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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.08.2023

Gefährliches Spiel

The Game – Das Spiel erwacht
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Macke lebt mit seiner Mutter in eher einfachen Verhältnissen während sein Freund Piddy aus einem reichem Elternhaus stammt. Macke trainiert als Stuntman, aber da läuft es gerade nicht so gut und seine ...

Macke lebt mit seiner Mutter in eher einfachen Verhältnissen während sein Freund Piddy aus einem reichem Elternhaus stammt. Macke trainiert als Stuntman, aber da läuft es gerade nicht so gut und seine Pläne für die Sommerferien haben sich zerschlagen. Aber Piddy hat eh andere Pläne: er hat nicht nur für sich einen Platz im The Game erspielt, sondern auch für Macke, dabei kennt der das Spiel doch gar nicht und außerdem hätte seine Mutter die Teilnahmekosten, die auch noch anfallen, nie bezahlen können.
Also auf ins Game, das von einer großen Glaskuppel abgeschirmt wird. Piddy und Macke kommen in Team blau und gemeinsam mit Sepia und Lisa müssen sie die Missionen meistern. Schon bald fällt Macke auf, versucht es aber immer wieder zu vertuschen. Allerdings gerät das Spiel recht schnell aus dem Ruder und es gibt keine Möglichkeit mehr auszusteigen, das Safe-Word funktioniert nämlich nicht und das Spiel wird gefährlich.
Spannend und temporeich geschrieben konnte mich der erste Band gut unterhalten.

Veröffentlicht am 10.08.2023

Anna und Fritz ermitteln wieder

Fräulein Anna, Gerichtsmedizin (Die Gerichtsärztin 2)
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Bereits am Cover erkennt man gut, dass es sich hier um eine Fortsetzung handelt bzw. dass die beiden Bücher zu einer Reihe gehören. Ähnliches Foto, aber nicht das gleiche Bild - das gefällt mir gut. Hoher ...

Bereits am Cover erkennt man gut, dass es sich hier um eine Fortsetzung handelt bzw. dass die beiden Bücher zu einer Reihe gehören. Ähnliches Foto, aber nicht das gleiche Bild - das gefällt mir gut. Hoher Wiedererkennungswert ist gerade bei (Krimi-)Reihen ein wichtiger Aspekt für mich.
Ich denke, das Buch lässt sich auch gut lesen, wenn man den Vorgänger nicht kennt, aber es ist ja immer schöner, wenn man bei einer solchen Reihe auch die Hintergrundgeschichte der Protagonisten und weiterer Personen weiterlesen kann und sie "ein Stück des Lebensweges" begleiten kann. Allerdings ist es auch gut, wenn man dieses Vorwissen nicht unbedingt benötigt und somit mehr Leser*innen erreichen kann.
Der Erste Weltkrieg, das Ineinandergreifen der Allianzen, die ganzen Zwänge, die Kriegseuphorie zu Beginn des Krieges, all das spielt hier neben dem Kriminalfall auch eine große Rolle und wurde gut eingebunden.
Der Fall, der mit einem toten Baby beginnt, ist nicht ohne. Die Ermittlungen führen die Leser auf manch eine falsche Fährte.
Insgesamt ein gelungener zweiter Band, der gut das Zeitempfinden darstellt und dennoch nicht immer düster ist, sondern auch unterhalten konnte.

Veröffentlicht am 10.08.2023

Keine einfache Lektüre

Rattensommer
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Ein Buch, dessen Cover komplett in rot gehalten ist, darauf sieht man vorne zwei Mädchen in Rückenansicht nebeneinander sitzen, im (stillgelegten) Freibad. Toll gemacht fand ich die kleinen blauen Akzente. ...

Ein Buch, dessen Cover komplett in rot gehalten ist, darauf sieht man vorne zwei Mädchen in Rückenansicht nebeneinander sitzen, im (stillgelegten) Freibad. Toll gemacht fand ich die kleinen blauen Akzente. Das ist auf jeden Fall ein Cover, das auffällt und Fragen aufwirft.
Es ist keine einfache Lektüre, das gleich vorweg. Keine Sommerliebesgeschichte, kein spannender Kriminalfall.
Keine Geschichte, bei der man sofort in die Kategorien "gut" oder "böse" einsortieren kann.
Keine Geschichte, bei der man die Protagonistin oder Protagonistinnen sofort mag und mit ihnen fühlt, sich ihnen verbunden fühlt. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Lou, doch es geht um Sonny. Beide sind 15 Jahre alt. Kein einfaches Alter. Und dann kommt noch dazu, dass der Mörder der Mutter zurückkehrt.

Aber eine Geschichte, die fordert. Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt.
Eine Geschichte, in dem es auch um Grausamkeiten geht. Um niedere Gefühle.
Um eine schwierige Situation. Wer jedoch eine locker-leichte Sommerromanze oder Freundinnengeschichte erwartet, wird sie hier nicht finden.
Ein Buch, das durchaus sperrig ist und gerade deswegen anders ist, Beachtung verdient hat.

Veröffentlicht am 08.08.2023

Gelungener neuer Fall

Die Akte Madrid
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Mir hat schon der erste Fall von Lennard Lomberg richtig gut gefallen; diese Mischung aus Kunst und Krimi ist wirklich klasse und ich habe mich gefreut, als ich gesehen habe, dass es eine Fortsetzung geben ...

Mir hat schon der erste Fall von Lennard Lomberg richtig gut gefallen; diese Mischung aus Kunst und Krimi ist wirklich klasse und ich habe mich gefreut, als ich gesehen habe, dass es eine Fortsetzung geben wird.
Dieses Mal schickt der Autor Andreas Storm nach Spanien und wieder gibt es Verbindungen in die deutsche Vergangenheit - und natürlich auch ganz viel Kunst. Dieses Mal sind es Verstrickungen mit der Franco-Diktatur und die deutsche Nachkriegszeit, die den politischen Teil ausmachen. Bei der Kunst geht es dieses Mal um Surrealismus.
Bei diesem Krimi muss man aufmerksam lesen, da er ein wenig komplexer ist, aber dafür wird man auch mit einer spannenden sowie lehrreichen Geschichte belohnt. Beutekunst, Kunstraub, aber auch wieder die persönlichen Verstrickungen von Lomberg spielen eine Rolle und sein Vater natürlich. Die Handlung spielt auch hier wieder auf unterschiedlichen Zeitebenen.
Und wieder wird Lomberg von Kriminalrätin Sina Röhm sowie seiner Tochter Julie unterstützt - allerdings gehen die beiden Frauen auch erneut ihre eigenen Wege.
Für mich war dieser Krimi eine gelungene Mischung und die Auflösung konnte mich auch gut überzeugen.

Veröffentlicht am 06.08.2023

Skurril und absurd

Suzukis Rache
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Ich mochte schon das aberwitzige Buch "Bullet Train" und die Einblicke in die Gedankengänge von Mördern und Kriminellen.
Dieses Mal gibt es drei Mörder mit unterschiedlichen Methoden: der Wal, ein sehr ...

Ich mochte schon das aberwitzige Buch "Bullet Train" und die Einblicke in die Gedankengänge von Mördern und Kriminellen.
Dieses Mal gibt es drei Mörder mit unterschiedlichen Methoden: der Wal, ein sehr großer Mann, hat so seine eigenen Methoden. Er tötet nicht, sondern treibt seine Opfer in den Selbstmord. Dafür erscheinen sie ihm später oft als Geister und geben ihre Kommentare ab. Die Zikade ist da nicht so zimperlich und sticht mit dem Messer einfach zu. Der mysteriöse Pusher, über den man kaum etwas weiß, schubst seine Opfer vor den Zug oder auf stark befahrene Straßen. Und dann ist da ncoh Suzuki, der Rache nehmen möchte am Tod seiner Frau und deshalb bei der dubiosen Firma "Fräulein" mit arbeitet.
Tja, und dann wird es immer absurder und verrückter und entwickelt sich in eine Richtung, die man unmöglich vorhersehen kann. Ein echt schräger Humor, den man wohl mag oder nicht. Mir hat es gefallen - und ich habe es auch nicht zu ernst genommen. Diese skurrile Geschichte wurde gut von Max Hoffmann vorgelesen und zu Beginn war es noch ein wenig verwirrend, aber bald hatte ich dann doch den Durchblick.