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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2019

Lost Places

Was uns erinnern lässt
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Thüringer Wald im Jahr 2017. Milla ist auf der Suche nach einem Lost Place, den sie als Erste entdeckt und durch Zufall stößt sie auf den unberührten Keller eines alten Hotels. Sie nimmt ein Schulheft ...

Thüringer Wald im Jahr 2017. Milla ist auf der Suche nach einem Lost Place, den sie als Erste entdeckt und durch Zufall stößt sie auf den unberührten Keller eines alten Hotels. Sie nimmt ein Schulheft aus dem Jahr 1977 mit, das einer Christine gehört hat und beginnt zu recherchieren, wem das Hotel einst gehörte und knüpft Kontakt zur Familie. Zugleich nähert sich der Leser der Geschichte des Hotels und der Familie Dressel beginnend im Zweiten Weltkrieg und bis zum Jahr 1977. Die Familie lebte zu DDR Zeiten in einem Gebiet, das zur Schutzzone gehörte und so durften sie keine unangemeldeten Besucher erhalten und mussten sich ständig ausweisen können an den Grenzkontrollen. Das Leben wird immer schwieriger für die Familie.
Kati Naumann hat ein Stück deutscher Geschichte vor dem inneren Auge erstehen lassen und für viele Probleme sensibilisiert, dabei aber auch eine gute Geschichte einer Familie geschrieben und über den Zusammenhalt von Familien.

Veröffentlicht am 06.03.2019

Lebt Jurek Walter doch noch?

Lazarus
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Dieses Buch ist nun schon das 7. der Reihe um Joona Linna. Joona steht kurz vor dem Ende seiner Rehabilitierung und darf dann wieder bei der Kriminalpolizei arbeiten. Mit Valeria läuft es auch ganz gut. ...

Dieses Buch ist nun schon das 7. der Reihe um Joona Linna. Joona steht kurz vor dem Ende seiner Rehabilitierung und darf dann wieder bei der Kriminalpolizei arbeiten. Mit Valeria läuft es auch ganz gut. Eigentlich eine gute Ausgangsposition. Doch dann holt ihn die Vergangenheit ein. In einer Wohnung in Norwegen ist ein bestialischer Mord geschehen und in der Tiefkühltruhe findet man Leichenteile, auch den Schädel von Joonas verstorbener Frau. Es geschehen weitere Morde über Europa verteilt, die an die Vorgehensweise von Jurek Walter denken lassen, doch der ist tot; Saga hat ihn erschossen und man hat seinen Fingerabdruck identifizieren können. Joona traut der Sache nicht und bringt sich und seine Tochter Lumi in Sicherheit, doch Valeria weigert sich, mit ihm zu kommen und auch Saga glaubt nicht, dass es sich um Jurek handelt.

Wie auch die anderen Bücher der Reihe ist dem Autorenpaar wieder einmal ein sehr spannender Thriller mit viel Action und Brutalität gelungen, der für mich ein wahrer Pageturner war. Joona erinnert zwar manches Mal an einen "Superhelden" und manch eine Aktion ist nicht ganz realistisch, aber es geht hier um eine spannende Geschichte, die in sich schlüssig ist und das ist gelungen. Das Ende bietet mal wieder einen "Öffner" für die Fortsetzung, auf die ich schon warte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Figuren
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 05.03.2019

Politik

Rheinblick
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Bonn im November 1972. Im "Rheinnblick" von Hilde Kessel treffen sich sowohl Gewinner als auch Verlierer der Bundestagswahl und es wird immer hoch politisch diskutiert. Die Wirtin schafft es jedoch, die ...

Bonn im November 1972. Im "Rheinnblick" von Hilde Kessel treffen sich sowohl Gewinner als auch Verlierer der Bundestagswahl und es wird immer hoch politisch diskutiert. Die Wirtin schafft es jedoch, die Gruppen gut voneinander zu trennen und keinen zu bevorzugen oder zu benachteiligen. Auch wenn sie sich durchaus für Politik interessiert. Die Krankenschwester und Logopädin Sonja leidet unter ihrer Stationsschwester. Der Vater ist gewalttätig und die Schwester von zu Hause abgehauen. Sonja selbst lebt in einer WG und so erhält der Leser auch Einblicke in das Studentenleben. Ein interessantes, zeitgeschichtliches Buch, das einen guten Einblick in die damalige Zeit bietet. Jedoch brauchte ich etwas, um mich einzulesen und die Zusammenhänge zu erkennen, dann konnte es mich jedoch durchaus überzeugen.

Veröffentlicht am 05.03.2019

Zorn

Saligia
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Welche Todsünde steckt in dir? Die sechzehnjährige Keira ist getrieben von Zorn, der sich nicht unterdrücken lässt, sondern immer wieder aus ihr herausbricht, sich jeglicher Kontrolle widersetzt und entzieht. ...

Welche Todsünde steckt in dir? Die sechzehnjährige Keira ist getrieben von Zorn, der sich nicht unterdrücken lässt, sondern immer wieder aus ihr herausbricht, sich jeglicher Kontrolle widersetzt und entzieht. Sie lebt mit ihrer Mutter zusammen und in der Schule kommt es immer wieder zu Problemen wegen ihres Zorns. Doch dann erfährt sie von dem Eliteinternat Canterbury School, wo sie lernen soll, ihren Zorn zu zügeln. Denn hierher kommen die sogenannten "Saligia". Das sind Menschen, die eine der sieben Todsünden (Zorn, Hochmut, Neid, Lust, Habgier, Völlerei oder Trägheit) in sich tragen und so trifft Kira hier auf andere mit ähnlichen Problemen. Erst sieht es auch ganz gut aus, aber irgendetwas stimmt hier nicht und geht nicht mit rechten Dingen zu. Eine Schülerin ist verschollen und was ist da nur passiert? Eine spannende Geschichte, ein toller Schreibstil, insgesamt eine wirklich gelungene Lektüre und mal etwas anderes.

Veröffentlicht am 05.03.2019

1954

Ein Tropfen vom Glück
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Das Buch spielt in Paris, doch dieses Mal geht es auf eine Zeitreise, denn das Buch startet im Jahr 2017 und dann geht es zurück in das Jahr 1954. Denn genau aus dem Jahr stammt der Wein, den die Restaurateurin ...

Das Buch spielt in Paris, doch dieses Mal geht es auf eine Zeitreise, denn das Buch startet im Jahr 2017 und dann geht es zurück in das Jahr 1954. Denn genau aus dem Jahr stammt der Wein, den die Restaurateurin Magalie, genannt Abby, der us-amerikanische Tourist Bob, der Barmann Julian und Hubert, dessen Vorfahren das Haus gebaut haben, gemeinsam trinken. Denn am nächsten Morgen hat sich die Stadt verändert. Gemeinsam mit den vieren treffen wir einige bekannte Persönlichkeiten wie Audrey Hepburn oder auch Claude Chabrol - und Edith Piaf. Antoine Laurain ist wieder einmal eine zauberhafte Geschichte mit liebenswürdigen Charakteren gelungen. Es geht hier nicht primär darum, einen Weg zurück in die Zukunft zu finden, sondern darum, die Stadt zu erleben.