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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.09.2024

Komplexe Welt

The Hurricane Wars
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Die Autorin Thea Guanzon lässt sich viel Zeit, um ihre Leserinnen und Leser in ihre Welt einzuführen und verweilt oftmals etwas länger bei den Beschreibungen ihrer Welt und auch bei den vielen unterschiedlichen ...

Die Autorin Thea Guanzon lässt sich viel Zeit, um ihre Leserinnen und Leser in ihre Welt einzuführen und verweilt oftmals etwas länger bei den Beschreibungen ihrer Welt und auch bei den vielen unterschiedlichen Personen. Hier muss man schon dabei bleiben, denn meiner Meinung nach lohnt es sich. Denn so bekam ich reichlich Input für mein inneres Kopfkino.
Eine sehr interessante Fantasywelt mit vielen komplexen politischen Verflechtungen und Beziehungen, bei denen man aufmerksam lesen muss und die dann aber sehr interessant und gut in das Romangeschehen eingebunden wurden.
Mir gefiel es auch, dass hier die Liebesgeschichte gar nicht so eine dominante Stellung innehatte, sondern dass es mehr um Beziehungen, den Krieg und komplexe Situationen ging. Aber natürlich erhält die Liebesbeziehung dann doch ihren Raum - es ist jetzt nicht so, dass komplett darauf verzichtet wurde. Talasyn und Alaric sind interessante Protagonisten und zum Glück haben die beiden auch noch nicht den kompletten Durchblick, wenn es um die Magie dieser Welt geht. In der Fortsetzung geht es bestimmt gut weiter.

Veröffentlicht am 06.09.2024

Internationales Göttergericht

Medusa: Verdammt lebendig
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Neuerzählungen oder Anlehnungen an Götter und Helden aus der griechischen Mythologie sind ja seit einiger Zeit sehr in Mode, wie auch Entlehnungen aus anderen Götterwelten, die gerne mal in der Gegenwart ...

Neuerzählungen oder Anlehnungen an Götter und Helden aus der griechischen Mythologie sind ja seit einiger Zeit sehr in Mode, wie auch Entlehnungen aus anderen Götterwelten, die gerne mal in der Gegenwart spielen.
Hier gibt es aber eine Vermischung der unterschiedlichen Götterwelten und neben der Protagonistin Medusa spielt der altägyptische Gott Horus eine Hauptrolle sowie eine sumerische Göttin.
Medusa lebt zurück gezogen in Köln. Sie trägt Kontaktlinsen und bleibt für sich, weil sie keine anderen Lebewesen unabsichtlich versteinern möchte. Doch dann soll sie sich vor dem Göttergericht für ihre Taten verantworten; ausgerechnet Athene und Poseidon haben sie angeklagt, die beiden Gottheiten, die überhaupt für Medusas Verwandlung und Bestrafung verantwortlich sind.
Medusa hat ihre Schlangen nach den Göttern benannt und besonders die nach dem Kriegsgott Ares benannte Schlange gibt sich besonders kämpferisch. Die Idee hat mir gut gefallen, wie auch einige andere Eigenheiten, die ich nicht ohne zu spoilern nennen kann.
Mir hat dieser erste Teil sehr gefallen und ich bin neugierig, wie es weitergehen wird. Aber zum Glück gibt es einen gewissen Abschluss am Ende des Bandes.
Die Hörbuchsprecherin Viola Müller kenne ich bereits aus anderen Produktionen und ich höre ihr gerne zu.

Veröffentlicht am 06.09.2024

Spannender Fall aus Travemünde

Tod in der Wiek
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Ein Mann, der mit seinem bisherigen Leben aufhören möchte und seine Flucht akribisch geplant hat, dann allerdings ermordet wird. Geschickt verflechten sich zu Beginn die kurzen Ausschnitte aus der Perspektive ...

Ein Mann, der mit seinem bisherigen Leben aufhören möchte und seine Flucht akribisch geplant hat, dann allerdings ermordet wird. Geschickt verflechten sich zu Beginn die kurzen Ausschnitte aus der Perspektive des Mörders mit dem Opfer.
Die Ermittlungen gehen in diverse Richtungen. Das Opfer war Besitzer einer Restaurantkette, "Kutterfischer", obwohl seine Ausbildung auf einem anderen Gebiet lag. Sein Vater und auch seine Ex-Frau reagieren etwas merkwürdig.
Es hat gedauert, bis sich in meinem Kopf die vielen Fragezeichen aufgelöst haben, aber auf die Auflösung wäre ich dennoch nicht so schnell gekommen. Irgendwann verdichteten sich allerdings die Vermutungen.
Die Ermittler haben auch alle so ihre persönlichen Probleme und da es für mich der erste Band der Reihe war, habe ich ein wenig gebraucht, war dann allerdings doch recht schnell im Geschehen. Sehr eigenartig war hier die Rechtsmedizinerin und ich kann mir vorstellen, dass es dort im nächsten Band noch weitergehen wird.
Der Tatort Travemünde spielt auch immer wieder eine Rolle, bleibt allerdings eher im Hintergrund.
Mir haben die Ermittlungen gut gefallen und ich bin gespannt auf den Folgeband.

Veröffentlicht am 06.09.2024

Auf einmal ist alles anders

The Monet Family – Shine Bright Like a Treasure
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Auf einmal ist alles anders

Haillie Monet lebt in einer Wohnung mit ihrer Mutter und ihrer Großmutter. Sie sind nicht reich, aber führen ein liebevolles Familienleben. Doch dann kommt es zur Tragödie ...

Auf einmal ist alles anders

Haillie Monet lebt in einer Wohnung mit ihrer Mutter und ihrer Großmutter. Sie sind nicht reich, aber führen ein liebevolles Familienleben. Doch dann kommt es zur Tragödie und diese beiden Frauen sterben. Da Haillie erst 14 (fast 15) ist, kann sie nicht alleine bleiben. Von weiteren Familienangehörigen hat sie nie etwas gehört, doch plötzlich erfährt sie, dass sie fünf ältere Brüder hat, die in Pennsylvania leben. Ihr gemeinsamer Vater ist allerdings gestorben. Und so fliegt Haillie in die USA und alles ist ganz anders als sie es gewohnt ist. Denn ihre Brüder sind nicht nur einfach reich, sondern superreich. Und entwickeln große Beschützerinstinkte und lassen Haillie keinen Freiraum. Ihre materiellen Wünsche werden alle erfüllt, aber was nutzt das, wenn man nur ein eher distanziertes Verhältnis zu seinen Geschwister hat. Lediglich Will, der Zweitälteste, scheint netter zu sein.
Aber was ist das Geheimnis der Monets und weshalb schotten sie sich so ab und warum muss Haillie beschützt werden?
Nun ja, darauf erhält man hier nur ganz eingeschränkt eine Antwort.
Eine interessante Idee, allerdings mäandert die Geschichte zu sehr und nimmt jede mögliche Abbiegung. Gegen Ende wird es noch einmal spannender, aber mehr wird man wohl erst in der Fortsetzung erfahren.
Insgesamt ganz gut, allerdings fehlte zwischendurch der rote Faden und die Spannung ein wenig. Haillie Monet lebt in einer Wohnung mit ihrer Mutter und ihrer Großmutter. Sie sind nicht reich, aber führen ein liebevolles Familienleben. Doch dann kommt es zur Tragödie und diese beiden Frauen sterben. Da Haillie erst 14 (fast 15) ist, kann sie nicht alleine bleiben. Von weiteren Familienangehörigen hat sie nie etwas gehört, doch plötzlich erfährt sie, dass sie fünf ältere Brüder hat, die in Pennsylvania leben. Ihr gemeinsamer Vater ist allerdings gestorben. Und so fliegt Haillie in die USA und alles ist ganz anders als sie es gewohnt ist. Denn ihre Brüder sind nicht nur einfach reich, sondern superreich. Und entwickeln große Beschützerinstinkte und lassen Haillie keinen Freiraum. Ihre materiellen Wünsche werden alle erfüllt, aber was nutzt das, wenn man nur ein eher distanziertes Verhältnis zu seinen Geschwister hat. Lediglich Will, der Zweitälteste, scheint netter zu sein.
Aber was ist das Geheimnis der Monets und weshalb schotten sie sich so ab und warum muss Haillie beschützt werden?
Nun ja, darauf erhält man hier nur ganz eingeschränkt eine Antwort.
Eine interessante Idee, allerdings mäandert die Geschichte zu sehr und nimmt jede mögliche Abbiegung. Gegen Ende wird es noch einmal spannender, aber mehr wird man wohl erst in der Fortsetzung erfahren.
Insgesamt ganz gut, allerdings fehlte zwischendurch der rote Faden und die Spannung ein wenig.

Veröffentlicht am 01.09.2024

Die dritte Reportage

Stumme Gräber – Kira Lunds dritte Reportage
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Auch die dritte Reportage von Kira Lund war wieder richtig gut und ich hatte schöne Hörstunden. Nach dem Sprecherwechsel musste ich mich erst ein wenig einhören, aber auch Mike Langhans hat mir als Sprecher ...

Auch die dritte Reportage von Kira Lund war wieder richtig gut und ich hatte schöne Hörstunden. Nach dem Sprecherwechsel musste ich mich erst ein wenig einhören, aber auch Mike Langhans hat mir als Sprecher gut gefallen.
Nachdem es im letzten Fall alles um Musik geht, begeben wir uns dieses Mal ins Surfermilieu und gleichzeitig steht ein lange andauernder Streit zwischen zwei Familien im Fokus.
Auch dieser Krimi spielt wieder im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Dänemark und gerade durch diesen Schwerpunkt werden die Krimis zu etwas Besonderem und ich habe wieder einiges dazu gelernt.
Ich mag die Reporterin und ihre Art zu ermitteln und das Hörbuch hat mir spannende Stunden beschert.