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Gavroche

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2024

Cold Case Ermittlung mal anders

Murder in the Family
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Wer tötete Luke Ryder? Auch nach zwanzig Jahren wurde sein Mörder nicht gefasst und nun versucht sein Stiefsohn Guy, damals noch ein Kind, es mit einem TrueCrime Format, mit einer Serie - Infamous -, die ...

Wer tötete Luke Ryder? Auch nach zwanzig Jahren wurde sein Mörder nicht gefasst und nun versucht sein Stiefsohn Guy, damals noch ein Kind, es mit einem TrueCrime Format, mit einer Serie - Infamous -, die ganz klassisch wie früher, erst nach und nach in sieben Teilen erscheinen wird. Das Buch enthält Mails, Zeitungsausschnitte, Bewerbungsunterlagen, Vorstellungen der Familienmitglieder, Regieanweisungen,...
Interessant gemacht, manches spannend geschrieben, einiges eher nicht so. Ich habe ehrlich gesagt länger gebraucht, bis mich die Geschichte packen konnte, denn die Sammlung an Informationsschnippseln hat mir zu lange gebraucht, bis es dann wirklich spannend wurde. Insgesamt gesehen eine tolle Idee, aber meiner Meinung nach hätte gleich zu Beginn mehr Spannung aufgebaut werden müssen.
Ein Rätselraten, das sich meiner Meinung nach zu sehr in Details verliert. Ich fand es nicht schlecht, aber auch nicht überragend.

Veröffentlicht am 18.02.2024

Mehr als ein Krimi

Blinde Tunnel
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Die Spannung entwickelt sich nur ganz langsam und allmählich. Erst klingt es wie ein Roman. Ein schwedisches Paar hat ein altes Haus in Tschechien gekauft - warum gerade Tschechien und warum ein Weingut? ...

Die Spannung entwickelt sich nur ganz langsam und allmählich. Erst klingt es wie ein Roman. Ein schwedisches Paar hat ein altes Haus in Tschechien gekauft - warum gerade Tschechien und warum ein Weingut? Hilft das, um ihre Probleme zu kaschieren oder gar zu überwinden? Der im Keller gefundene Wein schmeckt nicht, aber dann wird es doch dramatisch, denn nicht nur Wein, sondern auch eine mumifizierte Leiche verbirgt sich in den Gewölben. Eine Anwältin hilft dem schwedischen Paar bei den Recherchen, kein anderer aus dem Dorf möchte etwas damit zu tun haben. Und dann wird Anna ermordet und ausgerechnet Daniel verhaftet.
Sonja beginnt, tiefer zu "graben" und dann befinden wir uns mitten im historischen Geschehen. Es geht um die Geschichte von Sudetendeutschen und Tschechen, die Geschichte reicht bis ins Jahr 1938 zurück. Geschickt verwebt Tove Alstertal historische Fakten mit einer fiktiven Geschichte, die immer mehr an Spannung zunimmt.
Die bekannte Hörbuchsprecherin Sandra Voss setzt die Spannung gut um und beschert interessante Hörstunden.

Veröffentlicht am 17.02.2024

Spannender Auftakt

Kaltblütige Lügen
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Karen Rose war für mich immer ein Garant für Spannung auf hohem Niveau und somit war ich natürlich neugierig auf ihre neue Reihe. Schon das genial aufgemachte Cover baut Spannung auf - gerade weil es eben ...

Karen Rose war für mich immer ein Garant für Spannung auf hohem Niveau und somit war ich natürlich neugierig auf ihre neue Reihe. Schon das genial aufgemachte Cover baut Spannung auf - gerade weil es eben nicht in den klassischen Thriller-Farben gehalten ist. Aber die Handschellen deuten eben hintergründige Spannung an.
Mit Detective Kit McKittrick und dem Psychologen Sam Reeves ist der Autorin ein gutes Duo gelungen. Die Hintergrundgeschichte nimmt nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Raum ein.
Es geht um eine Mordserie an Frauen, um Handschellen und um Verdächtigungen gegen den Psychologen, um die Vergangenheit der Polizistin.
Der Schreibstil sowie die Ausgestaltung der Figuren ist überzeugend, die Geschichte schafft es über die ganze Länge zu unterhalten und der Spannungsaufbau gestaltet sich langsam und dann immer rasanter. Die Auflösung am Ende ist anders als ich gedacht hätte, aber logisch nachvollziehbar - genau so soll es sein.
Ein perfekter Reihenauftakt, der bereits neugierig auf weitere Fälle der San-Diego-Reihe macht.

Veröffentlicht am 17.02.2024

Genial

James
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Ich liebe den Schreibstil und die Bücher von Percival Everett und somit war ich sehr neugierig auf seine Version/Adaption der Geschichte von Huckleberry Finn, Tom Sawyer und Jim, auf den wir hier eine ...

Ich liebe den Schreibstil und die Bücher von Percival Everett und somit war ich sehr neugierig auf seine Version/Adaption der Geschichte von Huckleberry Finn, Tom Sawyer und Jim, auf den wir hier eine ganz neue Sicht bekommt. Denn Jim erzählt seine Geschichte - die Percival Everett als Hommage an Mark Twain sieht, wie er im Nachwort schreibt.
Ich erinnere mich gut an die Originale, da ich als Kind diverse Hörspiele davon hatte. Und so gab es für mich immer wieder Aha-Momente und ich erinnerte mich daran, wie diese Szenen bei Mark Twain waren. Und bei diesem Buch hatte ich immer wieder das Gefühl, dass sie so doch viel überzeugender sind.
Jim und die anderen Sklaven sind überhaupt nicht dumm und sie können auch völlig akzentfrei sprechen, aber weil sie eben dem Bild entsprechen wollen und sich hinter den Rücken ihrer Besitzer über diese lustig machen, verhalten sie sich so klischeehaft. So tut Jim zu Beginn nur so, als würde er schlafen, als Tom und Huck ihm Streiche spielen.
Nichtsdestotrotz darf man bei all dem Spaß nie vergessen, dass es um ernste Themen wie Rassismus, Menschenhandel, Sklaverei, Erniedrigung,... geht. Und dieser Spiegel wird uns immer wieder vorgehalten.
Natürlich kann man dieses Buch auch lesen, wenn man die Vorlage nicht kennt, aber ich denke, dann ist es nur halb so gut.
Für mich ist das Buch mein erstes Highlight in diesem Jahr.

Veröffentlicht am 11.02.2024

Unterhaltsam

Das Mörderarchiv
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Die Hörbuchsprecherin Anne Düe kannte ich bisher noch nicht, aber ihre Arbeit hat mir gut gefallen. Gerne habe ich mir von ihr diesen interessanten Fall vorlesen lassen.
Erzählt wird die Geschichte aus ...

Die Hörbuchsprecherin Anne Düe kannte ich bisher noch nicht, aber ihre Arbeit hat mir gut gefallen. Gerne habe ich mir von ihr diesen interessanten Fall vorlesen lassen.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Annie, unterbrochen von Teilen aus dem Tagebuch der jungen Frances, so dass man nach und nach mehr über die Vorgeschichte erfährt.
Wie schon auf dem Cover zu erfahren ist, stirbt Tante Frances. Eigentlich Annies Großtante und sie hat sie nie kennen gelernt. Aber nun soll Annie den Mordfall an der Großtante aufklären und wenn sie schneller ist als der andere Kandidat, dann erbt sie alles. Annie hat gerade eh nichts zu tun und was gibt es besser für eine angehende Krimischriftstellerin als in einem realen Mordfall zu ermitteln, der nun wirklich äußerst bizarr ist.
Immer wieder werden neue Verdächtigungen ausgesprochen, Annie taucht immer tiefer in den Fall und das Dorfleben ein. Aber wird sie den Fall auflösen? Und droht vielleicht auch ihr Gefahr?
Ein äußerst unterhaltsamer Krimi mit einem etwas anderen Ansatz. Hat mir wirklich gut gefallen.