Ohne Martha geht gar nichts...
Frisch ermittelt: Der Fall KaltwasserMartha Frisch betreibt in den 50ger Jahren ein Heißmangelgeschäft in Leer, wo viel und gerne getratscht wird. Ihr Großneffe Hans, der bei der Polizei arbeitet, ist davon natürlich nicht immer begeistert, ...
Martha Frisch betreibt in den 50ger Jahren ein Heißmangelgeschäft in Leer, wo viel und gerne getratscht wird. Ihr Großneffe Hans, der bei der Polizei arbeitet, ist davon natürlich nicht immer begeistert, aber gemeinsam lösen sie tatsächlich die Mordfälle, weil Martha ihre Ideen und Kombinationsgabe mit einbringt
Auch dieser zweite Fall der Serie ist wieder mit gut ausgearbeiteten und sympathischen Charakteren ausgestattet. Es ist kein blutrünstiger Krimi im eigentlichen Sinne sondern eine spannend erzählte Geschichte, die mich zwischendurch auch mal zum Schmunzeln brachte. Aber es kommen natürlich auch Unsympathen vor, die immer noch zum Teil in ihrer Nazi-Vergangenheit leben. Der eine ist immer schnell dabei, Verdächtige zu finden, weil sie auch vor 20 Jahren schon die Bösen waren, der andere unterdrückt und misshandelt Frau und Kinder. Wenn ich schon lese, dass die Frauen ihre Männer um Erlaubnis fragen mussten, wenn sie arbeiten wollten. Oje. Aber das war halt damals so und wurde hier gut in die Geschichte mit eingeflochten. Auf jeden Fall tappte ich bis kurz vorm Schluss völlig im Dunkeln, wer denn nun der Mörder war.
Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen, einfach weil es mal ein Krimi aus einer anderen Zeit war, als die, die ich sonst meist lese. Hier muss es auf jeden Fall weitergehen mit Martha, Hans und den vielen anderen. Ein paar Fäden wären ja noch offen...