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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.08.2024

Endlich ein neuer Fall

Jenseits des Grabes
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Viel zu lange hat es gedauert, bis Fred Vargas ihre Fans mit einem neuen Fall des eigenwilligen Kommissars Adamsberg beglückt hat, aber wie schön, dass es nun endlich weitergeht.
Schon auf den ersten Seiten ...

Viel zu lange hat es gedauert, bis Fred Vargas ihre Fans mit einem neuen Fall des eigenwilligen Kommissars Adamsberg beglückt hat, aber wie schön, dass es nun endlich weitergeht.
Schon auf den ersten Seiten habe ich schmunzelnd die Rettung eines Igels gelesen, der Adamsberg wichtig war, gefühlt wichtiger als seine Arbeit, aber gerade das macht Adamsberg eben aus.
Danglard glänzt sofort wieder mit enzyklopädischem Wissen, Froissy sorgt für das leibliche Wohl und Retancourt trifft auf einen Mann, der von ihrer Größe und Stärke sehr beeindruckt ist.
Man merkt es sofort: neben den verzwickten, spannenden und ungewöhnlichen Fällen, begeistert mich immer wieder und vor allem die Figurenzeichnung der Autorin und ihr ganz eigener Schreibstil.
Ja, man kann dieses Buch bestimmt auch ohne Vorkenntnisse lesen, aber es ist so viel schöner, wenn man lieb gewonnene Charaktere wiedertrifft.
Dieser Fall führt Adamsberg in die Bretagne, wo ein Ebenbild des berühmten Schriftstellers Chateaubriand des Mordes bezichtigt wird. Aber Adamsberg glaubt an dessen Unschuld. Eigentlich fällt der Fall ja nicht in seine Zuständigkeit, aber schon bald wird er abgeordnet und gemeinsam mit dem Kommissar aus Rennes und weiteren Polizisten ermitteln sie in einem kleinen bretonischen Dorf. Auch hier spielen wieder alte Bräuche und Geschichte eine Rolle.
Zwischenzeitlich geht es eher gemächlich zu, der Wirt Johan bereitet Leckereien zu, Adamsberg meditiert auf einem Menhir, aber dann überschlagen sich wieder die Ereignisse.
Adamsberg schafft es auch dieses Mal wieder mit seinen eigenwilligen, kombinatorischen Fähigkeiten den Fall zu lösen.
Ein wunderbares Buch, dessen letzte Seite ich mit Bedauern gelesen habe, weil es schon wieder ausgelesen war und ich hoffe, dass wir nicht wieder so lange warten müssen, bis Adamsberg und seine Truppe wieder ermitteln werden.

Veröffentlicht am 06.07.2024

Ein ungewöhnliches Leben

Die unendliche Reise der Aubry Tourvel
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1885, Paris. Aubry und ihre beiden älteren Schwestern haben einen auffälligen Brunnen entdeckt und sie beschließen, dass dies ein Wunschbrunnen ist. Und jede von ihnen soll etwas hineinwerfen, an dem sie ...

1885, Paris. Aubry und ihre beiden älteren Schwestern haben einen auffälligen Brunnen entdeckt und sie beschließen, dass dies ein Wunschbrunnen ist. Und jede von ihnen soll etwas hineinwerfen, an dem sie hängt. Aber Aubry macht im letzten Moment doch nicht mit. Kurz darauf beginnt ihre seltsame Krankheit. Sie fängt an zu bluten und alles schmerzt. Sie muss weiterziehen, darf nicht in das Haus ihrer Eltern zurück. Spätestens nach vier Tagen beginnt sie wieder zu bluten. An einen Ort, an dem sie bereits war, kann sie nicht zurück kehren.
Sie trifft auf ihren Reisen viele Menschen und nicht wenige beneiden sie darum, die ganze Welt zu entdecken, aber ist das wirklich so toll, wenn man immer weiterziehen muss?
Immer wieder taucht überraschend eine Tür auf zu einer geheimnisvollen Bibliothek - was hat es damit auf sich und was mit dem Ball, der immer wieder zu ihr zurück kommt?
Eine sehr philosophische Reise und wunderbar geschrieben. Mal eine ganz andere Art von Fantasy. Ich habe sehr viel reflektiert, wie ich mich in einer solchen Situation verhalten hätte und ob das wirklich ein Geschenk ist oder ein Fluch.
Mir haben die Begegnungen mit vielen der Menschen gefallen, die sie unterwegs trifft. Natürlich nicht mit allen, aber einige waren beeindruckend.
Eine tolle und interessante Reise in mehrfacher Hinsicht. Absolut lesenswert.

Veröffentlicht am 06.07.2024

Ein neuer Fall für Klaudia Wagner

Vergebens
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Hanka macht mit ihrem Hund Flocke eine Wanderung und hofft auf viele Pilze, allerdings findet der Hund dann nicht nur Pilze, sondern auch noch eine blutige Leiche. Dabei kommen bei Hanka Gedanken an den ...

Hanka macht mit ihrem Hund Flocke eine Wanderung und hofft auf viele Pilze, allerdings findet der Hund dann nicht nur Pilze, sondern auch noch eine blutige Leiche. Dabei kommen bei Hanka Gedanken an den grausamen Tod ihres Mannes wieder hoch.
Klaudia Wagner vertritt PH, der seine Urlaubstage abfeiert und anschließend in Rente gehen wird. Aber möchte sie wirklich den Posten des Chefs? Andererseits müsste sie dann unter Mertens vom LKA arbeiten, der sich auch beworben hat. Alles nicht so einfach auf der Wache in Lübbenau und dann auch noch dieser furchtbare Mordfall. Demel muss ausgerechnet mit Meinert zusammen arbeiten und das geht wirklich nicht gut. Thang ist ständig übermüdet, kommt bei seinen Zwillingsmädchen kaum zum Schlafen und holt dieses manches Mal im Büro nach, wenn er Bereitschaft hat. Sekretärin Petra sorgt sich um ihre Mutter und ist viel zu oft nicht anwesend. Schiebschick ist zum Glück wieder richtig fit und gibt immer wieder seine Kommentare ab.
Ich liebe diese Reihe und verfolge sie seit dem ersten Band und "reise" immer wieder gerne in den Spreewald.
Christiane Dieckerhoff ist auch hier wieder ein spannender, vertrackter Fall gelungen. Auch ohne Vorkenntnisse ist dieses Buch sicherlich gut zu lesen, aber es ist so viel schöner, wenn man die Hintergrundgeschichte(n) kennt.
Ich hoffe auf viele weitere Fälle der Reihe.

Veröffentlicht am 04.07.2024

Guter Abschluss

Matching Souls
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Es ist einige Zeit vergangen, dass ich "Spirit Dolls" gehört habe, aber ich war schnell wieder in der Geschichte und habe mit Runa mitgefiebert und auch gelitten. Dieses Mal gibt es auch noch die Perspektive ...

Es ist einige Zeit vergangen, dass ich "Spirit Dolls" gehört habe, aber ich war schnell wieder in der Geschichte und habe mit Runa mitgefiebert und auch gelitten. Dieses Mal gibt es auch noch die Perspektive von Aurel, Kyrils Bruder, und die war wirklich sehr interessant.
Die beiden Sprecher Magnus Rook und Sabrina Scherer machen ihre Sache gut und durch den Wechsel der beiden wusste man immer gut, welche Perspektive an der Reihe war, zumindest ob es Runa oder Kyril bzw. Aurel war.
Runa kehrt zurück nach Edinburgh, nachdem Kyril verschwunden ist. Er taucht zwar wieder auf, kann sich jedoch an nichts erinnern. Welche Rolle spielen die gruseligen Pariahs, die in einer Höhle sind und was weiß Aurel?
Die Geschichte wird gut zu Ende geführt und alle losen Enden werden verbunden. Mir hat es gut gefallen und ich verlasse nun die Schattenspringer und das Aconite Institute.

Veröffentlicht am 04.07.2024

Spannende Fortsetzung

Signum
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Nachdem ich im letzten Jahr "Refugium" regelrecht verschlungen habe, habe ich mit Spannung die Fortsetzung erwartet. Vor allem nach diesem Ende! Also: unbedingt vorher den ersten Teil lesen, denn die Geschichte ...

Nachdem ich im letzten Jahr "Refugium" regelrecht verschlungen habe, habe ich mit Spannung die Fortsetzung erwartet. Vor allem nach diesem Ende! Also: unbedingt vorher den ersten Teil lesen, denn die Geschichte baut aufeinander auf.
Und es geht auf sofort spannend weiter und ich war sofort wieder in der Geschichte und konnte mich wieder gut an die Einzelheiten erinnern.
Auch dieses Buch ist stellenweise wieder sehr brutal und blutig und man blickt immer wieder in menschliche Abgründe.
Die Figuren sind wieder außergewöhnlich gut und differenziert gezeichnet. Hier gibt es keine klare Einteilung in gut oder böse, sondern ganz viele Nuancen.
Viele überraschende Wendungen und die Beziehungen der Figuren sind auch nicht einfach zu definieren.
Auch der zweite Teil war ein Buch, in das ich eingetaucht bin und schlecht wieder auftauchen konnte. Lediglich das Ende fand ich nicht ganz so gut, aber es passte auch irgendwie.