momente.

Wie gewohnt schreibt Ellen Berg mit viel Humor und einem feinen Gespür für alltägliche Situationen. Immer wieder musste ich schmunzeln, gleichzeitig regt die Geschichte aber auch zum Nachdenken an. Es geht nicht nur um die Frage, ob alte Liebe wirklich rostet, sondern auch um zweite Chancen, Selbstreflexion und den Mut, Entscheidungen zu hinterfragen.

Der Roman lebt von seinen spritzigen Dialogen, den liebenswerten Figuren und der gelungenen Mischung aus Romantik, Situationskomik und Gefühl. Zwar sind einige Entwicklungen recht vorhersehbar, doch das hat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Gerade der lockere Schreibstil sorgt dafür, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Normalerweise tue ich mich mit der Ich-Form eher schwer, aber bei Fanny war es kein Problem.

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Veröffentlicht am 15.07.2026

Familien und ihre Probleme

Dem Himmel entgegen
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Mit Dem Himmel entgegen erzählt Katja Maybach eine berührende Geschichte über zwei starke Frauen, deren Lebenswege auf eindrucksvolle Weise miteinander verbunden sind. Vor dem Hintergrund bewegter Jahrzehnte ...

Mit Dem Himmel entgegen erzählt Katja Maybach eine berührende Geschichte über zwei starke Frauen, deren Lebenswege auf eindrucksvolle Weise miteinander verbunden sind. Vor dem Hintergrund bewegter Jahrzehnte verknüpft die Autorin Vergangenheit und Gegenwart zu einem emotionalen Roman über Mut, Familie und den Wunsch, den eigenen Weg zu gehen.

Besonders beeindruckt haben mich die beiden Protagonistinnen Isabelle und Emmanuelle. Während Isabelle in den 1960er-Jahren entschlossen ihren Traum verfolgt, Pilotin zu werden, obwohl Frauen damals zahlreiche Hürden überwinden mussten, trägt Emmanuelle ihre ganz eigene Geschichte mit sich. Ihre Erlebnisse verleihen dem Roman zusätzliche Tiefe und zeigen, wie sehr Entscheidungen der Vergangenheit das Leben nachfolgender Generationen beeinflussen können. Beide Frauen sind authentisch, vielschichtig und entwickeln sich im Laufe der Handlung auf glaubwürdige Weise.

Katja Maybach gelingt es hervorragend, historische Ereignisse mit persönlichen Schicksalen zu verbinden. Die unterschiedlichen Zeitebenen greifen stimmig ineinander und sorgen dafür, dass die Geschichte nie an Spannung verliert. Nach und nach werden Familiengeheimnisse aufgedeckt, ohne dass die Handlung konstruiert wirkt.

Der Schreibstil ist flüssig, einfühlsam und sehr bildhaft. Die historischen Hintergründe sind sorgfältig recherchiert und fügen sich harmonisch in die Geschichte ein. Besonders die Einblicke in die Luftfahrt der 1960er-Jahre sowie die damaligen gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen haben mir sehr gut gefallen.

Mich hat vor allem die emotionale Tiefe des Romans überzeugt. Es geht um Liebe, Verlust, Hoffnung, familiären Zusammenhalt und den Mut, sich nicht von den Umständen bestimmen zu lassen. Gerade die Verbindung der Geschichten von Isabelle und Emmanuelle macht den Roman so besonders und sorgt dafür, dass er noch lange nach dem Lesen nachklingt.

Dem Himmel entgegen ist ein atmosphärischer historischer Roman mit starken Frauenfiguren, bewegenden Familienschicksalen und einer Geschichte, die ans Herz geht. Für mich war das Buch ein echtes Lesehighlight.

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Veröffentlicht am 13.07.2026

Fluch und Segen der Technik

Code Null. Dieses Spiel kennt keine Regeln
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Code Null hat mich von der ersten Seite an gepackt. Florian Schwiecker greift mit Cyberterrorismus und Künstlicher Intelligenz zwei Themen auf, die aktueller kaum sein könnten, und entwickelt daraus einen ...

Code Null hat mich von der ersten Seite an gepackt. Florian Schwiecker greift mit Cyberterrorismus und Künstlicher Intelligenz zwei Themen auf, die aktueller kaum sein könnten, und entwickelt daraus einen Thriller, der erschreckend realistisch wirkt. Die Vorstellung, wie verwundbar unsere digitale Infrastruktur tatsächlich ist, hat mich beim Lesen immer wieder nachdenklich gemacht.

Besonders gut gefallen hat mir die Protagonistin Charlie. Sie ist hochintelligent, eigenwillig und alles andere als eine typische Heldin. Gerade ihre Stärken und Schwächen machen sie zu einer glaubwürdigen Figur, mit der ich gerne mitgefiebert habe. Auch die KI KIM bringt eine spannende Dynamik in die Geschichte und wirft interessante Fragen über die Chancen und Risiken künstlicher Intelligenz auf.

Der Schreibstil ist flüssig und temporeich. Kurze Kapitel und immer neue Wendungen sorgen dafür, dass die Spannung kaum abreißt. Obwohl viele technische Aspekte eine Rolle spielen, werden sie größtenteils verständlich erklärt, sodass auch Leserinnen und Leser ohne IT-Kenntnisse der Handlung folgen können.

Insgesamt ist Code Null ein spannender, moderner Tech-Thriller, der nicht nur hervorragend unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Das offene Ende macht definitiv Lust auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 06.07.2026

Etwas langatmig

Fünf, sechs, sieben, acht
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Die Grundidee – ein älter werdender Stepptänzer, der sich mit beruflichen Rückschlägen, familiären Konflikten und seiner Vergangenheit auseinandersetzen muss – fand ich sehr interessant. Auch die Themen ...

Die Grundidee – ein älter werdender Stepptänzer, der sich mit beruflichen Rückschlägen, familiären Konflikten und seiner Vergangenheit auseinandersetzen muss – fand ich sehr interessant. Auch die Themen Älterwerden, verpasste Chancen und die Beziehung zwischen Vater und Tochter bieten viel Potenzial.

Der Schreibstil ist ruhig, flüssig und sprachlich sehr schön. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte über weite Strecken nur langsam vorankommt. Vieles wiederholt sich in den Gedanken der Figuren, wodurch der Roman für mich einige Längen hatte. Gerade im Mittelteil fehlte mir die Dynamik, sodass ich das Buch öfter zur Seite gelegt habe.

Auch die Figuren blieben für mich überraschend distanziert. Anton und Emma sind zwar glaubwürdig gezeichnet, doch ihre Konflikte haben mich emotional nicht wirklich erreicht. Manche Entwicklungen wirkten vorhersehbar, andere hätte ich mir etwas tiefgründiger ausgearbeitet gewünscht.

Die Reise und die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit sorgen zwar noch einmal für Bewegung in der Handlung, das Ende konnte mich jedoch nicht vollständig überzeugen. Es hinterließ bei mir eher ein Gefühl der Beliebigkeit als einen nachhaltigen Eindruck.

Insgesamt ist Fünf, sechs, sieben, acht kein schlechtes Buch – es behandelt wichtige Themen und ist stilistisch auf hohem Niveau geschrieben. Wer ruhige, nachdenkliche Geschichten mag, wird hier sicher vieles finden. Mich konnte dieser Roman leider nur teilweise mitnehmen.

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