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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2026

Tod einer Krimiautorin

Sekundentod
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Das Buch beginnt schon mit einem spannenden Prolog, der viele Fragen offen lässt. Hier wird eine schwangere Frau entführt. Und dann schwenkt das Buch um und der Prolog könnte beinahe in Vergessenheit ...


Das Buch beginnt schon mit einem spannenden Prolog, der viele Fragen offen lässt. Hier wird eine schwangere Frau entführt. Und dann schwenkt das Buch um und der Prolog könnte beinahe in Vergessenheit geraten.
Autorin Rebecca Ganter wurde ermordet - und zwar perfiderweise genau so, wie sie es in einem ihrer Bücher beschrieben hat.
Kriminalkommissar Falko Cornelsen ermittelt und findet heraus, dass Rebecca nicht das erste Opfer ist, dass auf die Art und Weise gestorben ist, wie Rebecca es in einem ihrer Thriller beschrieben hat.
Ein eigenwilliger Ermittler mit so manch einer Macke, wechselnde Perspektiven, die die Spannung erhöhen und lange bleibt unklar, wie alles zusammen hängt, wird am Ende jedoch gut zusammen geführt.
Spannende Unterhaltung, spannend vorgetragen von Mario Wolf.

Veröffentlicht am 16.04.2026

Ein Toter im Hotel Imperial

Die Hoteldetektivin
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Berlin, 1913, Emma Stein arbeitet als Hoteldetektivin im (fiktiven) Hotel Imperial. Hier steigt alles ab, was Rang und Namen hat, das edle Hotel wird gut beschrieben, aber auch einige der Arbeiten im Hintergrund, ...

Berlin, 1913, Emma Stein arbeitet als Hoteldetektivin im (fiktiven) Hotel Imperial. Hier steigt alles ab, was Rang und Namen hat, das edle Hotel wird gut beschrieben, aber auch einige der Arbeiten im Hintergrund, wenn auch eher am Rande.
Emma kennt das Hotel von klein auf, hat sie ihren Vater doch oft begleitet. Eines morgens findet sie in der exquisiten Suite 204 einen Fabrikanten, der sich anscheinend selbst das Leben genommen hat. Für die Polizei ist der Fall jedenfalls schnell klar, aber für Emma nicht.
Der Fall nimmt ganz langsam an Fahrt auf und wechselt immer mal wieder die Richtung, so dass es bis zum Schluss interessant bleibt.
Neben fiktiven gibt es auch Auftritte von realen Charakteren, wie zum Beispiel Sarah Bernhardt und sogar der Kaiser lässt sich sehen.
Neben der eher gemächlichen Krimihandlung gibt es viele Einblicke in den Alltag rund um ein Luxushotel, die politischen Ereignisse sind nur am Rande von Bedeutung, dafür aber ein Kaufhaus, Autos, Einblicke in diverse Wohnsituationen, die Polizei und ihre Arbeit etc.
Wer das Nachwort liest, erfährt noch mehr Interessantes über die Hintergründe.
Mir hat der Krimi gut gefallen und das Ende deutet an, dass weitere Fälle durchaus im Rahmen des Möglichen sind.

Veröffentlicht am 15.04.2026

Höchst amüsant

DUMONTs Unnützes Reisewissen England
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Ein neuer Band aus dieser wunderbaren Reihe. Dieses Mal haben wir uns lange Autofahrten mit der Lektüre "verkürzt" - gemeinsames Lesen bzw. Vorlesen war einfach noch besser, als sich alleine zu amüsieren. ...

Ein neuer Band aus dieser wunderbaren Reihe. Dieses Mal haben wir uns lange Autofahrten mit der Lektüre "verkürzt" - gemeinsames Lesen bzw. Vorlesen war einfach noch besser, als sich alleine zu amüsieren. Darum empfehle ich die Reihe auch unbedingt für kurzweilige Fahrten, die vielleicht sonst langweilig werden. Auch wenn man nicht gerade durch das beschriebene Land fährt, wenn doch, dann ist es natürlich noch besser.
Von A bis Z gibt es hier amüsante Details, mal mehr, mal weniger bekannt. Und dazu gibt es noch einige interessante oder überraschende Zahlen, Fakten und drei Geschichten, die wahr sind - oder aber nur wahr sein könnten. Die Auflösung gibt es am Ende des Buches.
Eine ganz besondere Anekdote ist diese: die Isles of Scilly waren doch tatsächlich bis 1986 in einem über 300 Jahre dauernden Kriegszustand mit den Niederlanden - und das Ganze war ein Versehen.
Beeindruckt hat mich die Geschichte über die Entwicklung des U-Bahn-Netzplanes, den wir heute für so selbstverständlich ansehen. Es gibt auch ein Regelwerk über die Zubereitung von Tee - der Autor ist bekannt.
Sehr kurzweilig, auch wenn einige Fakten bekannter als andere sind. Eine tolle Zusammenstellung.

Veröffentlicht am 15.04.2026

Tolle Touren und viele Informationen

MARCO POLO Camper Guide Südfrankreich: Ardèche, Cevennen & Languedoc
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Ich bin ein großer Fan von dieser Reihe, obwohl wir kein Wohnmobil, sondern einen Wohnwagen haben. Aber viele der Tipps sind auch für Wohnwagen super und neben Wohnmobil-Stellplätzen gibt es auch viele ...

Ich bin ein großer Fan von dieser Reihe, obwohl wir kein Wohnmobil, sondern einen Wohnwagen haben. Aber viele der Tipps sind auch für Wohnwagen super und neben Wohnmobil-Stellplätzen gibt es auch viele Hinweise auf schöne Campingplätze.
Gleich zu Beginn des Buches gibt es die Highlights, einmal allgemein und dann die Top Campingplätze.
Nach einer kurzen Einführung geht es dann weiter mit fünf ganz unterschiedlichen Touren - den groben Verlauf der Touren sieht man übrigens schon auf der Rückseite des Buches.
Meer, Berge, Mittelalterflair in Carcassonne, in Nîmes reist man in die römische Antike, leckeres Essen und Getränke - auch hierfür gibt es eine "Menükarte" mit den Begriffen auf französisch und in deutscher Übersetzung. Oder wie wäre es mit einer Café-Pause in der Abtei in Lagrasse, zwischen 7000 Büchern?
Wunderschöne Fotos und Hinweise auf Fotospots, anschauliche Texte, Kilometerangaben, Öffnungszeiten, Verweise auf Websites und alle Touren kann man auch downloaden.
Und wer nicht die vorgeschlagenen Touren fahren möchte, der kann sich auch einfach einzelne Spots aussuchen.
Ein überaus gelungener Camping-Begleiter.

Veröffentlicht am 14.04.2026

Mörderische Katze?

Wenn die Nordsee schweigt
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Im Elisabeth-Heim in Sankt Peter Ording werden liebevoll schwerkranke Menschen gepflegt, die Mehrheit der Gäste - und eben nicht Patienten - sind bettlägerig und nicht ansprechbar.
Nur Schwester Ursula ...

Im Elisabeth-Heim in Sankt Peter Ording werden liebevoll schwerkranke Menschen gepflegt, die Mehrheit der Gäste - und eben nicht Patienten - sind bettlägerig und nicht ansprechbar.
Nur Schwester Ursula und Rolf kümmern sich in Vollzeit und darüber hinaus um diese Gäste. Sie schlafen auch im Haus. Hingebungsvoll, empathisch und mit großem Einsatz.
Benno ist einer der wenigen Gäste, der ein paar Schritte laufen kann - und dann wird er ermordet, warum? Benno hat doch niemandem etwas getan, kann nicht einmal sprechen, seine Familie hat ihn "vergessen". Wer tut so etwas? Und warum weist alles auf eine Katze hin, die die Halsschlagader mit ihren Krallen aufgerissen hat?
Der Autor hat eine Vorliebe für außergewöhnliche Namen und hat mich einige Male zum Schmunzeln gebracht.
Erich Große-Jäger ist ein eigenwilliger Kommissar, der viel im Alleingang unternimmt - also ein typischer Krimikommissar, dennoch gut getroffen.
Aber mit diesem Ausgang des Falls hat er nicht gerechnet - und ich auch erst kurz vor Schluss. Denn da habe ich dieselben Schlussfolgerungen wie er gezogen.
Ein unterhaltsamer Krimi, der aber auch nachdenklich stimmt.